MS Word - Zweispaltiger Text im Tabellenformat

Hallo, liebe www-Gemeinde,

vorausgeschickt: ich arbeite mit Word 97.

Mit dem folgenden Problem schlage ich mich schon seit einigen Tagen rum und komme zu keiner Lösung:

ich sitze über der Revision eines Manuskripts. Es handelt sich um ein Sachbuch, in dem der überwiegende Teil die zweispaltige Gegenüberstellung eines brasilianischen Gesetzestextes mit der deutschen Übersetzung ist. Damit die Artikel sich auch jeweils genau gegenüberstehen und aufgrund der unterschiedlichen Länge des Originaltextes und der Übersetzung keine Verschiebung vorkommt, wurde alles im Tabellenformat geschrieben, d.h. für jeden Artikel eine neue Zelle.

Nun versuche ich (bis jetzt erfolglos), Word dazu zu zwingen, keine Leerräume auf dem letzten Teil der Seite zu lassen, also die Zellen von längeren Artikeln aufzuteilen.
In der Tabellenformatierung ist die Zellengröße auf „automatisch“ gesetzt,
das Häkchen „Trennung von Zellen am Ende der Seite erlaubt“ ist aktiviert,
in der Absatzformatierung habe ich inzwischen alle Häkchen entfernt (nachdem ich die verschiedensten Varianten ohne sichtbaren Erfolg ausprobiert habe).

Kann mir jemand einen Lichtblick geben, was ich noch tun kann, damit die Zellen aufgeteilt werden und keine Leerräume (z.T. 1/4 bis 1/3 der Seite) entstehen ?

Für alle Tipps bin ich dankbar :smile:)

Gruß
Moni

Ich kann Dein Problem leider nicht nachvollziehen.
Arbeite ebenfalls mit Word97-SR2, habe es eben mal probiert und es funktioniert problemlos. Hast Du ServicePack2 ??

mfg Fritz Weinel

Ich kann Dein Problem leider nicht nachvollziehen.
Arbeite ebenfalls mit Word97-SR2, habe es eben mal probiert
und es funktioniert problemlos. Hast Du ServicePack2 ??

Hallo Fritz,

vielen Dank für Deine Antwort.
Ja, ich hab ServicePack 2.
Komisch ist, dass es bei einigen wenigen Absätzen funktioniert, aber beim größten Teil dann wieder nicht, selbst wenn ich für jede einzelne Zelle bzw. Absatz die Konfiguration nochmal manuell eingebe. Die nicht trennbaren Absätze haben im Durchschnitt zwischen 15 - 20 Zeilen, so dass die Leerräume erheblich groß werden.

Die Datei ist relativ umfangreich (350 Seiten, davon ca. 300 im Tabellenformat), Könnte es evtl. daran liegen ?

Außerdem haben in dieser Datei vor mir bereits einige andere Personen gearbeitet - ich bekam sie jetzt nur zur Schlussrevision (Überprüfung des deutschen Teils und Anpassung an die Formatierungsvorschriften des Verlags). Könnte es sein, dass dadurch irgendwo „versteckte Kommandos“ existieren, die ich nicht nachvollziehen und dementsprechend auch nicht ändern kann ?

Na ja, ich kämpfe mich weiter durch :smile:)

Gruß
Moni

hallo moni,

das geht nicht, so weit ich weiß :frowning:

du müßtest die betreffende stelle auf 2 tabellenzeilen aufteilen.
ist zwar unsinnig, aber zumindest kommst du auf das gewünschte ergebnis.

gruß,
igorella.

Hallo Igorella,

das geht nicht, so weit ich weiß :frowning:

doch, im Prinzip geht das schon, bei einigen Seiten ging es auch ganz problemlos, aber halt nur bei einigen.

du müßtest die betreffende stelle auf 2 tabellenzeilen
aufteilen.
ist zwar unsinnig, aber zumindest kommst du auf das gewünschte
ergebnis.

Ja, wenn’s nur ein kurzes Dokument wäre - in meinem Fall hieße das aber: bei ca. 280 Seiten (von 300, die im Tabellenformat sind) die untere Zelle manuell in 2 teilen *seufz*

Trotzdem dankeschön für Deinen Tipp :smile:)

Gruß
Moni

gruß,
igorella.

hi moni,

ich verwende auch word 97 (engl. version) und bei mir gehts …

das Häkchen „Trennung von Zellen am Ende der Seite erlaubt“
ist aktiviert,

bei mir heißt das häkchen „Allow row to break across pages“ und liegt direkt unter der eingabe für zeilenhöhe und einzug; sobald das angehakt ist, wandert der seitenumbruch mitten in die absätze bzw. zellen - also das gewünschte ergebnis. hak ichs weg, beginnt jede zelle auf einer neuen seite … mit den entsprechenden leerräumen … also: das ist exakt der ort, wo das eingestellt werden muss.

tipps:

  1. in format | absatz kontrollieren, was alles auf der zweiten registerkarte angehakt ist. ich hab dort nur das erste („widow/orphan control“, müsste auf deutsch „hurenkindregelung“ oder so ähnlich heißten) angehakt. sobald ich das dritte anhake (bei mir „keep with next“) tritt der von dir beschriebene effekt ebenfalls ein.
    (das würde außerdem erklären, dass das bei dir manchmal geht und manchmal nicht … nämlich je nachdem, ob der betreffende absatz die formatierung trägt oder nicht.)

gegebenenfalls dieses häkchen für alle absätze aufheben!!!

wenn das nichts hilft:

  1. eine neue „normal.dot“ erzeugen (die alte NICHT löschen, sondern bloß umbenennen, falls da formatierungsbündel definiert sind, die du nicht verschmeissen darfst … normal.dot ist oft gestört; wenn man sie löscht (oder umbenennt), wird eine neue eingerichtet. das behebt schon manche probleme.
  2. aktueller virencheck (bes. wg. makroviren)

hth
michael

p.s.: ich bin mir übrigens gar nicht so sicher, ob das, was du willst, wirklich so klug ist. du wirst dann bisweilen den effekt haben, dass ein absatz (eine zelle) über 2 seiten geht, während er in der anderen sprache noch auf der ersten seite endet. sieht auch nicht gut aus.

deswegen tipp 4:
sind die zellen ganze absätze? oder sind auch mehrere absätze in einer zelle?
im zweiten fall würd ich dann in der sprache, die weniger platz braucht (vermutlich brasilianisch-portugiesisch) am absatzende zusätzliche leere absätze einfügen, sodass auch die absätze parallel laufen.
im ersten fall wärs vielleicht gescheit, in der „sparsameren“ sprache die schrittweite (format | zeichen | …) zu erhöhen. mit einigem gefühl kann das so subtil sein, dass man den unterschied kaum merkt und die texte plötzlich ziemlich parallel sind.
m.

hi moni,

ich verwende auch word 97 (engl. version) und bei mir gehts

Hallo Michael,

erstmal ein ganz herzliches Dankeschön für die ausführliche Hilfestellung !

das Häkchen „Trennung von Zellen am Ende der Seite erlaubt“
ist aktiviert,

bei mir heißt das häkchen „Allow row to break across pages“
und liegt direkt unter der eingabe für zeilenhöhe und einzug;
sobald das angehakt ist, wandert der seitenumbruch mitten in
die absätze bzw. zellen - also das gewünschte ergebnis. hak
ichs weg, beginnt jede zelle auf einer neuen seite … mit den
entsprechenden leerräumen … also: das ist exakt der ort, wo
das eingestellt werden muss.

Ja, genau dieses Häkchen (das in meiner portugiesischen Version natürlich „permitir quebra de linha entre páginas“ heißt - keine Ahnung, ob Microsoft den gleichen Wortlaut der Übersetzung hat wie ich *grins*) ist aktiviert, ist ab und zu ganz brav und trennt die Absätze, um gleich darauf sich störrisch zu weigern, die letzten 5 Zeilen in der Zelle auf die nächste Seite zu verlagern !

tipps:

  1. in format | absatz kontrollieren, was alles auf der zweiten
    registerkarte angehakt ist. ich hab dort nur das erste
    („widow/orphan control“, müsste auf deutsch
    „hurenkindregelung“ oder so ähnlich heißten) angehakt. sobald
    ich das dritte anhake (bei mir „keep with next“) tritt der von
    dir beschriebene effekt ebenfalls ein.
    (das würde außerdem erklären, dass das bei dir manchmal geht
    und manchmal nicht … nämlich je nachdem, ob der betreffende
    absatz die formatierung trägt oder nicht.)

gegebenenfalls dieses häkchen für alle absätze aufheben!!!

Daran kann’s auch nicht liegen - dort hab’ ich prinzipiell nur den ersten Haken „controle das linhas orfãs/viúvas“ gesetzt. Der dritte - „manter com o próximo“ ist nur für Überschriften aktiviert, um die nicht vom nachfolgenden Text - der in einer separaten Zelle ist - zu trennen.

wenn das nichts hilft:

  1. eine neue „normal.dot“ erzeugen (die alte NICHT löschen,
    sondern bloß umbenennen, falls da formatierungsbündel
    definiert sind, die du nicht verschmeissen darfst …
    normal.dot ist oft gestört; wenn man sie löscht (oder
    umbenennt), wird eine neue eingerichtet. das behebt schon
    manche probleme.

Das habe ich heute vormittag auch schon versucht, hat sich nichts geändert.

  1. aktueller virencheck (bes. wg. makroviren)

Der Norton wird täglich aktualisiert und der Virencheck läuft anschließend durch - findet auch nix.

Tja, so langsam bin ich mit meinem Latein am Ende und komm’ zur Überzeugung, dass ich an der Datei noch einiges an Arbeit investieren und ggfls. die „störrischen“ Zellen manuell aufteilen muss. Na ja, wenn man so 'ne Arbeit „erbt“, die andere nicht zu Ende geführt und was weiß ich für Formatierungen eingebunden haben, die nicht nachzuvollziehen sind, muss man solche Dinge wohl in Kauf nehmen.

p.s.: ich bin mir übrigens gar nicht so sicher, ob das, was du
willst, wirklich so klug ist. du wirst dann bisweilen den
effekt haben, dass ein absatz (eine zelle) über 2 seiten geht,
während er in der anderen sprache noch auf der ersten seite
endet. sieht auch nicht gut aus.

deswegen tipp 4:
sind die zellen ganze absätze? oder sind auch mehrere absätze
in einer zelle?

Jeder Gesetzesartikel und auch jeder jeweils dazugehörende § sind in separaten Zellen. Selbst die Kapitel- und Abschnitt-Überschriften haben eigene Zellen. So ist gewährleistet, dass sich die Gegenüberstellung der Texte auf keinen Fall verschiebt.

im zweiten fall würd ich dann in der sprache, die weniger
platz braucht (vermutlich brasilianisch-portugiesisch) am
absatzende zusätzliche leere absätze einfügen, sodass auch die
absätze parallel laufen.

Ja, stimmt, die portugiesische Fassung ist minimal kürzer, macht aber im Höchstfall (bei den längsten Absätzen mit knapp über 20 Zeilen) auch nicht mehr als 2 Zeilen aus, und das kann damit kaschiert werden, dass ich z.B. in der deutschen Fassung häufigere Silbentrennung reinnehme - muss ich sowieso, bei den Bandwurmwörtern wie „Aktionärsvereinbarung“ oder „Wertpapierkommission“.

im ersten fall wärs vielleicht gescheit, in der „sparsameren“
sprache die schrittweite (format | zeichen | …) zu erhöhen.
mit einigem gefühl kann das so subtil sein, dass man den
unterschied kaum merkt und die texte plötzlich ziemlich
parallel sind.
m.

Bei der Schrift habe ich nicht viel Handlungsspielraum, da muss ich mich an die Vorgaben des Verlags halten.

Es ist halt auch ein Zeitproblem, wenn ich die Sachen auf den Tisch bekomme, sind sie brandeilig und sollten vorgestern schon fertig sein. :smile:) Allzuviel kann ich schon aus diesem Grund gar nicht mehr ändern.

Na ja, ich hatte gehofft, noch irgend einen Geheimtipp zu erfahren, den ich noch nicht kenne. Irgendwie werd’ ich’s schon noch rechtzeitig zum Termin schaffen.

Viele Grüße ins schöne Innsbruck

Moni

hi moni,

tja, dann steh ich leider an … außer vielleicht …

Daran kann’s auch nicht liegen - dort hab’ ich prinzipiell nur
den ersten Haken „controle das linhas orfãs/viúvas“ gesetzt.
Der dritte - „manter com o próximo“ ist nur für Überschriften
aktiviert, um die nicht vom nachfolgenden Text - der in einer
separaten Zelle ist - zu trennen.

… kanns sein, dass dieses häkchen womöglich manchmal gesetzt ist und manchmal nicht?

Viele Grüße ins schöne Innsbruck

Moni

danke und gruß zurück!
michael