Müdigkeit und Konzentrationsprob. seit Kindheit

Guten Morgen liebes Forum! Ich möchte mich und meine Situation kurz vorstellen:

Mein Name ist Josch, ich bin 23 und habe seit meiner Kindheit ein Problem, welches ich aber erst mit Anfang 20 als solches verstand. Wenn man es nicht anders kennt, fällt es schwer zu erkennen dass etwas
nicht stimmt.
Mein Problem ist, dass es mir fast unmöglich ist mich zu konzentrieren. Durchgehend habe ich ein Gefühl der Müdigkeit in meinem Kopf, welches ich den ganzen Tag unterdrücken muss, da sonst mein Blick verschwimmt und ich quasi mit offenen Augen schlafe. Lesen, rechnen, sich Sachen merken, zuhören, ja sogar manchmal das Sprechen sind Dinge, welche darunter leiden (um nur einige zu nennen). Ich bin träge, schaffe es nicht mich für irgendetwas über einen längeren Zeitraum zu faszinieren. Fühle mich morgens wie erschlagen, ich bin teilweise so müde dass es mit richtigen Schmerzen gleichzusetzen ist.
Ich wurde mein lebenlang als dumm, faul und chaotisch bezeichnet. Kurz nach der Grundschule verfiel ich kurzeitig in meine ersten Depressionen, weil mich der Gedanke so fertig machte jeden Morgen, mein ganzes Leben lang aufstehen zu müssen, was mir wie gesagt riesige Probleme macht. An den Wochenenden stelle ich mir meist keinen Wecker und schlafe locker 16 Stunden am Stück, bis mir die Knochen wehtuen, bin aber von jenem Moment des Aufstehens müde im Kopf.
Bei meinem ersten Arztbesuch wurde ein Bluthochdruck und eine Schilddrüsen-Unterfunktion festgestellt. Da ich auch nach anderthalb Jahren medikamentöser Therapie und regelmäßiger überwachung absolut keinen unterschied merkte ging ich zu einem Seelenklempner, welcher meinte ich hätte ADS. Viele Symptome trafen zu. Verträumtheit, konzentrationsprobleme, Chaos und so weiter. Er verschrieb mir MPH (Methyphinidat), welches bei mir tatsächlich eine positive Wirkung hervorrief. Meine Konzentration steigerte sich bei einer Dosis von 20 bis 30 mg für knapp 1,5 Stunden.
Ich tauschte mich mit anderen ADS’lern aus, welche mit dieser Dosis beinahe die Doppelte Zeit auskamen. Auch die Wirkung schien bei mir eine andere zu sein. Mich schienen diese Tabletten lediglich „wach“ zu machen. Die müdigkeit in meinem Kopf ging kurzeitig stark zurück, kam dann aber doppelt so stark wieder, zusammen mit kurzzeitdepressionen.
Ich habe dann im Internet gelesen, dass diese Tabletten auch bei Schlafkrankheiten als Wachmacher verwendet werden. Dies brachte mich auf meinen aktuellen Kurs. Ich suchte mir einen neuen, unvoreingenommenen Hausarzt und schilderte ihm mein Problem. Sein erster Verdacht lag bei Schlafapnoe. Es klang plausibel, da ich selbst oft merke wie wenig ich atme und auch nachts schon manchmal wach wurde und merkte dass ich nicht atme, wenn auch selten.
Eine Überweisung zum Pneumologen folgte, welcher mir ein Gerät mitgab. Dieses apnoe-screening-Gerät trug ich dann über Nacht und brachte es zur Auswertung zurück. Er sagte dass eine Apnoe eher unwahrscheinlich ist und überwies mich ohne viele Worte an ein Schlaflabor, bei dem ich am Monatg einmal anrufen werde um einen Termin auszumachen. Soweit meine Geschichte.

Der lange Text tut mir sehr Leid, aber es war mir wichtig alle Punkte aufzuzählen :smile:

Nun zu meinen Fragen:

  1. Ich habe einige Schreiben meines Pneumologen angefügt, die eigentlich für meinen Hausarzt und das Schlaflabor gedacht sind. Leider kann ich mit dem ganzen Fachgeplapper nicht viel anfangen und habe einfach gehofft, dass mir einer von Euch ein bisschen bei der Übersetzung helfen kann. Was sagen diese Schreiben aus? Was ist mit Vigilanzminderung und upper-airway-resistance-syndromgemeint gemeint?

  2. Bei der Apnoe-Auswertung steht was von Schlafzeit 8h 5min, und „Aufwacher“ gibt es sogut wie keine, was aber nicht stimmen kann, da ich in der Nacht von 4 bis ca 5.30 Uhr wach lag. Eine Ausnahme, da ich normalerweise pausenlos durchschlafe, was mich in diesem Fall jedoch an der Genauigkeit des Tests zweifeln lässt. Oder habe ich etwas falsch gelesen?

  3. Von all dem einmal abgesehen, hat jemand evtl. eine eigene Theorie was mit mir nicht stimmen könnte?

Ich bin für jeden Kommentar wahnsinnig dankbar!

Liebe Grüße

Joschi

Schreiben Nummer 1: http://www.bautra-tiefbau.de/bitpage/images/diagnose…

Schreiben Nummer 2: http://www.bautra-tiefbau.de/bitpage/images/anschrei…

Schreiben Nummer 3: http://www.bautra-tiefbau.de/bitpage/images/auswertu…

Hallo derJosch,

lies mal bitte ein paar Beiträge weiter oben meinen Beitrag an Samanta und schaue, ob Du Dich da vielleicht wiedererkennen kannst.
Damit spare ich mir einen Haufen Tipp-Arbeit.

Gruß und schnelle Besserung

Alexander

Hallo Alexander,

vielen Dank für Deine Antwort! Ich hab mir den Beitrag interessiert durchgelesen und mich auch über Borreliose informiert. Parrallelen erkenne ich dabei jedoch kaum und wurde auch noch nie von einer Zecke gebissen. Oder kann man auch unbemerkt gebissen werden?

lg Josch

Hallo Josch das kommt mir alles sehr bekannt vor.
Mit der Müdigkeit und so weil es bei mir auch so war mit 10 jahren hatte ich zum beispiel heftige Zukunfstängste weil ich mir nicht vorstellen konnte wie ich die zukunft meistern soll.
Ich hab dann vom Kinderarzt solche Verdächtigen Tropfen bekommen
und davon bin ich abgegangen wie eine Rakete voll aggressiv und so
aber geholfen haben sie auch nicht richtig.
Ich habe das dann hingenommen und es hat sich gebessert aber manchmal
bin ich noch mit 37 jahren genau so lustlos wie früher.
Wenn die Schulmedizin nicht helfen kann versuch es mit Akkupunktur
oder Akkupressur Bleib am Ball diese müdigkeit kann dir dein ganzes Leben versauen Mit Freundlichem Gruss DECUMANUS

Hallo Josch,

es wird sogar gesagt, dass die allermeisten Zeckenbisse/-stiche unbemerkt bleiben. Irgendwo habe ich mal was gelesen, dass man vermutet (wer will das schon genau wissen? wie soll man es denn feststellen?), dass etwa 30% der Zeckenüberfälle bemerkt werden, aber 70% eben nicht.

Somit bringt die Aussage „Ich habe nie bemerkt, von einer Zecke gestochen/gebissen worden zu sein“ keinerlei Gewissheit, dass man nicht doch mal eine „erwischt“ hat (oder besser gesagt umgekehrt: die Zecke hat einen erwischt).

Leider.

Ich hoffe auch für Dich, dass Du nicht an dieser heimtückischen Krankheit leidest.

Schnelle Besserung wünscht

Alexander

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