Muslimischer Freitag

Hallo,
ich hab da mal ein zwei Fragen zum muslimischen Freitag:

  1. Bei den Juden begründet sich der Sabbat durch die Schöpfungsgeschichte (am siebten Tag ruhte Gott…) und bei den Christen begründet sich der Sonntag durch die Auferstehung des Herrn (am ersten Tag der Woche…). Wie begründet sich der muslimiche Freitag?

  2. Wie unterscheidet sich (durch Sitten und bestimmte Tätigkeiten, Riten etc.) der Freitag von den Werktagen? Darf am Freitag gearbeitet werden?

Vielen dank bereits im Voraus

Manfred

Hallo Manfred,
Ich kann dir nur zur zweiten Frage, eine
Antwort bieten:

  1. Wie unterscheidet sich (durch Sitten und bestimmte
    Tätigkeiten, Riten etc.) der Freitag von den Werktagen? Darf
    am Freitag gearbeitet werden?

Das Mittagsgebet am Freitag ist das wichtigste Gebet in der
Woche, d.h. dann sind die Moscheen uebervoll.
Gearbeitet werden darf. Die meisten Laeden sind in Saudi Arabien
am Freitag morgen geschlossen,
aber machen dann nachmittags, nach dem Nachmittagsgebet, wieder auf.
Auch Donnerstag nachts sind die Laeden bis spaet geoeffnet.

Marhaba, Elke

Hallo Manfred,

Der Islam ist keine neue Religion, sondern der abschließende Höhepunkt und die Erfüllung der selben Grundwahrheiten, die Gott durch alle seine Propheten allen Völkern offenbart hat, Eine Lebensweise versinnbildlicht durch Frieden - Frieden mit Gott, Frieden mit sich selbst und Frieden mit den Geschöpfen Gottes durch Ergebung in Gott und Bindung an seine Rechtleitung.

Der Freitag ist ein gesegneter Tag, der von Gott für die islamische Gemeinschaft bestimmt wurde. In einer Überlieferung sagt der Prophet des Islam (s.a.s.):
„Diejenigen, die vor uns waren, erkannten nicht die Bedeutung des Freitags, denn die Juden nahmen den Samstag als Feiertag und die Christen den Sonntag, dann hat Gott uns zum Freitag geleitet. Dieser Tag ist der Tag, an dem sich die Muslime zur Gemein-schaft und zum Gedenken an Gott und das Jenseits versammeln.“

Aus einer Hadith geht hervor: Abu Huraira r. berichtete das er den Gesandten s.a.v. folgendes sagen hörte:
" Wir sind die Letzten , aber die Ersten am Tage der Auferstehung*: nur sie erhielten ihre Bücher vor uns, und dieser ist ihr Tag** gewesen, der ihnen vorgeschrieben wurde, und über den sie uneinig waren. Da gab Allah uns die Rechtleitung , und die Menschen sind unsere Nachgänger: Die Juden morgen und die Christen übermorgen."
*Die Verdeutlichung des Textes ist durch dessen Wiederholung und geringfügige Ergänzungen zwischen Klammern wie folgt möglich: Wir (Muslime) sind die Letzten ( in der Offenbarung), aber die Ersten am Tage der Auferstehung; nur sie ( Juden und Christen) erhielten ihre Bücher (Thora und Evangelium) vor uns, und dieser (Freitag, arabisch:Gumu´a = Tag der feierlichen Versammlung) ist (eigentlich) ihr Tag gewesen der ihnen vorgeschrieben wurde, und über den sie uneinig waren. Da gab Allah uns die Rechtleitung, und die Menschen sind unsere Nachgänger: (Die Rechenschaft am Tage des Jüngsten Gerichts wird so verlaufen): Die Juden morgen (Samstag) und die Christen übermorgen (Sonntag).
Es ist bekannt, dass die christlichen Kirchen viel später nach Jesus a.s. , mit der Einhaltung des Sonntags begonnen haben; denn die ersten Anhänger Jesu a.s. , waren Juden, die nicht den Sonntag , sondern den Sabbat einhielten, der an sich einen anderen Ursprung hatte. Bei den Christen fing es im Jahre 321 nach Jesus damit an, dass Kaiser Konstantin, der selbst zu jenem Zeitpunkt noch nicht ein Christ war , den Sonntag nach dem heidnischen Kultbrauch - als feierlicher Tag der Sonne - als den einzigen Ruhetag der Woche erklärte. Genau 245 Jahre vor der Botschaft des Propheten Muhammad s.a.v. , belegte die Synode von Laodizea im Jahre 365 nach Jesus den Sonntag als Ruhetag Diejenigen Christen aber, die immer noch an dem Sabbat festhalten wollten, wurden schweren Verfolgungen der Kirche ausgesetzt. Das Vertauschen des Sabbats bei den Juden und des Sonntags bei den Christen mit dem Freitag findet keine rechtliche Grundlage in den hiesigen Offenbarungen.
Demnach taucht die Frage immer wieder auf: Wie kann der Mensch etwas heiligen, was Allah Selbst nicht geheiligt hat, und ein Gebot des Schöpfers durch einen Brauch ersetzen?

An Freitagen haben sich zig historische Ereignisse zugetragen. Es ist kein Ruhetag oder ein Tag an dem man Geschäfte schließen muß, jedoch sobald die Gebetszeiten sind , soll man alles stehen und liegen lassen und zum Gebet eilen.
Das Gemeinschaftsgebet in der Mosche ist für erwachsene Männer eine Pflicht , die nicht versäumt werden darf.

Unser Prophet Muhammad(a.s.s.) hat gesagt :“Der beste Tag in der Woche ist der Freitag. Adam (a.s.) wurde von Allah (t.) am Freitag er-schaffen und am Freitag wurde er ins Paradies gebracht. AmFreitag wurde er auf die Erdegesetzt und am Freitag wurde seine Bitte um Vergebung ak-zeptiert und am Freitag nahmAllah (t.) die Seele von Adam(a.s.). Der Jüngste Tag wird an einem Freitag sein und es gibt eine Zeit am Freitag, wo jedes Bittgebet von Allah (t.) erhört wird”

Gruß
Petra

Sternchen! (owt)
.

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Hallo Petra.

„Das Vertauschen des Sabbats bei den Juden […] findet keine rechtliche Grundlage in den hiesigen Offenbarungen.“

Dem muss ich wiedersprechen, da sehr wohl in unseren Offenbarungen (und den der Christen), der siebte Tag hier als Ruhetag geboten wurden. Und seit diesem Tag halten die Juden auch genau diesen ein.

„Demnach taucht die Frage immer wieder auf: Wie kann der Mensch etwas heiligen, was Allah Selbst nicht geheiligt hat, und ein Gebot des Schöpfers durch einen Brauch ersetzen?“

Nu, in der Torah steht und der Islam bezieht sich auch auf die gleiche Schöpfung von haSchem der siebte Tag geheiligt und zum anderen ist dies bei uns kein Brauch.

Schalom,
Eli

heidnischer Sonntag?
Soweit ich weiß gibt es für den Sonntag als Feiertag keine christliche Grundlage, sondern Kaiser Konstantin hat den heiligen Tag der Mithras-Religion zum heiligen Tag der Christen erklärt. Dies war ein Schritt zum Ziel, eine Universalreligion für das römische Reich zu schaffen. Aus dem gleichen Grund wurde der Weihnachtstag vom 7.1. auf den 25.12. verlegt.

Hi Petra,

koenntest du bitte fuer mich bitte die Abkuerzungen aufschluesseln?
Und: gehoeren diese „Abkuerzungen“ (Preisungen, Segenswuensche…?) zur muslimischen Glaubensausübung, oder sind sie „nur“ frommer Brauch?

der Prophet des Islam (s.a.s.):
den Gesandten s.a.v.
Unser Prophet Muhammad(a.s.s.)

Jesus a.s.
Adam (a.s.)
Allah (t.)

grusz
jonas

Teilantwort
Hallo Jonas,
kann dir deine Frage leider nicht direkt beantworten,
allerdings interessiert es dich vielleicht, dass in
englischsprachigen saudi-arabischen Tageszeitungen
und anderen Veroeffentlichungen, diese Abkuerzungen
immer dabei sind.

Mohammad wird immer gefolgt von: (pbuh)
=praise be upon him.

Fuer mich - und da soll mir doch gleich jemand auf
mein Laestermaul hauen - ist das etwa auf der gleichen
Stufe, wie die permanente Verunstaltung des Wortes „pig“
mittels eines schwarzen Filzstiftes, wenn es in auslaendischen
aber in Saudi-Arabien verkauften Publikationen auftaucht.

Gruesse, Elke

Hallo Jonas,

a.s.s. Abkürzung für " alaihi-s-salatu was-salam" oder s.a.v. " salla-llahu ´alaihi wasallam" = Allahs Segen und Friede auf ihm! Wird von Muslimen bei der Nennung des Propheten Muhammad ehrend hinzugefügt.

a.s. : Abkürzung für " alaihi-s-salam" bzw. " alaiha-s-salam" = Friede auf ihm bzw. auf ihr! Wird von Muslimen bei der Nennung von Engeln, Propheten und deren Frauen oder aufrichtigen Dienern Allahs , wie z.b. Maryam , ehrend hinzugefügt.

t.: Abkürzung für " ta´ala" = der Erhabene (wörtlich: Er ist Erhaben). Wird von Muslimen bei der Nennung Allahs als Verherrlichung hinzugefügt.

In der Regel ist es ein Hizb (ein Sechzigstel des Qur’an) nach dem Morgengebet und ein Hizb nach dem Abendgebet, um so jeden Monat den Qur’an abzuschließen. Von großer Wichtigkeit und verbindlich sind auch die häufigen Segenswünsche (Salawaat) auf unseren geliebten Propheten Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm, denn diese Segenswünsche sind der Schlüssel zu allem Guten.

Der Segenswunsch für den Propheten Die Gelehrten sagen, dass alle zusätzlichen freiwilligen gottesdienstlichen Handlungen vom Propheten, Allahs Friede und Segen auf ihn, überliefert wurden, bis auf die Segenswünsche auf den Gesandten. Diese hat uns Allah anbefohlen: „Wahrlich, Allah und Seine Engel segnen den Propheten. O ihr, die ihr glaubt! Sprecht den Segenswunsch für ihn und wünscht ihm Frieden.“ (Sura Al-Ahzâb, 56) Es wird überliefert, dass der Prophet Allah so lange um Vergebung für seine Ummah gebeten hat, bis zu ihm gesagt wurde: „Bist du denn immer noch nicht zufrieden, wo Allah dir doch den Vers offenbarte Und wahrlich, Dein Herr ist voller Vergebung für die Menschen trotz ihres Unrechts.“ (Sura Ar-Ra’d, 6)?"

Der Gesandte Allahs sorgt sich um uns, während seines Lebens und nach seinem Tode. Er hat uns alles anbefohlen, was uns Allah näher bringt und uns vor allen Dingen gewarnt, die uns ins Höllenfeuer führen. So stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass der Diener Allahs angesichts dessen sich nicht sein ganzes Leben damit beschäftigt, die Segenwünsche auf unseren Gesandten auszusprechen. Es wurde überliefert vom Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, in einem Hadith Sahih, dass er sagte: „Drei sind am Tage der Auferstehung unter dem Schatten des Thrones (Allahs), an einem Tag an dem es keinen Schatten außer diesem gibt.“ Es wurde gefragt: „Wer sind diese, Oh Gesandter Allahs?“ Er sagte: „Derjenige, der jemandem aus meiner Umma eine Last abnimmt, derjenige, der meine Sunna (erneut) belebt, und derjenige, der viel und reichlich das Salawaat auf mich spricht.“

In einem Hadith, überliefert von Abd Ar-Rahman Ibn Auf heißt es: „Während wir beim Propheten saßen, kam der Engel Dschibril, Allahs Friede auf ihm, und sagte: ‘O Muhammad! Wer für dich den Segensgruß spricht, für den beten siebzig Engel, und für wen die Engel beten, der gehört zu den Leuten des Paradieses.’“ In einem weiteren Hadith heißt es, dass der Gesandte Allahs gesagt hat: „Wer für mich den Segenswunsch einmal ausspricht, den segnet Allah zehnfach. Wer für mich den Segenswunsch zehn mal ausspricht, den segnet Allah hundertfach. Wer für mich den Segenswunsch hundert mal ausspricht, den segnet Allah tausendfach. Wer für mich den Segenswunsch tausend mal ausspricht, der wird mit mir vor den Toren des Paradieses Schulter an Schulter am Jüngsten Tag stehen und Allah hat seinen Körper für das Höllenfeuer verboten gemacht.“

Es gibt zahllose Werke über die Vorzüge und den Lohn, der aus dem Aussprechen des Segenswunsches auf den Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken, entspringt. Es reicht, dass Allah jemanden zu dieser gewaltigen Ehre befähigt und er dies tut. Wer vermehrt den Segenswunsch auf den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, ausspricht, dem bereitet Allah am Tag der Auferstehung den Garten, Freude und Gaben. Allah ta’ala hat über den Propheten gesagt: „Wahrlich, du bist von gewaltigem Wesen.“ (Sura Al-Qalam, 4)

Und Allah befahl, das Gebet auf den Propheten zu sprechen, um diesem Ehre zu erweisen, ihn wert zu schätzen und seinen Rang zu würdigen. Das Salawaat auf den Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken, zu sprechen, ist eine festgelegte Pflicht, und sei es nur ein einziges Mal im Leben.

Es ist kein Brauch , es ist eine Ermahnung , es ist die Rechtleitung , es ist wie du oben siehst im Koran festgehalten und somit Pflicht eines jeden Muslim.
Es ist ebenso Sunna, wie du den Adithen unseren Propheten entnehmen kannst.

Gruß
Petra

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Hallo Elimelech,

Viele Ayats werden von uns falsch verstanden , gerade auf den Bezug zu den Schriftbesitzern , deswegen ist dafür eine Tafsir , eine Erläuterung notwendig um sie zu verstehen. Diese folgenden sind von Imam Ibn Kathir.

„Wahrlich , diejenigen, die glauben und die Juden, die Nasraniyya (Christen) und die Sabäer, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und Gutets tut - diese haben ihren Lohn bei ihrem Herrn und sie werden weder Angst haben noch werden sie traurig sein.“ ( 2:62)

Imam Ibn Kathir (r.a.) sagt: " Der Glaube der Juden beinhalte das Befolgen der Tawrat und das Festhalten an der Praxis von Musa a.s. , und zwar solange, bis Isa (Jesus) a.s. erschienen ist. Wer nach der Ankunft von Isla a.s. weiter an Tawrat und Sunnah von Musa a.s. festhielt, war einer der Verlortengegangenen. Der Glaube der Nasraniyya (Anhänger von Isa a.s.) bestand im Befolgen des Injjil (Evangelium) und der Sunnah von Isa a.s. Diese Leute waren solange rechtgeleitet, solange Muhammes s.a.v. nicht von Allah gesandt wurde. Wer von den Früheren ihm (Muhammad s.a.v. ) nicht gefolgt ist, war einer der Verlorengegangenen." (Tafsir ibn Kathir 1/138-139).

Dies erfüllt sich für jenen Fall , wenn einer von den Früheren immer noch darauf beharrt, an der Scharia (Gesetz) der früheren Propheten festzuhalten, obwohl Allah einen neuen Gesandten erwählt hat, den die Menschen zu befolgen haben. So einer nimmt sein Nafs (Trieb, eigene Wünsche, Leidenschaften) als Gottheit, weil er sich dem Willen allahs wiedersetzt und dadurch das vorherige Gesetz auch nicht befolgt.

Wenn der Islam auf diese Weise diejenigen charakterisiert, die am reinen Gesetz der vorherigen Propheten festhalten, was soll man dann von denen halten, die noch den verfälschten Glauben vehment verteidigen? Es besteht kein Zweifel darüber, dass sie im offenkundigen Irrtum sind. Der Prophet s.a.v. sagte : " Bei dem in dessen Hand meine Seele ist, es gibt keinen von den Völkern, Juden oder Christen, die von mir hören, und nicht an mich glauben, ohne dass sie die Bewohner der Hölle sein werden." (Muslim und Ahmad)

Die Worte Allahs:" diejenigen, die glauben" bezieht sich auf die Muslime , die an Allah und den letzten Propheten Muhammad s.a.v. glauben, und sie werden die Muminun genannt, weil sie an alle Propheten und an alles von Ghaib (Verborgenes) glauben.

Die Worte Allahs: " und die Juden" beziehen sich auf die Anhänger von Musa a.s. , welche Tawrat befolgt haben, solange bis Isa a.s. nicht gekommen ist. Sie wurden Yahudis genannt, nach dem Wort tewwhud, welches „Zurückkehren, Reue“ bedeutet. Musa s.a. sagt:
" Und bestimme für uns Gutes, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits; denn zu Dir sind wir reuevoll zurückgekehrt." (7:156)

Es ist möglich, dass sie so genannt wurden, aufgrund der großen Reue die sie gezeigt haben, nachdem sie das Kalb angebetet haben, während Musa a.s. auf dem Berge Sinai war. Andere meinen, dass sie den Namen nach dem ältesten Sohn des Jakub a.s. Yahuda bekommen haben. Es gibt Meinungen, dass sie yahudi genannt wurden, wegen dem Wort „hewade“ was „gegenseitige Liebe“ bedeutet. Abu Amr ibn Ala vertritt die Meinung, dass man sie so benannt hatte, weil sie sich beim Beten bewegen (yetehwwedun).

Die Worte Allahs: " die Nasraniyya" , womit die Anhänger von Isa a.s. gemeint sind, die Injil und die Gesetzgebung von Isa a.s. befolgt haben , bis Muhammad s.a.v. gekommen ist. Nachdem der Erhabene Isa a.s. gesandt hatte, wurde für die Israeliten sein Befolgen zur Pflicht. Dadurch wurde die andere Gesetzgebung aufgehoben. Mann hat sie nach dem Wort " Ansar" benannt, was " die Helfer" bedeutet. Sie waren also diejenigen, die Isa a.s. aufgerufen hatte, ihm und seiner Religion zu helfen:

" O ihr, die ihr glaubt, seid Allahs Helfer wie Jesus, der Sohn der Maria, (als er) zu den Jüngern sagte: " Wer sind meine Helfer für Allah?" „Die Jünger sagten: " Wir sind Allahs Helfer.“ (61:14)

Sie sind ebenso für ihr gegenseitiges Helfen und Barmherzigkeit bekannt. Es gibt Meinungen, dass sie nach dem Ort in Palästina Nasirah (Nazaret) benannt worden sind. Die Bezeichnung " Christen" ist falsch und tendenziös. Man sollte sie eigentlich nicht in den Quranübersetzungen vorfinden.

Allah droht den Christen, d.h. denjenigen, die die Kreuzigung als Bestandteil zu ihrem Glauben aufgenommen haben, mit einer schmerzlichen Strafe. Die Kreuzigung ist kein Glaube der Nasraniyya, sondern derjenigen, die den Nasraniyya Schaden zufügen wollten. Es spricht der Erhabene in der ungefähren Übertragung:

" und wegen ihrer Rede: " Wir haben den Messias, Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, getötet", während sie ihn doch weder erschlagen noch gekreuzigt hatten, sondern dies wurde ihnen nur vorgetäuscht; und jene , die in dieser Sache uneins sind, sind wahrlich im Zweifel darüber, sie haben keine Kenntnis davon, sondern folgen nur einer Vermutung; und sie haben ihn nicht mit Gewißheit getötet. Vielmehr hat Allah in zu Sich emporgehoben, und Allah ist Allmächtig, Allweise." (4:157-158)

Wenn es sich um die Dreieinigkeit handelt, die bei den Christen vorhanden ist, ist Allahs Urteil folgender:

„Wahrlich, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist der Messias, der Sohn der Maria“ , während der Messias doch selbst gesagt hat: „O ihr Kinder Israels, betet zu Allah, meinem Herrn und eurem Herrn.“ Wer Allah Götter zur Seite stellt, dem hat Allah das Paradies verwehrt, und das Feuer wird seine Herberge sein. Und die Frevler sollen keine Helfer finden. Wahlich, ungläubig sind diejenigen, die sagen:„Allah ist der Dritte von dreien“; und es ist kein Gott da außer einem Einzigen Gott. Und wenn sie nicht von dem, was sie sagen, Abstand nehmen, wahrlich, wo wird diejenigen unter ihnen, die ungläubig bleiben, eine schmerzliche Strafe ereilen.“ (5:72-73)

Nachdem Allah, der Erhabene, Muhammad s.a.v. als Seinen Gesandten erwählt hat, und zwar als Siegel aller Propheten, obliegt es allen Menschen ihm zu folgen und ihm Gehorsam zu leisten. In allem, was er befohlen hat und in allem, was er verboten hat. Ein anderer Glaube wird nicht anerkannt. Allah, der Allmächtige, sagt: " Der Glaube bei Allah ist der Islam." (3:19)

Was die Sabäer angeht, so ist dies eine Gruppe von Leuten, die Zabur folgen. Dies ist die Meinung von Abu-Alijah, Ar-Rabi ibn Anas, As- Suddi und Ad-Dahhak. Imam Abu Hanifa sagte: „Es gibt kein Hindernis, das von Sabiern geschlachtete Fleisch zu essen, und deren Frauen zu heiraten.“ Als Wahb ibn Munebbih über die Sabäer gefragt wurde, antwortete er:" Dies ist ein Volk, welches Kenntnis über Allah besitzt, jedoch keine Scharia haben, nach der sie handeln. Sie haben keinen kufr begangen." Al-Halil sagt: " Sie halten sich für die Anhänger von Nuh a.s. Die Muschrikun in Mekka haben all jene Sabäer genannt, die den Islam angenommen haten, weil sie keiner der bestehenden Religionen jener Zeit gefolgt sind.(Tafsir ibn Kathir 1/140)

Die Worte Allahs: " wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und Gutes tut" erklären, welcher Glaube richtig ist und von Allah akzeptiert wird. Und der Glaube an ihn schließt den Glauben an alle Propheten mit ein, über die er uns unterrichtet hat. Diejenigen, die an seine Gesandten nicht glauben, nennt Allah Ungläubige. Obwohl sie sich selber als Gläubige bezeichen.

" Wahrlich, diejenigen, die nicht an Allah und Seine Gesandten glauben und eine Trennung zwischen Allah und Seinen Gesandten machen und sagen: " Wir glauben an die einen und verwerfen die anderen" und einen Zwischenweg einschlagen möchten, diese sind die Ungläubigen im wahren Sinne, und bereitet haben Wir den Ungläubigen eine schmähliche Strafe." (4:150-152)

Die aufrichten Gläubigen glauben daran, dass sie am Jüngsten Tag vor ihrem Schöpfer treten werden, und dass sie wegen ihren Taten Rechenschaft ablegen müssen. Durch diesen Glauben kontrolliert sich der Gläubige selbst: Die Reinheit seiner Taten ist sein Ziel. Taten, die nur Allah gewidmet sind. Der Glaube allein genügt nicht. Die Früchte des richtigen Glaubens sind die Taten, die im Einklang mit der Scharia des Gesandten Allahs stehen. Die Sendung Muhammads s.a.v. mit den eindeutigen Beweisen heißt gleichzeitig die Unveränderbarkeit seiner Scharia, sowie die Notwendigkeit ihrer Befolgung.

Die Worte Allahs: " diese haben ihren Lohn bei ihrem Herrn und sie werden weder Angst haben noch werden sie traurig sein" sind eine Garantie für das Erhalten ihrer guten Taten. Sie werden keine Angst am Jüngsten Tag haben, weder werden sie dem nachtrauern, was sie in dieser Welt gelassen haben.

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Hallo Petra,

viel Text und dann doch als Folge ein Widerspruch, der sich dadurch nicht auflöst: „Dadurch wurde die andere Gesetzgebung aufgehoben.“

Aber in genau dieser Gesetzgebung wird deutlich gesagt, dass jeder welche diese aufhebt, ein falscher Prophet ist. Und auch der Bezug auf Jesus selbst funktioniert nicht, da er dieses nicht anders sah. Erst das spätere Christentum hat gemeint dieses aufheben zu müssen und darauf beziehen sich dann die weiteren Schriften anscheinend auch im Islam. Dadurch besteht aber ein innerer Widerspruch im Islam.

Schalom,
Eli

Hallo Eli,

es besteht keinerlei Widerspruch im Islam! Alle sind Gesandte Allahs und alle sind Propheten, die zu jeder Zeit jedem Volk gesandt wurden. Damit die Menschen der Rechtleitung folgen sollen.
Kurz gesagt :

  1. Buch an Musa = Tewrat
  2. Buch an Dawud = Psalter
  3. Buch an Isa = Evangelium
  4. Buch an Muhammad s.a.v. = Quran

Mit der Offenbarung von dem Evangelium wurde die Tewrat ungültig.
Mit der Offenbarung des Quran wurden die Tewrat, Psalter, Evangelium aufgehoben.

Der Widerspruch liegt wie du siehst nicht im Islam, aber in den Menschen!

Gruß
Petra