Motorrad zur Arbeit?

Gibts hier jemand, der täglich mit dem Motorrad zur Arbeit fährt?

Ich denke nämlich mit meiner Freundin drüber nach, ob wir eigentlich blos noch ein Auto brauchen, und meine Arbeitsstelle wäre so ca. 10 Minuten von Daheim entfernt.

Ohne Erfahrungen diesbezüglich würde ich folgende Vorteile/Nachteile sehen:

Kürzere Fahrzeit, da das Warten an Ampeln/im Stau nicht so lange dauert.

Längere Reisezeit, da man sich normalerweise aufwändiger Einkleiden muss.

Im Winter ist das mit dem „gut einkleiden“ besonders Zeitaufwändig.

Strassen werden auf meiner Strecke auch im Winter stets gut geräumt.

Weniger Transportmöglichkeiten auf dem Motorrad: nach der Arbeit kurz beim Baumarkt vorbeifahren… geht nicht.

Im Sommer ists natürlich mit Motorrad einfach schöner.

Motorrad ist billiger. (und eh da :smile:

Entscheidender Nachteil: Ein Motorrad ist beim Unfall immer schlecht dran.

Vor allem das letzte scheint für uns ein KO-Kriterium zu sein.

Was meint Ihr?

Gruss, Marco

Hallo Marco,

ich bin eine ganze Zeit lang mit dem Motorrad in die Firma gefahren, hab´s dann irgendwann sein lassen, weil mir
a: das dauernde schlechte Wetter auf den Keks ging
b: mein Motorrad bei Temperaturen unter 20°C nie warm wird und das dem Motor nicht gut tut - auf Dauer.

Das längere An- und Ausziehen war für mich kein Problem, ich habe meißtens in meiner Moppedhose im Büro gesessen. Wenn man keinen großartigen Kundenkontakt hat (außer Telefon) dann ist das vertretbar.

Das Argument das man bei Unfällen schlechter da steht ist für mich keines, wenn ich das so schlimm fände, dann hätte ich kein Motorrad. Es ist auch immer an einem selbst, wie weit man sich in Gefahr begibt.

Sicher, statistisch gesehen sind die meißten Unfälle durch Autofahrer verschuldet, aber die meißten hätten auch nicht statt gefunden wenn sich der Motorradfahrer an die Verkehrsregeln gehalten hätte. Dazu gehört auch das „vorne Anstellen“ an der Ampel. Macht man mit dem Auto ja auch nicht nur weil die Linksabbiegerspur frei ist und vorne gerade ein Kleinwagen steht…

Grüße

Chris

Hallo Marco,

ich hab’s einige Zeit gemacht, wobei es für mich nicht die Frage Auto oder Mopped gab, sondern höchstens Mopped oder ÖPV.

Inzwischen handhabe ich es so, dass ich im Sommer mit dem Mopped fahre und ab November dann Bus und Bahn nutze.

Ich ziehe mich im Büro um - das heißt halt für die Planung, ca. 5 Minunten morgens früher da sein und abends 5 Minuten länger einplanen.

Unfalltechnisch finde ich deine Überlegungen etwas überraschend. Das wären eher Überlegungen bei der grundsätzlichen Entscheidung ob Mopped oder Auto…

Wenn du täglich nach der Arbeit zum Baumarkt fährst und LKW-Ladungen nach Hause bringen möchtest, ist das Mopped sicher nicht das richtige Transportmittel. Bei solchen Dingen ist man dann eben nicht ganz so spontan, wenn man auf zwei Rädern unterwegs ist…

Grüße
Demenzia

Hallo,

ich fahre meist mit dem Motoroller zur Arbeit (5 km), auch im Winter. Nur wenn es unter 5°C sind, fahre ich mit dem Bus bzw. Fahrrad.

Umziehen ist kein Thema, da 50er Roller (Nierengurt, Lederjacke, Handschuhe, selten mal ne Regenhose). Billiger ist es allemal. Unfälle sind nicht so das Thema auf der Strecke.

Wenn ich kein Mofa hätte, würde ich mit dem Fahrrad fahren (und tue das auch, wenn ich genug Zeit habe). Fürs Auto ist die Strecke eine Verschwendung.

Gruß,

Myriam

Hallo Marco

Gibts hier jemand, der täglich mit dem Motorrad zur Arbeit
fährt?

Ich leider nicht, denn ich mus meine Hundehütte mitführen.
Ohne Hund würde ich sicher oft mit dem Moped fahren.
Bei mir sind es über 40km und das schafft mein 60PS Moped in der halben Zeit von meinem 35PS Auto. ;o)

Der STadtverkehr ist mit Moped deutlich erträglicher und die Ersparnis beim Sprit lohnt schon. Wenn Du dadurch sogar komplett auf ein Auto verzichten kannst, dann lohnt sich das doppelt.

Könnte denn deine Freundin auch mal Moped fahren? Dann wäre auch mal der Besuch beim Baumarkt drin.

Strassen werden auf meiner Strecke auch im Winter stets gut
geräumt.

Worauf Du als Winterfahrer unbedingt achten solltest ist ein guter Kälteschutz für die Knie. Frag mal die alten Biker, die ham´s alle in den Knochen weil sie früher mit Jeans gefahren sind.

Und denk dran, dass nicht nur der Schnee rutschig ist, sondern auch bei trockener Kälte die Reifen nciht ganz so gut haften, vorallem auf den weißen Markierungen.

Entscheidender Nachteil: Ein Motorrad ist beim Unfall immer
schlecht dran.

Inshallah!
Du kannst Dir das sicherste Auto kaufen und beim aussteigen vom LKW erfasst werden…
Das ist wirklich jedermanns persönliche Einstellung zum Leben und dem Schicksal.

Wenn Du Dich für´s Moped entscheidest würde ich Dir einfach raten ein paar weite Mopedklamotten zuzulegen die Du über Deine ARbeitskleidung drüber ziehst. GGf gibts auch Verkleidungsergänzungen für trockene Füße (BMW) udn Heizgriffe.

Grüße
Mopedhexle (nächste woche mal hundefrei und zweirädrig auf Arbeit) :o)

Hallo, Marco!

Gibts hier jemand, der täglich mit dem Motorrad zur Arbeit
fährt?

Ja; mein Mann, die arme S…

Wir haben, als unsere Tochter unterwegs war, uns auch schweren Herzens vom Zweitauto getrennt.
Ein, zwei Jahre lang ist mein Mann bei jedem Sch…wetter mit dem Motorrad ins Geschäft, 35 km einfache Strecke.

Irgendwann kam er auf die Idee, sich ein Gespann zuzulegen, aus preislichen Gründen ein MZ-Gespann (hierfür sollte man aber gut schrauben können: obwohl laut meinem Mann alles perfekt ist, bastelt er immer irgendwas rum).
Irgendwann hat er sich eine VoPo-Vollverkleidung zugelegt; mit Heizgriffen und einer gescheiten Thermokombi, beheiztem Helmvisier (selbstgebastelt, weiß nicht, ob’s das auch zu kaufen gibt) und warmen, wasserdichten Stiefeln hat er’s jetzt relativ gemütlich, auch wenn’s im Winter sifft.
Und auf drei Rädern fährt man doch etwas sicherer als auf zwei.
Und im Beiboot kann man auch mal kleinere Einkäufe unterbringen.

Grüßle
Regina
die manchmal Gottseidank mittlerweile 2 Kinder mitnehmen und daher leiderleider das Auto haben muß.

Mein Mann fährt auch mit dem Motorrad zur Arbeit und bei Regen ist er auch nicht gerade erfreut darüber. Im Winter fährt er dann meistens irgend so ne Gurke von Auto, weil bei Glätte und Schneefall muss er nicht unbedingt auf zwei Rädern unterwegs sein.
Vielleicht ist ein Zweitauto auf Saisonanmeldung das Richtige?

Hi Marco,
also ich fahre schon seit 5 Jahren mit dem Motorrad in die Uni/zur Arbeit (ca.15km). Zeilich würde ich fast sagen, dass es nicht viel Unterschied macht. Lediglich wenns kälter wird muss man fürs Anziehen schon einige Minuten mehr rechnen. Kälte war bei mir allerdings normalerweise kein Kriterium nicht Motorrad zu fahren. Anders sieht es da schon aus, wenn im Winter Schnee liegt oder ich etwas zu transportieren habe. Dann bin ich ganz froh, dass ich bei Bedarf doch ein Auto zur Verfügung habe, ebenso wenn es frühs schon Monsun-artig regnet.
Ein Punkt, welchen es zu beachten gilt ist noch, ob die Möglichkeit besteht, die ganze Sachen zu verstauen (Helm, Jacke, Hose, Stiefel, etc.). Ich bin daher ziemlich froh, dass es bei uns Spinde gibt!
Finanziell rentiert sich das Motorradfahren auf jeden Fall, vom Spaßfaktor, nach einem Tag im Hörsaal/Büro auf den Bock zu steigen, ganz zu schweigen.

Gruß Miklo

Warum nicht?
Hallo!

Gibts hier jemand, der täglich mit dem Motorrad zur Arbeit
fährt?

Ich habs jahrelang gemacht (mitm Moped)

Ich denke nämlich mit meiner Freundin drüber nach, ob wir
eigentlich blos noch ein Auto brauchen, und meine
Arbeitsstelle wäre so ca. 10 Minuten von Daheim entfernt.

Na, da bräuchte ich aber nicht grossartig überlegen.

Ohne Erfahrungen diesbezüglich würde ich folgende
Vorteile/Nachteile sehen:

Kürzere Fahrzeit, da das Warten an Ampeln/im Stau nicht so
lange dauert.

…du musst dich aber auch an die Verkehrsregeln halten :wink:

Längere Reisezeit, da man sich normalerweise aufwändiger
Einkleiden muss.

Naja, es geht. Oder brauchst du ne halbe Stunde, um ne Hose, ne Jacke u ein Paar Stiefel anzuziehen? Oder Sitzt du nackig im Auto?

Im Winter ist das mit dem „gut einkleiden“ besonders
Zeitaufwändig.

Für 10-20 min Weg würd ich nich so nen Terz machen. Lediglich n guter Pullover u dickere Handschuhe als im Sommer. Vllt noch n Schal drüber - fertig. Du bist lt eigener Aussage 10 MINUTEN unterwegs, nicht 10 STUNDEN. Ich bin während meiner Lehre bei -15 Grad mit m Moped (Simson, vmax ca 70 km/h) 45 km (einfache Strecke) weit gefahren u war dabei so 1 - 1 1/2 h unterwegs.

Strassen werden auf meiner Strecke auch im Winter stets gut
geräumt.

Na bitte.

Weniger Transportmöglichkeiten auf dem Motorrad: nach der
Arbeit kurz beim Baumarkt vorbeifahren… geht nicht.

Naja, dafür haste doch dann noch euer Auto.

Im Sommer ists natürlich mit Motorrad einfach schöner.

Klar doch :o)

Motorrad ist billiger. (und eh da :smile:

Entscheidender Nachteil: Ein Motorrad ist beim Unfall immer
schlecht dran.

Das is aber immer so, egal ob Sommer oder Winter, aufm Weg zur Arbeit oder privat. Wenn du davor Muffengang hast, lass es.

Vor allem das letzte scheint für uns ein KO-Kriterium zu sein.

Für mich wärs keins.

Was meint Ihr?

s.o.

Gruss, Marco

Gruss

Mutschy

Gibts hier jemand, der täglich mit dem Motorrad zur Arbeit
fährt?

Früher mal.

Ohne Erfahrungen diesbezüglich würde ich folgende
Vorteile/Nachteile sehen:

Kürzere Fahrzeit, da das Warten an Ampeln/im Stau nicht so
lange dauert.

Verkehrsraudie.

Längere Reisezeit, da man sich normalerweise aufwändiger
Einkleiden muss.

Ja, etwas.

Im Winter ist das mit dem „gut einkleiden“ besonders
Zeitaufwändig.

Kaum mehr, als sonst auch. Statt dünner Handschuhe eben dicke etc.

Strassen werden auf meiner Strecke auch im Winter stets gut
geräumt.

… und wahrscheinlich gestreut. Salz verursacht an den meisten Moppeds mehr Korrosion als am Auto. Entweder hast Du viel Pflegeaufwand oder der Hobel rostet Dir unter dem Hintern weg. Glatteis und/oder Streusalz sind nach meinen Erfahrungen heute ko-Kriterium, nicht aber Kälte.

Weniger Transportmöglichkeiten auf dem Motorrad: nach der
Arbeit kurz beim Baumarkt vorbeifahren… geht nicht.

Logisch.

Im Sommer ists natürlich mit Motorrad einfach schöner.

Klar.

Motorrad ist billiger. (und eh da :smile:

Kommt aufs Auto und Mopped an. Wenn Du einen billigen Kleinstwagen mit einem mehr als 100PS-Gerät vergleichst, ist das mit den Kosten nicht mehr so deutlich. Die Versicherung langt da auch beim Mopped ziemlich zu.

Gruß
Carsten

Ich habe noch nicht die anderen Artikel hier gelesen, aber prinzipiell geht das halbwegs.

Zu überlegen ist, ob Ihr nicht einen Roller nehmt (auch wenn ich die Dinger selbst hasse). Vorteile:

  • besserer Wetterschutz
  • weniger Probleme wg. warmlaufen

Letzteres ist bei einem Motorrad und der von dir beschriebenen Wegstrecke schon wichtig - bei 10 min. läuft die Maschine niemals warm, d.h. Du hast einen erheblichen Verschleiss.

Ich bin selbst lange ohne Auto ausgekommen (10 Jahre). Hängt aber auch am ÖPNV, insbesondere

  • als Alternative bei schlechtem Wetter für Kurzstrecke,
  • als Alternative für Langstrecken.

Die ÖPNV Versorgung muss halbwegs stimmen. Zudem solltet Ihr einen halbwegs günstigen Autovermieter vor Ort haben.

Ganz ohne Auto geht nicht! Im Jahr braucht man das Ding mindestens 10 mal für größere EInküfe, Weihnachten, etc und lalala.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Dazu gehört auch das "vorne

Anstellen" an der Ampel. Macht man mit dem Auto ja auch nicht
nur weil die Linksabbiegerspur frei ist und vorne gerade ein
Kleinwagen steht…

äh… ich durfte mal einen BMW-Oldtimer probefahren…

Nick

Hallo,

Gibts hier jemand, der täglich mit dem Motorrad zur Arbeit
fährt?

Ja, ich, außer bei Regen und im Winter.

Kürzere Fahrzeit, da das Warten an Ampeln/im Stau nicht so
lange dauert.

Bei mir nicht so wirklich, da ich mit meinem 11PS Dieselmoped den Ampelstart zu oft verliere.

Längere Reisezeit, da man sich normalerweise aufwändiger
Einkleiden muss.

Kaum.

Im Winter ist das mit dem „gut einkleiden“ besonders
Zeitaufwändig.

Saisonkennzeichen, im Winter nehme ich dann doch das Auto. Salz ist nicht gut für mein Moped mit indischem Korrosionsschutz.

Strassen werden auf meiner Strecke auch im Winter stets gut
geräumt.

Mit einem geeigneten Motorrad sicher kein Problem, aber auch kein Vergnügen.

Weniger Transportmöglichkeiten auf dem Motorrad: nach der
Arbeit kurz beim Baumarkt vorbeifahren… geht nicht.

Ich kann anstelle des Soziussitzes einen Großen Gepäckträger montieren. Zulässiges Gesamtgewicht 380kg. Schau Dir mal Bilder aus Indien an, was auf einem Motorrad alles transportiert werden kann.

Im Sommer ists natürlich mit Motorrad einfach schöner.

Viiiiieeeeel Schöner.

Motorrad ist billiger. (und eh da :smile:

Ja, und 2L Diesel auf 100km sind auch nicht so teuer.

Entscheidender Nachteil: Ein Motorrad ist beim Unfall immer
schlecht dran.

Auch beim Blitzschlag wirst Du leider auf dem Moped voll getroffen.

Vor allem das letzte scheint für uns ein KO-Kriterium zu sein.

Das akzeptiere ich für Dich. Für mich steht diese Frage in ihrer Wichtigkeit ungefähr an Stelle 183.

Was meint Ihr?

Macht viel mehr Spaß.

Gruß
Tilo