Musik von Mozart

Liebe Experten,
ich habe vor einiger Zeit in einem Seminar eine nur am Rande hingeworfene Erklärung dafür gehört, warum sich gerade Mozart so gut zur Beruhigung eignet, warum Schwangere ihren ungeborenen Babies Mozart vorspielen etc.
Es hat irgendetwas mit einem „inneren Rhythmus“ in Mozarts Musik zu tun, die genaue Bezeichnung habe ich eben leider vergessen. Weiß jemand Bescheid?
Danke, Irene

P.S. Vielleicht passt das eher ins Musik-Experten-Forum?

Hallo Irene,

hier einige vielleicht interessante Links dazu:

http://www.wissenschaftlichemusiktherapie.de/12_Horm…
http://www.swr.de/buffet/teledoktor/1998/04/27/
http://www.lzg-rlp.de/Gesundheitstelefon/160603.html
http://www.maja-langsdorff.de/medprena.htm
http://www.skeptischeecke.de/Worterbuch/Mondphasen/M…
http://science.orf.at/science/news/9822
http://science.orf.at/science/news/47225
http://hrz.uni-paderborn.de/ibff/downloads/Musische%…

Vielleicht findest du in einem der Texte ja den gesuchten Begriff.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Danke sehr, ich werde mich durchschmökern!
Irene

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Hallo Irene,

siehe auch im Archiv unter „Mozarteffekt“:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

P.S. Vielleicht passt das eher ins Musik-Experten-Forum?

Wenn schon, dann bitte ins Brett „Klassische Musik“.

Grüße
Wolfgang

Hallo Irene,

in den Links von Thomas und Wolfgang findest du die „Bezeichnung“ für deine Anfrage.
Ich möchte kurz die Frage beantworten, die du nicht gestellt hast :smile:

Nämlich nach dem Sinn der von dir zitierten Erklärung. Ohne jetzt in die verwirrenden Jungles der Musiktherapie uns zu begeben und die Grundlagen der Musikanalyse hier zu offenbaren, sei gemerkt, daß

  1. die Musik normalerweise mit dem Rhythmus arbeitet, der menschlicher Herkunft und wirksam auf Menschen ist. So zeigt das Beispiel mit dem Vergleich der Wirkung von der Musik Mozarts und Glass’, daß hier nur der Rhythmus pur wirkt, nicht speziell eine konkrete Musik.
  2. die Rezeption der Musik von Mozart ohne eine gewisse Schulung oder Aneignung der kulturellen Codes unmöglich ist. So ist die Idee mit Babys ein Unsinn. Eine psychedelische Weltmusik oder - noch einfacher - bestimmte Töne im bestimmten Rhythmus würden besser wirken.
  3. die Genialität Mozarts u.a. darin sich äußert, daß Proportionen (d.h. der Rhythmus im Großen, die Architektonik) seiner Werke den allgemeinen Gesetzen des goldenen Schnittes entsprechen. Allerdings ist er auch darin nicht alleine. Das macht ihn trotzdem zu Maß aller musikalischen Dinge. Weswegen kann man verstehen, daß musikalische Laien immer wieder zunächst zu seiner Musik greifen, sobald sie etwas von Musik überhaupt wissen. Das korreliert mit dem von dir zitierten schwammigen Begriff „der innere Rhythmus“ nur bedingt.

Viele Grüße

Vergleich und goldener Schnitt - Nachfragen
Hallo Peet,

ich habe zwei Nachfragen:

Vergleich der Wirkung von der Musik Mozarts und Glass’

Ist dieser Vergleich irgendwo gezogen worden? Kann man das nachlesen?

Werke den allgemeinen Gesetzen des goldenen Schnittes entsprechen

Auch das würde ich gerne nachlesen. Weißt du, wo das ausgeführt ist?

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Links dazu
Hallo Thomas,

zu deiner ersten Frage hast du selbst die Antwort geliefert, es steht nämlich in deinem Link:

http://science.orf.at/science/news/9822

Im Moment streikt der Link, es ist aber vorübergehend, denke ich.

Zu dem goldenen Schnitt in der Musik gibt es sehr viel Literatur. Auf die schnelle:

http://www.personal.uni-jena.de/~x8moma/goldenerschn…
http://www.mcs.surrey.ac.uk/Personal/R.Knott/Fibonac…
weiter bei google :smile:

Viele Grüße

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Danke sehr! Sehr informativ! owT.

Hallo Peet

Hallo Irene,

in den Links von Thomas und Wolfgang findest du die
„Bezeichnung“ für deine Anfrage.

Bitte nenne mir diese :wink: Habe die Artikel durchgelesen, mich würde interessieren, welchen Begriff du meiner „Bezeichnung“ zuordnest.

Ich möchte kurz die Frage beantworten, die du nicht gestellt
hast :smile:

Ja, bitte.

Nämlich nach dem Sinn der von dir zitierten Erklärung. Ohne
jetzt in die verwirrenden Jungles der Musiktherapie uns zu
begeben und die Grundlagen der Musikanalyse hier zu
offenbaren

wäre aber durchaus interessant!

  1. die Musik normalerweise mit dem Rhythmus arbeitet, der
    menschlicher Herkunft und wirksam auf Menschen ist. So zeigt
    das Beispiel mit dem Vergleich der Wirkung von der Musik
    Mozarts und Glass’, daß hier nur der Rhythmus pur wirkt, nicht
    speziell eine konkrete Musik.
  2. die Rezeption der Musik von Mozart ohne eine gewisse
    Schulung oder Aneignung der kulturellen Codes unmöglich ist.

Das verstehe ich nicht (Punkt 2), interessiert mich aber, bitte nochmal für Laien. Danke.

  1. die Genialität Mozarts u.a. darin sich äußert, daß
    Proportionen (d.h. der Rhythmus im Großen, die Architektonik)
    seiner Werke den allgemeinen Gesetzen des goldenen Schnittes
    entsprechen.

Aha: ist das gleichzusetzen mit der Bezeichnung: „Ausgewogenheit zwischen Rhythmus, Harmonie und Melodie“?

Allerdings ist er auch darin nicht alleine. Das
macht ihn trotzdem zu Maß aller musikalischen Dinge. Weswegen
kann man verstehen, daß musikalische Laien immer wieder
zunächst zu seiner Musik greifen, sobald sie etwas von Musik
überhaupt wissen. Das korreliert mit dem von dir zitierten
schwammigen

sorry, wusste es nicht besser zu umschreiben

Begriff „der innere Rhythmus“ nur bedingt.

Viele Grüße

Danke!

Danke vielmals. Über den Mozarteffekt bin ich ziemlich weit gekommen. Sorry für die Bezeichnung „Musik-Experten-Forum“ - was ist daran eigentlich so verwerflich?
Irene

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Musik-Bretter im w-w-w
Hallo Irene,

Sorry für die Bezeichnung „Musik-Experten-Forum“ -
was ist daran eigentlich so verwerflich?

Verwerflich ist überhaupt nichts dran.
Es gibt halt nur zwei Bretter hier: „Musik“ und „klassische Musik“, und da wollte ich darauf hinweisen, dass Diskussionen über Mozart eben zu Klassik gehören, nicht zu Musik allgemein (denn in dem Brett geht es eher um U-Musik).

Grüße
Wolfgang

Danke, jetzt verstehe ich und verstehe auch, dass du mich nicht angepflaumt hast sondern mich informieren wolltest. Irene

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Mozart und Effekte
Hallo Irene,

da wir uns hier im Brett Psychologie unterhalten, nur kurz, ok?

in den Links von Thomas und Wolfgang findest du die
„Bezeichnung“ für deine Anfrage.

Bitte nenne mir diese :wink: Habe die Artikel durchgelesen, mich
würde interessieren, welchen Begriff du meiner „Bezeichnung“
zuordnest.

Berüchtigte „Mozart-Effekt“.

  1. die Rezeption der Musik von Mozart ohne eine gewisse
    Schulung oder Aneignung der kulturellen Codes unmöglich ist.

Das verstehe ich nicht (Punkt 2), interessiert mich aber,
bitte nochmal für Laien. Danke.

Schematisch aufgelistet wären es (mindestens) eine Ahnung von der Aufklärung, Wiener Klassik, klassischen Tonalität, Melodie, Harmonie, Polyphonie, Satzstruktur. „Eine kleine Nachtmusik“ wie „Zauberflöte“, „Rondo alla turca“ wie „Jupiter“-Sinfonie - sie alle sind nicht nur Fahrtstuhlmusik oder Begleitung zu Mozartkugeln, sondern viel mehr eine bedeutungsvolle Quintessenz der jahrhundetelangen Geschichte, die mitschwingt. Ein Buch wie von Alfred Einstein über Mozart wäre ein Beispiel, wie diese Kenntnisse vermittelt werden.

  1. die Genialität Mozarts u.a. darin sich äußert, daß
    Proportionen (d.h. der Rhythmus im Großen, die Architektonik)
    seiner Werke den allgemeinen Gesetzen des goldenen Schnittes
    entsprechen.

Aha: ist das gleichzusetzen mit der Bezeichnung:
„Ausgewogenheit zwischen Rhythmus, Harmonie und Melodie“?

Nein. Der goldene Schnitt in der Musik bedeutet (vereinfacht), daß sich Abschnitte im Verhältnis 2:3 oder 3:2 messbar (hörbar oder mindestens in der Taktzahl nachweislich) korrelieren. Je genauer der Fibbonacci-Reihe entlang, desto seltener. Mozart und Chopin sind beste Beispiele dafür.

Viele Grüße

Danke! owT

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