Ich hab mich heute beim Autoteile-Markt mit den nötigen Untensilien für den fälligen Öl- und Ölfilterwechsel ausgestattet. Der Verkäufer wollte mir unbedingt noch eine sog. Motorwäsche andrehen. Das ist so ein Zeug, dass man in den Motor kippt um die Ablagerungen rauszuspülen. Kostet 15 Euro. Ist so was wirklich sinnvoll oder eher Nepp?
Ich hab mich heute beim Autoteile-Markt mit den nötigen
Untensilien für den fälligen Öl- und Ölfilterwechsel
ausgestattet. Der Verkäufer wollte mir unbedingt noch eine
sog. Motorwäsche andrehen. Das ist so ein Zeug, dass man in
den Motor kippt um die Ablagerungen rauszuspülen. Kostet 15
Euro. Ist so was wirklich sinnvoll oder eher Nepp?
Servus Matthias
Meine Erfahrung ist, dass mir bereits mehrere Automechaniker abgeraten haben, eine Motorwäsche durchzuführen, weil in den modernen Autos so viel Elektronik drin ist, dass diese evtl. beschädigt werden könnte.
Wenn das Auto allerdings schon 10 Jahre oder noch älter ist, dann sollte es kein Problem sein.
Für sinnvoll würde ich es schon halten, den ganzen Dreck ab und zu wegzuspülen - wenn eben sonst nichts beschädigt wird.
ausgestattet. Der Verkäufer wollte mir unbedingt noch eine
sog. Motorwäsche andrehen. Das ist so ein Zeug, dass man in
den Motor kippt um die Ablagerungen rauszuspülen. Kostet 15
Kann es sein, daß Du - oder der Verkäufer - etwas durcheinanderwerft? Eine Motorwäsche ist die Reinigung des Motors von außen, also schlicht Beseitigung des angesammelten Drecks. Was er Dir verticken wollte, ist - denke ich - ein Kraftstoff-Additiv , das die Ölkohle und andere Ablagerungen verbrennen helfen soll.
Gegen eine Motorwäsche nach matschigen, dreckigen Herbst- und Winterfahrten ist erst einmal nichts einzuwenden. Normalerweise sollte auch der Elektronik dabei nix passieren; sprich : Wenn Wasser irgendwo eindringt, wäre das früher oder später bei Regen auch passiert. Im Gegentum kann eine Motorwäsche dazu dienen, Korossion unter der Dreckschicht, und damit Kriechströme, zu unterbinden.
Was die Kraftstoff- Additive angeht, lautet meine Empfehlung : Finger weg. Entweder ist der Motor versottet mit Ölkohle, dann kriegst Du ihn frei, indem Du einmal längere Strecken fährst; oder er ist es nicht, dann kannst Du das Geld gleich im Kamin verheizen. Bei älteren Motoren richtest Du evtl. sogar noch Schaden an, indem Du nützliche Ablagerungen, die die Schmierung und Kompression verbessern, wegspülst.
Meinst du die äußere Motorwäsche , dann rate ich davon ab, denn ein steriler Motorraum macht Schwierigkeiten, wenn die Schrauben durch die Feuchtigkeit korrodieren. Auch ölige Stecker machen weniger Probleme, als korrodierte hypersaubere nasse. Möchtest Du dann mal eine Schraube z.B. der Kühlerschlauchschelle öffnen und diese ist durch übertriebene Sauberkeit verrostet, reißt sie schnell ab. Sollte es nicht zu extrem werden, laß das bißchen Schmuddel aus Ölnebel im Motorraum. Merke: Was fettig ist rostet nicht.
Wenn Du dagegen die innere Motorspülung meinst, dann kommt es auf den Motorzustand im inneren an.
Eine Spülung kann sinnvoll sein, wenn (wie bei einem Astra eines Kollegen) der Vorbesitzer minderwertiges Supermarkt-Öl viele tausende Kilometer fuhr. Der Motor war innen pechschwarz klebrig. Fast schon Schwarzschlamm. In diesem Falle half auch eine Fahrt in die östliche Heimat des Kollegen mit gutem teurem Öl zum putzen. 1200km Autobahn hin und wieder zurück halfen, die Ablagerungen größtenteils zu entfernen.
Solltest Du bisher gutes Öl Deinem Motor verfüttert haben ist die Spülung absolut unnötig.
Wie gesagt, es war eine Motorspülung, die der Verkäufer mir andrehen wollte. Aber wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann bringt eine längere Fahrt mit gutem Öl wohl den gleichen Effekt. Danke schon mal für den Tipp!
Die Frage wäre jetzt noch, wie kann ich gutes Öl von schlechtem Öl unterscheiden? Ich habe jetzt zum Beispiel 10 W 40 Öl vom Hersteller Q8 Formula gekauft und kann die Qualität aber nicht einschätzen.