Hallo
Ich müsste mal bei meinem Golf 2 BJ 90 eine Motorwäsche machen.
Unsere Tankstelle bietet da so „Selbstreinigungsstellen“. Also wo man mit Druckstrahler das Auto waschen kann. Dort gibt es das Unterprogramm „Motorwäsche“, von daher denke ich, das man das dort machen kann
Nun bin ich mir aber nicht so sicher, ob ich nun einfach die Motorhaube öffnen kann und dann mit dem Strahler über den Motor gehen kann?
Muß da irgendwas abgedeckt werden, oder passiert da nichts. Kann mir vorstellen, das die Elektrischen Teile dort das nicht so gerne haben…
Vielleicht kann mir jemand mal eine Anleitung geben?
Mein KFZ-Mechaniker sagte zwar „Da dürfte nichts passieren, nur halt so 20-30 cm Abstand lassen“, aber wirklich trauen tu ich dem da auch nicht
Es gibt selbst bei so einem inzwischen älteren Motor genug Elektrik, die danach nicht mehr richtig funktioniert könnte. Deswegen wird bei modernen Autos eine Motorwäsche eigentlich nur noch gemacht, wenn sie wirklich sein muss. Ansonsten gilt: Lieber etwas schmutzig lassen.
Wirklich verschmutzte Stellen z.B. bei Ölverlust kann man auch punktuell mit Bremsenreiniger o.ä. reinigen.
Mal davon abgesehen ist eine Motorwäsche auf den meisten Selbstwaschplätzen eh verboten.
eigentlich ist eine Motorwäsche wirklich nicht so problematisch und der Golf II sollte da keine Zicken machen. Wenn ich da an meinen alten Panda oder den Citroen Visa denke, bei denen danach immer erst eine Elektro-Trockenlegung mit zig Startversuchen nötig war…
Unsere Tankstelle bietet da so „Selbstreinigungsstellen“. Also
wo man mit Druckstrahler das Auto waschen kann. Dort gibt es
das Unterprogramm „Motorwäsche“, von daher denke ich, das man
das dort machen kann
Ja, das bietet sich an!
Vielleicht kann mir jemand mal eine Anleitung geben?
Mein KFZ-Mechaniker sagte zwar „Da dürfte nichts passieren,
nur halt so 20-30 cm Abstand lassen“, aber wirklich trauen tu
ich dem da auch nicht
Dann lass doch einfach Deinen Kfz-Mechaniker ran, vielleicht nimm er ja auch ein paar Euro dafür…
Aber wie gesagt, wenn Du den Strahl nicht unbedingt in den Luftfilter, auf die Zündanlage oder die Kühlerlamellen hälst, kann eigentlich nichts paasieren. Den Motor auf jeden Fall laufen lassen dazu, sobald er Anzeichen von Zündaussetzern zeigt, sofort mit der Reinigung aufhören.
Eine andere Möglichkeit ist noch, den Motorraum mit speziellem Kalt- oder Schaumreiniger einzusprühen, um den Schmutz zu lösen. Das Mittel kann dann per Gartenschlauch bzw. Strahl mit geringem Druck einfach abgespült werden. Du entgehst also der Gefahr, mit dem Hochdruck irgendetwas kaputt zu machen. Leider sehen das Betreiber der „Selbstreinigunsstellen“ nicht so gerne, wenn man seine eigne „Chemie“ mitbringt und zuhause im Vorgarten solltest Du nicht mit diesen Mitteln hantieren.
Weil der Motor stark mit Öl verschmutzt ist und ich herausfinden möchte, ob es an der Ventildeckeldichtung liegt oder die Zylinderkopfdichtung undicht ist, bzw. beides
Dann reicht es normalerweise, nachzuschauen welches der höchste Punkt der Verschmutzung ist. Öl hat dankenswerterweise die Eigenschaft, wie alle anderen Dinge den Gesetzen der Schwerkraft zu folgen. Sofern dir die Suppe nicht auf rotierende Teile tropft und damit im ganzen Motorraum verteilt wird, sollte das als Diagnosemöglichkeit reichen, ohne eine Motorwäsche ins Auge zu fassen. Wenn es aber tropft, dann sollte die Quelle erst recht auszumachen sein.
Wie die meisten anderen hier, rate auch ich von einer Motorwäsche ab, da bei einem 20 Jahre alten Auto zwar weniger Elektrik/Elektronik verbaut ist, diese aber aufgrund des Alters umso anfälliger ist. Das betrifft vor allem die winzigen Dichtlippen in den Steckverbindungen.
Gruß
Hole dir aus dem Supermarkt/Obstabteilung die Plastiktüten, in die man das Obst abwiegt und decke damit alle Zündkerzen und den Zündverteiler ab.
Kaufe dir eine Spraydose Carambo oder ähnliches, das Wasser unterwandert und man damit nach der Motorwäsche Kerzenstecker und Zündverteiler einsprühen kann.
Sprühe den Motor satt mit Motorreiniger ein und lasse ihn einwirken.
Reinige dann mit der Sprühlanze den Motorraum. Halte die Lanze nicht voll und direkt auf die Bauteile. Wenn der Motorreiniger gut gewirkt hat, dann langt ein einfaches absprühen.
Sprühe den trockenen Motorraum nach der Wäsche dünn mit Motorlack ein. Vorteil: Der nächste Dreck befindet sich dann auf dem Motorlack, der Motorlack wird aber durch den Motorreiniger aufgelöst.
Achte darauf, daß bei manchen SB-Stationen die Motorwäsche verboten ist (Der Betreiber will selber das Geld verdienen).
ich wollte vorhin nicht extra darauf eingehen, aber…
Mein KFZ-Mechaniker sagte zwar „Da dürfte nichts passieren,
nur halt so 20-30 cm Abstand lassen“,
…dem würde ich als letztes den Auftrag geben. 20cm? Ja nee, iss klar.
30cm sollte selbst bei der normalen Autowäsche mit Dampfstrahler der Mindestabstand sein. Bei einer Motorwäsche würde ich einfach mal davon ausgehen, dass man damit mehrere el. Bauteile fluten wird.
Den Motor auf jeden Fall
laufen lassen dazu, sobald er Anzeichen von Zündaussetzern
zeigt, sofort mit der Reinigung aufhören.
Dann ist es nur leider schon zu spät. Eigentlich ist es auch egal, ob der Motor anschließend nicht mehr anspringt oder ob er aus geht und dann nicht mehr anspringt.
Allerdings kann es auch gerne mal ein paar Stunden dauern, bis das Wasser überall hin gelaufen ist und den Schaden verursacht.
Eine andere Möglichkeit ist noch, den Motorraum mit speziellem
Kalt- oder Schaumreiniger einzusprühen,
Das sollte man auf jeden Fall machen, man wäscht sich ja auch nicht nach der Arbeit ohne Seife die Hände.
An einen richtigen Reinigungsplatz mit entsprechendem Ölabscheider führt natürlich kein Weg vorbei.
Aber trotzdem: Ich würde Bremsenreiniger nehmen.
Erfahrungsgemäß würde ich bei den alten VW-Motoren behaupten, dass die Ventildeckeldichtung undicht ist. Leider ist die Dichtung nicht für die Ewigkeit ausgelegt. Seitdem Hydrostößel verbaut werden, geht da nur niemand mehr ran. Früher, als noch regelmäßig die Ventile eingestellt werden mussten, wurde die Dichtung immer mal wieder gewechselt und hielt deswegen auch dicht.
Also ich bin auch der Meinung, dass eine Motorwäsche mehr Schaden als Nutzen anrichtet.
Hab ich bei meinen Autos auch noch nie gemacht, und werde es auch nicht machen.
Wenn man die Ölquelle finden will, am besten die verdächtigen Stellen mit einem Putzlappen und Bremsenreiniger grob abwischen,
dann mit Bremsenreiniger und Druckluft fein reinigen.
Das wird dann staubtrocken,
und man sieht sehr schön,
wo das Öl herkommt.
Beim 2er Golf sind original solche blöden Korkdichtungen im Ventildeckel,
die sind sehr anfällig.
Es gibt dafür inzwischen umrüstsätze auf Gummidichtungen, die sind sehr zu empfehlen.
Gute Ölquellen sind auch die Öldruckschalter, unbedingt nachsehen.
Dann nochmal zu den Waschanlagen:
Am Waschplätzen sind selbstmitgebrachte Reinigungsmittel verboten.
Das ist keine Geschäftemacherei,
sondern hat einen Grund.
Wer weiss, wie so ein Ölabscheider funktioniert wird das bestätigen:
Es gibt Reinigungsmittel, damit sprüht man den Motor ein, spritzt den Motor ab,
und dann ist er supersauber.
Das Reinigungsmittel verbindet sich mit dem Öl zu einer Emulsion,
und das Zeug macht durch den Ölabscheider durch.
Im Abscheider ist eine Probeöffnung, wo regelmässig Proben entnommen werden,
und wenn da grottenschlechte Werte festgestellt werden, gibt es massiven Ärger, das kann soweit gehen, dass der Abscheider gesperrt wird.