Hallo,
also langsam verzeifle ich wirklich, wenn das so weitergeht.
Meine Freundin, die eine knapp dreimonatige Trainingsmaßnahme bei einem Radio-Sender in Augsburg gemacht hatte, bekam am Donnerstag bei einem 4-Augen-Gespräch mit ihrem Chef folgende Zusage, nachdem auch die Gehaltsfrage bereits durchgesprochen worden war:
„Frau XY, wir sind alle sehr zufrieden mit Ihnen, Sie arbeiten sehr gut, die Kollegen können das auch bestätigen und deshalb verspreche ich Ihnen, daß Sie morgen den Arbeitsvertrag von mir bekommen. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, es geht alles klar und wenn ich etwas verspreche, dann kann man sich darauf verlassen !“
Meine Freundin hat sich natürlich gefreut, bereits eine Email an ihre Betreuerin beim Arbeitsamt geschickt und das durchgegeben und war guter Dinge.
Tja, wie es der Teufel so will, kam dann gestern eine interne Email an meine Freundin, in der stand, daß er es sich jetzt doch noch einmal überlegen müsse, eigentlich hätte die Praktikumszeit ja doch sechs Monate gehen müssen (obwohl das Arbeitsamt meiner FReundin sagte, daß sie nur 10 Wochen bezahlt bekommt), er wolle sich noch einmal mit dem Arbeitsamt unterhalten und so weiter und so fort. Ein daraufhin erfolgtes weiteres 4-Augen-Gespräch und die „Konfrontation“ mit seinem „Versprechen“ vom Vortag ließ ihn rumeiern und er wolle sich nicht unter Druck setzen lassen. Auf den erneuten Hinweis meiner Freundin, daß doch gestern alles klar und endgültig abgesprochen war, wurde er dann sogar etwas pampig und meinte, daß er in einem solchen Ton nicht mit sich reden lassen wolle (der Ton meiner Freundin war vollkommen normal) und am besten soll man das alles vergessen.
Meine Freundin sagte ihm, dass er sich einmal in ihre Situation hineinversetzen solle, und wie er sich dann fühlen würde, wenn erst die Zusage und am nächsten Tag der Rückzug käme. Lange Rede kurzer Sinn, er legte natürlich keinen Vertrag vor und will am Montag noch einmal mit dem Arbeitsamt sprechen, um da irgendeine (für ihn billigere) Lösung mit befristetem Vertrag, Eingliederungszuschuss und so rauszuschlagen. Ob da was dabei rauskommt, wage ich zu bezweifeln. Inwieweit kann man das defintive Versprechen auf Ausstellen eines Arbeitsvertrages rechtlich geltend machen, kann man da mit dem Anwalt vorgehen oder was soll man tun.
Das nervt !!!
Danke für Euere Tipps !