Multivitaminpräparate länger einnehmen-Problem?

Hallo,

Sinn und Unsinn von Vitaminpräparaten war hier schon mal Thema; heute habe ich folgende konkrete Frage hierzu:

Da ich finde, dass unsere heutige Nahrung oft nicht mehr so vitaminreich ist wie sie sein soll (und man durch den üblichen Stress sich auch nicht genügend Zeit für bewusstes Essen nimmt), nehme ich seit einiger Zeit täglich eine Multivitamin-Tablette („Centrum“). Auch mein Hausarzt hat nichts dagegen und findet das OK, wenn ich mich gut dabei fühle.

Nun habe ich gehört, dass es problematisch sein könne, über längere Zeit hinweg regelmäßig solche Vitaminpräparate zu nehmen. Der Körper gewöhne sich an die künstliche Vitaminzufuhr und „verlerne“ es, Vitamine aus der Nahrung zu entnehmen. Daher sollte man von Zeit zu Zeit eine Pause mit der Vitamin-Einnahme machen.

Was sagen die Fachleute hierzu? Danke für Infos.

Gruß
Martin

Da ich finde, dass unsere heutige Nahrung oft nicht mehr so
vitaminreich ist wie sie sein soll…

Hallo Martin,

die oben wiedergegebene Aussage ist gewiß nicht richtig. Vielmehr ist das genaue Gegenteil der Fall. Die Aussage stimmte Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre. Damals hatten etliche Menschen hierzulande nicht genug auf dem Teller und den „Luxus“, nach ausreichender Vitaminversorgung auch nur zu fragen, konnten sich viele überhaupt nicht leisten. Da bekamen Kinder die Rachitis (ich gehörte auch dazu) und nicht wenige sind an Mangelernährung gestorben.

Seit Jahrzehnten herrscht ganzjährig ein reichhaltiges Angebot an Gemüse und Früchten, so daß eher von einer Überversorgung die Rede sein kann. Dessen ungeachtet gibts Leute, die in der Hauptsache Schokolade, Fritten und Currywurst in sich hinein stopfen. Durch die Ergänzung mit irgendwelchen Pillen wird solche „Ernährung“ auch nicht viel besser.

Irgendwie erinnert mich solches Tun an Zeitgenossen, die ihren Hintern den ganzen Tag nicht aus dem Sessel schwingen mögen und sich zum Ausgleich einen elektrischen Reizgürtel um den zu fetten Bauch schnallen.

Aber zurück zum Thema: Du denkst jetzt sogar daran, eine Pillenpause zu organisieren. Mit Verlaub, aber man muß es wohl so deutlich sagen, damit es begriffen wird: Das ist einfach nur dekadent!

Ein paar Kartoffeln, vielleicht noch etwas Quark dazu und ein erbärmliches Stengelchen Petersilie ist eine richtige Vitaminbombe! Zwischendurch noch einen Apfel und eine Banane -fertig! Dafür soll keine Zeit sein? Glaub’ ich einfach nicht.
Zum Abendbrot etwas Knäckebrot, hauchdünne Lachsscheiben, garniert mit ein paar Dillspitzen. Geht schneller als die Bratwurst im Stehen. Dazu schmeckt auch Schnittlauch, Sauerampfer, grüne Gurke und eine Knoblauchzehe und ist immer noch schnell, billig, beinahe ohne Aufwand.
Zwei Scheiben geröstetes Brot, ein paar Scheiben Putenbrust, Frischkäse und eine grüne Paprika in Streifen geschnitten - schneller als McDonalds McDrive! Und von Kochen war bisher noch kaum die Rede (Kochen, das macht man auf dem weißen Kasten mit den schwarzen Platten in der Küche).

Ganz nebenbei ist das Ganze auch noch preiswerter als das grottenschlechteste Fast-Food mit Pillen.

Vitaminreiche Junggesellengrüße
Wolfgang

Hallo Martin,
also ich finde das was Du tust nicht schlimm. Warum nicht ein paar Vitamine zusätzlich.
Ich nehme sie allerdings nur in der kalten Jahreszeit und bei mir hilft es. War vorher min. 2-3 mal erkältet und seit ich mich ein wenig aufpusche hab ich nichts mehr im Winter.

Allerdings achte ich bei der Einnahme auf viel Flüssigkeit und mache auch Tagespausen zwischendurch.
Mein MAgen hat Vitamin C in großen Dosen nämlich nicht so gerne.

Also mach das ruhig aber übertreibe es nicht. Wenn dein Körper sich dann wohl fühlt gibt es kein Problem.

Bert

Danke, Wolfgang, …
für Deine Antwort.

Es ist ja nicht so, dass ich mich nur McDonalds-mäßig ernähren würde, und ich bin andererseits weit davon entfernt, mir mächtige Vitaminbomben einzufahren und davon irgendwelche Wunder zu erwarten.

Andererseits leuchtet es mir ein, dass eine mäßige zusätzliche, ausgewogene Vitaminzufuhr durchaus positiv sein könnte - daher meine Frage.

OK, Du meinst, es sei grundsätzlich nicht nötig - dann ist es natürlich auch für Dich irrelevant, ob man diese Vitamine durchgängig oder nur in Intervallen nimmt.

Gruß
Martin

OK, Du meinst, es sei grundsätzlich nicht nötig - dann ist es
natürlich auch für Dich irrelevant, ob man diese Vitamine
durchgängig oder nur in Intervallen nimmt.

Hallo Martin,

das bißchen, was der Mensch braucht, findet man überall, eben nur nicht im Friteusenfett.

Z. B. Sauerampfer, hmmm, einfach lecker, fand ich als Kind beim Indianerspielen an jedem Ackerrand. Findet man heute nur noch selten, vielleicht liegt’s daran, daß ich nicht mehr Indianer spiele :smile: . Oder Girsch. Das Zeuchs ist bei mir auf dem Grundstück eine Pest. Ist nicht gegenan zu rupfen, aber man kann es essen. Schmeckt etwas herb, aber mit ein paar Radieschen, einer Zwiebel und ganz wenig feinstem Olivenöl angemacht, ist es eine Leckerei. Bald kommen wieder die ersten grünen Triebe… Oder Petersilie und Schnittlauch, das paßt zu beinahe jeder Mahlzeit. Und im Winter Zitrusfrüchte. Vitamine ohne Ende.

Für gesunde Menschen sind die Vitaminpräparate nur eine überflüssige Gelddruckmaschine der Industrie, ungefähr so sinnvoll wie ein Sonnenstudio im Hochsommer oder eine Sandkiste in der Sahara.

Gruß
Wolfgang

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Hmm, dass muss ich mir merken…
…wenn ich das nächste mal an Junkfood-Buden vorbei komme…
Ihr wisst schon, da, wo golbraune Vögel röstend auf Stangen sich drehen, und das triefende Bratfett in die Auffangbehälter tropft.
Vom Geruch ganz zu schweigen…*seufz*

Hallo Wolfgang!
Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dieser Art von (Genuss)nahrung (wobei die Betonung mehr auf ‚Genuss‘ als auf ‚NAHRung‘ liegt) werden spezielle ‚Lockstoffe‘ zugesetzt. Lockstoffe wie Salz, übermässige Würze, und Fett als Geschmacksträger. Am besten noch versteckte Fette, wer denkt schon dass in ‚Country Potato Chips‘ genauso viel Fett enthalten ist, wie in Aldi-Chips. (um mal einen trivialen Vergleich anzustellen)

Immer mehr und mehr, ist doch lecker…

Na ja, die Quittung durch Dauerkonsum kommt sicher einige Jahre später.

Mir hat schon das ‚deutsche‘ Essen meiner Mutter gereicht, sie kocht viel mit Mehlschwitze, Butter, alles wird ‚totgekocht‘… Als ich älter war konnte ich mir keinen zynischen Gedanken mehr verkneifen als es hiess „Kind, iss Dein Gemüse, dass ist gesund! *zeter*“
Dass der zerkochte Mampf mit Butter und Salz noch lange nicht so gesund ist wie frisches Gemüse…nun ja, vielleicht funkt es erst, wenn der Hausarzt auf einen erhöhten Cholesterinspiegel hinweisst.

Und dann ist dann auch noch das Bequemlichkeitsyndrom, wer einen anstrengenden Beruf ausübt, ist froh, sich was in die Mikrowelle schieben zu können, und nicht erst Kartoffeln schälen zu müssen.
Mal von der Mehrheit ausgegangen.

Schade, aber vielleicht bekennt sich in einigen Jahren die Gesellschaft mehr zu bewusster Ernährung…aber vorher muss es noch einen Knall geben, obwohl der Tod duch Messer&Gabel seit vielen Jahren bekannt ist, aber es häufen sich ja immer mehr ‚Ausartungen‘ auf dem Markt.
Die Massentierhaltung (siehe religionsbrett neulich wo es ums Schächten ging, und als ‚Gegensatz‘ auf die Massentierhaltung-und Abschlachtung hingewiesen wurde), dann las ich was über Antibiotika im Honig, und Insektenschutzmittel (aha, beruht die heilende Wirkung des Honigs doch nicht auf Naturstoffen, sondern auf Antibiotika…), Milch -> Euterentzündungen, Eier -> minderwertig, arme Legehühner, Meerestiere -> Schwermetalle, siehe Dorschleber…
Da kommt einen das Grausen! (und der Industrie ein geschickter Werbeschlag mit Vitaminpräparaten zu recht …*grmpf*)
Fleisch widert mich immer mehr an, vor allem, wenn man weiss, was für eine Geschichte dahinter steht.
Mir war schon schlecht, als ich das erste mal gesehen habe, wie ein Hase, Schwein geschlachtet wurde bei uns auf dem Hof.
Ein Schwein hat einen süsslichen Geruch, wenn man es über den Rücken streicht, und natürlich es nicht mit Fäkalien über und über bedeckt ist.
Diesen Geruch erkannte ich auch wieder als selbiges Schwein Stückchenweise im Bratofen verkocht wurde…*leicht würg*

Oh, ich schweife ab…

Wollte nur sagen, Danke für das Posting; Du weisst Dich wirklich immer so gut verbal ausdrücken, und hast immer treffende Argumente parat, weiter so!

Grüsse,
Nicole

>Esst mehr Gemüse.

Hallo Wolgang,
Kannst du bitte im Sommer hin und wieder bei mir vorbeischauen.
Ich habe hinterm Haus saftiges, leckeres Gras und so selten Lust zum Rasenmähen. Hinterm Schuppen wachsen auch noch ganz leckere Brennesseln.
Grüße aus dem Neandertal
Crotalus

Kannst du bitte im Sommer hin und wieder bei mir
vorbeischauen.
Ich habe hinterm Haus saftiges, leckeres Gras und so selten
Lust zum Rasenmähen. Hinterm Schuppen wachsen auch noch ganz
leckere Brennesseln.

Hallo Crotalus,

wenn Du versprichst, mir keinen Strick um den Hals zu binden und mich hinter Deinem Schuppen anzupflocken, können wir darüber reden.

Und ob Du’s glaubst oder nicht: Brennesseln kann man essen! Ich hab’s zwar noch nicht probiert, aber ich suche mal ein Rezept.

Gruß
Wolfgang

Hinterm Schuppen wachsen auch noch ganz leckere Brennesseln.

Hallo,

gerade gefunden:

Brennesseln, geputzt, gewaschen, klein geschnitten
Zwiebeln, klein geschnitten
Knoblauchzehen, klein geschnitten
mehlige Kartoffeln, gekocht
1 Tasse Sahne mit Kräutersalz und Muskat gewürzt
geraspelter Käse

Zwiebeln und Knoblauch in Butter anbraten. Brennesseln dazugeben, dünsten, bis sie zusammenfallen. In eine Auflaufform geben, gekochte Kartoffeln dazuschneiden. Sahne und Käse zugeben und untermischen. Im Backofen ca. 20 Min. überbacken.

Hört sich das nicht lecker an?

Aus Brennesseln kann man aber auch Tee bereiten … oder ein Spritzmittel zur Schädlingsbekämpfung … stinkt aber ziemlich.
Wie Du siehst, wachsen wahre Schätze hinter Deinem Schuppen.

Gruß
Wolfgang

Nochmal Hallo,

aus Brennessel-Blättern kann man super-edles Papier selbst herstellen. Tatsächlich als Schreibpapier für ganz besondere Anlässe verwendbar.

Dann eine Kreation von mir: Brennessel-Blätter kurz ankochen, um die Zellwände zu öffnen. Wasser abgießen, zu einem homogenen Brei verrühren, bei kleiner Wärme dünsten, um Feuchtigkeit verdunsten zu lassen. Den eingedickten Brei in kleine, runde Formen streichen und im Backofen trocknen lassen. Fertig sind die Pillen. Wofür und wogegen die sich verordnen lassen, müßte ich einmal einen Heilpraktiker fragen. *gg*

Gruß
Wolfgang

Giersch- und Brennessel-Verwendung
Hallo Wolfgang,

den Sauerampfer kenne ich auch - habe ich als Kind aus der Hand gegessen, und schätze ihn heute noch in der hessischen „Grünen Soße“, wo er ein Hauptbestandteil ist.

Dass man Giersch essen kann, wusste ich hingegen noch nicht - da werde ich mich mal dranmachen, denn wir haben eine Ecke im Garten, wo der immer wieder nachwächst!!

Du hast in einem anderen Posting noch etwas von Papier aus Brennesseln geschrieben - hast Du dazu auch ein Rezept? Das würde mich noch interessieren.

Danke für Deine Beiträge!

Gruß
Martin

Du hast in einem anderen Posting noch etwas von Papier aus
Brennesseln geschrieben - hast Du dazu auch ein Rezept? Das
würde mich noch interessieren.

Hallo Martin,

ein Rezept habe ich dafür nicht, aber ich kann beschreiben, wie es geht. Es funktioniert nicht nur mit Brennesseln, sondern mit Zellstoff aller Art. Es eignen sich alle möglichen frischen Blätter.

Man nehme: Frisch gepflückte Blätter, keine groben Stengel.
Die Blätter werden mit etwas Wasser kurz angekocht, um die Zellwände zu „knacken“. Die feuchten Blätter überlappend auf Zeitungspapier legen. Sodann mit Zeitungspapier abdecken und zwischen 2 leicht beschwerten Holzplatten leicht pressen. Nach ein paar Stunden das Zeitungspapier erneuern und den Druck mit rundherum angeordneten Schraubzwingen etwas steigern. Nach einem Tag wieder das Zeitungspapier erneuern. Druck steigern. Täglich wiederholen, bis das Papier trocken ist.

Mit dem mehrfach ausgewechselten Zeitungspapier holt man nach und nach alles Wasser aus den Blättern heraus. Der Druck sorgt wegen der zerstörten Zellwände dafür, daß sich der Zellstoff der Blätter intensiv miteinander verbindet. Anfänglich darf der Druck nicht zu stark sein, sonst verkleben die noch sehr feuchten Blätter zu sehr mit dem Zeitungspapier.

Das Ganze macht man zweckmäßig nicht mit nur 2 Holzplatten (beschichtete Spanplatte), sondern mit 3, 4, 5 oder mehr Platten, um die Papierausbeute in einem Arbeitsgang zu erhöhen. Vorsicht ist beim Auswechseln des Zeitungspapiers geboten, insbesondere am Anfang der Prozedur. Das Zeitungspapier nicht einfach abheben, sondern langsam flach abziehen.

Heraus kommt je nach verwendeten Blättern einmalig gezeichnetes Papier; jedes Blatt ist ein Unikat. Natürlich sind die ursprünglichen Blätter noch erkennbar. Bestimmt geht das eine oder andere Blatt zwischendurch kaputt. Nicht wegwerfen! Mindestens ein „Probierblatt“ wird gebraucht, um den geeigneten Schreiber ausfindig zu machen. Ein sehr weicher, nicht zu spitzer Bleistift ist fast immer geeignet. Mit etwas Glück sind die Blätter auch mit Tinte beschriftbar, ohne daß die Tinte in den Fasern zu sehr verläuft. Ansonsten erhält man durchaus robustes Papier mit naturgegebenen Blatträndern. Es sind einmalige Stücke, die sich z. B. für eine Liebeserklärung anbieten. Das Ganze in einen selbst gefalteten Briefumschlag aus einer Illustrierten mit passendem Motiv…

Wenn man jetzt auch noch einen farbenprächtigen Imbiss in der Art der hier von mir schon geposteten Rezepte zaubert, ein passendes Gefläsch dazu…die Dame schmilzt wie Butter in der Sonne…

Ähem, ich glaub’ ich verlier mich hier im falschen Brett :smile:

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang

Seit Jahrzehnten herrscht ganzjährig ein reichhaltiges Angebot
an Gemüse und Früchten, so daß eher von einer Überversorgung
die Rede sein kann.

Ja sicher, aber das besagt ja gar nichts, welcher Berufstätige kann in der Mittagspause anfangen zu kochen?
Gibt auch Leute, die Obst oder Gemüse nicht so mögen.

Aber zurück zum Thema: Du denkst jetzt sogar daran, eine
Pillenpause zu organisieren. Mit Verlaub, aber man muß es wohl
so deutlich sagen, damit es begriffen wird: Das ist einfach
nur dekadent!

Wie bitte?
Das mußt Du aber mal erklären!

Ein paar Kartoffeln, vielleicht noch etwas Quark dazu und ein
erbärmliches Stengelchen Petersilie ist eine richtige
Vitaminbombe!

Das ist gar nichts, was soll da an Vitaminen drin sein?

Zwischendurch noch einen Apfel und eine Banane

-fertig! Dafür soll keine Zeit sein? Glaub’ ich einfach nicht.
Zum Abendbrot etwas Knäckebrot, hauchdünne Lachsscheiben,
garniert mit ein paar Dillspitzen. Geht schneller als die
Bratwurst im Stehen. Dazu schmeckt auch Schnittlauch,
Sauerampfer, grüne Gurke und eine Knoblauchzehe und ist immer
noch schnell, billig, beinahe ohne Aufwand.
Zwei Scheiben geröstetes Brot, ein paar Scheiben Putenbrust,
Frischkäse und eine grüne Paprika in Streifen geschnitten -
schneller als McDonalds McDrive! Und von Kochen war bisher
noch kaum die Rede (Kochen, das macht man auf dem weißen
Kasten mit den schwarzen Platten in der Küche).

Ja sicher, Alles ganz nett, aber keine echten Vitaminträger, leider.
Man muß einfach mal zur Kenntnis nehmen, daß ein großer Teil unserer Bevölkerung, warum auch immer, ich maße mir da kein Werturteil an, chronisch mit Vitaminen unterversorgt ist.
Da ist eine Ergänzung durch Vitamintabletten durchaus sinnvoll.
Ich nehme die täglich, weil ich mich nicht immer so gesund ernähren kann und auch gezielt Risiken meiner Lebensweise entgegenwirken kann.
Gruß
Rainer

Hallo Rainer,

es wäre wohl bitter, wenn die Apotheken nicht ihr Geschäft mit Vitaminpillen, Aufbaupräparaten, Anti-Falten-Cremes & Co. hätten. So verstehe ich natürlich den Apotheker, aber sinnvoll wird das ganze Zeuchs davon nicht automatisch :smile:

Im Ursprungsposting war von „Streß“ und „keine Zeit“ als Begründung für Friteusenfutter die Rede. Als Dauerzustand halte ich das für einen Vorwand. Nur deshalb brachte ich ein paar Beispiele von schnell zuzubereitenden Mahlzeiten. Auch nur auf 2 Mahlzeiten verteilt, muß man sich nicht einmal Gedanken über Inhaltsstoffe machen. Frische Sachen und abwechselungsreich - that’s all.

Bei selbst zubereiteten Mahlzeiten kann es nicht darum gehen, sich einmal am Tag mit einer Nährwertgranate vollzustopfen. Für den Vitaminbedarf gilt das Gleiche. Aber was geht hier ab? Ich bin der Laie und Du der Apotheker. Du weißt das doch alles selbst *g*

Schließlich muß jeder selbst wissen, welchen Fraß er in seinen Körper hinein läßt. Ich halte es aber für ein Zeichen fortschreitender Dekadenz, wenn ganz elementare Fähigkeiten verloren gehen. Das Zubereiten einfachster Mahlzeiten gehört dazu und inmitten des Überflusses und Überangebotes an Nahrungsmitteln zu sitzen und Vitamintabletten zu schlucken, gehört auch dazu.

Gruß
Wolfgang

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Schließlich muß jeder selbst wissen, welchen Fraß er in seinen
Körper hinein läßt. Ich halte es aber für ein Zeichen
fortschreitender Dekadenz, wenn ganz elementare Fähigkeiten
verloren gehen. Das Zubereiten einfachster Mahlzeiten gehört
dazu und inmitten des Überflusses und Überangebotes an
Nahrungsmitteln zu sitzen und Vitamintabletten zu schlucken,
gehört auch dazu.

Ich würde keinem Dekadenz vorwerfen, wenn er lieber eine Schweinshaxe statt Müsli verputzt.
Ich würde auch nicht von Fraß sprechen.
Das soll jeder selbst eintscheiden.
Mich stört die Militanz solcher Sprüche, es ist niemand ein schlechterer Mensch, wenn er sich nach seinen eigenen Vorstellungen ernährt.
Also bitte etwas mehr Toleranz :wink:
Gruß
Rainer

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hallo

Brennesseln sind auch gut für die Haare! Ich hab die meinigen mit Brennesseln mal rot gefärbt. Da ich sehr dunkle Haare hab, gibt’s leider nur einen rotstich :wink:

Das ging so:
Die Pflanzen mit den Wurzeln ausgraben, waschen und ankochen. dann den Sud und die Blätter und alles ordentlich in die Haare einkneten und wirken lassen. (wie haarefärben halt)
auswaschen, fertig.

Ja - und der Tee ist blutreinigend. Als mein Opa ins Krankenhaus musste, meinten alle Ärzte, dass sein Blut sicher deswegen so gut ist, weil er sein Leben lang Brennesseltee getrunken hat.

Ausserdem ist es angeblich sogar gesund, gebrennesselt zu werden. Es soll gegen Gicht helfen.

Nicht zuletzt zu erwähnen ist natürlich auch der Nutzen als Nahrung für die Raupen der Tagpfauenaugen, die sich ausschließlich von Brennesseln ernähren. Bei uns im Garten steht immer ein Buschen nur für die Raupen :smile:

LiGrü
Igel
Enkelin einer Kräuterhexe

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