ich habe ein Problem.
Ich habe nächsten Donnerstag mündliche Abiturprüfung in Englisch und meine Themen reichen von Macbeth über Educating Rita bis zur Landeskunde.
Was kann mich da erwarten?
Außerdem spreche ein kleines bisschen einen britischen Akzent, soll ich den weglassen oder soll ich ihn behalten?
Ich habe nächsten Donnerstag mündliche Abiturprüfung in
Englisch und meine Themen reichen von Macbeth über Educating
Rita bis zur Landeskunde.
Was kann mich da erwarten?
Du wirst Fragen zu den Themen erwarten können. Es sind (wenn das noch immer so ist, neben deinem Lehrer, noch ein oder zwei Fachlehrer deiner Schule dabei, und ein externer Prüfer). Meist fängt dein Lehrer an und fragt etwas, von dem er erwartet, dass du das weißt. Entgegen allgemeiner Vorurteile mögen Lehrer es nämlich, wenn ihre Schüler Erfolg haben. Wie es weitergeht, hängt von dir ab. Wirkst du sehr nervös und verhaust die Frage, werden die Fragen einfacher, wirkst du selbstsicher und sicher vom Thema, werden die Fragen etwas schwieriger werden.
Man will sehen, ob du dich in Englisch ausdrücken kannst UND ob du etwas von den vorbereiteten Themen verstehst. Wenn du geschickt und nciht zu nervös bist, kannst du viele Fragen in deine Richtung umbiegen und dein Wissen demonstrieren.
Außerdem spreche ein kleines bisschen einen britischen Akzent,
soll ich den weglassen oder soll ich ihn behalten?
Wie soll man das verstehen?
Wenn du der Meinung bist, dass du das an- und abstellen kannst, liegt die Vermutung nahe, dass dein vermeintlicher britischer Akzent eher affektiertes Oxbridge-English ist, in diesem Fall lass es weg.
Ansonsten: wenn du deiner Aussprache einigermaßen sicher bist, konzentrier dich darauf, WAS du sagst.
Zustimmung, außer zum Thema Akzent. Ob nun Oxbridge oder was anderes Englischklingendes, alles ist (in einer Abiturprüfung) besser als ein deutscher Akzent. Sie soll einen möglichst erfolgreichen Versuch unternehmen, zu zeigen, dass sie weiß, wo dieser Unterschied liegt.
Ich weiß, dass niemand, der im UK frei herumläuft und Herr seiner Sinne ist, Oxbridge spricht (außer ein Theaterschausppieler mit entsprechender Rolle auf der Bühne, BBC-Sprechern etc.). Aber wenn man als Ausländer mit diesem Akzent hinkommt, wird man gelobt, und wenn ein Schüler mir Oxbridge produziert, bin ich glücklich - kommt viel zu selten auch nur ansatzweise vor.
Die Franzi,
die es in Erinnerung an die gerade gehörten mündlichen Prüfungen in Englisch mit ausgeprägtem bayrischen AKzent gruselt …
Zustimmung, außer zum Thema Akzent. Ob nun Oxbridge oder was
anderes Englischklingendes, alles ist (in einer Abiturprüfung)
besser als ein deutscher Akzent. Sie soll einen möglichst
erfolgreichen Versuch unternehmen, zu zeigen, dass sie weiß,
wo dieser Unterschied liegt.
Alles klar, vielleicht war ich nur nicht deutlich genug.
Ich meinte: wer das so bewusst ab- und anstellen kann, selbst vom richtigen Oxbridge weitentfernt ist und leicht nur lächerlich klingt (vergleichbar mit jemand, der versucht Schwyzerdütsch zu reden und da nichts anderes macht als „ch“ zu husten und an jedes Substantiv ein -li dranhängt).
ne das war mir schon klar, wie du das meinst. Trotzdem ist es mir lieber. Schüler finden es albern, Wörter wirklich Englisch auszusprechen (wobei Englisch = irgend ein beliebiger gängiger Akzent, Australien, Irland, Schottland, England, selsbt Amerika). Daher klingen sie sehr lange sehr deutsch. Th, der Unterscheid zwischen dog und dock, were und where - da hat man noch gewissen Chancen. Nahezu hoffnungslos sind then und than, men und man und ähnliches. But und I sind auch hübsch anzuhören in Bayern. Sicher sind die Gymnasiasten da erfolgreicher als die Berufsoberschüler, weil die Abiturienten in der Regel schon länger üben. Aber trotzdem bin ich über jeden froh, der sich mühe gibt - auf der Aussprachseite ist das der Unterschied zwischen 3 und 2, ungefähr.
Wohlgemerkt, die Schüler sind nicht so schlecht, wie ich hier immer klinge. Aber sie kämpfen eben an einer anderen Front als Übersetzer.
Die Franzi,
die bei gefühlten 90% der schrftl und mdl Prüfungen „childrens“ zu hören / lesen bekam
Also ich höre ja auch an der Uni teilweise fürchterliche Aussprachen (nein, ich finde es nicht cool, wenn ein zukünftiger Lehrer von „se sioletschi of se queikas“ spricht…) und ich glaube, ich würde (bzw. werde) es als Lehrerin auch begrüßen, wenns jemand wenigstens versucht, seinem Englisch einen britischen/amerikanischen/was auch immer Touch zu geben.
Ich habs immer mit britisch versucht, vorzugsweise schon nach ein, zwei Flaschen Bier. Ich war voll überzeugt, dass das affektiert und schlecht war. Unidozent: Where did you get that wonderful accent? Hihi, vielen Dank. Also wenn du glaubst, du kannst es irgendwie leicht britisch, aus welchem Grund auch immer, dann versuchs.
In welchem Bundesland bist du denn? Dann kann man vielleicht näheres zum Prüfungsverlauf sagen.
Ich komm aus Baden-Württemberg.
Mein accent hab ich aus England, ich hab einen penpal in Brighton und der meinte auch schon, ich fall fast nicht mehr auf (wir skypen regelmäßig).
Meine Englischlehrerin lobt ihn auch und klar kann man von accent zu proper umschalten, im Deutschen gehts ja auch von Dialekt zu Hochdeutsch, ist ja kein Problem, oder?
Meine Englischlehrerin lobt ihn auch und klar kann man von
accent zu proper umschalten, im Deutschen gehts ja auch von
Dialekt zu Hochdeutsch, ist ja kein Problem, oder?
Das ist in einer Fremdsprache was anderes.
Mein Verständnisproblem aber bleibt: was ist der Unterschied zwischen „proper“ und „British“?
Hm, meiner Meinung nach klingt, als perfektes Beispiel „rubbish“ in proper ziemlich nach „rabisch“ und in accent eher „rubbish“.
Ich weiß, das bringt nicht viel, aber wie soll ich das erklären?
Normales Schulenglisch und ein bisschen mehr nach britischem Englisch klingendes Englisch?
Hm…tut mir leid, besser gehts nicht
Hm, meiner Meinung nach klingt, als perfektes Beispiel
„rubbish“ in proper ziemlich nach „rabisch“
Das wäre das, was Mietzekatze als extrem deutschakzentuiertes Englisch bezeichnet. Und das ist alles andere als „proper“ und in diesem Fall sollest du natürlich das british English vorziehen.
du meinst den Unterschied zwischen Oxbridge / BBC English / Queen’s English oder korrekterweise Received Pronunciation, siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Received_Pronunciation, und dem jeweiligen lokalen Akzent / Dialekt.