MP3s von eigenen CDs erstellen lassen

hallo zusammen,

stellen wir uns vor wirhaben alle gestern den Beitrag aus Planetopia gesehen, in dem a) einige Programme zum herstellen von MP3s aus einer gegebenen CD vorgestellt wurden und b) ein Dienst, der das für einen gegen Geld übernimmt.

zu a)
Laut dem Beitrag soll dieser Dienst zwiespältig sein (ein Paragraph des Urhebergesetzes gestattes die Privatkopie, ein anderer Absatz verbietet aber das kommerzielle anbieten…). Aber was geht denn nun bzw. mache ICH als Endkunde mich strafbar, wenn ich diesen Dienst in Anspruch nehmen würde um meine über 100 CDs konvertieren zu lassen?!
Anders gefragt: Ich lasse, weil ich denke, das es rechtens ist meine CD Sammlung in MP3 konvertieren. DANN verklagt wer-auch-immer den Dienstebetreiber. Was hab ich zu erwarten oder eben auch nicht?!
DAS kam u.a.garnicht aus dem Beitrag raus (erst wird der Vorgestellt, dann schlecht gemacht … mal wieder wie immer leider).

zu a)
ich darf mir eine Privatkopie von meinen eigenen CDs erstellen, aber nicht den Kopierschutz umgehen. Wenn ich mir aber nun mal eine neue CD z.B. der Firma Sony kaufe ist da meistens ein Kopierschutz drauf. Also was tun? zurückgeben? Darf ich dann doch das auf irgendeiner Heft CD von vor 2-3 Jahren wo das noch nicht das Thema war das darauf befindliche Programm, welches doch den Kopierschutz umgeht, verwenden ohne mit Strafen rechnen zu müssen?
Wie sieht es mit Geräten aus, die diese CDs trotz Aufdrucke „lässt sich nicht am PC/Mac abspielen“ trotzdem abspielen lassen? Hab ich dann Hardware, die diesen Kopierschutz illegal umgeht?!

Ich weiss es ist teilweise etwas provokant gefragt, aber ich habe bisher leider keine klare und definitive Antwort gefunden…

gruß
h.

Hallo,

du hast a und a verwechselt :wink:

stellen wir uns vor wirhaben alle gestern den Beitrag aus
Planetopia gesehen, in dem a) einige Programme zum herstellen
von MP3s aus einer gegebenen CD vorgestellt wurden und b) ein
Dienst, der das für einen gegen Geld übernimmt.

zu a)
Laut dem Beitrag soll dieser Dienst zwiespältig sein (ein
Paragraph des Urhebergesetzes gestattes die Privatkopie, ein
anderer Absatz verbietet aber das kommerzielle anbieten…).
Aber was geht denn nun bzw. mache ICH als Endkunde mich
strafbar, wenn ich diesen Dienst in Anspruch nehmen würde um
meine über 100 CDs konvertieren zu lassen?!
Anders gefragt: Ich lasse, weil ich denke, das es rechtens ist
meine CD Sammlung in MP3 konvertieren. DANN verklagt
wer-auch-immer den Dienstebetreiber. Was hab ich zu erwarten
oder eben auch nicht?!
DAS kam u.a.garnicht aus dem Beitrag raus (erst wird der
Vorgestellt, dann schlecht gemacht … mal wieder wie immer
leider).

Leider keine Ahnung - aber ich könnte mir vorstellen, dass es nicht so ganz legal ist. Wenn du zB weißt, dass eine CD einen Kopierschutz hast kannst du ja davon ausgehen, dass dieser Anbieter den umgeht um deine MP3’s herzustellen. Mal abgesehen davon würd ich fast drauf wetten, dass da jedes Mal ne Kopie einbehalten wird :wink:

zu a)
ich darf mir eine Privatkopie von meinen eigenen CDs
erstellen, aber nicht den Kopierschutz umgehen.

Richtig.

Wenn ich mir
aber nun mal eine neue CD z.B. der Firma Sony kaufe ist da
meistens ein Kopierschutz drauf. Also was tun? zurückgeben?

Wenn dein CD-Player sie nicht abspielt ja.

Darf ich dann doch das auf irgendeiner Heft CD von vor 2-3
Jahren wo das noch nicht das Thema war das darauf befindliche
Programm, welches doch den Kopierschutz umgeht, verwenden ohne
mit Strafen rechnen zu müssen?

Nein, darfst du nicht, weil Kopierschutz umgehen bleibt Kopierschutz umgehen. Aber ich denke nicht, dass du direkt verklagt wirst, wenn du dir für deinen persönlichen Gebrauch eine Sicherungskopie macht. Dann hätten die Plattenfirmen viel zu tun :wink:

Wie sieht es mit Geräten aus, die diese CDs trotz Aufdrucke
„lässt sich nicht am PC/Mac abspielen“ trotzdem abspielen
lassen? Hab ich dann Hardware, die diesen Kopierschutz illegal
umgeht?!

Nein, der Schutz wird nicht illegal umgangen, da du ihn nicht aktiv „aushebelst“.

Was man vielleicht beachten sollte:
Die Plattenfirmen oder Künstler haben meist nichts dagegen, wenn man die CD kauft und sich eine Kopie für den Eigengebrauch anfertigt. Deswegen wird wohl niemand verklagt. Die Verschärfung des Urheberrechts und das Verbot zur Umgehung des Kopierschutzes soll eigentlich nur die Rechte der Künstler schützen, was ich ok finde. Dabei geht es nicht um den Privatanwender sondern um die Leute, die das im großen Stil machen.

LG Timi

Hy,

DAS kam u.a.garnicht aus dem Beitrag raus (erst wird der
Vorgestellt, dann schlecht gemacht … mal wieder wie immer
leider).

Leider keine Ahnung - aber ich könnte mir vorstellen, dass es
nicht so ganz legal ist. Wenn du zB weißt, dass eine CD einen
Kopierschutz hast kannst du ja davon ausgehen, dass dieser
Anbieter den umgeht um deine MP3’s herzustellen. Mal abgesehen
davon würd ich fast drauf wetten, dass da jedes Mal ne Kopie
einbehalten wird :wink:

Eben. ER macht damit ja was. Nicht ich. Abgesehen davon gings mir eher um den Punkt, das im Paragraph 53 das zwar erlaubt ist, aber eben das gewerbliche nicht…

Wenn ich mir
aber nun mal eine neue CD z.B. der Firma Sony kaufe ist da
meistens ein Kopierschutz drauf. Also was tun? zurückgeben?

Wenn dein CD-Player sie nicht abspielt ja.

Ok, dann mal noch provokativer gefragt: WARUM hat dann noch keiner Sony oder Warner verklagt, weil DANN ja eben mindestens ca. 70-90% der verkauften CDs eben alles solche „Un-CDs“ sind, die kein PC-basierter CD-Player abspielen kann?!

verklagt wirst, wenn du dir für deinen persönlichen Gebrauch
eine Sicherungskopie macht. Dann hätten die Plattenfirmen viel
zu tun :wink:

Eben. Haben Sie ja auch!
Der Punkt „verklagen“ und „strafrechlich verfolgen“ ist mir da noch im Ohr geblieben. Aber mehr leider auch nicht :frowning:

Wie sieht es mit Geräten aus, die diese CDs trotz Aufdrucke
„lässt sich nicht am PC/Mac abspielen“ trotzdem abspielen
lassen? Hab ich dann Hardware, die diesen Kopierschutz illegal
umgeht?!

Nein, der Schutz wird nicht illegal umgangen, da du ihn nicht
aktiv „aushebelst“.

Was man vielleicht beachten sollte:
Die Plattenfirmen oder Künstler haben meist nichts dagegen,
wenn man die CD kauft und sich eine Kopie für den
Eigengebrauch anfertigt.

Das widerspricht aber leider den geschäftspraktiken, weil ja ein Kopierschutz eingebaut wird, der eben NICHT umgangen werden darf. Alles weitere wäre hier auch total o.t. :smile:

Die Verschärfung des Urheberrechts und das Verbot zur Umgehung
des Kopierschutzes soll eigentlich nur die Rechte der Künstler
schützen, was ich ok finde. Dabei geht es nicht um den
Privatanwender sondern um die Leute, die das im großen Stil
machen.

In einem gezeigten Polizeivideo hat man die razzia bei einem offensichtlich Privaten Typen gezeigt (April 2004, München) der halt ca. 200 CDs auf Spindeln und per hand beschrieben gesammelt hatte.
Es führt zwar zu weit, aber die Qualität der musik im allgemeinen hat eh nachgelassen! Und DAS war schon VOR dem MP3 Hype…
Danke erstmal für Deine meinungen.

gruß
h.

Hi

Nein, der Schutz wird nicht illegal umgangen, da du ihn nicht
aktiv „aushebelst“.

nun, was ist aktiv… ich hege und pflege mein altes toshiba scsi laufwerk das noch nie auch nur irgendeinen Kopierschutz bemerkt hat. Ist das nicht schon „aktiv“? ich weiss das das Laufwerk keinen Kopierschutz erkennt und behalte behalte es aus genau dem Grund in Betrieb, obwohl es schon 4 Generationen Rechner überstanden hat.
Ich meine aus deren Sicht wird das Wissen ob dem Desinteresse meines Laufwerkes an Kopierschutz ausreichen :smile:

HH

Nein, darfst du nicht, weil Kopierschutz umgehen bleibt
Kopierschutz umgehen. Aber ich denke nicht, dass du direkt
verklagt wirst…

wenn jemand eine plastikscheibe zum verkauf anbietet und „CD“ draufschreibt, wissend , daß diese plastikscheibe gar keine CD ist (sondern eine andere eigentümliche art von plastikscheibe, die nur in bestimmten CD-playern funktioniert), dann nennt man das betrug.

es wird zeit für eine klage gegen die plattenfirmen wegen millionfachen betruges und versuchten betruges.

Die Verschärfung des Urheberrechts und das Verbot zur Umgehung
des Kopierschutzes soll eigentlich nur die Rechte der Künstler
schützen

LOL. nö wohl nicht.

der „kopierschutz“ sprich organisierter betrug soll den absatz eines sterbenden, da obsoleten, wirtschaftszweiges absichern.

die künstler brauchen weder plattenfirmen noch CDs. jeder künstler kann heute seine musik direkt über das internet als mp3 verkaufen.

gruß
dataf0x

Hallo

wenn jemand eine plastikscheibe zum verkauf anbietet und „CD“
draufschreibt, wissend , daß diese plastikscheibe gar
keine CD ist (sondern eine andere eigentümliche art von
plastikscheibe, die nur in bestimmten CD-playern
funktioniert), dann nennt man das betrug.

Leider nicht :frowning:
Es ist eine CD, egal was für ein Mist da reingepresst ist. Es ist aber keine Audio-CD laut Standard, darum wird man das entsprechende Logo auch nicht mehr auf diesen CDs finden. Phillips, der Rechteinhaber hat mal darüber nachgedacht, die abzumahnen, lies es aber sein, ob auf Grund der Erfolgsaussichten oder um es sich mit der MI nicht zu verscherzen sei dahin gestellt.

die künstler brauchen weder plattenfirmen noch CDs. jeder
künstler kann heute seine musik direkt über das internet als
mp3 verkaufen.

Naja, und wer schmiert MTViva und die Radiostationen damit immer „dein“ Lied läuft?

Gruß, DW.

die künstler brauchen weder plattenfirmen noch CDs. jeder
künstler kann heute seine musik direkt über das internet als
mp3 verkaufen.

…die dann aber auch (zB bei MusicLoad) kopiergeschützt sind.

Oder aber der Künstler verkauft sein Lied ein Mal und kann es eine halbe Stunde später bei Kazzaa etc. selber wieder runterladen. Aber die Künstler und deren Plattenfirmen (die Verträge mit den Künstlern haben!) sind die Bösen - alles klar.

LG

hi,

…die dann aber auch (zB bei MusicLoad) kopiergeschützt sind.

zurecht. das wäre kein betrug! man lädt, was angeboten wird.

oder aber: beim direktvertrieb wären die kosten pro song derart gering, daß mp3-musik zu einem attraktiven preis angeboten werden könnte, bei dem es einfach aufwandsmäßig nicht mehr lohnte, sich stundenlang mit kazza und dem ganzen pornovirenmist herumzuschlagen. der kunde würde die musik legal kaufen WOLLEN, da sie das preisleistungsverhältnis stimmt.

Oder aber der Künstler verkauft sein Lied ein Mal und kann es
eine halbe Stunde später bei Kazzaa etc. selber wieder
runterladen.

oder aber ja, und wir geben die vorstellung des urheberrechts für musik aus der konserve komplett auf. musiker gibt es seitdem es menschen gibt. musiker, komponist und sänger waren über jahrhunderte hinweg berufe, ohne daß es auch nur entfernteste möglichkeit gab, musik aufzuzeichnen und wiederzugeben. die einnahmequelle war die aufführung, weil es nichts andres gab.

heute ist die einzige nachgefragte einnahmequelle wieder die aufführung, aber nicht, weil es nichts anderes gibt, sondern weil das andere - die konserve - seit der digitalisierung keinen wert mehr hat.

(ist natürlich klar, daß es für jene schlecht aussieht, die weder singen können noch ein instrument beherrschen, sondern deren einziges „talent“ das synchrone mundbewegen und arschwackeln zu einer digital erzeugten geräuschkulisse in einem flimmernden video ist.)

gruß
dataf0x