Müsst ihr auch so lange auf Termine warten?

Hallo

Ich habe Mitte Dezember auf der Arbeit zu schwer heben müssen (bzw. mehr als sonst) und habe seitdem so ein Kribbeln im Rücken, bzw. Schmerzen, wenn ich heben muß (und das muß ich in meinem Job ständig - bis zu 60 Kilo alleine).

Da ich für die zwei Wochen keine Praxisgebühr „verschwenden“ wollte, bin ich dann Anfang Januar zum Hausarzt gegangen. Dieser hat mich dann zu einem Neurologen überwiesen.
Als ich da angerufen habe, bekam ich einen Termin für den 17. Februar.
Als dieser Termin endlich gekommen ist, hat mich der Neurologe „kurz abgeklopft“ und dann eine Überweisung zum Radiologen mitgegeben.
Als ich dann dort einen Termin haben wollte, war frühstens am 20. März etwas frei.
Da ich nun etwas klüger geworden bin habe ich mir auch beim Neurologen gleich wieder einen Termin holen wollen, doch auch da ist erst mitte April etwas frei.
Also muß ich mich nun Monatelang mit meinen Schmerzen herumärgern und vermutlich auch noch verschlimmern?

Müsst ihr auch so lange warten oder habt ihr Tips, wie ich mich in diesem Fall verhalten soll?
Hatte in meinem Leben noch nie solche Rückenschmerzen (schon gar nicht so permanent), das mir beim Heben der Lasten teils die Tränen in die Augen rutschen… Peinlich sowas…

Vielleicht hat ja jemand einen Tip.

Gruß
Andreas

Hallo Andreas!

Im Fall von akuten Schmerzen verzichte ich auf einen Termin, gehe sofort zum Arzt und muss dann halt so lange warten, bis er für mich Zeit hat.
Termine sind was für vorhersehbare Sachen, oder solche, die tragbar sind und sich während der Zeit bis zum Termin nicht verschlimmern werden.

LiGrü
igel

Hallo Andreas,

Vielleicht hat ja jemand einen Tip.

ich habe die Erfahrung gemacht, das, wenn ich sagte, ich hätte aber akute Beschwerden und könne nicht wochenlang auf einen Termin warten, das ich dann in entweder am selben Tag oder gleich am nä. Tag in die Sprechstunde kommen solle, mich dann aber auf eine längere Wartezeit einstellen müsse…

Bei speziellen Fachärzten allerdings dürfte es schwieriger sein, Dich sozusagen ‚dazwischen zu schieben‘, ich weiß nicht, wie man es dort handhaben kann, aber versuchen dort einen schnellen Termin zu bekommen( wegen akuter Beschwerden)würde ich es auf jeden Fall! Notfalls sonst ins Krankenhaus, wenn es wirklich so schlimm ist? Frag doch mal Deinen behandelnden Arzt.

Alles Gute,

Gruß
Kieckie

Hallo,

ich komme gerade von einem Facharzt, für den ich keinen Termin hatt. War heute morgen beim Hausarzt, der meinte, ich müsste dringend zum Facharzt und hat dann da selber angerufen. Musste 2.5 Stunden warten, aber war da. Sprich nochmal mit Deinem Hausarzt, vielleicht kann der da für Dich anrufen. Wenn Du solche Schmerzen hast solltest Du wahrscheinlich eh nochmal hin. Gute Besserung!

Hi,

geht mir auch so.

Mein Vater hingegen, der z.T. zu den gleichen Ärzten geht wartet nicht mal halb so lange. Ob es vielleicht daran liegt, dass er im Gegensatz zu mir Privatpatient ist?

Grübelnde Grüße,

Hallo Andreas,

zum Arzt gehen und so lange warten, bis er Zeit für Dich hat - geht aber nur, wenn der Rücken beim sitzen nicht schmerzt.

Probiere mal eine Praxis für Shiatsu zu finden. Diese Leute finden meist schneller die Ursache und können gleich dagegen arbeiten. Ohne Schmerzmittel geht das nämlich auch.

Gruß Gaby

Hallo Andreas,

das Problem kenne ich. Bei mir besteht seit Mitte des letzten Jahres Verdacht auf Trigeminusneuralgie. Seitdem musste und muss ich zu unzähligen Ärzten um die Diagnose im Ausschlussverfahren zu bestätigen oder eben nicht. Tja bis jetzt ist immer noch kein endgültiger Befund vorhanden, weil es - genau wie du schreibst - immer Ewigkeiten dauert bis man mal Termine bekommt. Und wenn man dann ständig von einem Arzt zum anderen überwiesen wird zieht sich das unheimlich. Ziemlich ärgerlich das Ganze.

Gruß

Samira

Hallo Sax,

ganz bestimmt hängt das damit zusammen, ob man Privatpatient ist! Während meinem Studium (d.h. bis ca. 2001) war ich über meine Eltern privat versichert. Wenn man bei einem Arzt, bei dem man noch nie war, angerufen hat, um einen Termin zu holen, wurde immer zuerst ein Termin in „ferner Zukunft“ (1-2 Monate oder so) genannt. Wenn ich dann das Stichwort „privat versichert“ fallen ließ, gab es plötzlich auch noch Termine in der nächsten Woche… Sowas finde ich unfair!

Viele Grüße,
Annegret

Hallo,

in so einem Fall habe ich ganz gute Erfahrungen mit meiner Krankenkasse gemacht. Ich musste akut zum Pneumologen und hätte als frühesten Termin einen in zehn Wochen bekommen.
Daraufhin habe ich meine Krankenkasse angerufen und erklärt, warum ich so lange nicht warten kann, woraufhin die wiederum mir einen Termin in nur einer Woche besorgt haben (allerdings bei einem Arzt, der ein bisschen weiter von meinem Wohnort entfernt ist).

Vielleicht macht es also wirklich einen Unterschied, ob man selbst dort anruft oder die Krankenkasse. Versuch das vielleicht mal; du scheinst ja gute Argumente gegen wochenlanges Warten zu haben.

Gute Besserung
Sonja

Hei Annegret,

ich war während des Studiums ebenfalls über Frau Mutter privat versichert. Und ich kann deine Erfahrungen sogar noch dahingehend toppen, dass ich grundsätzlich servilst gefragt wurde, wann es mir den passte.

Unfair fand ich das so lange bis ich in ne gesetzliche wechselte, das total doof fand, in der privaten von Mama mal kurz einen Blick auf den niedrigsten Beitragssatz warf und mich fast der Schlag rührte.

Gruß

Annie

Logisch
Hallo,

Wenn Du findest, das derjenige, der den höheren Beitrag zahlt auch schneller einen Termin bekommen sollte, dann solltest Du Deinem Arzt mal sagen, dass er privatversicherte Frauen bitteschön bevorzugt vor Männern zu behandeln hat. ;o)
Leuten die ALGII beziehen sagst Du dann am besten persönlich dass es keine Termine in den nächsten 10 Jahren mehr gibt.

Ich persönlich hätte es eigentlich gerne dass unser Sozialsystem wenigstens noch ein bischen solidarisch/sozial ist. *träum*

Gruß
M. (gesetzlich ordentlich einzahlend und auch lange wartend)

Hallo,

ich bin Beamter, also Privatpatient zweiter Klasse (das ist aber ein anderes Thema).

Ich muß wege einer Venegeschichte zum Gefäßchirurgen. Bei der Anmeldung wurde mir gesagt, dass der nächste Termin Ende September frei wäre.

Dann kam direkt die Frage, ob ich Privatpatient sei… Nachdem ich dies bestätigte, wurde ein anderes Terminbuch genommen und mir wurde ein Termin in der nächsten Woche angeboten.

Für mich persönlich ist dass natürlich voll super, weil ich jetzt nicht noch monatelang mit Schmerzen im Bein rumlaufen muss. Trotzdem finde ich das nicht in Ordnung. Nur weil der Arzt an mir ein paar Euro mehr verdient (im Gegensatz zum richtigen Privatpatienten ist das zwar mehr als ein Kassenpatient, aber nicht wirklich viel mehr), werde ich bevorzugt.

Es wird Zeit ein ähnliches System wie in der Schweiz oder in den skandinavischen Ländern einzuführen.

Gruß
Kuddenberg

Hallo Andreas,
es ist nicht so, dass Kassenärzte keine Patienten behandeln wollen: sie können und dürfen nicht, weil sie pro Patient je nach Fachrichtung des Arztes ca. 20,-€ bis 40,-€ pro Quartal bekommen, egal. wie oft der Patient kommt. Und das ist nicht etwa brutto oder gar netto, sondern Umsatz. Dieser „Verdienst“ ist meist schon nach wenigen Wochen „aufgebraucht“, wogegen der privat Versicherte für jede Behandlung Cash bringt.
Also: immer erst zum guten alten Hausarzt gehen, der kann oft (meist) schon eine anfängliche Hilfe leisten und ruft dann auch mal beim Fachkollegen an wegen eines früheren Termins.
Die Fachärzte sind überlaufen von Patienten, die da gar nicht hingehören, nach dem Motto: mir tut der Brustkorb weh, da muss ich doch mal zum Cardiologen, und dabei ist das ein orthopädisches Problem…
Gute Besserung wünscht synapse

hi

unfair ist eher, dass der Arzt für ein und dieselbe Leistung einem Privatpatienten direkt eine Rechnung schicken darf und davon ausgehen kann, dass er sein Geld relativ bald auch bekommt und zwar direkt auf sein Konto und in der geforderten Höhe. Wie der Patient dann wiederum an sein Geld kommt ist ja seine Sache - sprich dem Arzt kann es herzlich egal sein,ob die Privatkasse die vorgenommene Behandlung übernimmt oder nicht, denn sein Vertragspartner ist bei Privatpatienten eben der Patient - nicht die Kasse.

Bei einem Kassenpatienten bekommt er einen Bruchteil des Betrages (wie gesagt für die gleiche Leistung!) - und das nichtmal sicher und schon garnicht in den nächsten Wochen - denn da ist die Kasse der Vertragspartner, nicht der Patient.

Das nagt doch schon ein wenig an der Motivation … könnte ich mir vorstellen

Ach ja im Zweifelsfall würde ich als Schmerzpatient in der Praxis auftauchen und bleiben bis ich behandelt werde (oder eben Sontags in die Notfalfpraxis im Krankenhaus.

Gruß H.