Mumps mit 25?

Guten Tag,

ich bin weiblich, 25 Jahre alt.

Seit gestern morgen habe ich folgende Beschwerden:

Ich wachte mit Schmerzen an der rechten Ohrspeicheldrüse auf und Kopfschmerzen. Dachte, ich habe mich „verlegen“ und achtete zunächst nicht weiter darauf.

Über den Tag wurde es zunehmend schlimmer (Kopfschmerzen, Schmerzen beim Kauen und Mund-Öffnen, Schmerzen vor dem Ohr, leichter Schwindel). Die Ohrspeicheldrüse ist leicht geschwollen. Zudem habe ich leichten Durchfall und allgemeines Unwohlsein.

Nun habe ich gegoogelt und stoße auf Mumps.

Ich war eben beim Notdienst, der mir aber keine zufriedenstellende Diagnose stellte („Ja, die Drüse ist geschwollen und entzündet, nein Mumps ist es auf keinen Fall, da ginge es Ihnen noch schlechter“ - Festgestellt durch alleiniges Abtasten der Drüse).

Ich arbeite mit Jugendlichen und habe einfach wahnsinnige Angst Jemanden anzustecken, sollte es doch Mumps sein (da ich nicht geimpft bin und nicht 100% sicher ist, ob ich bereits Mumps hatte).

Oder kommt auch eine andere Erkrankung in Frage?

Eine Impfung gegen Mumps habe ich damals nicht bekommen (gab diese 3-fach Impfung noch nicht).
1991 bestand einmal Verdacht auf Mumps bei mir.

Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Antwort,
Lene

Hallo Lene,
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es wirklich Mumps ist…

  1. Zum klassischen Bild von Mumps würde noch relativ hohes Fieber gehören, davon schreiben sie nichts…
  2. Mumps ist eine Infektionskrankeite, also ansteckend, hatten sie Kontakt zu einem Erkrankten??

Ich würde einfach Montag mal zum Hausarzt gehen, oder am Besten direkt zu einem HNO- Arzt.
Ich denke am ehesten an eine akute Parotitis, kann aber natürlich keine Ferndiagnose stellen…

( würde gerne wissen, was es dann am Ende war :wink:

Hoffe dass ich helfen konnte,
Grüße aus Hamburg,
Katharina

Hallo Lene,
mir will auch nichts anderes als Mumps dazu einfallen.
‚Normalerweise‘ verläuft, soweit mir bekannt, Mumps auch nicht mit einem schlimmen Krankheitsgefühl, hohem Fieber etc sondern eher mässig, so wie Du es geschildert hast. Manchmal verlaufen die sogen. Kinderkrankheiten bei Erwachsenen heftiger aber mit 25 ist man ja noch nicht so lange erwachsen.
Den genauen Nachweis kann man nur durchs Labor stellen.
Manchmal sind auch noch andere Speicheldrüsen beteiligt oder beide Seiten betroffen. Aber sonst gibt es eigentlich nichts, was ähnlich ist. Deshalb würde ich mich auch nicht unbedingt auf die Aussage eines einzigen Arztes verlassen, der bisher vielleicht auch gerade mal einen besonders heftigen Fall erlebt hat. Deine Sorge wegen der Ansteckung ist also berechtigt. Du solltest Dich bis mindestens 1 Woche nach Abklingen der Drüsenschwellung von öffentlichen Einrichtungen fernhalten.
Ruf doch Deinen Hausarzt an und schildere ihm Deine Beschwerden und Befürchtungen. Er wird nicht wollen, dass Du ins Wartezimmer kommst und evtl alle anderen Patienten ansteckst aber vielleicht kannst Du zur Blutabnahme vor der Zeit kommen. Dann hättest Du hundertprozentig Gewissheit.
Gute Besserung
Schneckenkorn