Hallo Xana,
um Deine Frage abschließend und erschöpfend beantworten zu können, habe ich mich an einen derzeit gesperrten, forumsbekannten Experten gewandt, der offenbar hier immer wieder sehr fehlt. Er schrieb mir folgendes:
Es fehlt zu der Erklärung Michaels nun nur noch die grammatische Begründung.
Mit diesen Sätzen werden Vermutungen ausgedrückt und zwar mit Hilfe der Modalverben; man nennt dies den „subjektiven Gebrauch der Modalverben“. In der Dudengrammatik finden sich die Regeln dazu in den §§ 156 (können), 159 (dürfen), 163 (müssen), 174 (sollen), 177 (wollen), 184 (mögen).
Die Wahrscheinlichkeit der Sätze hängt dabei von dem jeweiligen Modalverb ab; der Gebrauch derselben aber ist wieder subjektiv, will sagen, fast jeder hat seine eigene Skala der Wahrscheinlichkeit bei den verschieden Modalverben.
Die Skala beginnt, wenn man mal so übern Daumen peilt, etwa mit:
Das könnte so sein = 50 %
Das kann so sein = 55 bis 62,4 %
Das dürfte so sein = 63,5 bis 74,7 %
Das müsste so sein = 72,5 bis 81,9 %
Das muss so sein = 97,9 bis 99,1 %
Dazu kommen noch die Wendungen, die mit Adverben oder Partikel gebildet werden:
Das kann nur so sein = 98,3 bis 99,5 %
Das kann unmöglich so sein 0,3 bis 0,7 %
Die Prozentzahlen sind extra so angegeben, um anzudeuten, dass da ein Ermessensspielraum vorhanden ist.
Bei
Das mag so sein = 76 bis 87 %
schwingt mit, dass das so sein mag, dem Sprecher ist das aber eher gleichgültig. Etwa so:
Sie mag schön und reich und klug sein, ich mag sie dennoch nicht.
Beim Modalverb sollen, also bei
Das sollte so sein
wird eine Erwartung mit ausgedrückt.
Das könnte/dürfte/sollte/müsste/muss helfen. 
Das tut es wohl, denke ich.
LG
MrsSippi