Ms

Hallo,

ist es generell so üblich bei einem Schub nur 5 Tage Kortison per Infusion zu geben. Wenn ja warum?

Fragende Grüße
Kati

Hallo Kati,

ist es generell so üblich bei einem Schub nur 5 Tage Kortison
per Infusion zu geben. Wenn ja warum?

1.) Ja es ist die übliche Therapie. Gelegentlich sind es auch nur drei Tage.
http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Sklerose#Schub…

2.) Das Kortison, (zumeist Prednisolon) soll die Immunreaktion bremsen. Die 5 Tage sind ein Erfahrungungswert. 1000 mg Prednisolon am Tag sind schon recht brutal. Zu lange darf man das dem Patienten nicht zumuten. Wenn aber die 5 Tage nicht reichen, stellt sich die Frage ob eine längere Zeit was bringt.

Gruß
Carlos

2.) Das Kortison, (zumeist Prednisolon) soll die Immunreaktion
bremsen. Die 5 Tage sind ein Erfahrungungswert. 1000 mg
Prednisolon am Tag sind schon recht brutal.

Erst mal danke für die super Antwort.

Jetzt sträuben sich mir die Haare. Der Patient hat gestern zwei!! Infusionen bekommen also 2000mg, es ist sein zweiter Anfall, der erste also bekanntwerden der Krankheit war Anfang Sommer.

Kannst du auch dazu antworten? Die Ärzte, ich will sie nicht schlechtmachen, aber die schweigen sich gerne aus. Und als Bekannte (ich) kann man nicht nachfragen.

Gruß
Kati

Kortison, Schubtherapie, Wirksamkeit
(nicht nur für MS-Patienten) eine lesenswerte Broschüre:
http://www.zmnh.uni-hamburg.de/martin/dl/pinfo/schub…

Franz

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Soll jetzt heißen,
dass zumindestens nach dieser studie, die Behauptung nicht zutrifft,
bzw. nicht erwiesen ist,
dass Hochdosierungen im Vergleich zu (dauerhaften) Niedrigdosierungen
die bessere Wahl sind, was die langfristigen effekte angeht ?

sehr lesenwert!

Vielen Dank!

Hi,

was jetzt, bekommt er nun 5 Tage täglich 1000mg Kortison, oder hat er gestern innerhalb von 1 Tag 2x1000mg bekommen? Und wenn letzteres, wann waren die erste und letzte Infusion?

Allgemein: 5x1000 sind schon viel, aber nicht unüblich.

die Franzi

1x 2000
dann 3x 1000

also 5 insgesamt.

Gut ist das kortison scheint zu helfen, was ja wohl auch nicht unbedingt sein muss.

Gruß
Kati

Hallo,

Ja!

Eine Bekannte, vor 30 Jahren an MS erkrankt, läuft immer noch, ohne sichtbare Einschränkung. Damals sah eine Cortison-Therapie so aus: 5 Tage 100 mg Cortison/Prednisolon oral, dann langsam absteigend. Dauer: 6 Wochen. Sie hatte in den Jahren insgesamt 8 Schübe, den letzten vor 2 Jahren, die so gut behandelt werden konnten und die Symptome zurückgingen.

Bei allen Schüben spürte sie die Beine nicht mehr, dies kam langsam, nach 3 Wochen dieser Cortisontherapie wieder zurück. Ein Erfolg also! Bei dieser Therapie bleibt sie für den Notfall, hatte aber schon vor Jahren das Problem, sich gegen diese 5x1000mg-Stoßtherapie zu wehren und ihre orale 100mg-Therapie, absteigend, einzufordern.

Ich denke, es ist für den Notfall, für den schweren Schub mit totalen Lähmungen als letzte Konsequenz gut. Die Ärzte unterscheiden das nicht. Die Stoßtherapie (5x1000mg Cortison) ist leider i.M. das Therapieangebot eines jeden Schubes. Früher wurde sie nur stationär durchgeführt, heute führt sie jeder Neurologe/Hausarzt ambulant durch. Die Nebenwirkungen sind enorm. Es gibt kein Ausschleichen! 5 x 1000 mg und Schluß ist für den Körper eine Strapaze.

Ich finde es gefährlich, nicht zu unterscheiden:
Im absoluten Notfall Ja, aber dann ausschleichend.
Ansonsten den Körper von Cortison verschonen und die Dosis genau überlegen.

Es gibt aber viele Fälle, die ohne die Stoßtherapie im schweren (!) Schub nicht mehr laufen könnten! Bei einem schweren Schub muß es als letzte Konsequenz angewendet werden, es gibt keine andere, im Notfall, medizinische Möglichkeit bei MS.

Michaela