Hallo Zweiradfreunde,
seit letztem Sonntag weiß ich nach 29 Jahren Abstinenz wieder, wie Wälder und Felder riechen und wie sehr sie sich in der Temperatur unterscheiden. Es ist nur eine 125er mit Führerschein Klasse 3, ein Chopper, mit mir drauf in Fransenjacke und Kradmelderhelm mit Snoopybrille. Aber mit viel Fahrfreude.
Während ich so drum kämpfte, Kurven ohne Schieben oder Wagenheber zum Rumheben zu bewältigen und die 170 km der Überführung am Stück und ohne Umfallen nach Hause zu kommen, fiel mir auf, daß ich von FahrerInnen teils schwerster Böcke gegrüßt wurde, sogar von Trikes aus (äh, nach so 20 km hatte ich wieder soviel Sicherheit drauf, daß ich gelegentlich den Gegengruß riskierte - der, der Euch auf der Strecke von Peißenberg nach Neuburg a. d. Donau nicht widergegrüßt hat, war ich, und ich entschuldige mich dafür mit mangelnder Übung und Sicherheit).
Meine Fragen an Euch Erfahrenen:
Wie schaut eigentlich die Motorradfahreretikette aus?
Grüßt man sich grundsätzlich (was mir etwa auf dem Marienplatz als Fußgänger schwerfällt, grundsätzlich jeden Fußgänger zu grüßen) oder gibt es da Abstufungen, z. B. bezüglich Hubraumklassen, Fahrphilosophie (Cruisen vs. Heizen), Marken? (Der Rollerfahrer, den ich in Weilheim übungshalber grüßte, schien so erstaunt, daß er um ein Haar einem Auto aufgefahren wäre).
Grüßt man nur Entgegenkommende oder auch solche, die man überholt oder von denen man überholt wird?
Duzt man sich unter Motorradfahrern grundsätzlich? Habe ich so gehört, nicht aber immer so erlebt.
Gibt es so etwas wie ein MUSS, ohne das man sich diskreditiert?
Gibt es Regelverstöße, die einen aus der Gemeinde ausschließen?
Vielen Dank für Euer Wissen, Eure Ratschläge, Meinungen oder Kommentare und
beste Grüße.
Otto
, obwohl das an manchen Tagen (siehe weiter unten) echt zur Qual werden kann und man das ohne weiteren Rüffel auch durchaus mal vergessen kann !!!
