Hallo!
Schon sehr lange beschäftige ich mich mit der Frage, ob
multiple Dimensionen existieren. Michael Crichton hat mir die
Idee geklaut und in seinem Roman Timeline verhunzt 
Wenn sich in jedem Augenblick unendlich viele Falldimensionen
abspalten, weil es eben unendlich viele mögliche
Verhaltensweisen (von sich selbst und der Umwelt, des
Sonnensystems, der Galaxie etc.)gibt, die nur von der
Wahrscheinlichkeit des Eintreffens begrenzt werden, haben wir
dann die Möglichkeit etwas von deren Existenz mitzubekommen,
geschweige denn, gewissermaßen „den Ast des Baumes“ zu
wechseln?
Dies entspricht der philosophischen Frage nach der Freiheit des Willens. Ich meine, es gibt bei der freien Ausübung der Willens Automatismen und Begrenzungen, so daß man immer höchstens nur von relativer Freiheit des Willens sprechen kann, nie von absoluter.
Sofern relativ freier Wille ausgeübt wird, findet ein solcher Wechsel ja statt. Wenn Du mal Urlaub hast, kannst Du folgendes Experiment machen: Du fährst mit dem Zug irgendwo hin, wo Du sonst immer hinfährst. Aber dann steigst Du vorher an irgendeinem Bahnof aus, wo Du niemals ausgestiegen wärest ohne den Wunsch, Dich in ein Paralleluniversum zu begeben. Dann guckst Du Dir die bis dahin unbekannte Stadt und die Leute an und genießt den Wechsel in ein Paralleluniversum. Dein bisheriges Universum fährt in Form des Zuges weiter, den Du Dir nun vorstellen mußt, denn Du sitzt ja nicht mehr darin. Außerdem kannst Du Dir vorstellen, wie Du eigentlich noch darin sitzen würdest und wie Du dort ankommen würdest wo Du sonst immer hingefahren bist.
Wo sollte die Energie für solche Paralleluniversen herkommen?
Diese Frage ist auch nicht schwieriger als die Frage nach der Energie für ein besttimmtes Universum.
Vielleicht ist die Menschheit nur zu dumm und unkreativ, um
mit Dingen wie Unendlichkeit umzugehen, nehmen wir aber an, es
gibt sie tatsächlich, führen sie dann nicht zu der Konsequenz,
dass Zeitreisen nur im Einbahnstrassenverkehr, nämlich in
negativer Richtung funktionieren können? Zu welchen anderen
Konsequenzen würde die Existenz führen?
Hm, Zeitreise. Ich glaube, daß dieser Begriff ein Widerspruch in sich ist, wenn man damit die Reise in eine Realität meint, die abgeschlossen ist. Die Frage ist also, ob man die Vergangenheit oder die Zukunft für abgeschlossen hält. Wenn Du Vergangenheit als das definierst, was ohne Dich stattgefunden hat, dann wirst Du niemals dahin reisen können. Das gilt analog für die Zukunft. Sofern es Dir gelingt, Deine Identität von den jetzigen materiellen Gegebenheiten zu lösen, so hast Du die Reise nicht mehr nötig. Aber Du befindest Dich in der anderen Zeit nicht als der, der Du jetzt bist. Denn die andere Zeit beinhaltet, daß Du nicht so bist wie in der jetzigen.
Danke schon mal,
Chrizz