Hallo,
ich bin beim Zelturlaub vorletzte Woche 1-2 Dutzend Mal von Mücken gestochen worden. Ich bin da sehr unempfindlich, gekratzt habe ich nicht, und nach ein paar Tagen waren die Stiche nicht mehr zu sehen oder zu spüren. Aber jetzt, nach ca. 10 Tagen, fangen einige Stiche an zu jucken, werden rot und schwellen an. Bei zweien hat sich ein roter Ring um die Stichstelle gebildet, der in etwa so aussieht wie die Wanderröte bei einem Zeckenbiss, bei den anderen scheint sich das auch anzubahnen. Bisher ist die schlimmste Stelle ca. Ø 5 cm groß, andere zwischen 1 und 3 cm. Zecken kann ich aber zu 100% ausschließen, ebenfalls Bremsen oder andere Tiere, deren Stiche schmerzhaft sind. Einige Mücken habe ich sogar beim Stechen beobachtet. Ich würde ja auf eine Infektion der Stichstellen tippen - aber nach so langer Zeit und bei mehreren Stichstellen gleichzeitig? Ist ein Arztbesuch ratsam?
Ich hatte einmal die gleichen Probleme nach einem Stich beim Rasenmähen. Unten am Bein wurde der rote Ring um den Stich nach einigen Tagen immer größer. Ich habe mir den Stich mit einem Vergrößerungsglas angesehen und in der Mitte war eine Einstichstelle, die leicht genäßt hat, zu sehen. Hier hatte ein kleines Insekt ein Ei abgelegt und das Loch war ein Kanal zur Larve, wodurch diese Luft bekam. Nun habe ich auf die Einstichstelle eine dicke Schicht Fettcreme aufgetragen, wodurch die Larve erstickte und ich das Teil nach einigen Stunden ohne Luft aus dem Loch habe herdrücken können. Übrigens war die Larve auch schon auf dem Weg nach draußen, als ihr die Luft genommen wurde.
Das ist kein Joke.
Schaue die Einstichstelle genau an und gehe lieber zum Arzt, wenn Du nicht ganz sicher bist.
MfG
Danke für die schnelle Antwort. Ich glaube nicht an ein einziges Insekt. Die Stiche sind bei mir auf dem ganzen Körper verteilt: Oberarm, Unterarm, Hand, Leistengegend, Oberschenkel, Kniekehle, Unterschenkel, Fußrücken, Ferse. Und wie gesagt, bei mindestens einem Stich (Handrücken, passiert beim Zähneputzen!) konnte ich die Mücke beobachten, wie sie stach.
Andere Idee: Könnte extremer Stress ein Auslöser für die späte Reaktion sein?
Ich habe keine Ferndiagnose gestellt, da dies nicht funktioniert - ich hatte einen ähnlichen Fall, den ich Ihnen erzählt habe. Lassen Sie umgehend eine Diagnose von einem Facharzt stellen oder gehen Sie in die Notaufnahme eines Krankenhauses.
Hallo Nummer2,
das Mückenstiche mit unter relativ stark anschwellen können mit einhergehender großflächiger Hautrötung ist keine Seltenheit. Ausmaße wie bei einem Bienen- oder Wespenstich sind möglich. Diese Schwellungen können recht lange anhalten, auch sind verzögerte Reaktionen mgl., nur scheint mir die verspätete Reaktion eine andere Ursache zu haben.
An dieser Stelle muß ich allerdings anzweifeln das nicht gekratzt wurde, da wir uns auch im Schlaf schuppern und kratzen besteht die Mglkeit das dadurch Keime in die Einstichstelle gelangt sind. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden das bereits beim Stich Keime übertragen wurden. Wie dem auch sei scheint es sich hier um infizierte Stiche zu handeln, was umgehend von einem Arzt abgeklärt werden sollte.
Selbst eine kleine unbehandelte teretoriale abgegrenzte Infektionen kann sich ausbreiten und dann zu einem längeren Krankenhausaufenthalt führen. Allerdings liegt die Betonnung auf dem Wörtchen „kann“, also Arzt raufschauen lassen!!
Gute Besserung!
faxele
Vielen Dank auch an faxele!
Ich habe Neurodermitis (seit einigen Jahren eher latent), bin also Juckreiz gewohnt und habe, was das angeht, eine sehr gute Widerstandskraft
. Allerdings kann ich natürlich im Schlaf gekratzt haben. Es sind aber 19 Stellen, und alle zeigen - mehr oder weniger ausgeprägt - diese verspätete Reaktion, nachdem sie vorübergehend völlig unsichtbar waren. Ich werde aber trotzdem mal einen Arzt drauf schauen lassen, um auszuschließen, dass es sich um eine Infektion bzw. womöglich eine andere Ursache (Pilz? Milben? Flöhe?) handelt.
Fenistil hat übrigens geholfen, was das Jucken angeht, wenn auch nicht zu 100%.
Das sollte sich auf jeden Fall Dein Hausarzt ansehen. Klingt wie Borreliose, auch wenn keine Zecken erkennbar sind.
Erstmal Danke an alle, die geantwortet haben!
Ich war inzwischen beim Hautarzt, und seine Diagnose lautet übersetzt „verzögerte allergische Reaktion, die auf Grund von psychischen Faktoren verstärkt ausfällt“. Er hat die Stiche allerdings erst im abklingenden Stadium gesehen, inzwischen sind sie ohne weitere Behandlung nahezu verheilt. Eine Borreliose hat er ausgeschlossen, da die Hauterscheinungen zu diffus waren bzw. die große Anzahl gleichartiger Symptome dagegen spricht.
Interessant war seine allgemeine Einschätzung zu Borreliose: Seiner Meinung nach ist die Krankheit stark überbewertet. Sie sei sehr häufig (viele Infizierte in Deutschland), aber schwere Verläufe seien äußerst selten und in der Presse übertrieben dargestellt. Außerdem sei die Krankheit in den allermeisten Fällen problemlos heilbar, auch in späteren Stadien bewirke eine Antibiotika-Behandlung in der Regel eine sichere Heilung.