Große technische Schwierigkeiten!
Wenn Du alles auf Festplatte
aufzeichnest und dann sichtest, wirst Du bestimmt mit 2-3
kompletten Songs pro Stunde rechnen können. Außerdem kannst Du
„verhunzte“ Aufnahmen des gleichen Songs jeweils in ein
gemeinsames Verzeichnis legen und dann zusammenwurschteln
(z.B. Aufnahme#1: Anfang verhunzt, Aufnahme#2:Ende verhunzt,
Aus 2 mach 1: kein Problem).
Von obskureren Möglichkeiten, wie das rausfiltern der
Moderatorenstimme (technisch auch nicht das Problem),
will ich jetzt gar nicht erst anfangen.
Ich weiß, warum Du damit nicht anfangen willst :o)
Ich halte es zwar für nicht völlig ausgeschlossen, daß man durch Aneinanderkleben von Anfang und Ende eines Tracks eine wie unversehrt wirkende Kopie zustandebringt. Was aber das Herausfiltern der Moderatorstimme betrifft: wie willse det machen? Der sog. Karaoke-Filter eliminiert schlicht den Monoanteil, ist die Stimme (Gesang oder Moderator) aber z. B. durch einen Chorus-Effekt oder Stereo-Reverb aufgepeppt bleibt ein großer Teil im Mix drin. Dazu kommt, daß die Stimme oft zwar der prominenteste, aber nicht der einzige Monobestandteil im Song ist, so daß es durchaus zu erkennen wäre, wenn da manipuliert wurde. Von wegen „technisch auch nicht das Problem“! Entwickle Du einen Stimmenfilter der regelmäßig so exakt arbeitet, daß seine Ergebnisse einer eingehenden strafrechtlichen Untersuchung standhalten und Du kannst Dir schon mal einen Geldspeicher bauen lassen :o)
Weiteres Problem:
Viele Sender kennzeichnen die von ihnen gesendeten Songs mit folgenden unauffälligen Tricks:
1) Track läuft mit minimal veränderter Geschwindigkeit.
Das könntest Du zwar ungenau korrigieren oder im Streitfalle - Deine Festplatte wurde bereits beschlagnahmt - behaupten, du habest das selber gemacht, um den Titel an einen anderen zum Überblenden anzupassen, aber das könnte höchstens Auffälligkeiten weniger Titel Deiner Sammlung erklären.
2) Kleine, sauber eingeflickte musikalische Arabesquen, die eigens für den Song produziert werden und recht unauffällig im Mix verschwinden, z. B. ein Synthiesound, der für ein paar Takte dem Background folgt und umspielt.
Und damit spreche ich nicht von diesen in den Song platzierten Jingles, in denen der Sendername reingesungen wird, sondern gewissermaßen von Micro-Remixes. Das wird zwar nicht von allen Sendern resp. Platten-Labels praktiziert (und von manchen davon auch nicht immer), kann aber doch dazu führen, daß die ein oder andere Aussage widerlegt werden kann.
Einen schö’n Advent wünscht
Der R o b.