Musik von Langspielplatten auf CD übertragen?

Hallo liebes Forum,

ich bin leidenschaftliche Langspielplatten-Sammlerin. Jetzt habe ich mich gefragt, ob es vielleicht eine Möglichkeit gibt, Musik von Langspielplatten auf z.B. eine CD zu übertragen da ich in meiner Wohnung keinen Plattenspieler habe. Wäre nett, wenn mir jemand helfen kann.

LG Silke

Hallo
es gibt z.b. für teures Geld sowas:
http://www.conrad.de/ce/de/product/303560/
damit kann man ohne PC das Problem lösen.
Falls du aber einen Pc bereits hast - und davon gehe ich aus, weil du hier diesen Beitrag geschrieben hast :wink: - kann man z.b. sowas nehmen:
http://www.reichelt.de/Plattenspieler-Vorverstaerker…&
und mit dem PC und einer entsprechenden Software (z.b. Audacity)die Aufnahmen digitalisieren.

gruß,
Stefan

Hi
nicht ohne Plattenspieler… so es in deiner Wohnung geschehen sollte.
Wo sammelst du schallplatten, und zu welchem Zweck wenn du keinen Plattenspieler besitzt? Und wenn du dann einen besitzt, da du ihn ja brauchst um die auf Platten enthaltenen „Daten“ zu überspielen, erübrigt sich ja auch der Grund deines Wunsches.

Um die bereits empfohlenen würde ich einen weiträumigen Bogen machen, beim ersten ist der finanzielle Verlust nicht so groß wie beim 2ten.

pita

Hallo,

wenn noch irgendwo ein Plattenspieler zur Verfügung steht, dann ist es meist auch möglich via Cinch-> 3,5 Klinke einfach die Audiosignale vom Plattenspieler (eventuell mit Verstärker dazwischen und den PC einfach als Tape anschließen) in den LineIN der Soundkarte zu jagen und mittels schon angesprochenem Audacity o.ä. aufzunehmen.

Das wären dann quasi keine Zusatzkosten (die Adapter gibts fürn paar Euro an jeder Ecke wo es was zu Audio oder Computerzubehör gibt).

Hallo Silke,

möglich ist es natürlich schon, von anderen wurde dir ja schon erklärt, wie das gehen kann.
Aber empfehlen kann ich es so recht nicht.
Es ist letztlich viel Arbeit, wenn man es richtig machen will.
Ob es sich lohnt, wenn man eine fertige CD kaufen kann, ist bei dem Zeitaufwand fraglich.
Selbstgebrannte CDs funktionieren des öfteren nicht in jedem CD Player und sind nicht sonderlich lange haltbar.
Nicht immer erkennen die Programme den Titelanfang richtig (Track-Marker); bei Klassik funktioniert es überhaupt nicht zuverlässig; ein Knacker kann die ganze Pegeleinstellung zunichte machen; wenn man das Plattenrauschen eliminieren will, muß dies sorgfältig geschehen, da sonst die Tonqualität leidet. Wenn du ein gutes Ergebnis haben möchtest, mußt du gut und gerne eine halbe bis 1 Stunde pro LP opfern, bis du mit der Bearbeitung fertig bist und brennen kannst.
Das lohnt sich eigentlich nur bei LPs, die es nicht als CD zu kaufen gibt.

Gruß Heinz

Vielen Dank an euch für die schnellen Antworten auf meine Frage.

@ PITA: Der Plattenspieler sowie meine Plattensammlung steht noch in meinem alten Zimmer im Haus meiner Eltern.

Wo sich auch der PC befindet oder der transportable hin kommt?
wenn PC und ausreichend Plattenplatz (9mb/min erstmal) vorhanden ist und der Plattendreher an einem gewöhnlichen Vor- oder Vollverstärker hängt, brauchst du nur Tape-out des Verstärkers mit Line-in der Soundkarte des PCs zu verbinden, eine Recordingsoftware (Audacity z.B.) zu starten, auszusteuern und aufzunehmen.
Sollte es ein laptop sein müsste man näheres über die Ausstattung wissen, aber aufgrund der windigen Soundchips eher auf ein externes USB-Interface zurückgreifen.

Heinz hat Recht - es ist Arbeit.
Aufnahme in Echtzeit, Restaurieren, Schneiden, Brennen - und wenn man schon so weit ist, noch eben MP3 draus gemacht und getagged… da vergeht schon 1-2 Stündchen pro Scheibe. Meiner ansicht nach lohnt das nur mit Platten die einen exzellenten erhaltungszustand haben, totale Raritäten sind und NICHT auf CD veröffentlicht wurden… sonst würd ich eher in nen Laden gehn und die CD kaufen.

je nach Soundkarte brauchst du dann ein stereo Cinch-to-3.5mm-Klinken-Kabel oder solltest du eine hochwertige Soundkarte im Rechner haben normale Cinchkabel. Auch bei einem externen USB-audio-Interface wäre bei den besseren gängige Cinchkabel nötig

NAD C 715

Hallo
es gibt z.b. für teures Geld sowas:
http://www.conrad.de/ce/de/product/303560/
damit kann man ohne PC das Problem lösen.

Hallo Stefan,
teures Geld? Na ja, ein halbwegs guter Plattenspieler mit halbwegs gutem Toanabnehmersystem kostet immer noch das 3 bis 10fache.
Ich selbst habe so einen Billigspieler gekauft - der Klang ist einfach grausig!

Ich kann nur von mir sprechen:
Ich besitze jetzt einen NAD C715, der die ihm zugespielte Musik in mp3 auf einen Stick umwandelt. Das geschieht hervorragend.
Ich werde mir in Zukunft wieder einen vernünftigen Plattenspieler zulegen, um dann meine Schätze sicher und in guter Qualität zu archivieren(ja, ich weiss, dass mp3 nicht an das Klangnieveau einer guten Plattenspiler/Tonabnehmer Kombination herankommt, aber ist immer noch besser als dieser Plattenspieler mit USB oder CD Mist). Man muss nicht unbedingt die 1000er Grenze überschreiten, um Qualität zu bekommen (NAD schon für nur 700 zu haben, als Beispiel).
Ich persönlich habe viele LPs, die es so nicht mehr als CDs gibt.

MFG
Pluto

Wenn du ein gutes Ergebnis haben möchtest, mußt du gut und gerne eine halbe bis 1 Stunde pro LP opfern, bis du mit der Bearbeitung fertig bist und brennen kannst…

Hallo Silke, Heinz und Mitleser,

bei mir liegt der Durchschnitt bei etwa zwei Stunden je LP. Weil ich aber nur LPs wandle, die mir auch gefallen, investiere die Zeit gerne, denn dabei höre ich auch mal wieder intensiv zu.

Zuerst nehme ich je eine Plattenseite als .WAV-Datei auf die Festplatte auf: Plattenspieler über HiFi-Verstärker auf die PC-Soundkarte und aufnehmen mit Audacity. Lautstärke-Aussteuerung lieber etwas zu leise.

Irgendwann später teile ich die Aufnahmen in die einzelnen Lieder, und passe die Lautstärke an, dass gerade nicht übersteuert wird. Das geht auch gut mit Audacity.

Wenn die Platte schon etwas knistert und knackst, kommt vor dem Zurechtschneiden das tolle Programm „Rillenputz“ zum Einsatz. Das arbeitet sehr gut, man muss sich allerdings in die Materie einarbeiten.

Zuletzt werden aus den einzelnen WAV-Dateien zwei gleiche Audio-CDs gebrannt (gleich eine Sicherungskopie), selbstverständlich im CDDA-Text-Format, damit der CD-Spieler auch Titel und Interpret anzeigen kann. Und die CD-Hülle bekommt selbstverständlich auch ein passendes Booklet und Inlay.

Insgesamt macht das aber Spaß.

Bernhard

PS: Schallplatten haben eine Auflösung von ca. 12 bit, da bleibt genügend Reserve, wenn man WAV mit 16 bit wählt und nicht gleich voll aussteuert. Ausßerdem genügt oft die Qualität der eingebauten Soundkarte.

Hallo
es gibt z.b. für teures Geld sowas:
http://www.conrad.de/ce/de/product/303560/
damit kann man ohne PC das Problem lösen.

Hallo Stefan,
teures Geld? Na ja, ein halbwegs guter Plattenspieler mit
halbwegs gutem Toanabnehmersystem kostet immer noch das 3 bis
10fache.
Ich selbst habe so einen Billigspieler gekauft - der Klang ist
einfach grausig!

Hallo,
für mich ist der Plattenspieler-CD-Brenner deshalb zu teuer, weil er weder fisch noch fleisch ist. Ich möchte behaupten, dass er wahrscheinlich auch nicht oder nur unwesentlich besser von der Aufnahme Qualität ist als die 59 Euro Billig-Krücke.

Ein guter Plattenspieler kostet einfach richtig Kohle, nicht zuletzt weil ja auch ein bisschen Masse dran sein soll um einen guten gleichbleibenden Hörgenuss zu ermöglichen, schau dir doch die Plastikschachteln mit Tonärmchen an :smiley:

Eine andere Sache entschärft das ganze allerdings wieder ein bissle:

  • wie alt ist die Hörerin / der Hörer (kann sie/er die Nuancen auch mit dem Ohr noch aufnehmen oder macht das Hörvermögen einen Kauf der besten Anlage überhaupt Sinn?) Schon mit meinen 35 Jahren hör ich um einiges schlechter als mit z.b. 20 noch…

gruß
Stefan

Hallo Stefan,
ja, Du hast Recht, dieses seltsame Kombigerät ist dafür zu teuer. Es wird noch nicht einmal angegeben, welches Tonabnehmersystem es hat.

ALTER? Ist irrelevant. Man hat schon vor Jahrzehnten Tests mit Menschen hohen Alters gemacht, die zwar einerseits die hohen Töne nicht mehr hören konnten, andererseits aber soch deutliche Unterschiede heraushören konnten zwischen guten und schlechten Musikquellen.
Ich bin 54 Jahre, habe Tinnitus, kann wohl auch die hohen Töne nicht mehr gut hören - trotzdem erkenne ich deutliche Unterschiede z.B. zwischen meinem Billigplattenspieler und einer guten CD. Ganz zu schweigen von den Unterschieden bei Kopfhörern. Ich habe den AKG K1000 und noch keinen gehört, der besser klingt.
Man kann auch im Alter sein Gehör noch schulen.
Bis dann,
MFG
Pluto