Musik und Entspannung

Hallo,

Mag sein,das ich das auch im Musikbrett schreiben hätt können,aber ich glaube auch hier nicht ganz verkehrt zu sein.
Ich hab von Musik gehört,die zuverlässig Entspannungszustände hervorruft,indem die Gehirnwellen auf einen ausgeglichenen Wellenbereich eingependelt werden,sogar soweit das Zustände der Versenkung erreicht werden können,die sonst nur Zenmeister,die 10 Jahre und mehr geübt haben erfahren.
Dabei besteht die Musik aus 3 Ebenen:
1.Die deutlich hörbaren Klänge,die sofort wahrgenohmen werden
2.Ein Hintergrundrauschen
3.Binaurale Rhythmen,Klänge,die nicht mehr bewußt wahrgenohmen werden können.

Was könnt ihr hierzu sagen?Hat damit jemand Erfahrung?

Gruß und danke
Matthias

geldverdienerei
hi,

erstmal „sorry“, da dies keine antwort im experten-sinne ist und ich dir eine solche musik nicht empfehlen kann. ich glaube, dass entspannung mit musik durchaus gut funktioniert, wenn aber irgendwer von 10 jahren zen-erfahrung spricht, die für 14.99 erreichbar wird, habe ich so meine zweifel und vermute pure abzocke von menschen, die im konsumzeitalter wirklich noch nie probiert haben, sich mal 5 minuten in einer stillen umgebung hinzusetzen und zu meditieren. hilfreiche musik zu benutzen ist gut, da kann man mal in jeder cd-abteilung stöbern. aber ob es jetzt meeresrauschen, wal-rülpsen oder windheulen ist- ist doch egal.

in einer fernesehsendung habe ich mal von einem dortmunder geschäft gehört, in dem man für kleines geld seine mittagspause in der city auf einer entspannungsliege mit köpfhörer auf den ohren verbringen kann. die benutzten eine „wissenschaftlich optimierte“ klangmusik zur entspannung, was das ist (ausser geldverdienen?) kann ich leider nicht sagen.

Hallo Matthias,

zum Aspekt „Zen“ fühle ich mich inkompetent.

Nach meinen - allerdings unsystematischen, nur fallweisen - Erfahrungen in einer psychiatrischen Klinik gibt es keine Musik, die „zuverlässig“ bei allen Menschen (hier: Patienten) in gleicher Weise Entspannung hervorruft, wohl aber konnte ich mit ein bißchen Geduld immer eine Handvoll Musikstücke finden, auf welche der jeweilige Patient ansprach.

Wie erwartet, handelte es sich dabei nie um Rap oder was Zyniker sonst heutzutage für Musik ausgeben, sondern um den guten alten Bach (z.B. Goldberg-Variationen - kein Wunder, sind sie ja eigens zum Zweck der Entspannung komponiert!), um Mozart (Laudate dominum aus KV 339, nicht KV 321) oder Beethoven (2. Satz des Violinkonzerts). Auch mit langsamen Sätzen aus Mozarts Sinfonien sind meine Patienten gut zurechtgekommen.

mfg
Klaus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]