Mundschutz

Hallo,

in Mexico tragen ja jetzt viele Menschen einen Mundschutz. Ist das denn mehr als ein Stock Stoff? Wie kann es Ansteckung vrhindern?

Und, was ich auch immer schon mal fragen wollte: Nach Unglücken, wo tote Menschen oder Tiere längere Zeit herumliegen (z. B. nach dem letzten Tsunami), halten sich die Menschen, die dazwischen umhergehen, Taschentücher vor den Mund. Hilft das wirklich gegen den Geruch, oder ist das eher Einbildung, eine Art Placebo?

Grüße
Carsten

Hallo,
ja, ein Mundschutz verringert die Wahrnehmung schlechter Gerüche und schützt vor der Übertragung durch die Atemluft (Tröpfcheninfektion).
Das funktioniert mehr oder weniger gut in Abhängigkeit von der Art (nur zum hinter die Ohren klemmen oder zum Zubinden) und Qualität des Materials und auch davon, wie gut man das Ding aufsetzt.
Manchmal möchte man das Ding auch wieder absetzen um gute Luft zu haben:smile:
Gruß
Achterwasser

Hi,

in Mexico tragen ja jetzt viele Menschen einen Mundschutz. Ist
das denn mehr als ein Stock Stoff? Wie kann es Ansteckung
vrhindern?

Grundsätzlich kann ein Mundschutz so gut wie nicht vor Viren schützen, dafür sind Viren zu klein. Außerdem kann man einen Mundschutz kaum so anziehen, dass nicht durch irgendeinen Spalt an der Seite Luft ungefilter eindringt. Auch die ausgeatmete Luft wird nur unzureichend gefiltert, „at best“ wird aber die Gefahr der Tröpfcheninfektion verringert. Wahrscheinlich ist dabei effektiver, wenn der Kranke die Maske trägt, als wenn die umstehenden Gesunden die Maske tragen. Bei Chirurgenmasken gibt es meines Wissens jedenfalls noch keine belastbare Studie, dass das Tragen der Maske einen Vorteil im Hinblick auf postoperativen Infektionen brachte…

Besser sind in jedem Fall Feinstaubmasken, die gut am Mund abschließen und einen Filter der Kathegorie FFP2 oder besser FFP3 haben. Letztere (FFP3) verringern die aufgenommenen Viren um bis zu 99% (sofern dicht angezogen). Von diesen Masken gibt es auch welche mit Aktivkohle gegen Gerüche.

Weiterhin muss man gerade bei Infektionen daran denken, dass manche Erreger auch über andere sensible Stellen des Körpers, z.B. die Augen oder verletzte Hautpartien aufgenommen werden können.

Völlig sicher wäre man daher eigentlich nur mit echten Gasmasken mit Spezialfilter in Kombination mit einem Schutzanzug. Diese Systeme sind aber nicht nur zu teuer für die breite Masse, sondern auch ziemlich anstrengend zu tragen.

Letztendlich ist also ein einfacher Mundschutz (Chirurgenmaske) nur ein unzureichender Schutz, aber eben besser als gar nichts. Außerdem beruhigen solche Aktionen die Bevölkerung (was ich nicht zynisch meine: die Beruhigung ist in solchen Situationen sehr wichtig) und andere Masken wären zu teuer (zumindest für Mexiko).

Gruß,
Sax

in solchen Situationen sehr wichtig) und andere Masken wären
zu teuer (zumindest für Mexiko).

So teuer sind sie gar nicht, etwa um 1 Euro pro Stück bei Abnahme von 50 Stück.(z.B. FFP3, Firma Dach, nein ich arbeite da nicht.)
Ansonsten kann ich Dir nur zustimmen.

Gruß,
Zahira

Hi,

der Mundschutz hilft auf Dauer wenig. Wenn man im Fernsehen Bilder aus Mexiko sieht, dann haben viele Leute die maske ohnehin nur über den Mund und nicht über die Nase gezogen.

Die „Chirurgenmasken“ halten ohnehin keine Flüssigkeit ab. Für den Moment werden die sicherlich ein wenig die Tröpfen aufhalten, allerdings muß man die Maske mehrmals täglich wechseln.

Die Infektion durch das direkte Anhusten ist ja eher selten. In zivilisierten Ländern ist es nicht gerne gesehen, wenn man sich direkt anrotzt. Es wird gerne in die Hand gehustet. Das führt natürlich zu einer hervorragenden Weiterverbreitung an allen angetasteten Oberflächen. Dies ist auch der hauptsächliche Übertragungsweg. jemand hustet, faßt die Stande im Bus wieder an… ein paar Minuten später langt ein weiterer Mensch an diese Stelle und geht dann an die kratzende Nase. Schon freuen sich Viren und Co.

In einigen Ländern schneutzen sich daher die Menschen direkt auf den Bode, bzw. ziehen die Nase hoch und spucken die Soße aus. Das wäre genau richtig…

Gruß
Kuddenberg

Moin,

Es wird gerne in die Hand gehustet. Das
führt natürlich zu einer hervorragenden Weiterverbreitung an
allen angetasteten Oberflächen.

Und führt auch zu einer recht ausgedehnten virenverseuchten Aerosolwolke auf Kopfhöhe des Niesenden.

CU

Axel

Hi Carsten,
damit nicht der Eindruck entsteht, die Antworten würden einander wiedersprechen.
Eine Garantie ist so ein Mundschutz natürlich nicht.
Gruß
Achterwasser

Ja richtig… Die Wolke dürtfe aber minimal durch die Hand gebremst werden…

Da gibt es sogar ein Lehrvideo, wie man richtig niest:

http://www.youtube.com/watch?v=ao7eyqoiIYs

Und ein Schmankerl :smile:

http://www.youtube.com/watch?v=jdONxsUkXRg

CU

Axel

Den haben viele da aber auch schon vor Ausbruch der Schweinegrippe getragen.

Mexico-City ist nämlich eine der smogverseuchtesten Städte der Welt.

Grüe, Bernhard