Mal angenommen, jemand hat einen sehr guten Freund über mehrere Jahre finanziell unterstützt, damit er an seiner Karriere als Künstler (Komponist/Autor)
arbeiten kann.
Das Finanzamt hat bei dem Künstler jetzt nachgefragt woher das Geld kam und möchte dass er diese Beträge nun nachträglich versteuert.
Das FA argumentiert so: Falls es geschenkt ist, muss er Schenkungssteuer zahlen und falls es ein Darlehen ist, müssen Darlehensverträge bestehen.
Im Grunde trifft aber keiner dieser Fälle zu. Die Gelder sind dazu gedacht, sein künstlerisches Talent zu fördern und ihn während der Fertigstellung seines Werkes zu unterstützen, damit er später eventuell auch von seiner Kunst leben kann.
Meines Wissens gewährt auch der Staat in manchen Fällen Gelder, die weder als Geschenk versteuert werden müssen, noch später zurückbezahlt werden müssen.
Der Künstler wäre ohne die Hilfe seines Freundes zwischenzeitlich sicherlich zum Sozialfall geworden… es scheint also hier nicht im „Sinne des Erfinders“ zu sein, zusätzliche Steine in den Weg zu legen und uneigennützig helfende Menschen zu vergraulen.
Wie müsste die Unterstützung / Förderung oder wie auch immer man es nennen mag deklariert sein, damit sie nicht noch zusätzlich versteuert werden muss?