Multiple Sklerose Fragen

Hallo,

ich hätte da mal folgende Frage: Meine Mutter leidet seit nun mehr 30 Jahren an dieser Krankheit, und seit etwa einem Jahr hat sich die Krankheit leider soweit verschlechtert, dass sie auch zu Haus kaum noch laufen kann. Davor kam sie immer sehr leicht zum WC und konnte auch durch die Diele freihändig laufen. All das geht nun nicht mehr, es treten auch diverse Lähmungen auf.

Nun war ich mit ihr beim Neurologen, und habe mir da schon ein bisschen was von versprochen in Bezug auf Medikamente. Kein Wundermittel, aber zumindest etwas was ihr wieder ein wenig auf die Beine hilft.

Leider war das Ergebnis des Besuchs sehr niederschmetternd, denn uns wurde gesagt dass man ihr da nicht helfen kann. Außer Krankengymnastik kann man nichts machen, da die Krankheit bei ihr wohl vom Schubverlauf in den chronischen Verlauf übergegangen ist. Sie ist nun Mitte 60.

Ich wollte jetzt einfach mal hier fragen, soll ich womöglich noch eine zweite Meinung einholen, oder kann man da wirklich nichts machen? Ein Bekannter hat nämlich eine MS-Erkrankte in seinem Bekanntenkreis, die wohl im selben Alter ist wie meine Mutter, und die bekommt wohl irgendwelche Spritzen, die ihr sehr helfen.

Dahingehend habe ich mir auch irgendwas erhofft. Aber dass man jetzt überhaupt nichts verschreiben konnte, hat mich wirklich geschockt.

Nur ein MRT soll sie nun noch machen.

**hallo
ja, da steht man da und weiss nicht wirklich weiter…
wozu soll das mrt gemacht werden? und wenn, weiß der arzt danach ein medikament?

frage doch den bekannten nach dem mittel,vielleicht kann der ja einen kontakt herstellen, sodaß du und deine mutter euchdirekt nach wirkung und erfolg erkundigen /austauschen könnt.
vielleicht ist dieses mittel ja aus der "alternativ"medizin - da stellen sich manche ärzte taub oder wissen wirklich nichts darüber…

dann ist die frage, was man für sich außerhalb der kassenberordnung tun will.
mit reiki kann man z.b. den körper mindestens unterstützen…ich mache da immer wieder tolle erfahrungen, wo schon viel probiert eurde und wenig nützte./gerne mehr in einer pm

alles gute iq13**

Hallo

Ein Bekannter hat nämlich eine MS-Erkrankte in
seinem Bekanntenkreis, die wohl im selben Alter ist wie meine
Mutter, und die bekommt wohl irgendwelche Spritzen, die ihr
sehr helfen.

Es gibt eine Reihe von Basis-Therapien (Beta-Interferone, Gatirameracetat, Tysabri). Sinn dieser Maßnahmen ist es das Fortschreiten der Krankehit zu verlangsamen. Diese Medikamente greifen in das Immunsytem ein. Damit soll das Immunsystem darin behindert werden, weiteren Schaden anzurichten.
Wenn die Nervenfasern erst mal kaputt sind, hilft kein Medikament mehr (auch keine Alternative Therapien).

Eine Kleinigkeit gibt es. Das Nervensystem ist zu einem gewissen Grad plastisch. Wenn Nervenfasern ausgefallen sind, könn(t)en andere Nervenfasern, genauer gesagt andere Nerven, die Aufgabe übernehmen.
Voraussetzung dafür sind entsprechende Reize. Das bedeutet nicht ein wenig Krankengymnastik, sondern Üben, Üben, Üben, wie es ein Schlaganfallpatient macht.

Ansonsten ist die MS eine sehr beliebte Krankheit für alle möglichen Alternativtherapien und Diäten. Die Wirkung beruht allenfalls auf dem Placeboeffekt.
Wenn du also eine Alternative Therapie suchst, achte darauf, dass sie kostengünstig ist und glaubhaft erscheint.

Nur ein MRT soll sie nun noch machen.

Wofür? Nicht das ein MRT was schlechtes ist. Der Arzt kann es sich in diesem Fall ansehen, mit dem Kopf schütteln und sagen, dass da noch ein Haufen Läsionen dazu gekommen sind, oder nicht.

Gruß
Carlos

Hi,

wenn deine Mutti schon chronisch-progredient ist, dann bedeutet das, dass neue Probleme, die erscheinen, nicht mehr weggehen.

Die Anfangsphase der Krankheit ist oft / meistens … schubförmig-remittierend. Das heißt, es ist eine (kurze oder lange) Weile Ruhe, dann taucht plötzlich ein Problem auf (Sehfehler, Taubheitsgefühle, etc), oder auch mehrere gleichzeitig, und nach einer Weile (Tage bis Monate) bessert es sich oder verschwindet sogar wieder. Man kann dieses Abheilen durch Cortisoninfusionen unterstützen. In dieser Phase der Krankheit, also solange man schubförmig-remittierend ist, kann man auch eine Basistherapie (diese Spritzen, die die Bekannte eines Bekannten sich selbst gibt bekommen. Zweck ist, die Pausen zwischen den Schüben zu vergrößern und die Schübe selber abzumildern.

Die chronisch-progrediente Form ist die zweite Phase (bei manchen MS-Kranken auch gleich die erste). Chronisch-progredient heißt auf deutsch, es wird nach und nach einfach immer schlechter. Die Nervenschäden heilen dsann nicht mehr ab. In dieser Phase ist auch der Einsatz einer Basistherapie nicht mehr sinnvoll - sie wirkt einfach nciht mehr. Cortison, Krankengymnastik und Medikamente gegen die unmitelbaren Auswirkungen der Nervenschäden - Antidepressiva, krampflösende Mittel, etc. heißen die Mittel der Wahl.

Hier bekommst du mehr Informationen von anderen MS-Kranken und auch Ärzten http://www.ms-life.de.

die Franzi