Multiple Sklerose

Hallo!
Mich würde interessieren, ob es natürliche Wege und Möglichkeiten gibt Multiple Sklerose im fortgeschrittenen Stadium in den Griff zu bekommen.
Mir ist klar das MS nicht heilbar ist, aber die Medikamente haben ja doch sehr viele Nebenwirkungen, und schlagen auch nicht bei allen MS Patienten an.
Was kann man also auf natürlichen Weg tun, um die Krankheit zwar nicht zu heilen, aber zumindest zu lindern, etwas zu bessern oder die Schübe zu verlangsamen?
Vielen Dank!
Liebe Grüße

MS ist ein sehr individuelles Thema und verläuft bei jedem unterschiedlich. Mein Eindruck ist, dass MS eher eine Art Symptom ist, das durchaus unterschiedliche Ursachen hat. Ähnlich wie man Fieber oder Hautrötung durch sehr viele Ursachen bekommt, reagiert auch das Nervensystem auf bestimmte Störungen mit Entzündung. Da die Ursache und auch die Reaktionsfähigkeit des Körpers bei jedem anders ist, wirkt manches bei einem und beim anderen eben nicht.
Beispiel: In sehr vielen Fällen ist die Ursache einer MS eine nicht erkannte Borreliose. Borrelien unterdrücken das Immunsystem und deshalb sind alle Labortests enorm unsicher. Es kommt oft sogar vor, dass eine Borreliose erst erkannt wird NACHDEM sie erfolgreich behandelt wurde. Neurologen sind aber oft mit der Borreliendiagnose „fertig“, wenn im Liquor keine Antikörper waren und im MRT die MS-typischen Läsionen auftreten. Dann hat man MS und das Thema ist erledigt. Hat man aber doch Borreliose, dann helfen viele Therapieversuche eben nicht, die z.B. bei anderen (die MS aufgrund einer Amalgam- oder Chemikalienvergiftung etc. haben) helfen, weil z.B. die Entgiftung gefördert wurde. Daher bei MS bitte immer zu mehreren Ärzten gehen und Borreliose testen lassen. Es gibt andere Erfahrungen von Leuten die Chlamydien, EBV etc. angeben. Es ist leider kaum möglich hier neutrale Beratung zu bekommen, denn jeder Arzt ist eben in seiner Richtung spezialisiert.
Zu den schulmedizinischen Therapien: Vielversprechend ist im Moment das Dimethylfumarat, das Prof. Gold in Bochum untersucht. Es hat so gut wie keine Nebenwirkungen (im Vergleich zu allem anderen) und ist gut steuerbar (d.h. es baut sich innerhalb von Stunden wieder ab, es bleibt also nicht dauerhaft im Körper). Außerdem wird es geschluckt (2 Tabletten am Tag) und nicht gespritzt. Da lohnt ggfs. eine weitere Recherche.
Natürliche Wege sind ggfs. sehr teuer und ob es wirkt, weiß man auch hier immer erst später. Von daher würde ich vorsichtig mit teuren natürlichen Angeboten sein. Natürlich kennt jeder gute Verkäufer einer Methode zahlreiche „Referenzen“ von Leuten, denen es damit besser geht. Also auch hier bitte kritisch sein.
Meine persönliche Meinung ist, dass man schnell echte Lebensangst bekommt, wenn man alle möglichen Tipps befolgt. Dann darf man keinen Elektrosmog mehr haben, kaum noch etwas essen und das Leben wird arg eingeschränkt.
Beispiel Diäten: Hier kann man jahrelang Rohkost essen und es passiert nichts. Dann lebt man ggfs. weiter mit Rohkost und glaubt es hilft, nur der Clou ist: „Anders wäre auch nichts passiert!“
Jetzt zu den Tipps, die immer wieder gegeben werden:

  1. Ernährung: Evers-Diät, Rohkost, Hebner-Fratzer-Diät, Sears-Diät
  2. Lebensgewohnheiten: wenig Elektrosmog, saubere Luft, nicht rauchen, viel trinken
  3. Behandlungen: Ayurveda (teuer), Darmsanierung, Entgiftungen, Vitamine (z.B. Klenner-Protokoll)
    Es gibt hier tausende von Möglichkeiten und man kann sich tagelang in Google damit beschäftigen. Es fällt mir abschließend schwer hier einen wirksamen Tipp zu geben. Am besten ausprobieren (eins nach dem anderen) und schauen, wobei es einem mittelfristig besser geht. Dann dabei bleiben und niemals die eigene Kritikfähigkeit ausschalten.

Hallo Katrin,

soweit mir bekannt ist, gibt es keine nachgewiesenermaßen wirksame natürliche Medikamente für die Grunderkrankung selber. Nichtsdestotrotz werden unzählige Therapien angeboten.

Das liegt in der unberechenbaren Natur der Krankheit. Zur Erläuterung:
Ein Patient hat einen Schub. Der Schub reagiert nicht auf die Kortisontherapie oder der Patient verzichtet auf diese doch relativ drastische Behandlung. Der Patient fängt eine alternative Therapie an. Nach einigen Wochen hört der Schub auf oder der Patient fühlt sich besser. Der Nachweis der Therapie „scheint“ erbracht.

Als MS-Patient kann man außer der Basistherpie kaum was gegen die Grunderkrankung machen. Ein paar Kleinigkeiten.

  • Infektionen durch durchdachte Verhaltensweisen vermindern (Infektionen begünstigen Schübe).
  • Physisches Training um die Plastizität des Gehirns zu unterstützen.
  • Kinder gebären (nicht ernst gemeint).
  • Positiver gleichmäßiger Streß.

Gruß
Carlos

Hallo Katrin,
an dieser Stelle kann ich dir nicht die engültige Antwort nicht geben - ich habe mich einigermaßen lange mit der homöopathischen Lehre beschäftigt - war auch sehr drauf und dran alternative Möglichkeiten zu finden. Die ganze Zeit hab ich darauf gewartet, dass eine Besserung auftritt - aber das ging mir zu langsam.
Ich hab mich mittlerweile voll auf die Pharmzeutik eingelassen - ich spritze täglich Copaxone - merke da jedoch auch keine richtige gute Verbesserung - mach aber weiter, da ich daran festhalte- ich glaube daran. Eine gute Sache hat sich dann letztes Jahr eingestellt - als ich nach einer Empfehlung auf das AMPYRA eingestellt - seit da kann ich deutlich wieder besser gehen. Das sind meine Tatsachen - aberich denke deinen Weg mußt du für dich finden.
Ich sehe das so, dass alle Therapien ihre Bedeutung haben - und alle funktionieren -nur nicht für jeden. Such deinen Weg - lass dich darauf ein und bleib dabei. Sorry - ich habe keine genaue Antwort auf deine Fragen. Ich drück dir die Daumen, dass du deinen Weg findest.
machs gut - viele Grüße

Guido

Hallo Katrin,
ich arbeite in einer neurologischen Fachklinik und arbeiten fast ausschließlich mit Medikamenten und Therapie. Die einzigen natürlichen Mittel, die wir den Patienten anbieten können ist Sativex Spray,das bei starker Spastik manchen hilft.Dann gibt es noch die Eigenblutbehandlung. Das hilft aber nicht allen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die MS´ler, die natürliche Methoden gewählt haben,später mehr betroffen waren, als die, die sich für die Medikamente entschieden hatten.
Es kommt auch auf die Form der MS an.Schübe oder schleichend. Es gibt so tolle neue Medis, die wirklich gut sind.
Ich kann Dir nur einen guten Rat geben, dass Du Dich in eine gute Klinik begibst und Ärzte findest, die sich auskennen und denen Du vertraust.
LG
Martina

hallo,

sehr viel weiss ich nicht über die naturkundlichen ansätze.

habe hier aber was gefunden:

http://www.paracelsus-magazin.de/alle-ausgaben/44-he…

ansonsten empfehle ich bei facebook die gruppe facebooker mit ms. dort bekommst du bestimmt gute tipps und ansätze.
LG

Hallo liebe Katrin_26 !
Eine befreundete Bekannte,
kriegt in Feldberg alle 2 Monate eine Infusion
und das seit Jahren und kommt damit prima klar.
Ansonsten kaufe Dir bitte die Bücher:
Dr.Brigitte Judith Lang - Multiple Sklerose ist heilbar
Sigrid Nesterenko - Multiple Sklerose Naturheilkundlich und umweltmedizinisch behandeln

Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiterhelfen

Liebe Grüße
von Astrid

Hallo liebe Karin,

die Schulmedizin sagt, MS sei nicht heilbar. Das ist nicht wahr. Es gibt andere Schulen der Medizin, die klüger sind und z. B. das Unwesen genauer benennen, je nach den Beschwerden des Patienten, denn jeder Kranke zeigt andere Symptome (sodass es DIE MS gar nicht gibt). Für dich ist wichtig, herauszufinden, was dich so geschockt hat, dass dein Leben anschließend ganz verändert war und du dich nicht mehr kanntest. Wenn du das gefunden hast, wirst du gesund, was nun etwas dauern kann, aber da du schreibst, du seiest im fortgeschrittenen Stadium (der Heilung!, dann erst werden die Symptome deutlich!), ist Land in Sicht.
Ernähre dich strikt nach Dr. Hertzka, Dinkelkost ist für ein krankes Hirn wie eine gute, wunderbare Salbe. Und schau mal nach Hildegard von Bingen, es gibt fantastische Literatur, sehr brauchbar übersetzt. Schau nach Heilsteinen (sehr wirksam) und schau nach den Problemen in deinem aktuellen Leben. Auch die sollten bald gelöst werden, denn sie behindern die Heilung.
Glaube niemandem, der von unheilbaren Krankheiten spricht, das sind nur die, die daran eine goldenen Nase verdienen, welche sowas verbreiten.
Lass dich nicht vergiften mit den grausamen Medikamenten, das kann geschehen, dann wirst du nicht gesund.
Umdenken, umleben und genesen. Ich wünsche dir Gottes Segen und baldige Wiederherstellung deiner Gesundheit!
psappha13

Hallo Katrin,

es tut mir leid, Dir schreiben zu müssen, dass Du die MS nie ‚in den Griff bekommen‘ wirst.

Bezüglich der Medikamente und Ihrer Nebenwirkungen hast Du vollkommen recht. (Ein befreundeter Arzt sagte einmal zu mir: Die Nebenwirkungen sind die einzigen Wirkungen dieser Medikamente, die nachgewiesen sind. :wink: )

Natürliche Wege gibt es einige.
Von der Ernährung über Sport zu natürlichen Medikamenten und Therapien und am allerwichtigsten: Die Psychohygiene.

Ganz kurz dazu meine Vorschläge:
Kein Alkohol, keine sonstigen ‚Gifte‘ (Nikotin oder andre Drogen), aber gute ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen.
Viel Bewegung.
Weihrauch (zur Zeit läuft dazu eine Studie an der Berliner Charité) und evtl. Colostrum einnehmen.
Stress vermeiden und keine Angst vor der Krankheit haben. (Ich weiß, das ist leichter gesagt, als verwirklicht.)

Frag, falls noch Fragen da sind.

Alles Gute und Kopf hoch
HP Anette Wagner
(MS-Diagnose 1997 und es geht mir gut :smiley: )

Hallo,
bezüglich deiner Frage kann ich dir natürlich nur aus meiner eigenen Erfahrung antworten. Ich habe seit 1998 diagnoszitierte MS. Begonnen hat es schon 1993, konnte die Symptome damals aber nicht einordnen. 1998 kam der erste heftige Schub. Wurde dann auf Avonex und später auf Rebif eingestellt. Etwa 2006 habe ich für mich beschlossen die Interferon Spritzerei einzustellen. Die Nebenwirkungen standen für mich nicht mehr im Verhältnis zu der eventuell eintretenden Besserung, Schubfrequenz. Meine persönliche Waffe im Leben mit der MS richtet sich fortan auf die geistige Ausrichtung. Kurz gesagt: Ich lebe mit der MS und nicht die MS lebt mit mir. Mein Leben wieder selbst bestimmen, mich an dem zu orientieren was ich noch kann und nicht an dem was ich nicht mehr kann. Den Tag positiv zu durchleben und positiv eingestellt zu sein. Ich bin überzeugt dass meine damals negative, angespannte und selbstzerstörerische Lebensweise es erst ermöglicht hat die MS ausbrechen zu lassen - also kann eine positive und mir gerecht werdende Lebensweise diese Entwicklung auch stoppen. Meditation, positive Affirmationen und der Glaube an mich selbst und einen übergeordneten göttlichen Beistand haben mich mit den Jahren zufrieden werden lassen, es hat natürlich auch, die Jahren davor, Zeiten der Depression und Niedergeschlagenheit gegeben. Natürlich gehe ich nach wie vor zweimal jährlich zu meiner Neurologin um über neue Erkenntnisse der MS Forschung auf dem laufenden zu bleiben. Welchen Weg du wählst um dich mit deiner MS auszusöhnen kannst letztendlich nur du dir selber beantworten. Und da gibt es kein Dogma und keine Lebenseinstellung die als allgemeingültig gesehen werden kann. Hauptsache es tut dir gut und du ziehst Kraft, Energie und Lebensfreude aus deiner Einstellung und Lebensführung.
Ein Mittel welches bei mir positiv auf meine Gehfähigkeit gewirkt hat nennt sich Fampyra, das einzige MS Mittel was ich nehme, in Absprache mit meiner Neurologin natürlich. Und was gegen Schmerzen.
alles Gute für dich, viele Grüße … Achim

Hallo,
wenn du keine Basistherapie nimmst/bekommst (im fortgeschrittenen Stadium sicher Chemo.), dann helfen gegen die Symptome Medis wie Baclofen, Volon A (allerdings auch nicht ganz ohne) etc. Von einem „Generalmedikament“ habe ich nocht nichts gehört. Auf WOB- Enzymen schwören einige, aber nicht mehr im fortgeschrittenen Stadium. Ich bin selbst im gleichen Stadium, habe keine Basistherapie mehr und bekomme nur noch alle 3 Mon. Volon A intrathekal gespritzt. Hilft bei Spastik in Beinen und Rücken.
Hoffe ein wenig geholfen zu haben!

Hallo Katrin,
also ehrlich gesagt bin ich da evtl. etwas ueberfragt, da meine mutter nach vielen jahren der homeopathie zb zu hoeren bekommen hat das das limit erreicht sei und auf andere behandlungen im schulmedizinischen berreich zurueck gegriffen werden muesste.

ich denke das man schon viel erreichen kann wenn man sich hilfe aus bereichen wie zb yoga, meditation, steinheilkunde, reiki oder aehnliches sucht. auf die ernaehrung achtet evlt. eine gespraechstherapie beginnt; wenn es der seele gut geht und man mit seinem koerper/geist gut in balance ist, ist das sehr hilfreich denke ich.

tut mir leid, evtl. sind betroffene menschen besser informiert. ich wuerde mich auch sehr ueber die weiterleitung von informationen von anderen menschen die du angeschrieben hast freuen, danke und alles gute
liebe gruesse gwendy

Hallo Katrin,

viele schwören auf diverse Diäten und viele sind der Meinung, dass man keinen Alkohol trinken und nicht rauchen sollte.

Meiner Meinung nach sollte man alles machen, was einem Spass macht und nicht stresst!

Ich versuche, Schweinefleisch zu vermeiden und esse eher fettarme Fleischsorten.
Auf Feiern trinke ich auch Bier oder Sekt, sehr sehr selten zu viel. Und ich rauche auch - leider ! :wink:

Ob es hilft, wenn man auf alles verzichtet, wage ich und auch die Wissenschaft zu bezweifeln !!

Falls es Dir aber ein gutes Gefühl gibt, mach es ruhig !!

Versuche auf jeden Fall ein Maximum an Lebensqualität zu erhalten, positiv zu denken und lass Dich nicht unterkriegen !!! :wink: :smile:

Liebe Grüsse
Angelika

Hallo Katrin

Ich habe MS schon seit ca. 15 Jahren Ich persönlich spritze schon seit langer Zeit Interferon und komme sehr gut damit klar. Ich habe bisher noch keine natürliche Therapie ausprobiert (Ich nehme allerdings Fischöl morgens und abends und reduziere Fleisch soweit es geht) aber es gibt einige Ansätze, allerdings ohne Beweis das die auch wirklich wirken.

Hier mal einige Links:

http://www.ms-alternativen.de/

http://www.ms-forum-weihe.de/index.html

http://www.amazon.de/Natürliche-MS-Therapien-wirksam…

http://lebensbewegungen.wordpress.com/tag/naturliche…

http://www2.multiplesklerose.ch/forum/viewtopic.php?..

http://www.ms-ratgeber.de/alternative_therapien.html

http://www.multiple-sklerose-e-v.de/behandlung/alter…

Das Netz ist voll mit Webseiten aber Vorsicht, es gibt viele Quacksalber die nur Geld machen wollen. Am besten wäre ein Forum wo Du Leute findest die Alternative Wege gehen

Was hast Du denn schon ausprobiert aus der Schulmedizin ? Wie lange hast Du denn schon MS ? Bist Du bereits im Rolli ? Hast Du den einen guten Neurologen ?

Ich hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben, falls Du mehr fragen hast kannst Du mich jederzeit kontaktieren.

Liebe Grüße und alles Gute

Stephan

Hallo Katrin,
auf diesem Feld tummeln sich viele Wunderheiler und Besserwisser.
Ich weiß nicht wo du gerade stehst, aber ich habe vor 7 Jahren mit LDN begonnen und einige Symptome verschwanden schnell.
Kannst dich ja hier mal informieren und ein bisschen im Forum lesen: http://www.ldn4ms.de/
Im Forum kannst bei PeterPan alles über meine MS erfahren und wir es mir so ging.
http://www.ldn4ms.de/forum/forum_entry.php?id=28681&…

LG Peter

Ich sehe gerade, dass ich es schon acht Jahre nehme.