Mulligatawny-Suppe

Hallo Kochfreunde!

Hat jemand von euch schon einmal Erfahrung mit Mulligatawny-Suppe gemacht???
Am Wochenende hatten wir unseren Kochabend mit Rezepten kreuz und quer von der Insel. Als Vorspeise gab es Mulligatawny-Suppe nach einem Rezept von www.kirchenweb.at, danach gab es Lachs mit Whisky-Buttersauce, dazu minted peas und Yorkshire-Pudding, als Nachtisch Himbeeren mit einer Honig-Whisky-Sahne und Haferflocken. Wir fragten uns unter anderem wie eine entsprechende Zusammenstellung wohl in der deutschen Küche heißen würde :wink:

Auf jeden Fall war alles SEHR lecker, bis auf die Suppe :frowning:

Die war eher ein Grauen: schrecklich bitter!!! Wir haben uns genau an das Rezept gehalten, also wirklich z.B. von der Mango 30g abgewogen usw. Was uns sehr irritierte war diese Unmenge an Curry die reinkam: 60g!!! Das war ein Riesenberg, mehr als wir an unserem letzten Kochabend zur indischen Küche benutzt hatten. Deshalb meine Frage: hat jemand von euch schon einmal Mulligatawny-Suppe gegessen oder selbst zubereitet, nach welchem Rezept, wie hat sie geschmeckt???

Ciao, Holger

Hallo Holger,

Hat jemand von euch schon einmal Erfahrung mit
Mulligatawny-Suppe gemacht???
Am Wochenende hatten wir unseren Kochabend mit Rezepten kreuz
und quer von der Insel.

ich kürze Dein Posting mal auf das Kernproblem

Auf jeden Fall war alles SEHR lecker, bis auf die Suppe :frowning:

Die war eher ein Grauen: schrecklich bitter!!! Wir haben uns
genau an das Rezept gehalten, also wirklich z.B. von der Mango
30g abgewogen usw. Was uns sehr irritierte war diese Unmenge
an Curry die reinkam: 60g!!! Das war ein Riesenberg, mehr als
wir an unserem letzten Kochabend zur indischen Küche benutzt
hatten. Deshalb meine Frage: hat jemand von euch schon einmal
Mulligatawny-Suppe gegessen oder selbst zubereitet, nach
welchem Rezept, wie hat sie geschmeckt???

zur Mango - ich vermute mal, da war Mango-Pulver gemeint. Das ist ein Gewürz, das die Suppe zart sauer macht, nicht die Frucht. Wenn die, die Du gekauft hast, noch nicht ganz reif war, kann sie sehr wohl beim Kochen bitter werden.

Curry - da ist nun sehr die Frage, welche Sorte das österreichische „kirchenweb“ benützt hat. Die Menge wundert mich weniger. Wenn ich Curry benutze, mache ich es mir selbst aus den Grundgewürzen und das kann dann schon mal die Menge geben, die ein deutscher Koch als Einbrenne verwenden würde.

Im übrigen ist die Mulligatwany so etwas wie der Pichelsteiner, Chop Suey, Gumbo oder sogar Bouillabaise. Jeder kippt hinein, was er meint. Ein richtiges Original „the-one-and-only“-Rezept gibt es davon nicht.

Viele Grüße
Geli

Hallo Holger,

warum deine Suppe nichts geworden ist, kann ich dir leider nicht sagen. Aber vielleicht hat dir da ja Geli schon weitergeholfen…

Deshalb meine Frage: hat jemand von euch schon einmal
Mulligatawny-Suppe gegessen oder selbst zubereitet, nach
welchem Rezept, wie hat sie geschmeckt???

Ja, hab ich schon gekocht - und war leicht scharf, aber nicht bitter.
Hier das Rezept:

Mulligatawny Soup
(Currycremesuppe)
1 Apfel, 1 Banane, 1 Zwiebel,100g Frühstücksspeck, 400g Hähnchenbrust oder Putenschnitzel, 2 EL Curry (bei mir 1 EL Curry Madras (scharf), 1 EL mildes Curry), 2 EL Mehl, ¾ l Hühnerbrühe, 350 g Möhren, 2 Lauchzwiebeln, 125 g Crème double, Pfeffer und Salz

Apfel waschen, schälen und in Stücke schneiden. Banane schälen und klein schneiden. Zwiebeln abziehen und würfeln. Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden. Speck ebenfalls würfeln und in einem Topf ohne Fett kross braten. Zwiebeln, Hähnchenbrust, Möhren und Früchte zufügen und andünsten.* Mit Curry und Mehl bestäuben. Gut umrühren. Brühe unter Rühren angießen und 20 Minuten bei schwacher Hitzezufuhr kochen.

Lauchzwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Suppe durch ein Sieb passieren und nochmals erhitzen. Crème double einrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Möhren hinzufügen und 5 Minuten mitgaren. Lauchzwiebeln kurz vor dem Servieren unterheben.

* Vielleicht besser zuerst Speck kross braten, dann Hähnchenbrust anbraten, herausnehmen und warmstellen. Als nächstes dann Zwiebeln, Möhren und Früchte zufügen und andünsten.

Viele Grüße und guten Appetit,

Annegret

@

Hi :smile:

uiui

Also wie meine Vorrednerin schon ausführte, evt. wars die Mango. Auch möglich, die Currymischung. Wir köcheln dieses Süppchen mit original indischem Curry (wobei es auch hier 100fache Unterschiede in der Zusammensetzung geben mag).

Mein Tipp, überreife matschige Mango verwenden (alternativ weglassen) und nur wenig Curry. Fertige Suppe danach mit Curry (besser andere Sorte als bereits versuchte) nach und nach abschmecken.

Dann sollte es auch euch gelingen.

Noch Fragen?
mfg.
W:smile:
http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/

.

Hallo Holger,

klarer Fall : Bei 60g ist es völlig egal welche Sorte Curry du nimmst, es ist in jedem Fall viel zu viel und verdirbt das Gericht !
Das Currypulver ist schließlich ein Gewürz und keine Sättigungsbeilage.
Wer hier was anderes schreibt hat offenbar keine Vorstellung davon WIE viel 60 g davon sind !
30g Mango hingegen werden den Geschmack sicher nicht beinflussen, egal in welchem Reifegrad sie sich befindet !

Viel Spass beim nächsten Versuch !

Heidi

Re^2: Hi Heidi :smile:

Bei 60g ist es völlig egal welche Sorte Curry du
nimmst,

Hi :smile:

Nun ich denke ich habe mehr Ahnung als du. Immerhin handelt es sich hierbei um ein Originalrezept aus dem Film „Diner for One“.

Nachlesbar auch auf:

http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID257424_RE…

Na denn Heidilein, schönen Abend
mfg.
W:smile:

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Bei 60g ist es völlig egal welche Sorte Curry du
nimmst,

Hi :smile:

Nun ich denke ich habe mehr Ahnung als du. Immerhin handelt es
sich hierbei um ein Originalrezept aus dem Film „Diner for
One“.

Nachlesbar auch auf:

http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID257424_RE…

Na denn Heidilein, schönen Abend
mfg.
W:smile:

…aber wenn du alles glaubst, was im Netz steht…:wink:

Ich kann mich ehrlich gesagt auch nicht erinnern, dass im " Dinner for One " gekocht wird.
Inwiefern also original ?
Dass man 90 Jahre alt oder total besoffen sein muss, um diese Suppe runter zu bringen ???

Und was die Ahnung angeht :
Mir reichen Erfahrung, gesunder Menschenverstand und ein intakter Geschmackssinn um zu erkennen, dass 60g Currypulver auf diese Menge Suppe grässlich schmecken.
Ich nehme daher an, dass entweder Currypaste gemeint ist oder es sich schlicht um einen unkritisch übernommenen Druckfehler handelt.
Die Ahnungen überlasse ich den Esoterikern…

Nix für ungut :wink:

Heidi

Dass man 90 Jahre alt oder total besoffen sein muss, um diese
Suppe runter zu bringen ???

Hi :smile:

Nun ich bin weder 90jährig, zudem Antialki und kann dir nur versichern, wärest keine Bayerin, würdest außer Weisswurst und Breze auch wissen, dass Currymischungen von scharf bis geradewegs süßlich sein können. Letztere bevorzugen die Inder. - Und ich in meiner Suppe nach jenem Rezept alle 2 Monate mal für ca 40 Leute geköchelt auch. Bloß geschmeckt hats bislang jeden - aber offengestanden, war wohl keine Bayerin dabei gewesen. Oder doch?

Nix gegen Bayern, ich liebe es und die Menschen dort :smile:
Und mein „Currysüppchen“ detto…

Alles Liebe
mfg.
W:smile:

Hallo Holger,

diese Suppe war vor kurzem schon Thema hier in diesem Brett:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß Gudrun

kochbuch
hi heidi,

du irrst, es gibt sogar ein kochbuch zum dinner for one!
60g sind m.e. aber nicht sooooviel. kommt auf die sorte an.
aber vielleicht ein übersetzungsfehler?

strubbel
X:open_mouth:)

Hallo Holger,

es lag definitv am Curry-Pulver. Curry-Pulver enthält (je nach Mischung) unterschiedlich viel Kurkuma (Gelbwurz) und dieses hat einen scharf-bitteren Geschmack. Wenn man zuviel davon nimmt, wird das Gericht sehr schnell bitter.

Ich würde an deiner Stelle einfach maximal 1 EL Currypulver nehmen und dieses vor dem Angießen des Wassers kurz im Öl anschwitzen (ohne daß es verbrennt), damit die fettlöslichen Stoffe zur Entfaltung kommen. Zur Not kannst du später vorsichtig nachwürzen.

Schöne Grüße,

Daniel.

Mangopulver!
Hallo Forum,

nachdem ich vor ein paar Tagen diesen Thread gelesen habe, bin ich heute durch Zufall in einem meiner Gewürzbücher auf den Eintrag „Mango“ gestossen. Und da klärten sich dann plötzlich die seltsamen 30 g aus dem vorliegenden Rezept.

In Indien werden unreife Mangos in Streifen geschnitten, an der Sonne getrocknet und dann zu einem Pulver vermahlen. Dem Ganzen wird dann noch etwas Kurkuma hinzugefügt.

Diese Pulver ist dazu gedacht, Speisen ein leicht säuerlichen Aspekt zu geben. Mangopulver ist anscheinend im heißen indischen Klima haltbarer als Tamarind oder Zitronen.

Schönen Gruß,
Christiane