Multiple Sklerose

Hallo!
Mich würde interessieren, ob es natürliche Wege und Möglichkeiten gibt Multiple Sklerose im fortgeschrittenen Stadium in den Griff zu bekommen.
Mir ist klar das MS nicht heilbar ist, aber die Medikamente haben ja doch sehr viele Nebenwirkungen, und schlagen auch nicht bei allen MS Patienten an.
Was kann man also auf natürlichen Weg tun, um die Krankheit zwar nicht zu heilen, aber zumindest zu lindern, etwas zu bessern oder die Schübe zu verlangsamen?
Vielen Dank!
Liebe Grüße

Hallo!

Ich persönlich würde mich immer für eine Kombination aus schulmedizinischer und alternativer Behandlung der MS entscheiden.

Dafür kann ich Dir das Buch: „Natürliche MS-Therapien: Sanfte und wirksame Behandlung von Multipler Sklerose“ von Christine Wagener-Thiele empfehlen:
http://www.amazon.de/Nat%C3%BCrliche-MS-Therapien-wi…

Weitere Infos findest Du auch unter:
http://www.ms-alternativen.de

Viele Grüße & alles Gute!
Tanja

Hi,

nichts.

Man kann Krankengymnastik machen, um zB Krämpfe zu lindern, Sport treiben, damit der Weg bis Null für den Körper möglichst lang ist - das kann man aber alles nur machen, solange man es kann, und muss anfangen, wenn man noch möglichst wenig Einschränkungen hat, damit man beste Ergebnisse erreicht.
Man sollte sich, wie auch jeder andere Mensch, gesund ernähren. Man kann auch auf dn einen oder anderen Nahrungsbestandteil (raffinierten Zucker, tierische Fettte, … ) verzichten, je nachdem, welcher Glaubensrichtung man da folgt.

Das wichtigste ist aber, sich in keiner Hinsicht zu überordern, sondern die Grenzen seines Körpers zu erkennen und zu akzeptieren. Stress und Überforfderung lösen häufig Schübe aus.

Aber: Egal, was man tut, man wird nicht gesund, und man wird auch nicht gesünder. Ja, man wird nicht einmal wesentlich langsamer krank. Messen läßt es sich sowieso schwer, weil ja die Schübe keinem Muster folgen. Aber wir reden hier von Wochen, vielleicht Monaten, definitiv nicht von Jahren. Und bei einem schweren Verlauf von Stunden und Tagen.

UInd ich werde mir nächste Woche im Fitnesstudio Übungen für den Fußheber und den Hüftbeuger zigen lassen, ich kann nämlich seit neuestem treppaufwärts fallen und über ebene Flächen stolpern. Warum ich das mache? Damit ich das Geffühl hasbe, etwas getan zu haben. Aber was wird es mir im Endeffekt nützen, kräftige Hüftbeuger zu haben, wenn das Signal nicht ankommt, weil die Leoitung kaputt ist…

die Franzi

Hallo Katrin,

es gibt einen sehr wichtigen Faktor, der in der Behandlung von MS immer größere Bedeutung gewinnt. Das ist Sport bzw. physisches Training.
Warum ist das so wichtig?

1.) Die MS hat viele Symptome. Zu den Symptomen, die die Bewältigung des Alltags erschweren, gehören der Verlust der Ausdauer, Verlust von Kraft und Koordinationsstörungen. Durch körperliches Training kann man hier Verluste teilweise ausgleichen. Man kann seine Mobilität und seine Fähigkeit den Alltag zu bewältigen deutlich verbessern.

Dazu ein Beispiel:
Am Klinkum Darmstadt gab es eine Untersuchung. Man wollte herausfinden, ob man durch intensives Ausdauertraing, in diesem Fall Gehen auf dem Laufband, die Fatique mindern kann. Man fand heraus, dass man die Fatique nicht mindern konnte, aber im Schnitt hat sich die Reichweite der Probanten um 80 % erhöht.
Ein Medikament mit der gleichen Wirkung würde viel Geld einbringen.

2.) Das Zentrale Nervensystem hat plastische Eigenschaften. Die Verluste von Nervenzellen oder Verbindungen können teilweise oder ganz ersetzt werden.
Die Voraussetzung dafür ist das intensive der verlorengegangenen Fähigkeiten. Nur so zwingt man andere Nervenzellen die Arbeit zu übernehmen.

3.) Sport hilft der eigenen Psyche, hebt die Stimmung und verbessert soziale Kontakte.

4.) Die Gesamtkostitution verbessert sich. Sekundäre Symptome oder andere Krankheitsbilder können vermieden oder verringert werden. Beispielsweise lassen sichg damit Spasmen oder Probleme mit der Verdauung mildern.

Es gibt übrigens einen besonderes Training, welches meiner Meinung nach bisher sträflich ignoriert wird. Das ist das Falltraining!

Wenn die Beine nicht mehr sicher tragen kommt die Angst vor dem Fallen und diese Angst schränkt ein. Das muss nicht sein. Dazu eine Anektode:
Ein MS-Patient ist gemeinsam mit seiner Frau in Frankfurt unterwegs. Er hat ein Museum besucht. Nun geht es zurück zum Parkhaus. Die Beine sind schon schwer und er geht am Stock. Eine Fußgängerampel ist grün und er konzentriert sich drauf noch drüber zu gehen.
Da passiert es. Ein Fuß bleibt hängen und er stürzt nach vorne.
Und weil er es gelegentlich geübt hat macht er nun eine Judorolle und kommt direkt wieder auf die Beine. Den Stock hat er irgendwie noch in der Hand und steht einfach wieder aus, völlig unverletzt (und die Jacke war auch nicht dreckig). Danach ist er mit einem guten Gefühl weitergegangen, als ob nichts geschehen wäre.

Selbst wenn ein MS-Patient das Fallen immer vermeiden kann, so stellt die gewonnene Sicherheit duch regelmäßiges Falltraining eine Verbesserung der Lebensqualität dar.

Gruß
Carlos

Wenn Sie nach „alternatimedizinischen“ Sachen suchen, dann probieren sie einmal Grüntee.
Grüntee enthält Epigallocatechin-gallat, dass in den letzten Jahren sehr in den Fokus der Forschung gerückt ist.
Es soll angeblich die Plaques-Anlagerung bei Alzheimer hemmen, als auch bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen (Huntington Erkrankung,…) sowie bei MS Linderung schaffen.
Eine Tasse Grüntee pro Tag kann nicht schaden.
Kaufen Sie sich aber den Fussel-Grüntee und nicht den abgepackten, ich glaube der schmeckt auch besser.

Hallo Katrin,

du hast ja schon ein paar Antworten bekommen. Was man mit MS lernt oder lernen sollte, ist, auf seinen Körper und seine Seele allgemein zu achten. „Natürliche Mittel“ in dem Sinne gibt es zwar nicht. Aber man kann Dinge vermeiden, die den Zustand sehr wahrscheinlich verschlechtern würden. Stress gehört dazu. Eine ausgewogene Ernährung, die auch nicht zu starkem Übergewicht führt, das zusätzlich belasten würde, hilft. Sich beweglich halten, so man es kann, hilft auch, sogar gleich doppelt: Weil man die Muskulatur in Bewegung hält, die noch funktioniert, aber auch, weil Bewegung gerade an der frischen Luft auch der Seele gut tut.

Ich habe, als ich noch besser konnte, in einer guten Gruppe Aikido gemacht. Das hat mir sehr viel geholfen und ist mir zu Gute gekommen, als das Stolpern anfing. Inzwischen kann ich das zwar nicht mehr oft machen, weil ich nur noch sehr schlecht aufstehen kann vom Boden. Dafür mache ich Tai Chi, das ich nach meiner Tagesform anpassen kann, auch mit Übungen im Sitzen. Ich bin inzwischen zu Fuß nicht mehr gut unterwegs, Fahrradfahren klappt aber noch ganz gut. Allerdings nur mit einem guten Hollandrad mit recht tiefen Einstieg, geradem Sitz und gutem Schwerpunkt, so dass ich auch fast stehen kann ohne umzufallen. Damit würde ich nicht mehr durch den Berufsverkehr fahren, aber für Bewegung an der frischen Luft reicht es.

Schwer zu schaffen macht mir die Fatigue, wofür ich für mich noch kein wirksames Rezept gefunden habe.

Viele Grüße

Uli

Hallo Katrin,

… aber die Medikamente
haben ja doch sehr viele Nebenwirkungen …

Na und? Ein bisschen Kopfschmerzen können einem wirklich egal sein, wenn man dafür laufen kann!

Was kann man also auf natürlichen Weg tun, um die Krankheit
zwar nicht zu heilen, aber zumindest zu lindern, etwas zu
bessern oder die Schübe zu verlangsamen?

Also Homöopathie kannst du vergessen. Was ein wenig hilft, sind Reiki, energetisches Heilen, etwas dieser Art eben. Aber nie als Ersatz für die Medikamente, sondern immer nur als Ergänzung zu diesen!

Wenn du magst, kannst du ja auch mal nach BG-12 googeln. Das soll im März in den USA und Ende 2013 in Europa zugelassen werden. Es hat weniger Nebenwirkungen als Interferone.

Aber vergiss deine sanfte Medizin. Die kannst du vielleicht bei einer Halsentzündung anwenden, aber nicht bei MS.

Schöne Grüße

Petra

Hi,

das mag ja alles gut gemeint sein, aber damit Du hier nicht missverstanden wirst, möchte ich doch einiges ergänzen / richtigstellen:

es gibt einen sehr wichtigen Faktor, der in der Behandlung von
MS immer größere Bedeutung gewinnt. Das ist Sport bzw.
physisches Training.

Das ist nicht Behandlung von MS, sondern Linderung von Beschwerden. Mehr ist es nicht. Zwar auch nicht weniger, aber trotzdem nur, solange man es noch kann. Etwas anderes sagen deine weiteren Zeilen ja auch nicht aus.
Fatigue hat übrigens nichts mit GEhstrecke zu tun. Fatigue ist kranlkhafte, chronische Müdigkeit und das häufigste Problem bei MS. Das sind Leute, denen unter Umständen motorisch ncihts fehlt - aber sie sind zu müde zum Laufen. Die können sogar im Stehen einschlafen.

Ein Medikament mit der gleichen Wirkung würde viel Geld
einbringen.

Ein Medikament wird gesucht, ist aber solange nicht zu finden, wie man die Ursache nicht kennt.

2.) Das Zentrale Nervensystem hat plastische Eigenschaften.
Die Verluste von Nervenzellen oder Verbindungen können
teilweise oder ganz ersetzt werden.
Die Voraussetzung dafür ist das intensive der
verlorengegangenen Fähigkeiten. Nur so zwingt man andere
Nervenzellen die Arbeit zu übernehmen.

Auch das hilft nur sehr bedingt. MS greift nicht nur die Gehirnzellen an, sondern auch die Nervenbahnen. Was nützt dir die schickste Nervenzelle, wenn das Signal nicht ankommt? Mein Gesichtsfeld ist auf beiden Augen zu mind. 50% beeinträchtigt, gottseidank im peripheren Sehen, ich merke also nichts davon. Das Auge ist kerngesund, das Sehzentrum im Hirn ebenfalls, nur der Sehnerv ist im Arsch.

3.) Sport hilft der eigenen Psyche, hebt die Stimmung und
verbessert soziale Kontakte.

Das stimmt und ist nicht zu unterschätzen - Verminderung von Stress führt zu weniger Schüben und besserer Schubausheilung. Positiver Stress (Party organisieren, Vorfreude auf eine Reise) hat den gleichen Effekt.

4.) Die Gesamtkostitution verbessert sich. Sekundäre Symptome
oder andere Krankheitsbilder können vermieden oder verringert
werden. Beispielsweise lassen sichg damit Spasmen oder
Probleme mit der Verdauung mildern.

Wodurch? Ernährung und/oder SPort? Sicher. Aber Heilung ist das auch nicht.

Es gibt übrigens einen besonderes Training, welches meiner
Meinung nach bisher sträflich ignoriert wird. Das ist das
Falltraining!

[…]

Da passiert es. Ein Fuß bleibt hängen und er stürzt nach
vorne.

Hab ich Donnerstag gemacht, treppaufwärts.

Und weil er es gelegentlich geübt hat macht er nun eine
Judorolle und kommt direkt wieder auf die Beine.

Das glaube ich Dir nicht. Dazu fehlt es jemandem, der schon am Stock geht, bereits an der Koordination. Judorolle! Selten so gelacht, entschuldigung, Aber wenn ich hier nicht lachen würde, würde ich weinen.

die Franzi

Hallo

Ein Medikament wird gesucht, ist aber solange nicht zu finden,
wie man die Ursache nicht kennt.

Naja die Ursache kennt man schon. Das eigene Immunnsystem greift das Myelin an. Die Frage ist nun, warum tut es das und viel wichtiger Wie kann es umprogrammiert werden?
Alle Medikamente die derzeit auf dem Markt sind immunmodulierend oder immunsupressiv.

Was es danebn aber auch gibt sind ein Haufen Medikament für die unterschiedlichen Symptome.
Wenn man schon nicht die Ursache bekämpfen kann sollte man wenigstens die Symptome mildern.

Auch das hilft nur sehr bedingt. MS greift nicht nur die
Gehirnzellen an, sondern auch die Nervenbahnen.

Das stimmt. Nun ist es insbesondere bei den motorischen Nervenbahnen so, dass eine Viehlzahl von Nervenbahnen zu den Muskelzellen gehen. Wenn nun einzelne Muskelzellen nicht mehr angestuert werden, kann dies durch die Ansteuerung anderer Muskelzellen ausgeglichen werden. Der Muskel läuft sicherlich nicht so rund wie vorher und die erhöhte Antrengung im Gehirn ist mit für die Fatique verantwortlich.
Wichtig ist soviel Fähigkeiten, wie möglich zu bewahren um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Wodurch? Ernährung und/oder SPort? Sicher. Aber Heilung ist
das auch nicht.

Ähhemm, worum geht es hier in der Diskussion, Heilung?
Heilung ist nicht möglich, also können wir die Diskussion direkt abschließen. Fertig.

Geht es aber darum, ob man irgendetwas machen kann, dann kann man auf Basistherapien verweisen, die den Krankheitsverlauf vielleicht verlangsamen, Maßnahmen um die Symptome abmildern und Maßnahmen, welche die Lebensqualität verbessern.

Das glaube ich Dir nicht. Dazu fehlt es jemandem, der schon am
Stock geht, bereits an der Koordination. Judorolle! Selten so
gelacht, entschuldigung, Aber wenn ich hier nicht lachen
würde, würde ich weinen.

Ich kann dir bezeugen, dass es sich genauso abgespielt hat. (Weiters können wir außerhalb des Forums klären.)
Bei einigen Basis-Fallübungen kommt es auf die Koordination des Oberkörpers und der Arme an. Die Kordinatiion der Beine besteht dann darin die Kraft rauszunehmen, sprich sich fallen lassen. Und das funktioniert auch, wenn die Beine schon schwach sind.

Gruß
Carlos

Hi,

es mag ja sein, dass jemand dieses Kunststückchen kann. Wenn er „nur“ fällt und sonst die Koordination gut genug funktioniert, wenn er vielleicht sogar vorher schon gut trainiert war.

Was mich an Deinem Posting stört ist der Unterton von „Ach, mit ein bisschen Sport und rechtzeitig anfangen kriegt man das alles prima in Griff!“

Und dem ist einfach nicht so. Man kann der MS nicht davonlaufen (im wahrsten Sinne des Wortes). Natürlich landet nicht jeder im Rollstuhl, und natürlich gibt es viele MS-Patienten wie mich, die kaum Beschwerden haben und denen man kaum etwas anmerkt. Aber jeder hat seine eigene Version der Krankheit und muss selber herausfinden, welche er hat - und niemand kann beeinflussen, welche er nun hat.
Besonders stört mich dieser Tonfall, weil die UP jemande ist, der vermutlich gerade im Bekannten-/ Verwandtenkreis oder sogar selbst frisch die Diagnose gestellt bekommen hat und nun versucht, sich damit szu arrangieren. Es ist wichtig, Hoffnung zu machen: Man stirbt nicht an MS. Das ist so. Aber jetzt Hoffnung machen nach dem Motto: „Mach ein bisschen Sport und dann ist das alles prima und du kannst dir den Medikamentenstress sparen und bleibst für den Rest deines Lebens beschwerdefrei“ ist Humbug und unfair.

Wenn Du es nicht so gemeint hast, wie es angekommen ist, dann ist es ja ok.

die Franzi

Hallo Franzi,

Was mich an Deinem Posting stört ist der Unterton von „Ach,
mit ein bisschen Sport und rechtzeitig anfangen kriegt man das
alles prima in Griff!“

Ich finde das was du hier schreibst verleumdend.
Ich habe nichts anderes geschreiben, als du auch. Ich habe nur die Bedeutung von physischen Training betont und erläutert.

Ich vermute mal, was dich geärgert hat, ist mein Thema Fallübungen.

es mag ja sein, dass jemand dieses Kunststückchen kann. Wenn
er „nur“ fällt und sonst die Koordination gut genug
funktioniert, wenn er vielleicht sogar vorher schon gut
trainiert war.

Du bezeichnst es abfällig als „Kunststückchen“, wenn ein MS-Patient in der Lage ist auf offener Straße zu fallen ohne sich zu verletzen oder auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Ich sehe das anders, weil ich die psychologische Bedeutung berücksichtige.
Wenn ein Patient mit der Hilfe eines Stockes gehen kann, ist noch genug Koordinationsvermögen vorhanden, Und das Thema Training ist genau das worum es geht.

Gruß
Carlos

Hi,

inhaltlich schreiben wir sehr ähnliche Sachen, und was mir sauer aufstößt, ist tatsächlich die Anekdote mit der Judorolle.

Und nein, ich will dich nicht verleumden. Ich will Dir nur sagen, wie ich mich fühle, wenn ich deine Artikel hier im Thread lese: Kommunikation ist in erster Linie das, was beim Empfänger ankommt.

Wenn Du nicht beabsichtigt hast, uns MS-Patienten zu sagen, dass wir ja alles in den Griff kriegen können und dass man nur genug trainieren muss, um das alles zu können, dann ist ja alles in Ordnung.

die Franzi

Guten Abend.
Durch „Zufall“ stieß ich grade auf diesen Artikel.
Hier nur ein Hinweis:
Ich empfehle das
Klinikum Heidenheim,www.kliniken-heidenheim.de
(hier: anthroposophische Abteilung, Dr. A.Laubersheimer.)
Viell Kraft und inneres Licht!
Liebe grüße,
Gerhard.-

Ich finde das was du hier schreibst verleumdend.

Ich finde das, was du schreibst, grob fahrlässig und schließe mich Miezekatze an!

Ich habe nichts anderes geschreiben, als du auch. Ich habe nur
die Bedeutung von physischen Training betont und erläutert.

Das hast du nicht! Du hast suggeriert, dass einem ein wenig Training bei MS (trotz MS?) dazu verhelfen kann, akrobatische Stunts zu vollbringen. Das ist völliger Blödsinn und erweckt tatsächlich bei Betroffenen völlig falsche Erwartungen!

Ich vermute mal, was dich geärgert hat, ist mein Thema
Fallübungen.

Genau das!!!

es mag ja sein, dass jemand dieses Kunststückchen kann. Wenn
er „nur“ fällt und sonst die Koordination gut genug
funktioniert, wenn er vielleicht sogar vorher schon gut
trainiert war.

Du bezeichnst es abfällig als „Kunststückchen“, wenn ein
MS-Patient in der Lage ist auf offener Straße zu fallen ohne
sich zu verletzen

Nein, das ist kein Kunststück, sondern mögliches Training. Genau das habe ich aber auch in meinem Beitrag geschrieben. Falltraining und deine beschriebene Judorollenakrobatik eines angeblich am Stock gehende MS-Kranken ist aber völliger Blödsinn. Ich glaube dir die Story nicht!

Ich wusste schon, was Fallen heißt, bevor ich an MS erkrankt bin. Ich wusste das sogar so gut, dass ich es im Schlaf konnte. Trotzdem hätte ich die von dir beschriebene Rolle nicht mal im Ansatz hinbekommen, zu einem Zeitpunkt, an dem ich noch weit weg vom Stock gewesen bin.

Ich will überhaupt nicht ausschließen, dass es den Einzelfall gibt, der mit Stock so etwas schafft. Aber 99,9 % der MS-Patienten schaffen das nicht, auch nicht mit ganz viel Training. Denen hilft man nicht, wenn man falsche Erwartungen weckt. Denen hilft man, in dem man ihnen klar macht, dass man nicht heilen kann, aber z.B. mit Training Fallschäden vermeiden kann. Fallschäden vermeiden heißt aber nicht, dass man nach 2 Sekunden wie eine Olympiaturnerin elegant wieder auf den Beinen steht und sich Autogramme geben lässt, sondern dass man sich nicht so arg weh tut, wenn man auf die Fresse fliegt! Wenn du den Unterschied nicht begreifst, hast du keine Ahnung von MS.

Die Diagnose MS fressen heißt Scheiße fressen. Das ist eine der Krankheiten, da weiß man überhaupt nicht, was einen erwartet, wie sich das bei einem entwickelt, weil es beim Einen so läuft, beim Nächsten viel schlechter und beim Übernächsten noch mal ganz anders. Alle Betroffenen, bei denen es halbwegs glimpflich läuft, sollten sich da genauso bedeckt halten, wie irgendwelche Scharlatane, die meinen, mit Liebe, Luft und der richtigen inneren Einstellung klappt das alles wunderbar.

Viele Grüße

Uli

Hallo Uli,

Denen hilft man, in dem man ihnen klar macht, dass man
nicht heilen kann, aber z.B. mit Training Fallschäden
vermeiden kann.

…dass man sich nicht so arg weh tut, wenn man auf die Fresse
fliegt!

Genau darum geht. Es gibt nicht mal ein Angebot dafür.
Ich schätze es wird auch keine Nachfrage dafür geben.

Die Diagnose MS fressen heißt Scheiße fressen. Das ist eine
der Krankheiten, da weiß man überhaupt nicht, was einen
erwartet, wie sich das bei einem entwickelt, weil es beim
Einen so läuft, beim Nächsten viel schlechter und beim
Übernächsten noch mal ganz anders.

Alles was du da schreibst kenne ich genauso gut wie du.
Franzi hat darauf hingewiesen, dass in diesem Forum die Beiträge von Neuerkrankte und deren Freunde gelesen wird.
Welche Botschaft sendest du hier?
Etwa „Du hast MS, gib auf.“.

Ich möchte die Botschaft bringen, dass man etwas machen kann und das sich kämpfen lohnt.

Gruß
Carlos