Hi,
Schule, Bundesland, Klasse, Art der Prüfung sind sehr wohl wichtig - entscheidend sogar. Bundesländer handhaben Entschuldigungen unterschiedlich. Je jünger das Kind, umso mehr Verantwortung haben die Eltern für die Pünktlichkeit. Und Prüfung: Das wort wird hier im Forum nicht nur für Dinge wie Abiturprüfung und sonstige Abschlussprüfungen verwendet, sondern auch für angekündigte Leistungsnachweise, die können auch mal mündlicher Natur sein.
Zur Praxis aus Bayern: Wenn ich meine Schüler zum Verlauf der Abschlussprüfungen instruiere (jedes Jahr Ende April oder Anfang Mai), sage ich ausdrücklich, dass Unpünktlichkeit des Busses / Zuges nicht zählt als Entschuldigung. Punkt. Nur das amtsärztliche (NICHT hausärztliche) Attest zur Schulunfähigkeit wird akzeptiert. Höhere Gewalt wird im Einzelfall entschieden. Aber Bus zu früh / zu pät ist keine höhere Gewalt. Man weiß doch in der REgel, um wieviel ein Bus zu spät oder zu früh kommt, auch wenn er das selten tut. und dann nimmt man das längste zu früh kommen mal zwei und ist eben für die paar Abschlussprüfungstermine etwas früher am Bus. Was meinst du, wie viele Schüler sonst einen unpünktlichen Bus erfinden würden?
Im normalen Unterrichtsverlauf akzeptiere ich „Bus unpünktlich“ schon, wenn der Schüler zu einer Schulaufgabe wegen des Busses zu spät erscheint, hat er pech - fehlt ihm die Zeit, fehlt er ganz - 0 Punkte (gleiche Begründung wie bei Abschlussprüfungen). Mit dem Ausfragen warte ich, bis der Schüler auftaucht. Normalerweise sind die dann gestresst und bestrafen sich sozusagen selber.
Die Franzi
Hallo PWSH,
erstmal nochmal sorry, wegen meinem Missverstänix von wegen „Bus zu früh“ bzw. „ordnungsgemäss abmelden“. Ersteres hatte ich wirklich so verstanden, dass der Bus zu früh an der Schule ankommt und nicht daheim abfährt und bei zweiterem bin ich sehr erstaunt, dass das inzwischen so ist.
Zum „fachlichen“, sprich Alter, Klasse, Art der Prüfung und so weiter haben die anderen Dir ja schon die Erklärung geliefert, warum das eben doch wichtig ist.
Darum möchte ich nur noch hierauf eingehen:
ich weiß zwar nicht warum hier alle schreiben ich soll mich
beruhigen … aber naja…
Warum das „alle“ machen weiss ich natürlich auch nicht. Aber ich hab das deswegen so deutlich geschrieben, weil Dein ganzes Posting sehr, sehr aufgeregt klang. Und aufgeregt sein ist für ein klärendes Gespräch mit irgendwelchen Lehrern oder Schulleitern (oder sonstigen Leuten *fg*) nie eine gute Basis.
Darum musst Du erstmal „runter kommen“ und versuchen, ein bisserl Abstand zu der Sache zu kriegen. Dass das nicht einfach ist, gerade wenn man sich ungerecht behandelt fühlt ist klar. Aber im Sinne Deiner Sache, bzw. der Sache Deines Sohnes ist das das allerwichtigste
Und wenn Du den Eindruck hast, dass Dir das nicht gelingt, dann nimm vielleicht den Papa vom Sohn (so vorhanden und greifbar) mit…
Meine frage war nur, was ich in der angelegenheit tun kann, da
das nachweisbar kein eigenverschulden ist.
Und das hängt halt davon ab: Reden wir hier von einem „normalen“ Abfragen in der fünften Klasse würde ich das Gespräch mit dem Fachlehrer suchen. Reden wir hier von einer Abschlussprüfung würde ich mir schleunigst die Prüfungsordnung holen und nachlesen was da zum Thema „Verspätung“ steht.
*wink*
Petzi
solcherlei Paranoia sollte man aber nicht standardmäßig von
einem Kind/Jugendlichen erwarten 
Absolut nicht. Ich war zu dem Zeitpunkt bereits Anfang 20. Mit 12 hätte ich nicht mal den richtigen Bus irgendwohin gefunden, da ich 5 Minuten Fußweg von meiner Schule gewohnt habe, war ich mit ÖPNV total unerfahren.
Nichtsdestotrotz gilt im Bezug auf das OP: ohne Angabe zu Schule, Bundesland, Art der Prüfung usw. gibt es keine sinnvolle Antwort. Und vor wichtigen Prüfungen fährt man einen Bus früher los, wenn möglich, oder ist ausreichend früh an der Haltestelle.
Gruß,
Myriam
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Hi,
du hast mich daran erinnert, dass ich was vergessen habe:
von wegen „Bus zu früh“ bzw. „ordnungsgemäss abmelden“. […] bei zweiterem bin ich sehr erstaunt, dass das inzwischen so ist.
Definiere „inzwischen“. Die Schule muss darüber informiert werden, wo ein Schüler tatsächlich ist, wenn er nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt auftaucht. Aufsichtspflicht, Versicherung und so.
Volljährige Schüler machen das selbst (die Eltern dürfen es natürlich trotzdem), bei minderjährigen Schülern machen das die Eltern. Ob dann Konsequenzen eintreten, hängt von dem Grund für das Fehlen, der Häufigkeit und dem Versäumten ab.Wenn also jemand mal zu spät kommt weil er verpennt hat und ansonsten ist er / sie pünktlich, ist das kein Drama. Krankheit wird durch ärztliche Bescheinigung nachgewiesen, auch kein Thema (wobei man schon misstrauisch wird, wenn ein Schüler fast ein Drittel der Unterrichtstage wegen Krankheit versäumt, immer Atteste vom gleichen Arzt bringt und ansonsten quietschvergnügt wirkt… dann fragt man mal nach, und oft tritt dann eine plötzliche Gesundung ein. Alles schon erlebt).
Die Franzi