Müllgebühren

Hallo,

wie würdet ihr das regeln?

3- Familienhaus : EG 3 Pers. (Erwachsene)
1.OG 4 Pers. (2 Erwachsene + 2 Kinder, beide 7)
DG 2 Pers. (Erwachsene)

Pro Kopf umrechnen oder einfach Rechnung durch 3 Parteien ? Was wäre fair?

LG

Hallo!

Pro Kopf umrechnen oder einfach Rechnung durch 3 Parteien ?
Was wäre fair?

Beides. Und beides kann gleichermaßen für sich beanspruchen, unfair zu sein. Vier Personren machen zwar mehr Müll als eine Person, aber nicht unbedingt viermal soviel. Müsste man die Kinder nicht vielleicht zur Hälfte rechnen? Die Großpackung Brot, die die vierköpfige Familie kauft, hinterlässt fast ebendoviel Müll wie die Kleinpackung der zweiköpfigen Familie - dafür hat der Ehemann der zweiköpfigen Familie dieses Hobby, bei dem soviel Bastelreste anfallen …

Ich würde deshalb nicht anch einer fairen, sondern nach einer praktischen Lösung suchen. Und das wäre für mich die Aufteilung durch drei Haushalte.

Wenn ich mir die Müllgebühren von München betrachte - was kosten drei 80-Liter-Tonnen im Vergleich zu einer 240-Liter-Tonne? - dann,

  • kommt es die drei Familien auf jeden Fall billiger
  • und wir reden von 30 Euro hin oder her bei vorgeblich „fairer“ Berechnung nach Köpfen.

Gruß,
Max

Hinzu kommt: Drei einzelne Tonnen würden alle drei vermutlich mehr kosten.

Hallo,

wie würdet ihr das regeln?

3- Familienhaus : EG 3 Pers. (Erwachsene)

1.OG 4 Pers. (2 Erwachsene + 2 Kinder,
beide 7)

DG 2 Pers. (Erwachsene)

Pro Kopf umrechnen oder einfach Rechnung durch 3 Parteien ?
Was wäre fair?

Hi, das hängt von dem verantwortsungsbewußten Verhalten der Bewohner ab.
Beste Möglichkeit: jede Partei schafft sich ´ne eigene Mülltonne an, die litermäßig deren Bedürfnissen entspricht.
Wenn das nicht möglich ist, pro Kopf Abrechnung.
MfG ramses90

LG

Hallo!

Beste Möglichkeit: jede Partei schafft sich ´ne eigene
Mülltonne an, die litermäßig deren Bedürfnissen entspricht.

Jawohl! Lieber draufgezahlt als dem Nachbarn etwas geschenkz. :smile:

Wenn ich mir z.B. die die Abfallgebühren von München betrachte:

http://www.awm-muenchen.de/privathaushalte/gebuehren…

… dann muss die Differenz zwischen den Müllmengen schon eine gewisse Größe haben, daß die Kosten für eine gedrittelte Großtonne nicht auf jeden Fall günstiger kommt.

Gruß,
Max

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dem Nachbarn was schenken?
Es ist ja nun überhaupt nicht einzusehen, dass ein 2 Personenhaushalt die Müllgebühren für den 4 Personenhaushalt mit bezahlt!
Wenn also schon eine große Tonne, dann auch bitte nach Köpfen und nicht nach Wohneinheiten abrechnen.
Es gibt nichts Gerechtes in den Nebenkostenabrechnungen aber wenn das schon so ist, sollte es wenigstens so verbrauchsabhängig wie möglich sein.
MfG ramses90

Hallo!

dem Nachbarn was schenken?

Weil man selbst dabei Geld spart?

Wenn also schon eine große Tonne, dann auch bitte nach Köpfen
und nicht nach Wohneinheiten abrechnen.

Warum? Ist das wirklich … „fairer“? Da gibt es genug Argumente, mit denen man das anzweifeln kann.

Es gibt nichts Gerechtes in den Nebenkostenabrechnungen aber
wenn das schon so ist, sollte es wenigstens so
verbrauchsabhängig wie möglich sein.

Ist die Abrechnung nach Köpfen wirklich soviel verbrauchsabhängiger? Ich glaube nicht, daß ein Vierpersonenhaushalt doppelt soviel Müll verursacht wie ein Zweipersonenhaushalt. Und es ist ja nun überhaupt nicht einzusehen, dass ein 4 Personenhaushalt die Müllgebühren für den 2 Personenhaushalt mit bezahlt!

Übrigens wäre diese Denkweise für mich der Grund, mit jemandem definitiv NICHT die Tonne teilen zu wollen. Daß sich eine wirklch „faire“ Verteilung ermitteln lässt, halte ich nämlich für eine Illusion, und wer sich dieser Illusion hingibt, fängt auch irgendwann an, die Müllbeutel zu zählen, die jeder einwirft.

Gruß,
Max

MfG ramses90

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Hallo,
durchaus üblich und durchaus „universell“ ist die Abrechnung nach m² Wohnfläche. Oder will man die Abrechnung ändern, wenn eines der Kinder auszieht :wink:

Eine rundum gerechte Lösung gibt es nicht. Aber diese hier ist wenigstens für alle nachvollziehbar.

Gruß vom
Schnabel

PS:
PS: Natürlich kann man auch nach Köpfen abrechnen, wenn man feststellt, daß das insgesamt günstiger ist, wenn z.B. sonst einer mehr bezahlt als mit der Einzeltonne. Aber grundsätzlich würde ich von einem allzugroßen „Gerechtigkeitsstreben“ abraten, weil es bei jedem System etwas Ungerechtes gibt, was irgendjemand zurecht monieren kann.

Wenn ich mit Hilfe meinmer Nachbar Geld sparen kann, sollte ich damit zufrieden sein und mich nicht beklagen, daß mein Nachbar aber mehr davon profitiert als ich. Am Ende verlieren nämlich sonst alle, wenn amn sich zerstritten hat. Angewandte Spieltheorie.

Ein Mathematiker könnte sicher berechnen, wo die Grenzwerte liegen, damit das eine und das andere System eine Win-Win-Situation bleibt. Je geringer die Differenz, um so unvorteilhafter ist Pro-Kopf-Abrechnung, je größer die Differenz, um so ungerechter ist die Pro-Partei-Abrechnung.

Gruß,
Max

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Hallo, wenn der Müllentsorger z.B. eine Grundgebühr erhebt, würde
ich diese mit je 1/3 jedem Haushalt zu ordnen. Eine außerdem
berechnete Leistungsgebühr nach Personenzahl. Gruß

Ganz einfach…
… per Gewicht!

Immer mehr große Hausverwaltungen setzen zukünftig auf dieses Prinzip und ist m.E. die einzig faire Lösung.

Gruß
Falke

Hallo,
und wie soll das bei einer Gemeinschaftsmülltonne (z.B. in einem Eigentumswohnungskomplex) praktisch funktionieren ? :wink:
Gruß vom
Schnabel

ganz einfach:
Die Müllgebühren werden verdoppelt durch die extrem teure und wartungsanfällige Technik und die sehr aufwändige Abrechnung, aber dann ganz gerecht auf alle verteilt.

vnA

3 „Gefällt mir“

Bringe das mit einem sinnvollen Aufwand einer BK-Abrechnungssoftware bei.

vnA

… per Gewicht!

Immer mehr große Hausverwaltungen setzen zukünftig auf dieses
Prinzip und ist m.E. die einzig faire Lösung.

Solange die Stadtwerke aber weiterhin nach Litern abrechnen, ist auch diese Lösung nicht wirklich fair. Denn Herr X, der ständig im Internet bestellt, nimmt mit seinem Verpackungmaterial die Hälfte der Tonne ein, zahlt aber nur einen Bruchteil der Kosten, weil das ganze Zeug nichts wiegt. :smile:

Solange man damit argumentiert, daß eine Lösung „fair“ ist, wird es immer jemanden geben, der sie unfair empfindet. Ganz angesehen von dem Aufwand, den manche „faire“ Lösung vermutlich verursacht - ich denke, es ist besser, Kosten von 500 Euro unfair zu verteilen als Kosten von 1000 Euro „fair“.

Ich würde deshalb gar nicht erst damit anfangen, mit „Fairness“ zu argumentieren. Die Lösung sollte praktisch, sinnvoll. günstig und mit dem größtmöglichen Nutzen für alle sein. Und das können, je nach Einzelsituation, ganz unterschiedliche Abrechnungsmodelle sein.

Gruß,
Max

So…danke mal für die Antworten
Wie ich sehe gibts auch unter euch ganz verschiedene Meinungen.
Pro qm hatte ich jetzt noch nicht gehört. Und abrechnen nach Gewicht… neee
Ich persönlich bin ja für die Aufteilung durch 3 Parteien aus dem Grund weil ich eben auch der Meinung bin dass 4 Pers. nicht mehr Müll produzieren wie 2 Personen. So ist das jedenfalls beim Wasserverbrauch: Der 2 Personenhaushalt verbraucht sogar mehr als der 4 Personenhaushalt!
Mein Mann hat jetzt (wieder) kurzen Prozess gemacht, Zitat: „30 Euro mehr oder weniger ist mir wurscht!“ Also pro Kopf . Hätt er ja auch gleich sagen können…

LG Melli

Als Vermieter eines 3-Familienhauses wird man wohl die manuelle
Berechnung von den jeweiligen Anteilen vornehmen können.

Hallo!

und wie soll das bei einer Gemeinschaftsmülltonne (z.B. in
einem Eigentumswohnungskomplex) praktisch funktionieren ? :wink:

Scheinbar scheint dies zu funktionieren, wenn große Verwaltungsgesellschaften dies für ihre 100-Einheiten-Wohngettos einsetzen.

Gruß
Falke

NK-Abrechnungen sind so ziemlich das komplexeste was ein VM im Geschäftsjahr machen muss (Da sind Steuererklärungen Peanuts) . Wenn man dann Einzelpositionen nach Zählerstand, nach PersonenTage, nach m², nach Gartenzugang nach was weiß ich abrechnen soll, kann einem ein Richter irgendwann einmal erklären was man angeblich Falsch gemacht hat. Das wird üblicherweise sehr teuer. Das Ganze muss auch ein unbedarfter Mieter noch problemlos verstehen und anhand der Quittungen nachvollziehen können. Die neuste Gesetzgebung und Rechtsprechung will berücksichtigt werden.
Dekomplizierung mit Hilfe von Software heißt die Antwort. Da passt dein Lösungsansatz schlicht und einfach nicht hinein und ist daher von VM-Seite nicht sinnvoll zu praktizieren.

vnA

Hallo,
ich kenne zwar eine Reihe derartig großer Bestandsimmobilienhalter, aber kein einziges Unternehmen, das das so praktiziert. Deshalb: wie geht das praktisch? Soll jeder das Gewicht seines Müllsacks vom Hausmeister abwiegen lassen ? :wink:

Gruß vom
Schnabel

Hallo!

Nein, per Chipkarte, die vor dem Einwerfen eingesteckt werden muss. Der eingeworfene Müll wird dann gewogen und der Wohnungseinheit zugerechnet.

Gruß
Falke