Musik

Hallo, liebe Eltern!

Paul, unser jünster, bekommt seit drei Jahren Blockflötenunterricht. Bisher hat er die täglichen Unterrichtsstunden mit großer Freude besucht.

Seit einer Woche äußert er jedoch eine Ansicht und einen Widerwillen, der mir umd meiner Frau völlig fremd ist. Er nimmt keinen gutgemeinten Rat mehr an, redet von musikalischer Weiterentwicklung und behauptet, in der hiesigen Kirchengemeinde als Schlagzeuger gebraucht zu werden.

Wir sind sehr nachdenklich, und sorgen uns auch um das kommende Weihnachtskonzert.

Unsere Frage: Sollte man einem wirklich begabten Fünfjährigen in dieser Phase seinen Willen lassen? Oder muß man ihm deutliche Grenzen aufzeigen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Vielen Dank,
A.E.

Hallo, liebe Eltern!

Hallo Andreas!

Paul, unser jünster, bekommt seit drei Jahren
Blockflötenunterricht. Bisher hat er die täglichen
Unterrichtsstunden mit großer Freude besucht.

Es mag nur meine Meinung sein, aber glauben Sie nicht selbst, daß Paul (er muß mit zwei Jahren ja das Flöten begonnen haben) mit dem TÄGLICHEN Blockflötenunterricht seit DREI Jahren (!?) ein bißchen viel zugemutet wird?

Seit einer Woche äußert er jedoch eine Ansicht und einen
Widerwillen, der mir umd meiner Frau völlig fremd ist. Er
nimmt keinen gutgemeinten Rat mehr an, redet von musikalischer
Weiterentwicklung und behauptet, in der hiesigen
Kirchengemeinde als Schlagzeuger gebraucht zu werden.

Paul ist fünf, nimmt keinen Rat an und redet von musikalischer Weiterentwicklung? Hähä…naja…ich will mal nicht so fragwürdig scheinen: Meine Tochter Jana (9) nimmt seit drei Jahren Klavierunterricht. Auch sie hat zwischenzeitlich auf die Drums spekuliert. Ist das nicht völlig normal? Jana möchte nicht mehr die Musikschule besuchen. Dann muß sie das auch nicht. Das Klavier steht doch aber bereit, wenn sie vielleicht doch die Lust verspürt. Wir haben darüber ein halbes Jahr vergehen lassen und uns dann entschieden, sie nicht zu zwingen.

Wir sind sehr nachdenklich, und sorgen uns auch um das
kommende Weihnachtskonzert.

Ach herrje…das Weihnachtskonzert…bis dahin wird sich schon Ersatz finden, hm?

Unsere Frage: Sollte man einem wirklich begabten Fünfjährigen
in dieser Phase seinen Willen lassen? Oder muß man ihm
deutliche Grenzen aufzeigen? Welche Erfahrungen haben Sie
gemacht?

Sicherlich muß man einem fünfjährigen Kind deutlich auch Grenzen aufzeigen. Ob es begabt ist, oder nicht…In Ihrem geschilderten Fall würde ich Paul jedoch die Entscheidung überlassen.

Vielen Dank,
A.E.

Gerne, Mel

frag doch mal
dein patenkind, ob es nicht mit dem kleinen racker ein ernstes wort von 1 jaehrigem zu 5 jaehrigem sprechen will.

apropos, wie ist die sache mit dem compi ausgegangen. reden die eltern noch mit dir?

ansonsten, kann euer suesser nicht die blockfloete nehmen und wie andere kinder auch sie als stick fuer seine kochtopf-drums benutzen?

und - wie haltet ihr das taegliche gefloete aus?

besorgt

gernot

Hi,
das ist ne ganz klare Sache, wenn das Kind Blockflöte gelernt hat, heißt das nicht, Bklockflöte immer spielen, den Rest des Lebens was?
in dem Alter fängt man dann ein anderes Instrument an, Blockflöte usw. sind sog. Einstiegsinstrumente um Rhythmik , Dynamik, Musik kennenlernen, Noten kenntnisse zu erwerben.
Ganz normale Entwicklung, soll soviel Musik machen , wie er will, Ihr wißt gar nicht, wie sehr sich
Musik auf die Entwicklung des Kindes auswirkt, das ist phänomenal ! bremst den bloß nicht , d a ß wäre unverantwortlich,
Tschüß

Moin Andreas

Bisher hat er die täglichen Unterrichtsstunden mit großer
Freude besucht.
Seit einer Woche äußert er jedoch eine Ansicht und einen
Widerwillen, der mir umd meiner Frau völlig fremd ist.

Welche Ansicht äußert er denn?
Und wie äußert sich sein Widerwillen?

Hat er gar nix erzählt, warum er so plötzlich nicht mehr
Flöte spielen will?

…redet von musikalischer Weiterentwicklung

??? Ein fünfjähriger erzählt was von musikalischer Weiterentwicklung??
Stark. *staun*

…hiesigen Kirchengemeinde als Schlagzeuger gebraucht zu :werden.

Naja - so ein Schlagzeug ist auch viel cooler als eine popelige
Blockflöte.
Ich danke heute noch meinen Eltern und Großeltern, daß sie mir
dieses Instrument erspart haben. :smile:
Oder vielleicht haben sie sich selbst den Genuß erspart? *g*

Ich spiele seit meinem 5ten Lebensjahr Klavier und kann mich
sehr gut erinnern, daß ich auch Phasen hatte, wo mir einige andere
Instrumente lieber gewesen wären.
Saxophon oder Schlagzeug zum Beispiel.

Wir sind sehr nachdenklich, und sorgen uns auch um das
kommende Weihnachtskonzert.

Also wenn bei Euch das Weihnachtskonzert nicht schon Anfang März
stattfindet schlage ich vor, die diesbezüglichen Sorgen noch
einige Monate aufzuschieben. :wink:

Unsere Frage: Sollte man einem wirklich begabten Fünfjährigen
in dieser Phase seinen Willen lassen? Oder muß man ihm
deutliche Grenzen aufzeigen?

Ein klares Jain. :smile:
Das sich ein Kind von der ollen Flöte befreien will kann ich
nachvollziehen.
Aber seinen Willen lassen? *zweifel*

Dann kauft Ihr ihm ein Schlagzeug und im nächsten Jahr will er
statt Schlagzeug plötzlich Klavier lernen.

Rein interessehalber wüßte ich gern noch, woran man einen wirklich
begabten 5jährigen an der Blockflöte erkennt?

Gruß, masc

Hi, warum hast du denn Klavier gelernt ? spielst du es denn gern oder nicht ?

wenn nicht, dann lernt man doch das Instr., was man gern lernen möchte, und nicht , was einem aufgezwungen wird.
Du müßtest doch wissen ,das in der Musik alles seine eigenen Gesetze gemäß der Begabung hat, so wie du es schilderst, hast du von Anfang an das falsche Instrum, gelernt.
würde endlich mal das Instrument anfangen zu lernen, was dein wirklicher wunsch ist, wernn du begabt bist, schaffst du das ganz leicht.
Wenn du nicht musikalisch bist, dann würd ich die Finger ganz von der musik lassen, das Schlimmste in der Musik ist Dilletantismus, der gehört hier nicht hin.
Tschüß

Die Sache mit dem Compi
Hallo, Gernot,

die Sache mit dem Compi ist glatt gelaufen. Natürlich war die Schreierei erst groß, als mein Patenkind dann doch nur die 300 MHz-Maschine bekommen hat…

Verdammmt! Man kann es einfach nicht jedem recht machen!

Klar sind die Eltern jetzt auch noch beleidigt, aber das kriege ich hin!

Über alles andere reden wir lieber nächsten Mittwoch in der Musikgruppe mit den anderen Eltern.

Ich danke Dir. Liebe Grüße an die ganze Familie :smile:
Andreas

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Moin Aaron

Hi, warum hast du denn Klavier gelernt ? spielst du es denn
gern oder nicht ?

Doch - ich spiele sehr gerne Klavier.
Momentan habe ich zwar keins, aber das wird schon wieder. :smile:

wenn nicht, dann lernt man doch das Instr., was man gern
lernen möchte, und nicht , was einem aufgezwungen wird.

Gutes Argument.
Ich sehe da nur ein kleines Problem.
Ich habe schon Familien erlebt, da fing das Kind mit ner
Blockflöte an.
Nach einiger Zeit wollte es Gitarre spielen lernen - also bekam
es eine Gitarre.
Ein Jahr später war es eine Trompete.
Und wieder ein Jahr später Klavier.

Da ist ja auch noch der wirklich „minimale“ Kostenfaktor, gelle?
So ein Instrument kostet auch eine Menge Geld.
Sicherlich muß es nicht sofort ein Instrument sein, mit dem
man auf Konzerttournee gehen kann - aber auch ein Übungsinstrument
kostet einiges.
Dann kommt der Unterricht dazu, Noten, uU Fahrkosten etc.

Du müßtest doch wissen ,das in der Musik alles seine eigenen
Gesetze gemäß der Begabung hat,

Mag sein. Mir ging es aber um etwas ganz anderes.
Mich würde vielmehr interessieren, warum der Kleine so plötzlich
von heute auf morgen nicht der Flöte spielen will.
Ich vermute da einen etwas anderen Hintergrund als eine
„musikalische“ Weiterentwicklung.

so wie du es schilderst, hast du von Anfang an das falsche
Instrum, gelernt.

Wie gut, daß Du das so einfach beurteilen kannst. *g*

würde endlich mal das Instrument anfangen zu lernen, was dein
wirklicher wunsch ist, wernn du begabt bist, schaffst du das
ganz leicht.

Das mit dem wirklichen Wunsch ist gar nicht so einfach.
Ich spiele seit meinem 5ten Lebensjahr Klavier.

Mit 12 habe ich angefangen Gitarre zu lernen, weil ich noch
ein Instrument spielen wollte, daß ich im Bedarfsfalle mitnehmen
kann.
So ein Klavier transportiert sich halt schwerlich.

Zwei Instrumente allerdings gibt es, gegen die ich schon immer
eine Aversion hatte. Geige und Blockflöte. *argh*
Aber das ist natürlich meine persönliche Meinung.

Später habe ich noch „Ausflüge“ unternommen und angefangen
Saxophon zu lernen und auch Schlagzeug und noch einige andere
Sachen.
Die „Ausflüge“ mito Sax und Drums konnte ich mir aber nur leisten,
weil ich Leute kannte, bei denen ich die Dinger immer wieder mal
spielen konnte, sodaß sich die Kosten in Grenzen hielten.
Hab’ aber ziemlich schnell festgestellt, daß das Klavier viel
eher meine Domäne ist.
Saxophon und Schlagzeug waren zwar cool aber darin konnte ich
nie mehr als dilletieren.
Das Sax finde ich immer noch absolut oberspitzenmäßig und ich
höre sowas auch sehr sehr gerne.
Aber selber spielen? Nö - muß ja nicht. :smile:

Wenn du nicht musikalisch bist, dann würd ich die Finger ganz
von der musik lassen, das Schlimmste in der Musik ist
Dilletantismus, der gehört hier nicht hin.

Doch doch - musikalisch bin ich zweifellos.
Wurde mir zumindest von diversen Leuten bestätigt.
Danke schön für Deine Empfehlung, aber ich denke mal, für die
Entscheidung, ob ich weiter Musik mache oder nicht benötige ich
Deine Hilfe dann doch eher nicht.
Weit über 20 Jahre aktive Musik - absolutes Gehör, mehrere
Klavierkonzerte (Beethoven, Rachmaninov, Chopin, Schumann etc.) -
mehrere Jahre Bassist und Keyborder in verschiedenen Bands (Pop,
Rock, Swing, Jazz) und einigen pianistischen Spontaneinlagen in
verschiedenen sog. Pianobars in den letzen Jahren.
Auch wenn ich mich selbst nicht als Profi bezeichne, aber gehört
sowas noch zum Dilletantismus?

Gruß, masc

Aber, Andreas…

hey, hey, Dein Kind ist 5 Jahre alt. In diesem Alter weiß man doch gar nicht so genau, was einem Spaß macht. Man probiert viele Dinge aus. Das gehört nun mal zu einer gesunden Entwicklung. Und „Karriere“ ist für ein Kind nicht wirklich wichtig. Wenn er Erwachsen ist, wird er noch Zeit genug dafür haben.

Außerdem müßt ihr ausschliessen, ob er nicht nur zu eurem Wohl und Ansehen Blockflöte spielen muß.

Hallo Sascha,

unter diesem Gesichtspunkt habe ich die Sache noch gar nicht betrachtet. Wahrscheinlich haben Sie Recht…

Danke,
Andreas

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