Multiple Sklerose

Hallo ihr Lieben,
bitte entschuldigt, dass ich so lange nichts von mir hab hören lassen. Lag zwischenzeitlich im Krankenhaus, da ich Entzündungen im Rückenmark und im Kleinhirn hatte. Dadurch wurde bei mir der Verdacht auf Multiple Sklerose geäußert.
Wer hat damit schon Erfahrungen gemacht?

Liebe Grüße

Curly

Hallo ihr Lieben,
bitte entschuldigt, dass ich so lange nichts von mir hab hören
lassen. Lag zwischenzeitlich im Krankenhaus, da ich
Entzündungen im Rückenmark und im Kleinhirn hatte. Dadurch
wurde bei mir der Verdacht auf Multiple Sklerose geäußert.
Wer hat damit schon Erfahrungen gemacht?

Erfahrung mit dem Verdacht oder MS an sich?
Ich will dir ja keine schlechte Laune machen, aber im schlechtesten Fall bedeutet MS eben im Rollstuhl sitzen, weil laufen nur noch sehr schlecht oder garnicht mehr geht.

Und im besten Fall das man genauso alt wird wie jeder Gesunde auch -und fit bleibt!
Meine Mama hat schätzungsweise seit 10 Jahren MS (jetzt ist sie 47). Hatte wohl jedes Jahr 1-3 Schübe, von denen sie sich jedes Mal wieder vollständig erholt hat. Seit drei Jahren ist es diagnosiziert und sie nimmt Medikament (Spritzen) und hatte seitdem keinen einzigen Schub mehr.
Aber es ist bei dir bis jetzt ja nur ein Verdacht. Also Kopf hoch. Und-falls es wirklich zu dieser diagnose kommt- erst recht nach vorne schauen. Alle anderen werden betroffener und geschockter sein als du…

vielen lieben Dank für deine aufbauenden Worte. Es tut gut zu hören, dass es auch Betroffene gibt, denen es trotzdem (im Anbetracht der misslichen Lage) noch „gut“ geht.

Liebe Grüße Curly

Sagen wir’s so… Wenn es 10 Punkte geben würde um MS zu haben, erfülle ich 8 davon. Ich weiß, dass es bei jedem anders verläuft. Trotzdem möchte ich mich so gut wie möglich informieren. Vielen Dank für die Mithilfe!!!

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Hallo!

bitte entschuldigt, dass ich so lange nichts von mir hab hören
lassen. Lag zwischenzeitlich im Krankenhaus, da ich
Entzündungen im Rückenmark und im Kleinhirn hatte. Dadurch
wurde bei mir der Verdacht auf Multiple Sklerose geäußert.

Laß Dich erst mal nicht von der Diagnose entmutigen. Natürlich gibt es sehr schwere Verläufe, aber statistisch gesehen nimmt die Krankheit immerhin bei 30-40% einen relativ guten Verlauf ohne schwere Behinderungen. Im Durchschnitt entwickelten Patienten mit schubförmiger MS einen EDSS-Score 6 (Gehen ist nur mit einer Gehhilfe
möglich) erst nach 23 Jahren.
Quelle: Weinshenker (1989) / Confavreaux (2000)

Auch gibt es heutzutage schon gute Therapien, die den Krankheitsverlauf verzögern können. Sprich mit Deinem Neurologen darüber.

Ansonsten kannst Du Dich auch mal auf folgenden Websites umschauen:
http://www.ms-life.de
http://www.amsel.de
http://www.dmsg.de

Alles Gute!
Tanja

Hallo Curly,

zunächst einmal möchte ich mein Mitgefühl ausdrücken und dir die Daumen drücken, das etwas weniger schwerwiegendes rauskommt.

1.) Zunächst, die MS ist nicht so schlimm, wie ihr Ruf. Bei MS denken die meisten an Rollstuhl. Nur der kleinere Teil der Patienten ist auf den Rollstuhl angewiesen.

2.) Du kannst dein Leben trotz der Diagnose relativ normal weiterführen. Arbeit, Urlaub, Feiern, Haus bauen, Familie mit vier Kindern? Kein Problem.
Je nach Verlauf wird die MS im Leben schon ihren Einfluss haben.

3.) Informationen zur Krankheit gibt es im Netz massig.
Mein Favorit zur ersten Information ist http://www.leben-mit-ms.de
Relativ wichtig ist diese Seite http://www.dmsg.de
Die DMSG ist DIE Lobby für MS-Erkrankten. Für einen MS-Patienten ist die eine Mitgliedschaft in der DMSG vorteilhaft, insbesondere wenn man irgendwann bei rechtlichen oder sozialen Themen Unterstützung braucht. Eine Alternative für solche Unterstützung wäre auch der VDK.
Auf den Landesseiten der DMSG gibt es Termine für Informationsveranstaltungen, die sich lohnen. Außerdem bietet die DMSG Sprechstunden für Neuerkrankte an.

4.) Als Neuerkrankter sollte man Selbsthilfegruppen aus psychologischen Gründen meiden.

5.) Sollte die Krankheit wirklich bei dir diagnostiziert werden, wirst du dir Gedanken über die Basistherapie machen müssen. Informiere dich gut und lass dir Zeit.

Ansonsten stehe ich dir für Fragen gerne zur Verfügung.
Genieß das Wochenende.

Gruß
Carlos

Hallo Carlos,
deine Frau hat mir schon gesagt, dass du viel Ahnung davon hast und ich bin dir sehr dankbar, dass du mir die Hoffnung gibst, dass es nicht so schlimm ist wie es sich anhört.
Man hört ja immer so viel darüber, aber selbst im Krankenhaus haben sie mir gesagt, dass es nicht so schlimm sein muss wie es sich anhört… Das fand ich schon sehr toll. Weiterhin habe ich ein Buch bekommen, dass die häufigsten Fragen beantwortet und das hat mir auch schon weit geholfen. Ich finde es total lieb von Dir, dass ich mich bei Fragen an dich wenden darf. Das hilft mir wirklich sehr.
Sehr schwer war es eigentlich für meine Eltern, aber das stehen wir auch durch. Sie sind schließlich immer für mich da und unterstützen mich wo sie nur können.

Liebe Grüße Tatjana (Curly)

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Hallo Tanja,
vielen Dank für deine Antwort. Ich finde es echt toll, dass ihr mir alle beisteht… Ich möchte so viele Informationen wie möglich sammeln um mich gut vorzubereiten und hoffe natürlich, dass alles gut verläuft.

Leibe Grüße Tatjana

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Hallo,

such Dir einen guten Arzt und lasse
1.Blutuntersuchungen auf folgende Erreger und Antikörper machen:

  • Ebstein Barr Virus
  • Cytomegalie-Virus
  • Masern-Virus wichtig auch die Antikörper, da diese oft bis 50-fach über dem Normalwert liegen können, auch durch Impfung!
  • Herpes Typ 6
  • Borrelien
  • Chlamydien
    (das sind nur die wichtigsten, es gibt ca. 20 Viren die mit verantwortlich sein können)
  1. Ein HLA-Bestimmung der betreffenden Antigene machen, siehe hier im dritten Absatz:
    http://www.amsel.de/ms/index.php?kategorie=medizin&a…
    Damit erfährst Du ob eine angeborene, vererbte Veranlagung zu dieser Erkrankung besteht.

Eine erfolgreiche Behandlung gegen die verschiedenen Erreger, bringt nach meiner Erfahrung recht schnell eine Besserung. Dann muß jedoch das Immunsystem und das Nervensystem behandelt werden.

http://www.aerztezeitung.de/docs/1997/10/02/177a0401…
http://www.openpr.de/news/137984/Multiple-Sklerose-D…

Gruß Kerstin

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Und alles, was über die obengennatnen Blutuntersuchungen nicht finden lässt, könnte man einem guten Arzt anvertrauen, der sich mit Applied Kinesiology auskennt und dann auch noch mal nach Erregern guckt und das Immunsystem behandelt!
Solche Ärzte gibt es. Gerne Mail an mich!

Liebe Grüße
Kathy Lemburg

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Außenseitermeinung
Hallo Kerstin, hallo Allerseits,

  • Ebstein Barr Virus
  • Zytomegalie-Virus
  • Masern-Virus wichtig auch die Antikörper, da diese oft bis
    50-fach über dem Normalwert liegen können, auch durch Impfung!
  • Herpes Typ 6
  • Borrelien
  • Chlamydien

wenn der Verdacht auf eine MS vorliegt, ist die Untersuchung auf Borrelien üblich, weil die Symptome der Borreliose einer MS sehr ähnlich sein können inklusive den Läsionen im MRT.
Weder Neurologen noch Klinikärzte kämen bei der Diagnose einer MS auf die Idee nach den anderen genannten Krankheitserregern zu suchen. Warum auch?

Die MS ist nach den bisherigen Kenntnissen eine Autoimmun-Krankheit (bei der primär-progredienten Version ist man sich noch nicht sicher). Es sind nicht irgendwelche Erreger, die das Myelin angreifen, sondern das eigene Immunsystem.
Insbesondere das Epstein-Barr-Virus spielt in der Forschung eine Rolle. Es gibt aus der Epidemiologie die starke Vermutung, dass die Basis für die MS in der Kindheit gelegt wird. Als Auslöser wird vermutet, dass bestimmte Viren eine Fehlprogrammierung des Immunsystems auslösen können. Studien zeigten, dass MS-Patienten häufiger Antigene gegen bestimmte Erreger hatten, als die durchschnittliche Bevölkerung. Das besagt aber nicht, dass diese Erreger noch vorhanden sind oder gar aktiv, sondern nur, dass der Körper mal Kontakt hatte.
http://www.leben-mit-ms.de/ms/template/patienten%2Cw…
http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/index.php…

  1. Ein HLA-Bestimmung der betreffenden Antigene machen, siehe
    hier im dritten Absatz:
    http://www.amsel.de/ms/index.php?kategorie=medizin&a…

Eine Bestimmung bestimmter Gensequenzen ist außerhalb solcher Studien derzeit absolut unüblich. Es wird ja noch geforscht.
Wenn ein MS-Patient ein dummes Gesicht sehen möchte, sollte er seinen Arzt nach der obigen Genanalyse fragen.
Dass genetische Faktoren eine Rolle spielen, ist mittlerweile klar. Aber MS ist keine Erbkrankheit. Selbst bei eineiigen Zwillingen spricht man von einem Erkankungsrisiko für MS von 30%, wenn der andere Zwilling erkankt ist. Und beide Zwillinge teilen dabei normalererweise nicht nur die Gene sondern auch die gleiche Umwelt während der Kindheit. Ein MS-Erkrankte sollte sich also einem Kinderwunsch keine allzu große Sorgen machen.

Eine erfolgreiche Behandlung gegen die verschiedenen Erreger,
bringt nach meiner Erfahrung recht schnell eine Besserung.

Die MS ist eine dankbare Krankheit für alle Naturheilkundler, Esoteriker und Wunderheiler.
Bei den meisten Patienten hat sie in den ersten Jahren oder Jahrzehnten einen schubförmigen Charakter. Die Schulmedizin bietet bei Schüben vorzugsweise die Kortison-Stoßtherapie, deren Wirkung beschränkt ist. Die ganzen anderen fortlaufend angewendeten Therapien können die Krankheit nicht aufhalten. Sie bremsen nur den Krankheitsverlauf und das auch nur mäßig.

Ein normaler Patient erwartet aber von einer Therapie, dass er geheilt wird, oder dass es ihm besser geht. Er bekommt einen Schub und geht also hoffnungsvoll zu einer alternativen Behandlung. Der Schub geht nach einigen Wochen oder Monaten zurück. Dem Patient geht es besser.
In seinen Augen und den Augen des Heilers hat die Therapie angeschlagen.

Die MS ist so unberechenbar, dass das persönliche Gefühl bezüglich einer Therapie keine Aussagekraft hat. Leider basiert die Beurteilung von naturheilkundlichen Verfahren genau auf dem persönlichen Gefühl.

Dann muß jedoch das Immunsystem und das Nervensystem behandelt
werden.

Und wie?

Übrigens etwas zu der in einem anderen Beitrag erwähnten Kinesiologie. Der Beitrag spricht für sich
http://de.wikipedia.org/wiki/Kinesiologie

Gruß
Carlos

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Hallo Carlos,

es gibt durchaus Ärzte die sich mit der Behandlung dieser Krankheit besser auskennen und die in ihrem Wissen schon weiter sind als die allgemeinübliche Therapie mit Kortison. Dass Du davon keine Kenntnis hast ist nicht mein Problem.

Ich habe niemals behauptet MS heilen zu können, das würde auch kein Arzt tun. Und ich habe auch niemals behauptet, dass diese Krankheit mit naturheilkundlichen Methoden behandelt oder geheilt werden kann.

Gruß Kerstin

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Hallo,
hier erlaube ich mir mal die Meinung eines Praktikers von 1947 zu zitieren
(Widerspruch zwecklos, der Mann ist schon tot)
Am schnellsten und sichersten geht aber der Heilungsprozess vor sich, wenn man mit der Diaet-Kur moeglichst im Fruehstadium beginnt, also bald nach der Feststellung der Krankheit…Leider ist meine Methode der Heilung der multiplen Sklerose immer noch nicht offiziell anerkannt, trotzdem …jetzt 27 Jahre ueber 12000 Multiple Sklerose Patienten durch meine Praxis gingen…Die Fruehdiagnose der Multiplen Sklerose ist von groesster Bedeutung, denn … im Fruehstadium ist sie heilbar…Vorkommen der Multiplen Sklerose…in saemtlichen Erdteilen nur dort…wo die Menschen von der naturnahen Ernaehrung ihrer Vorfahren abgewichen sind und zur modernen denaturierten Kost uebergegangen sind…Die Multiple Sklerose gehoert nach meinen Erfahrungen zu den am leichtesten heilbaren Krankheiten… die Natur zeigt uns, dass es im Fruehstadium gar nicht so schwierig ist mit der vollstaendigen Restitutio des Zentralnervensystems…Unser Blick ist viel zu sehr von den gewoehnlichen Sektionsbefunden im Endstadium der Krankheit gebannt. Daraus auf die Unheilbarkeit zu schliessen ist falsch, denn im Fruehstadium sieht es ganz anders aus. Zitat aus
Buch: Die Ernaehrung des Gesunden und des Kranken Dr Evers
Gruss Helmut

Hallo Helmut,

der Mann mag tot sein, aber seine Söhne sind weiterhin aktiv.
http://www.klinik-dr-evers.de/
Die sind übrigens nicht so vollmundig mit ihren Versprechen, wie ihr Vater.

Nach Dr. Ewers wurden noch viele Diäten entwickelt. Eine schöne Auflistung ohne Anspruch auf Vollständigkeit findet ihr hier.
http://www.liebems.net/
Bei vielen dieser Diäten versprechen die Erfinder ähnlich wie Dr. Ewers den Krankheitsverlauf zu stoppen oder die Erkrankung zu heilen.
Die Diät-Erfinder können den Erfolg ihrer Diät auch immer mit Musterpatienten belegen, denen es nun viel besser geht.

Der wissenschaftliche Nachweis, dass bestimmte Diäten wirklich einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben steht bisher aus. Beispielsweise konnte der Nutzen von Omega3-Fettsäuren nicht nachgewiesen werden. Auf der anderen Seite laufen diese Diäten zumeist auf viel Gemüse und Obst, mehr Fisch und weniger Fleisch hinaus. Entsprechen also häufig dem, was man heutzutage unter einer guten Ernährung versteht.

Fazit
Jeder, der die Heilung von MS mittels einer bestimmten Diät verspricht, gehört mit Krückstock geschlagen und mit dem Rollstuhl überfahren.

Gruß
Carlos

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Hallo,
wenn ich so durch die mehreren gelisteten Diaeten lese, faellt immer wieder das Wort „frisch“ oder „natuerbelassen“ auf. Darauf moechte ich nochmal hinweisen, Evers-Diaet oder auch von Kousmie sind Rohkost-Diaeten, mindestens zu einem ueberwiegenden Anteil. Es ist eben nicht egal, eine Moehre roh oder gekocht zu verzehren. Evers wusste dies, die Eversklinik heute passt es an die Beduerfnisse von heute an. Da stimme ich zu solange die Nahrung roh bleibt, anderenfalls haben sie heute ihren Gruender nicht mehr verstanden. Und Birchers Wissen von 1900 noch nicht wiederentdeckt.
Gruss Helmut