Wir mußten am Wochenende in eine Wohnung in unserer Wohneinheit eindringen um einen größeren Wasserschaden zu verhiindern.
Dabei fanden wir eine Wohnung vor, die eigentlich nicht mehr zu bewohnen ist. Es gibt keinen Fleck mehr, die nicht mit Müll und Altpapier zugestellt ist. Ein Raum ist sogar bis unter die Decke mit Abfall blockiert. Wir kann man der Person helfen und was können wir als Mitbewohner machen.
Es ist so, dass die Bewohnerin seit Jahren keine Person (nicht mal zum Gasablesen)in ihre Wohnung lässt. Jetzt weiß sie aber, dass andere Mitbewohner in ihrer Wohnung waren.
Wenn nicht schon geschehen würde ich das
Gesundheitsamt und das Sozialamt einschalten
Für so etwas gibt es leider kein
Patentrezept.
Vermutlich braucht jemand der so ein Verhalten zeigt fachmänische psychlogische
Betreuung.
Ich denke, wenn sich ein Mitarbeiter des Sozialamtes oder einer psychologischen Beratungsstelle (z.B. von den Kirchen) wenigstens ein ungefähres Bild von dieser Person gemacht hat kann er beraten wie man sich so einem Menschen gegenüber verhalten sollte damit sie aus dieser Situation „Müll sammeln sich völlig abschotten“ herauskommt.
Eines denke ich ist immer richtig aber unter
Umständen schwer und erfordert manchmal auch sehr viel Geduld:
Diesen Menschen als Person annehmen wie er
ist. Vieles an seinem Verhalten mag nicht in Ordnung sein - aber die Person AN SICH ist Ok.
Wenn man es schafft das rüberzubringen hat
man eine Chance denjenigen wirklich zu erreichen.
Ich weiß das das sehr viel verlangt ist. Aber vielleicht kann man das denjenigen wenigstens ein Stück weit spüren lassen und
für die Lösung einen Psychologen oder Sozialarbeiter hinzuziehen.
viele Grüße
Stefan Ludwig
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Hört sich nach dem sog. Messie-Syndrom an. Dafür gibt es auch bereits in D. Selbsthilfegruppen.
Adresse(n) gebe ich Dir morgen!!
Gruesse
Uli
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Das Stichwort „Messies“ fiel hier ja schon mal. Eine Kollegin von mir arbeitet zwar nicht therapeutisch mit Messies, forscht aber in diesem Bereich und hat Kontakt zu Selbsthilfegruppen (soll ich mal fragen?). Deine Schilderung erscheint mir durchaus typisch.
Für die Nachbarn könnten durchaus auch ganz praktische Erwägungen wichtig sein. Je nach Wohnlage (in einer Etagenwohnung einer größeren Anlage wohl nicht zu befürchten) kann von einer solchermaßen zugebauten Wohnung durchaus eine Seuchengefahr ausgehen. Wenn eine solche Gefahr jedoch nicht besteht, dann gibt es - glaube ich - kaum eine Handhabe, in die Privatsphäre der Betroffenen einzudringen.
Wir kann man der Person
helfen und was können wir als Mitbewohner
machen.
Schwierig. Vielleicht kann mal jemand mit etwas Fingerspitzengefühl das Gespräch mit ihr suchen und ihr Info-Material zum Thema in die Hand drücken. Wenn die gute Frau aber selbst nicht einen entsprechenden Leidensdruck spürt, wird sie sich kaum in Behandlung begeben. Wenn sie tatsächlich seit Jahren niemanden in ihre Wohnung gelassen hat, dann spricht das dafür, daß sie sich zu einem hohen Maß mit ihrer Situation „arrangiert“ hat.
Gruß
MN
Hi Andre,
hier endlich der versprochene Messie-Link:
http://www01.wdr.de/tv/liebeleben/archiv/
1997/04/09.html
Viel Erfolg!
Uli
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