Hallo,
ich hatte nun schon das zweite mal das Vergnügen, dass der Mieter von über mir kam und meinte mein Film wäre zu laut und deren Baby könnte nicht schlafen.
Muss ich mein Leben nun vollkommen nach einem fremden Baby anpassen?
Die Lautstärke war wirklich Zimmerlautstärke und ich selber konnte einen Raum weiter gar nichts mehr hören.
Da es eben ein Film war gab es ab und zu Szenen, in denen der Bass etwas mehr wurde. (Spannungsaufbau, etc) Muss ich alles wegen einem Baby nun in Mono hören?
Das selbe ist mir schon einige Tage vorher passiert, als ich neben der Arbeit Musik gehört habe. Es war gegen 11 Uhr und das Baby sollte schlafen. Ich habe bei der Arbeit die Musik recht angenehm, so dass ich mich auf meine Bildbearbeitungen auch noch konzentrieren kann. Als Fotograf mit vielen Stunden, die man vorm PC sitzt, braucht man etwas Musik, um bei der Sache zu bleiben. Und es war wirklich kein Hardcore-Metal oder Techno. Bissen Sting, Muse etc.
Aber wieder war es zu laut und das Baby konnte angeblich nicht schlafen.
Muss ich mich in meiner Persönlichkeit und meiner Arbeit soweit einschränken, wegen eines fremden Babys?
Und wer ersetzt mir die Arbeitsstunden?
Kann das bisschen Bass, was ich habe nach oben in eine andere Wohnung gelangen?
Ich zahle für die Wohnung echt einen Haufen Geld und fühle mich doch sehr eingeschränkt.
Wegen dem Baby sollte ich am besten ab 18 Uhr kein TV mehr sehen und keine Musik hören aber ist das rechtens? Wer mag schon alleine in seiner Wohnung in der Stille sitzen?
Was soll ich tun?
Ich danke für eure Antworten
Viele Grüße
Lars
Meiner Meinung nach: diese Problem sollte gut mit Nachbarin ehrlich gesprochen werden. Da du dein Problem bewusst beschreibst, solltest du auch mit deine Nachbarin auf ehrlicherweise klären - z.B. ein offener Gespräch suchen. Aus meiner Sicht würde ich die Nachbarin bitten, einen Termin vereinbaren, fuer einen Lärmbelastungstest, das heisst, dass du sie bittest, beim Einstellen von bestimmter Lautstärke, die Wohnung deiner Nachbarin besuchst und aufmerksam beobachtest.
nur so als Anmerkung: es geht nicht nur u.U. um Lärm, sondern auch um Bässe (Schwingungen), die enorm nerven können… Vielleicht kann der UP ja mal ausprobieren - gemeinsam mit den Kindseltern - ob es sogar ausreicht, die Bässe runterzudrehen.
und an den UP: nicht nur Deine Lebensfreude wird eingeschränkt. Wenn Du tun und lassen möchtest, was Du willst, dann kauf Dir ein Haus und verzichte auf Nachbarn im Umfeld.
Besten Gruß
A.A.
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Ich würde auch als erstes einen Termin mit den Nachbarn vereinbaren und gemeinsam mit ihnen feststellen, bei welchen Einstellungen deine Schallemissionen nicht mehr gehört werden.
Bässe übetragen sich oft durch sog. Körperschall. Vielleicht lassen sich erhebliche Verbesserungen erzielen, wenn du deine Boxen so aufstellst, dass sie akustisch von allen Wänden und Böden entkoppelt sind.
Dass du in einem anderen Zimmer nichts hörst, die Leute über dir aber schon, kann gut sein. In vielen Gebäuden sind die Geschossdecken sehr schlechte Schallbarrieren.
Ich finde auch, dass du Verständnis für deine Nachbarn aufbringen solltest. Wenn man ständig von fremden Basslines heimgesucht wird, und sei sie auch noch so leise, ist das ausgesprochen nervig. Da bevorzuge ich im Zweifelsfall sogar Baulärm.
Das hilfreichste ist auf jeden Fall, wenn Ihr Euch besser kennenlernt. Merkwürdigerweise ticken wir so, dass wir wesentlich toleranter gegenüber Schallemissionen sind, wenn wir mit demjenigen befreundet sind, von dem sie stammen. Also, einfach mal ein Bier zusammen trinken ist möglicherweise die wichtigste Maßnahme.
Dass du Arbeitsausfall wegen mangelnder Möglichkeit Musik zu hören geltend machen willst, und das auch noch in einer vermutlich zu Wohnzwecken angemieteten Wohnung - hm, ganz ehrlich, das ist abenteuerlich 
Alles Gute für die Entwicklung Eurer Nachbarschaft! M