MP3 noch kleiner als Normal

Mir ist letztens der Gedanke gekommen wie man eine MP3-Datei noch kleiner machen könnte. Meine Überlegung ist folgende:
Wenn man eine Wav-Datei im Audiorecorder von Windows öffnet und dann die Geschwindigkeit verdoppelt und dann speichert, ist die Größe z.B von 30 MB auf 15 MB geschrumpft. Wenn man jetzt in MP3 umwandelt ist logischerweise die Datei auch um die Hälfte kleiner. Das Gleiche Rückwärts und alles ist wieder Normal. Da es ja Digital abläuft dürften normalerweise keine Frequenzen fehlen, oder irre ich mich?
Aber wenn das stimmt, warum, jetzt kommt was, was hier nicht gerne gehört wird, wird dann auf den Downloadseiten nicht dieses Prinzip angewendet?

Ich hätte gerne einige Antworten zu dieser Sache und was ihr dazu meint!

Jeffersen

Gehe ich Recht in der Annahme Du willst:

Einen Titel mit 44,1kHz mit 88,2kHz
abspielen (doppelt so schnell) und über z.B. den Wave-Mapper wieder mit 44,1 Aufnehmen. Wenn man diese Datei wieder mit halber Geschwindigkeit abspielt (22,05 kHz), dann stimmt das Tempo wieder. Wie Du an den Abtastraten siehst, machst Du nichts anderes als ein Downsampling und wirfst einfach alle Frequenzen über 11kHz weg.

Klar kann man das mit MPEG besser komprimieren. ca 48kbs für Stereo sind dabei drin.

Leider nein, es ist ein
Trugschluß!
Das wäre etwa so, als wenn man sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen könnte…
Die Wave-Größe hat nichts mit der Tonhöhe oder Geschwindigkeit zu tun zu tun - sie ist nur von der Dauer des Stücks abhängig. Da ist es egal, ob Mono oder Stereo, langsame oder schnelle, hohe oder tiefe Töne.
Wenn der Audiorecorder ein Stück schneller macht, wird es natürlich kürzer, daher sind weniger Samples nötig. Da die Samplingrate pro Zeiteinheit gleichbleibt (z.B. 44,1 khz), muß er Samples 1. verändern und 2. weglassen. Dieser Vorgang ist irreversibel, die fehlenden Samples sind nicht ersetzbar.
Würdest du das Stück wieder verlangsamen, muß interpoliert werden und die fehlenden Samples „erfunden“ werden. Was herauskommt, ist nicht mehr das, was am Anfang war.
Das Ergebnis ist deutlich schlechter als eine starke MP3 Komprimierung, da bei dieser die Frequenzverläufe fast gar nicht angetastet werden.
Gruß, Richard