Hallo liebe Experten! Aus aktuellem Anlass im Freundeskreis, wüsste ich gerne mehr über diese Krankheit. Ist sie heilbar, führt sie zwangsläufig in den Rollstuhl und wie hoch ist die durchschnittliche Lebenserwartung? MvFG und vielen Dank im Voraus.
Hallo!
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die ganz unterschiedlich verlaufen kann und meist im frühen Erwachsenenalter beginnt. Sie wird von den Ärzten auch Enzephalomyelitis disseminata (ED) genannt. Übersetzt heißt dies: eine im Gehirn und Rückenmark verstreut auftretende Entzündung.
Das Gehirn stellt eine Art Schaltzentrale dar, in der Signale über das Rückenmark zum Körper gesendet oder von dort empfangen werden; diese werden von verschiedenen Nervenfasern geleitet, die ähnlich wie elektrische Kabel von einer Schutz- bzw. Isolierschicht umgeben sind.
Entsteht ein Entzündungsherd im Bereich dieser Schutzschicht, können die Botschaften nicht so wirkungsvoll übertragen werden: der MS-Erkrankte kann dann zum Beispiel Kribbelmißempfindungen verspüren, vermehrt stolpern oder Schwierigkeiten beim Sehen bekommen.
Das Auftreten von einem oder mehreren (multiplen) Entzündungsherden mit entsprechenden körperlichen Störungen und Ausfällen nennt man Schub. Ein Schub hat nicht mit einem plötzlichen Anfall zu tun - meist entwickelt er sich innerhalb von Stunden oder Tagen und klingt nach einiger Zeit wieder ab. Nach dem Schub kann eine Rückkehr zur normalen Funktion eintreten oder das entzündete Nervengewebe vernarbt (sklerosiert).
MS führt nicht zwangsläufig in den Rollstuhl.
Die Verläufe sind bei jedem Menschen anders.
Daher ist eine Voraussage oder eine Tendenz nicht möglich.
Die Lebenserwartung ist normal…abhängig wieder vom Verlauf.
Eine Prognose ist nicht erstellbar.
Gruß Gitta
Hallo Xanthia,
im Prinzip ist jede Krankheit heilbar. Es kommt darauf an, ob es gelingt in den Urzustand zurück zu finden oder,
ob Heilung auch bedeutet, den aktuellen Zustand zu erhalten. MS hat viele Möglichkeiten an Ursachen, hat man die richtige gefunden, ist der wichtigste Teil schon geschafft. Bezgl Analsyse und Heilung würde ich mich an einen dieser Therapeuten wenden: http://iye.shli.de
Beste Grüße
Albrecht Henze
Hallo Xanthia,
ich habe während meiner Ausbildung zum Erzieher ein Referat geschrieben und das beantwortet viele Fragen über MS.
Die MS ist die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters. Es wird von weltweit 1,2 – 1,5 Millionen Erkrankten ausgegangen, in Deutschland rechnet man mit 150 – 200.000 Erkrankten. Es erkranken vor allem Frauen (2/3) zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Die ersten bekannten Fälle werden fragmentarisch im 14 Jhd. beschrieben, aber erst 1868 wurde die MS als Krankheitsentität erkannt.
Nach derzeitigem Wissensstand handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung bei der zusätzlich genetische und Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Ob andere Faktoren wie Stress oder Ernährung den Verlauf bzw. das Auftreten signifikant beeinflussen kann nur vermutet werden.
Das Immunsystem sollte gegen körperfremde Stoffe Abwehrmechanismen aktivieren, während bei MS das eigene Myelin als fremd angesehen und zerstört wird.
MS ist nicht ansteckend und nicht erblich, aber man geht von einer gewissen genetischen Disposition aus. Immerhin erkranken bei 25% der eineiigen Zwillinge beide.
Subtropische und tropische Klimazonen werden weitgehend ausgespart, während in den skandinavischen Ländern die MS besonders häufig ist. Einwanderer übernehmen den Risikofaktor des Einwanderungslandes nur wenn sie vor der Pubertät einwandern.
90 – 95% der Fälle beginnen schubförmig, worunter man das Auftreten von typischen Symptomen versteht.
• Gangunsicherheit (vestibuläres System, Ataxie)
• Doppelbilder (Retrobulbärneuritis, Okulomotorik)
• Blasenstörungen (Dranginkontinenz, Inkontinenz)
• Taubheit, Kribbeln (Sensibilitätsstörungen)
• Gedächtnisprobleme (kognitiv)
Oftmals sind erste Anzeichen nicht sehr beeindruckend und verschwinden ganz oder teilweise wieder. Müdigkeit, Lustlosigkeit, Kribbeln, Stolpern, eine Tasse fallen lassen sind kaum von Alltagserscheinungen zu unterscheiden. Es gibt bis heute keinen Einzelbefund der eine MS beweist, und nur durch das Erfüllen bestimmter Kriterien spricht man von einer klinisch gesicherten Diagnose.
Grundsätzlich unterscheidet man den schubförmigen und den chronisch-progredienten Verlauf. Diese Unterscheidung sagt aber nichts über die Schwere der Symptome aus.
Die sogenannte benigne(gutartige) MS kommt bei 20% der Erkrankten vor. Dort treten überhaupt keine Behinderungen auf. Bei weiteren 20% – 30% kommt die MS zum völligen Stillstand und bereits vorhande Symptome bilden sich ganz oder teilweise zurück.
Die verbleibenden 50% teilen sich einen schubförmigen Verlauf, einen chronisch-progredienten oder einen gemischten Verlauf der mehr oder weniger maligne (bösartig) und schnell sein kann.
Medikation:
Bei einem Krankheitschub wird hochdosiertes Cortison verabreicht um die Entzündung zu stoppen. Für die medikamentöse Behandlung der MS gibt es mittlerweiler einige teuere Medikamente, die aber den schubförmigen Verlauf nicht ganz zu stoppen vermögen.
Außerdem werden Diäten und Wundermittel angeboten, deren Wirkung sicher eher psychischer Natur ist.
© by Peter Reissig
Liebe Grüße
Peter
Die Krankheit ist nicht heilbar, jedoch kann der Verlauf durch verschiedene Maßnahmen oft günstig beeinflusst werden. Entgegen der landläufigen Meinung führt die Multiple Sklerose nicht zwangsläufig zu schweren Behinderungen. Auch viele Jahre nach Beginn der Erkrankung bleibt die Mehrzahl der Patienten noch gehfähig.
Lebenserwartung nicht groß anderst als bei Gesunden Menschen. Ausnahmen gibt es immer!!!
Alles kann - NIX MUSS bei MS.
Hallo liebe Xanthia, die Krankheit ist leidern icht heilbar. Die Krankheit endet nicht immer im Rollstuhl, aber die Bewegungsmechanismus ist eingeschränkt. D.h. bei mir: Weite Spaziergänge geht nicht. Schnelles ermüden in allen Bereichen, usw. Die Lebenswerwartung: Es kommt darauf an!! Die Krankheit wird auch als Krankheit der tausend Gesichter genannt. Es gibt also nicht den „typischen“ MS Patienten. Am häufigstenen treten Probleme mit dem Bewegungspparat auf.
Ich hoffe ich habe Dir geholfen
LG Maifelder
hallöchen,
ich selber habe diagnostizierte MS seit 1999. Leider ist sie nicht heilbar, aber mit diversen Medikamenten zu verlangsamen. Man landet auch nicht zwangsläufig im Rollstuhl, nur ein sehr kleiner prozentsatz kann davon betroffen sein. An MS selbst stirbt man nicht und die Lebenserwartung ist wie bei gesunden Menschen auch.
Wenn Sie noch weitere Fragen haben, können Sie mich gerne anschreiben, aber auch das Internet gibt sehr viele Informationen her, z. B. die Seite von der DMSG, Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft.
Hallo Xanthia,
im Internet kann man auf diversen Seiten gute Infos bekommen, die mir selber nach meiner Diagnose vor 5 Jahren halfen, aber deine Fragen möchte ich dir gern beantworten.
Leider ist die MS nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht heilbar, sondern nur mit diversen Medikamenten in Schach zu halten, so dass die Krankheitsschübe nicht mehr so häufig auftreten (Durchschnittlich alle 2 Jahre), welche die Behinderungsprogression antreiben können.
Die Krankeheit führt nicht zwangsläufig in den Rollstuhl. Man kann den Krankheitsverlauf nicht vorhersagen. Man sagt das ca. die Hälfte der Betroffenen nach einer Krankheitsdauer von ca. 15 Jahren eine Gehhilfe benötigen um eine Strecke von 1000 Metern zurückzulegen und nach etwa 30 Jahren einen Rollstuhl.
Die Lebenserwartung unterscheidet sich nicht wesentlich von gesunden Menschen.
Mein Großvater, der ebenfalls an MS erkrankt war, wurde gesegnete 87 Jahre alt.
Ich hoffe sehr das ich dir ein wenig helfen konnte.
Lg Feuertraene
Es gibt im Internet die Möglichkeit sich über die Webseite www.dmsg.de über MS zu informieren.
Das Krankheitsbild ist bei jedem anders und MS führt nicht zwangsläufig in den Rollstuhl, MS ist nicht lebensbedrohlich.
lg
MS ist die Krankheit der 1000 Gesichter. Die Krankheit selber kann eigentlich so gar nicht Diagnostiziert werden, sie wird dadurch festgestellt dass alles andere ausgeschlossen wird. Der Krankheitsverlauf ist bei jedem anders. Es gibt Medikamente und eine spezielle Diät die die Krankheit verzögern, heilbar ist sie nicht. MS tritt in Schüben auf die nicht vorhersehbar sind. Manchmal gibt es nach einem Schub auch eine kleine Regeneration. MS Patienten sollten Stress und Aufregung vermeiden, da es sich um eine Krankheit handelt die die Nervenummantelung zerstört.
Meine Schwägerin ist daran erkrankt und das seit ca. 30 Jahren wobei die Diagnose erst viel später feststand, ca. vor 20 Jahren.
Was dich interessiert ist sicher ihr momentaner Gesundheitszustand. Sie hat mittlerweile grosse Probleme in den Händen, mit dem Tastsinn. Noch mehr mit den Beinen. Ein Bein zieht sie mehr nach und dadurch fällt sie dann öfter mal und kann sich nicht abfangen. Dann knallt sie wie ein Stein auf den Boden und kommt von alleine nicht hoch, im Rollstuhl ist sie also nicht aber es scheint so dass es darauf hinausgeht. Mittlerweile hat sie leider ihre Diät aufgegeben und sehr an Gewicht zugelegt, das sollte unbedingt vermieden werden!
Mehr dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Sklerose
http://www.ms-diagnose.ch
http://www.dmsg.de
http://www.ms-life.de
Liebe Xanthia es handelt sich um eine Autoimmunkrankheit. Man hat quasi einen Steckbrief von sich aufgehängt. Und jetzt bekämpft der Körper sich selbst mit mehr oder weniger Erfolg.
Bei einer MS sind in erster Linie die Nerven betroffen. Der Körper greift die Ummantelung der Nervenstränge an, vergleichbar mit einem Kabelbrand. Das wirkt sich dann unterschiedlich, je nach Zerstörungsgrad, aus.
Zu Beginn treten häufig Schübe auf, die sich komplett zurückbilden können. Das kann dann jahrelang unbemerkt bleiben. Mit der Zeit geht es dann in einen chronischen Verlauf über mit einer stetigen Verschlechterung. Das kann dann bis in den Rollstuhl führen – muss aber nicht.
Ich habe jetzt diagnostiziert 12 Jahre MS und sitze seit ca.4 Jahren im Rolli mit Restfähigkeiten. Der Diagnose gingen aber etliche Jahre eines unerkannten schubförmigen Verlaufs voraus.
MS ist noch nicht heilbar, wird aber während des schubförmigen Verlaufs gerne mit Interferon Spritzen behandelt (Kosten im Monat bis 1000 €).Angeblich um die Schubrate zu senken. Der Nutzen ist umstritten wegen den heftigen Nebenwirkungen. Der einzige Nutznießer ist die Pharmaindustrie.
Eine aktuelle Langzeitstudie hat eine große Anzahl Patienten verglichen. Darin kamen die Betroffenen ohne Interferon wesentlich besser weg.
Die Lebenserwartung ist nicht anders als bei Gesunden.
Ich finde ein Arrangement mit der MS sehr erleichternd. Natürlich muss man erst mal mit der Diagnose klar kommen und die „Arschkarte“ akzeptieren. Aber die Katapultation aus dem gewohnten Leben birgt auch seine Chancen.
Wenn du noch weitere Fragen hast, gerne auch an: [email protected]
Herzliche Grüße - Ralf
Hallo Xanthia,
also - ich bin kein Arzt - und kann nur eigene Erfahrung miteilen - ohne irgendeinen juristiziablen Anspruch:
Derzeit gilt es als nicht heilbar - es gibt vor allem in letzer Zeit immer wieder neue Medikamente die ‚imunmodulierend‘ genannt werden - da es meißtens schubförmiig verläuft, kann man mit diesen Medikamenten die Schubrate reduzieren. Ich selber bin auch im ‚MS club‘ - so richtig mit Gehbehinderung seit 2007 - aber die ganze Geschichte geht zurück bis 1988 mit ersten Symptomen.
Rollstuhl ist nicht zwangsläufig gesetzt - ich brauche (noch) keinen - aber ich rechne damit, daß es bei mir in absehbarer Zeit nicht mehr ohnen gehen wird. Noch bin ich als Ingenieur voll beschäftigt.
Unter den Fachleuten wird es auch als die Krankheit der 1000 Geichter genannt - da es bei jedem etwas anders verläuft.
Mein Tipp ist noch: gehe auf die Webgseite der DMSG - da gibt es sehr viel Info - mit sicherheit sach- und fachgerecht.
viele Grüße - auf jeden Fall soll sich der Fall im Bekanntenkreis nicht aufgeben - lohnt sicht nicht - es geht immer irgendwie weiter.
Hallo Xanthia,
bloß keine Panik!!!
Bisher ist MS leider nicht heilbar, aber es gibt sehr sehr gute Therapien mit denen man die Krankheit sehr gut im Griff haben kann. Und NATÜRLICH landet nicht jeder im Rollstuhl!
Die Lebenserwartung sollte dem eines gesunden Menschen ähnlich sein … So hoffe ich - als Betroffenen - doch auch sehr!!!
Ich bin 48 J. alt und mache jetzt noch meinen Motorradführerschein 
Klar, es gab auch andere Zeiten, in denen ich nicht so positiv gedacht habe.
Meine Diagnose habe ich vor ca. 10 Jahren bekommen und war am Boden zerstört. Ich wurde morgens wach und meine komplette linke Seite war taub. Ich konnte außerdem nicht mehr richtig sehen und hören. Nach 7 Tagen Kortison und weiteren 7 Tagen warten war alles wieder fast ok. Natürlich habe ich auch sofort an einen Rollstuhl gedacht und mir auch schon ein high-tech-Model ausgesucht. Aber: So ein Quatsch!!!
Grundsätzlich kann man sagen, dass der Verlauf nicht so schlimm ist, wenn man MS erst spät bekommt. Außerdem gibt es sehr gute Medikamente.
Ich habe 5 Jahre lang „Copaxone“ täglich in den Bauch gespritzt. Mit Erfolg! Da sich die Krankheit verändert hat, habe ich anschließend 3 mal eine Chemotherapie bekommen. Sehr niedrig dosiert! Nix mit Haarausfall oder Übergeben!!!
Jetzt gehe ich ambulant alle 3 Monate für eine Woche ins Krankenhaus um Kortison zu bekommen. Mir geht es richtig gut!!!
Aber: Jeder Fall ist anders. MS ist eine Krankheit mit 1.000 Gesichtern! Patienten reagieren unterschiedlich auf die Medikamente und die Verläufe sind ebenso unterschiedlich.
Ganz wichtig ist: Kopf nicht hängen lassen, nach Vorne schauen und sich selber so oft es geht in den Po treten! 
Ich hoffe, dass ich Dir etwas helfen konnte!
Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mich gerne anschreiben!
Liebe Grüße
Angelika
Hallo Xanthia,
ich habe die MS seit 1992 und ich kann Dir sagen, man kann super damit leben! Diese Krankheit ist leider unheilbar, doch es gibt sehr gute Medikamente, die das Immunsystem positiv beeinflussen, ausserdem wird ständig an dieser Krankheit Forschung betrieben. Ich habe die MS ohne sichtbare Symptome. Ich habe die schubförmige MS.
MS bedeutet schon lange nicht mehr, dass man irgendwann einmal im Rollstuhl sitzt!!! Und die Lebenserwartung ist genauso hoch wie bei einem Gesunden und natürlich führt diese Erkrankung auch nicht zum Tod! Das sind alles Aussagen von Leuten, die sich überhaupt nicht mit MS auskennen. Glaub mir, das Leben kann mit einigen kleinen
Einschränkungen genauso gelebt werden, wie ohne MS!
LG
Ilona
Liebe Xanthia,
erst mal kurz zu deinen Fragen:
MS ist nicht heilbar, sie führt nicht zwangsläufig zum Gehverlust, also Rolli, die Erkrankung führt nicht zum Tod.
Und jetzt noch ein paar Infos. MS verläuft meistens in Schüben, das sind akute Entzündungsgeschehen. Es gibt eine Reihe von Medikamente die die Erkrankung im Durchschnitt um ein Drittel verlangsamen und die Schwere der Schübe vermindern. Während eines akuten Schubs bewirkt die Gabe von Cortison eine Verringerte Narbenbildung des Entzündungsherdes.
Ich wusste gut 15 Jahre nicht was ich habe, in dieser Zeit habe ich erst ein Kind bekommen, eine Ausbildung gemacht, zwei weitere Kinder bekommen und dann studiert.
Nach gut 30 Jahren sitze ich nicht im Rollstuhl. Kopf hoch, je mehr Du über die Erkrankung weißt um so mehr verliert sie an Schrecken. LG Caddy
Hallo Xanthia,
da ich in den letzten Wochen/Monaten aus technischen Gründen nicht online sein konnte, kann ich Deine Frage leider erst jetzt beantworten.
Sicher hast Du schon einige Antworten bekommen und kann auch „nur“ als selbstbetroffene antworten.
Über das Krankheitsbild MS könnte ich Dir schon fast einen Roman schreiben, aber da gibt es sicher auch bereits im Netz allumfassende Infos.
Zusammengefasst kann ich nur sagen:
- NEIN, MS ist im Moment noch nicht heilbar. Aber es gibt Medikamente die den Verlauf der Krankheit verlangsamen bzw. zum Stillstand bringen können.
- NEIN, die MS führt nicht zwangsläufig in den Rollstuhl. Ich habe z.B. seit 1982 MS und sitze nicht im Rollstuhl. Im Gegenteil, „nichteingeweite Menschen“ in meinem direkten Umfeld wissen nicht einmal das ich MS habe. Ich führe ein ganz normales Leben (naja, eben ein genauso „normales“ Leben, wie ich es als absolut „Gesunde“ vermutlich führen würde)…
- es kommt auf den jeweils spezifischen Krankheitsverlauf und den jeweiligen Lebenswandel an, wie hoch die Lebenserwartung sein kann. Nur in ganz seltenen Fällen führt die MS zum Tod, im allgemeinen ist die durchschnittliche Lebenserwartung wie die eines Gesunden.
Für allumfassende Fragen empfehle ich die zahlreichen MS-Foren im Netz, da bekommte man eigentlich zu jeder Frage von Betroffenen und auch von Angehörigen eine Antwort. Ich verstehe diese Foren wie eine Art virtuelle Selbsthilfegruppe. Seit jahren bin ich z.B. im Forum „ehrliche-haMSter.de“ aktiv (es gibt aber auch ein Forum von der deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft „DMSG.de“) und finde auch da immer Infos zu neusten Forschungen, Medikamenten und gesetzlichen Neuerungen.
Ich hoffe, ich konnte etwas helfen, sollte es noch Fragen geben, dann immer her damit.
LG Anke
Ich hoffen