Muskelschwäche

Liebe ExpertInnen,
ich bin verzweifelt. Seit ca. 4 Monaten leide ich unter schwachen Beinen. Beim Stufensteigen ist es so, dass ich das Gefühl habe, als würden die Muskeln in den Beinen nicht genügend mit Energie versorgt. Ich spüre ein leichtes Ziehen in den Muskeln. Außerdem ist es auch so, dass meine Beine den ganzen Tag über irriert sind, ich kann es nicht anders beschreiben. Ich war schon bei mehreren Ärzten und alle sind ratlos. Restless Leg Syndrome wurde ausgeschlossen. Magensium im Blut ist trotz Magnesiumtabletten (Oxid, Carbonat und Citrat) grenzwertig. Ich merke auch Krämpfe in den Zehen, wenn ich sie abbiege, was aber nach der Einnahme von Mg wieder weg ist. Ich leider seit 10 Jahren an Bluthochdruck und habe 3 Wirkstoffe eingenommen. Die habe ich jetzt einmal abgesetzt, weil in den Packungsbeilagen steht, dass sie u. a. Magnesium und Kalium senken können und die Nervenleitung an die Musklen beinschränken können. Multiple Sklerose halten die Neurologen auch für unwahrscheinlich.
Wenn trotz dem Absetzen nichts herauskommt, was habt ihr denn noch für Ideen?

Hallo,

der Neurologe wäre noch ein guter Ansprechpartner, er ist derjenige in der Medizin, der sich am besten mit Nerven- (nicht überraschend) und Muskelerkrankungen (für viele schon überraschend) auskennt.

Gruß,

Manticor

Hallo, Martin,

da fällt mir auf Anhieb noch pAVK ein.
Eine Gefäßerkrankung, im Volksmund „Schaufensterkrankheit“ genannt.

Vielleicht in dieser Richtung suchen.
Gerade bei Bluthochdruck, verändern sich leider die Gefäße über die Jahre stark.

Ein CT der Becken-Bein-Gefäße mit Kontrastmittel sollte Aufschluss darüber geben.
Denn nicht jeder hat die klassischen Symptome.

Grüße
Ayse

Lieber Martin,

was ist denn bisher genau untersucht worden? Ist ein MRT von Kopf, Wirbelsäule, Oberschenkeln gemacht worden? Sind Messungen beim Neurologen gemacht worden? Ist eine Lumbalpunktion gemacht worden? Sind Blutwerte abgenommen worden, wenn ja welche?

Schreib mal mehr

Max

Lieber Max,
sehr lieb von dir, dass du nachfragst :smile: Danke!
Ich würde mich freuen, wenn du dir die Blutwerte unter https://dl.dropbox.com/u/583755/Blutbefund.pdf ansehen könntest.
Das einzige, das grenzwertig ist, ist das Magnesium, was ich aber nicht verstehen kann, weil ich Mg seit Wochen hochdosiert zu mir nehme (Mg Citrat)

Die 2 Neurologinnen, bei denen ich war haben meine Reflexe getestet und untersucht, ob es sich um einen Bandscheibenvorfall handeln könnte.

MRT wurden noch keine gemacht, genauso wenig Tests der Nervenleitgeschwindigkeit. Die letzte Neurolgin hat gemeint, dafür sehe sie keinen Anlass, weil alle Reflexe vorhanden seien. Von neurologischer Sicht sei alles in Ordnung.

Eine Angiologin hat einen Ultraschall an meinen Waden gemacht und meint, von angiologischer Sicht, sei alles in Ordnung.

Ich habe nun schon selbst Überlegungen angestellt: MS (halte ich von der Symptomatik eher für unwahrscheinlich)
Meine Lendenwirbelsäule ist etwas angeknackst sprich ich habe drei bis vier Mal im Jahr Schmerzen in der LWS so, dass ich mich nur gebückt fortbewegen kann. Die verschwinden aber nach ein paar Tagen. Ich glaube aber, dass mir aufgefallen ist, dass ich meinen Puls in den Beinen spüre und auch ein Zwicken in der LWS, wenn schlampig und weit mit dem Rücken auf der Sitzfläche (lümmeln) sitze. Von daher könnte es daher kommen.
Außerdem hab ich einen hartnäckigen grippalen Infekt seit ca. 4 Wochen. Vielleicht hat sich das Virus schon einmal in den Beinen „festgesetzt“.

Ich halte ein MRT der LWS für sinnvoll. Wie siehst du das?

Vielen Dank, dass du einem verzweifelten Menschen hilfst! Alles Liebe Martin

Hallo Martin,

du bist bei wirklich mehreren Neurologen gewesen und außer der körperlichen Untersuchung sind keine weiteren gelaufen? Wie ist denn der Bandscheibenvorfall ausgeschlossen worden? Über die Reflexe?

Such dir einen neuen Neurologen, einen vernünftigen. Was sagt der Hausarzt dazu?

Das Blutbild ist auch Indiz dafür, dass da jemand nicht mit der Absicht am Werk ist, wirklich eine Ursache zu finden.

Alles Gute

Max