Guten Tag
Wie steht Ihr zu folgender Aussage (Windows / Consumerbereich):
Übrigens, die KBit-Rate ist nicht das Wichtigste bei MP3. Es gibt Tools mit wenig KBit, die viel besser sind, als solche mit sehr viel KBit. Das Entscheidende ist die Intelligenz des CoDec-Algorithmus, wie z.B. derjenige des Fraunhofer Instituts.
Aber auch ein guter CoDec-Algorithmus ist abhängig von der Präferenzen und der Zielsetzung der jeweiligen
Programmierer.
Vielen Dank im Voraus für Euer geduldiges und sachkundiges Feedback an einen nicht Ingenieur! 
Peter
Moien
Übrigens, die KBit-Rate ist nicht das Wichtigste bei MP3. Es
gibt Tools mit wenig KBit, die viel besser sind, als solche
mit sehr viel KBit.
Schlecht formuliert, stimmt aber. Manche Tools bekommen auch bei viel kbit nicht die Qualität hin die andere schon bei weniger hinbekommen.
Das Entscheidende ist die Intelligenz des
CoDec-Algorithmus,
stimmt.
wie z.B. derjenige des Fraunhofer Instituts.
Das ist der erste, aber nicht der beste (persönnliche Meinung, kann man drüber streiten)
Aber auch ein guter CoDec-Algorithmus ist abhängig von der
Präferenzen und der Zielsetzung der jeweiligen
Programmierer.
Stimmt auch.
Ausserdem muss auch der Player beim entschlüsseln gute Arbeit leisten, sonst war der ganze Aufstand mit extrem guten Codec für die Katz.
cu
Guten Tag pumpkin
Vielen Dank für die ausführliche und klare Antwort!
Wie immer bei Dir 
Und jetzt mal zur Windowspraxis - bitte…
Wenn ich meine heimische CD - Sammlung rippen will, so ist jeweils nur die Frage welches Tool mich mehr anspricht. Also GUI lastig oder Kommandozeile.
In den letzten 4 Jahren ist mir nicht ein Artikel aufgefallen, der ein Tool zum rippen von CDs anpries mit dem Hnweis „superschlaues Codec -> du nur 128 KBit/s einstellen - klingt 1001 besser als die 160 KBit/s ripps“.
Bitte helfe einem alten Mann über die Brücke von der Theorie zur Praxis… 
viele Grüsse
Peter
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In den letzten 4 Jahren ist mir nicht ein Artikel aufgefallen,
der ein Tool zum rippen von CDs anpries mit dem Hnweis
„superschlaues Codec -> du nur 128 KBit/s einstellen -
klingt 1001 besser als die 160 KBit/s ripps“.
Es gibt Unterschiede zwischen den Encodern, teilweise sogar gravierende. Die Decoder sind weitgehend gleich.
Der Trick bei verlustbehafteten Codecs besteht darin, nicht benötigte Informationen wegzuwerfen und dadurch das Datenvolumen zu reduzieren. Entscheidend ist, welche Informationen man wegwirft. Dabei kommt man zu sog. psychoakustischen Modellen, die ein sehr witziges Forschungsgebiet sind und ganz grob ausgedrückt die Datenverarbeitung im Gehirn nachbilden und ausnutzen. So gibt es z.B. die Idee, dass ein leises Geräusch unmittelbar nach einem lauten kaum oder garnicht registriert wird, dass die sehr hohen Frequenzen nahe 20kHz relativ unwichtig sind, oder dass manche Effekte auch wenn sie fehlen vom Gehirn nachgebildet werden. (Bei den hohen Frequenzen kommt noch dazu, dass ein großteil der Bevölkerung durch eigenes Verschulden oder Fremdeinwirkung sowieso stocktaub ist.)
Je geringer die Bitrate, desto mehr Daten müssen natürlich verworfen werden. Jetzt kommt es darauf an, das halbwegs intelligent zu machen. Es gab z.B. früher einige Codecs (BladeEnc war IIRC so einer), die einfach die hohen Frequenzen generell abgeschnitten haben und auch sonst recht schlampig waren. Weil diese Codecs leider weit verbreitet waren, konnte man in der guten alten Napster-Zeit über 90% aller Songs unter 160kBit/s gleich wieder löschen. Als Beispiel: Wenn z.B. Applaus oder andere Geräusche, die nahe am Rauschen sind anfangen zu „zwitschern“, dann fehlen Informationen über die hohen Frequenzen.
Es gibt im Netz etliche Vergleiche zwischen verschiedenen Codecs und jeweils verschiedenen Encodern. Google hilft weiter.
Hi
Tut mir leid, aber der Fraunhofer mp3-Encoder liegt eher im Mittelfeld bei Tests, nur die Profivariante „FhG AudioActive“ wird immer noch als gut eingeschätzt, die FastEnc-Reihe findet sich oft in Freeware (WMP, Musicmatch) und ist auf Geschwindigkeit optimiert.
Der mW qualitativ beste mp3-Encoder (wird weiterentwickelt) ist LAME. Die schnellsten sollen wohl Open Source von Real Networks (Helix Community) kommen, habe ich aber noch nicht ausprobiert. Der klanglich schlechteste ist in iTunes eingebaut.
Hallo -
hier noch ein paar praktische Hinweise:
ein Punkt, der auch gerne vernachlässigt wird, ist die Qualitäts-Einstellung. also wie „langsam“ die mp3 erstellt wird. daß der lame-Encoder zu verwenden ist, sollte ausreichend dargelegt worden sein - aber bei dem Programm, das diesen Encoder dann einsetzt, um die CD bzw wave in mp3 umzuwandeln, muß dann auch auf die entsprechende Einstellung geachtet werden. Stichwort ist hier „langsame, Rechenintensive Umwandlung“ bzw „High-Quality“ …
bei WaveLab nennt sich das zb „Höchste Qualität (langsam)“ - und
bei zb CDex nennt sich das „Hoch (q=2)“ standard ist „normal (q5)“ - dann entsprechend dazu auch die Lesegeschwindigkeit des Laufwerks herabsetzen, um Lesefehler zu vermeiden.
im Ergebnis klingt so eine 128 kbit/s - Konstante Bitrate (CBR) erstellte mp3 besser als eine 192 kbit/s - mp3 mit dem gleichen Encoder (schnell erstellt).
persönlich verwende ich 256 kbit/s für mp3-CDs und mp3-Player,
(je nach Player und Kopfhörer oder Auto-Anlage reichen aber auch 192)
für’s Versenden (zb Aufnahme, mp3-Sample, etc) dann 128 und teilweise sogar 96 (immer CBR) - und die Empfänger haben das größtenteils gar nicht gemerkt, daß es nur 96 kbps waren - im Vergleich zu dem, was sie sonst so an mp3 haben in 128 oder 160. aber bei 96 ist definitiv Schluß - alles 'drunter ist nicht mehr „hörbar“.
Gruß Hajo
Guten Tag Lego
Eine sehr informative Website. Vielen Dank dafür.
Der Praxisartikel sagt klar, dass man nur „Exact Audio Copy“ zum rippen nehmen darf, wenn man beste Qualität will! Da weiss ich doch gleich wieder was ich zu tun habe 
viele Grüsse
Peter
Theorie:
http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=58
Praxis:
http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=47
Salü hajo
Danke für diesen interessanten Hinweis.
Die Lesegeschwindigkeit ist wahrscheinlich so wichtig, weil die Fehlerkorrektur des CD / DVD Laufwerkes „nur“ bei Daten-CDs funktioniert (Quelle: Link von Lego).
Ich werde meine CDEX Konfiguration überprüfen und den Kollegen auf diesen Punkt hinweisen.
viele Grüsse
Peter
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Guten Tag Nicos
Ein Artikel von wissenschaftlicher Qualität. Danke!
Grüsse
Peter
Zusammenfassung
Guten Tag
Vielen Dank für Eure zahlreichen Informationen und Hinweise.
Zusammengefasst habe ich das wie folgt verstanden:
Szenario:
CD-Sammlung soll im Herbst 2005 mit einem unter Windows laufenden Applikation ins MP3 Format geripppt werden. Dabei ist das (naheliegende) Ziel, dass die erzeugte Kopie dem Orginal entspricht. Gemessen am menschlichen Hörempfinden. Die Dateien müssen auf jedem
aktuell erhältlichen Consumergerät (CD / DVD-Player) laufen.
Lösung:
Der Schlüssel ist das verwendete Codec. D.h. sowohl die Applikation zum rippen wie auch das Abspielgerät müssen diesen unterstützen. I.d.R. wird in den akutellen Versionen (Herbst 2005) der Applikationen
der Lame Encoder verwendet. Eher negativ fällt der ITunes Codec auf.
Danach ist die Lesegeschwindigkeit des Laufwerkes mit der Audio-CD zu reduzieren („hohe Qualität“). Dieses da die Fehlerkorrektur des Laufwerkes eines Computer nur Daten-CDs korrigiert.
Der dritte Faktor in der Qualität ist die zu verwendete KBit/S Rate. Je höher diese ist, desto positiver fällt dieser Aspekt der Umwandlung aus. Dabei ist zu beachten, dass die Grösse der erzeugten Datei massiv zunimmt. D.h. es sind Überlegungen zwischen zusätzlicher Qualität und anderen Aspekten wie anzahl Dateien auf einem Datenträger anzustellen.
Bitte korrigiert mich, wenn ich etwas falsch verstanden bzw. falsch gewichtet habe! 
Viele Grüsse und nochmals vielen Dank für Eure Geduld
Peter
Danach ist die Lesegeschwindigkeit des Laufwerkes mit der
Audio-CD zu reduzieren („hohe Qualität“). Dieses da die
Fehlerkorrektur des Laufwerkes eines Computer nur Daten-CDs
korrigiert.
Das kann man komfortabel der Anwendung EAC überlassen, die selbstständig im Secure Mode die Lesegeschwindigkeit wählt. Lesefehler werden in einer Berichtsdatei gemeldet *.log, was sonst keine andere Anwendung macht.
http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=48
Der dritte Faktor in der Qualität ist die zu verwendete KBit/S
Rate. Je höher diese ist, desto positiver fällt dieser Aspekt
der Umwandlung aus. Dabei ist zu beachten, dass die Grösse der
erzeugten Datei massiv zunimmt. D.h. es sind Überlegungen
zwischen zusätzlicher Qualität und anderen Aspekten wie anzahl
Dateien auf einem Datenträger anzustellen.
Auch das kann man durch die Wahl der Lame-Presets komfortabel dem Encoder überlassen. Mit dem Preset ~standard oder ~extreme (-V2 und -V1)wählt der Encoder selbstständig die höchstmögliche Qualität und erstellt dabei möglichst kleine transparente Dateien. Das Encodieren mittles VBR (variable Bitraten) entspricht gewissermaßen einem qualitätsorientiertem Bitratenmanagement.
http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=15
http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=20
Beides miteinander Kombiniert ergibt:
http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=47#MP3
Der Sinn dahinter ist Archivqualität, also bestmögliches komfortables Rippen und Encoden. Einmal alles eingestellt, muss nur noch eingeriffen werden, wenn dieses automatisierte Muster versagt, zB bei vollständig zerkratzten oder „erblindeten“ AudioCDs oder wenn ein Laufwerk nicht in der Lage ist eine CD zu lesen (Kopiersperre etc.)
Bitte korrigiert mich, wenn ich etwas falsch verstanden bzw.
falsch gewichtet habe! 
Nö
geht alles schon in Ordnung so. 
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Thx für Feedback! Grüsse Peter owT.
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