Anyway - wollte nur mal in den Raum werfen, dass ich mir ziemlich verarscht vorkam. Das hat nix damit zu tun, dass ich unbedarft da 'rein gegangen bin, denn David Lynch gehört mit Sicherheit zu meinen absoluten Lieblingsregisseuren, und ich kenne/schätze den Großteil seines Werks. Kurz vorher hatte ich Twin Peaks (die Serie) noch einmal komplett gesehen, und wie immer war ich traurig, als die letzte Folge vorbei war.
Mulholland Drive versprach ein neues Zückerchen zu werden, aber wie oft und plump er sich in diesem Film selber zitiert hat (rote Vorhänge, Zwerge usw.), war m.E. ja wirklich erschreckend. Wenn ich dann noch Lynchs süffisante Kommentare lese (so nach dem Motto „Wenn ich selber wüsste, worum es geht, hätte ich den Film nicht gedreht.“), muss ich das ganze entweder für eine Selbstpersiflage oder aber für gezielte Verarschung seiner Fans halten.
Letzteres wäre natürlich wieder witzig (und in der Tat habe ich schon im Kino gedacht, dass er sich bei dieser oder jener Szene bestimmt kaputt gelacht hat), weil es ja sehr schick ist, Lynchs Filme in hochtrabender Art und Weise zu „erklären“. Gerade die ganzen Traumdiskussionen nach Lost Highway waren hier m.E. ziemlich eindeutig ins Lächerliche gezogen, weil das bei MD ja wohl wirklich zu offensichtlich war.
Was meint Ihr?
hab’ den film am sams. gesehen und fand es schade dass es im kino so kalt war, denn das hinderte mich am einschlafen.
unterhaltsam waren dann doch die diskussionen einzelner grüppchen nach ende des films, die wildeste theorien aufstellten was da denn jetzt gemeint war.
ich bekenne mich als zu blöd, um da irgendwelche zusammenhänge kapiert zu haben befürchte aber dass der film einen „kultstatus“ erreicht (das war bei vielen filmen so die ich scheisse fand
)
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also ich fand ihn echt gut irgendwie… hatte 2 Tage vorher Memento gesehen, so dass ich psychologisch schon etwas auf verwirredes Kino eingestellt war, aber auch im nachhinein find ich ihn trotzdem gut
Besonders der Soundtrack und die Atmosphäre waren doch vom feinsten. Vielleicht sollte man das ganze wie einen Traum betrachten, da gibt es auch meist zusammenhanglose geschehen und offene bzw. schwer interpretierbare Außgänge. Ich bin übrigens noch völlig unbelastet was den Regisseur angeht.