Moin Aaron
Hi, warum hast du denn Klavier gelernt ? spielst du es denn
gern oder nicht ?
Doch - ich spiele sehr gerne Klavier.
Momentan habe ich zwar keins, aber das wird schon wieder. 
wenn nicht, dann lernt man doch das Instr., was man gern
lernen möchte, und nicht , was einem aufgezwungen wird.
Gutes Argument.
Ich sehe da nur ein kleines Problem.
Ich habe schon Familien erlebt, da fing das Kind mit ner
Blockflöte an.
Nach einiger Zeit wollte es Gitarre spielen lernen - also bekam
es eine Gitarre.
Ein Jahr später war es eine Trompete.
Und wieder ein Jahr später Klavier.
Da ist ja auch noch der wirklich „minimale“ Kostenfaktor, gelle?
So ein Instrument kostet auch eine Menge Geld.
Sicherlich muß es nicht sofort ein Instrument sein, mit dem
man auf Konzerttournee gehen kann - aber auch ein Übungsinstrument
kostet einiges.
Dann kommt der Unterricht dazu, Noten, uU Fahrkosten etc.
Du müßtest doch wissen ,das in der Musik alles seine eigenen
Gesetze gemäß der Begabung hat,
Mag sein. Mir ging es aber um etwas ganz anderes.
Mich würde vielmehr interessieren, warum der Kleine so plötzlich
von heute auf morgen nicht der Flöte spielen will.
Ich vermute da einen etwas anderen Hintergrund als eine
„musikalische“ Weiterentwicklung.
so wie du es schilderst, hast du von Anfang an das falsche
Instrum, gelernt.
Wie gut, daß Du das so einfach beurteilen kannst. *g*
würde endlich mal das Instrument anfangen zu lernen, was dein
wirklicher wunsch ist, wernn du begabt bist, schaffst du das
ganz leicht.
Das mit dem wirklichen Wunsch ist gar nicht so einfach.
Ich spiele seit meinem 5ten Lebensjahr Klavier.
Mit 12 habe ich angefangen Gitarre zu lernen, weil ich noch
ein Instrument spielen wollte, daß ich im Bedarfsfalle mitnehmen
kann.
So ein Klavier transportiert sich halt schwerlich.
Zwei Instrumente allerdings gibt es, gegen die ich schon immer
eine Aversion hatte. Geige und Blockflöte. *argh*
Aber das ist natürlich meine persönliche Meinung.
Später habe ich noch „Ausflüge“ unternommen und angefangen
Saxophon zu lernen und auch Schlagzeug und noch einige andere
Sachen.
Die „Ausflüge“ mito Sax und Drums konnte ich mir aber nur leisten,
weil ich Leute kannte, bei denen ich die Dinger immer wieder mal
spielen konnte, sodaß sich die Kosten in Grenzen hielten.
Hab’ aber ziemlich schnell festgestellt, daß das Klavier viel
eher meine Domäne ist.
Saxophon und Schlagzeug waren zwar cool aber darin konnte ich
nie mehr als dilletieren.
Das Sax finde ich immer noch absolut oberspitzenmäßig und ich
höre sowas auch sehr sehr gerne.
Aber selber spielen? Nö - muß ja nicht. 
Wenn du nicht musikalisch bist, dann würd ich die Finger ganz
von der musik lassen, das Schlimmste in der Musik ist
Dilletantismus, der gehört hier nicht hin.
Doch doch - musikalisch bin ich zweifellos.
Wurde mir zumindest von diversen Leuten bestätigt.
Danke schön für Deine Empfehlung, aber ich denke mal, für die
Entscheidung, ob ich weiter Musik mache oder nicht benötige ich
Deine Hilfe dann doch eher nicht.
Weit über 20 Jahre aktive Musik - absolutes Gehör, mehrere
Klavierkonzerte (Beethoven, Rachmaninov, Chopin, Schumann etc.) -
mehrere Jahre Bassist und Keyborder in verschiedenen Bands (Pop,
Rock, Swing, Jazz) und einigen pianistischen Spontaneinlagen in
verschiedenen sog. Pianobars in den letzen Jahren.
Auch wenn ich mich selbst nicht als Profi bezeichne, aber gehört
sowas noch zum Dilletantismus?
Gruß, masc