Muss ich als Patient Medizin studieren

um Ernst genommen zu werden?
Ich habe in den letzten 6 Monaten 6 Ärzte konsultiert.2 Zahnärzte,2 Kieferchirurgen und 2 Neurologen.

Letztere haben mich auf Verdacht einer Neuralgie behandelt.
Ich habe von Anfang an gesagt das es meine Zähne sein müssen aber sowohl der ZA als auch der KC haben gesagt das da nix wäre.
Ich habe mich leider immer wieder „belabern“ lassen obwohl mein Bauch mir was anderes signalisierte:frowning:

Auf die kleinen schwarzen Punkte angesprochen wurde immer gesagt das es Verfärbungen seien.

Bin heute zum 3. ZA und er stellte fest, dass mein Zahn,den ich von Anfang an in Verdacht hatte,völlig von Karies zerfressen ist und zwar so das er gezogen werden müsste.
Eine Wurzelbehandlung würde sehr wahrscheinlich keinen Sinn machen.

Da geht mein Problem wieder von vorne los.
Soll ich dieser Aussage glauben schenken oder auf die Behandlung bestehen?
Ich denke das es kaum Sinn macht sich von jemandem Behandeln zu lassen der sich innerlich eigentlich dagegen sträubt weil er der Meinung ist es macht keinen Sinn.

Ich verliere wahrscheinlich meinen 3.Zahn durch Fehldiagnosen der Ärzte.
Habe mich eben durchgegoogelt und lese das die schwarzen Verfärbungen deshalb entstehen, weil sich zuvor Karies in Form von helleren Flecken breit macht und Essensreste sich dann dort einbetten.
Warum weiss das keiner???

Hinzu kommt,wenn die Ärzte wissen das es um eine 2.Meinung geht bestätigen sie grundsätzlich alles was der „Vorgänger“ sagt und wenn sie es nicht wissen sagt jeder etwas anderes.
Ich fühl mich total verarscht und hilflos ausgeliefert:frowning:

Es ist wirklich zum kotzen!!!

um Ernst genommen zu werden?

Hinzu kommt,wenn die Ärzte wissen das es um eine 2.Meinung
geht bestätigen sie grundsätzlich alles was der „Vorgänger“
sagt und wenn sie es nicht wissen sagt jeder etwas anderes.
Ich fühl mich total verarscht und hilflos ausgeliefert:frowning:

Es ist wirklich zum kotzen!!!

Hallo,

da gehts dir nicht allein so. Die Ärzte haben manchmal auch keinen Bock hab ich den Eindruck. Ich weiß es nicht woran das liegt, aber ich kenn das auch.

Gruß

Horst

Hi!

Frag mal bei deiner Krankenkasse nach. Ich bin bei der TK versichert und dort kann man bei solchen Problemen zu deren Kassenärzte Röntgenbilder etc. hinschicken und die beurteilen die Situation dann noch mal. Das soll verhindern, dass Patienten ratlos dastehen und dass Ärzte auf Kosten von Patienten doppelt und dreifach absahnen. Frag doch mal bei deiner Krankenkasse nach, ob die das auch anbieten.

Bye

Tara

Allerdings … als mündiger Patient
Hallo,

ich kann leider da auch nur aus eigener Erfahrung sprechen. Leider artet es wohl zunehmend dahingehend aus, dass man sich als Patient sehr wohl einiges an Wissen aneignen muss, um nicht lapidar abgespeist zu werden, denn viele Ärzte wissen durchaus nicht alles, sind nicht up-to-date etc.
Gerade ein Patient, der eine ganze Ärzte-Odyssee hinter sich hat zu einem best. Problem, informiert sich zwangsläufig mehr, ja, manchmal soviel mehr, dass er mehr weiß als sein Arzt selbst - denn dieser wiederum hat oft gar keinen Bock, sich zu diesem spezifischen Problem näher zu informieren, er müsste sich - und dem Patienten - eingestehen, dass er einfach, sagen wir’s mal unter uns, zu blöd dazu ist.

Ich habe auch so eine Zahngeschichte hinter mir: Backenzahn schmerzt seit über 2 Jahren.
Zahnarzt 1: tja, müssen wir reißen, denn Bohren kann man da nimmer, der Zahn hat schon 3 Füllungen
Ich: So blöd müsste ich sein, dass ich mir nichts dir nichts mir mit fast 40 erst schon einen Zahn ziehen lasse

Also zum Zahnarzt 2: tjaaa, da müssen wir halt ne Krone machen, bitte mal 500 Euro
Ich: sooo einfach gehts nun auch wieder nicht - zumal er sich nicht wirklich intensiv mit meiner Problematik auseinandergesetzt hat und schon immer recht schnell mit „Kronen“ war

Also zum Zahnartz 3: tjaaaa, Ihr Zahn ist zu hoch, den müssen wir abschleifen, da ist zuviel Druck drauf, weil Ihre rechte Kieferhälfte nur auf diesem Zahn Kontakt hat

Ahaaaa, da kommen wir der Sache schon näher … ich mich also weiter informiert (Google sei dank) und irgendwie bin ich dann bei einem Zahnarzt gelandet, der mit einer Physiotherapie-Praxis zusammenarbeitet; diese wiederum haben festgestellt, dass meine Körperstatik vollkommen verschoben ist, ich eine Schonhaltung nach einer Schilddrüsen-OP eingenommen hatte, durch die sich die ganzen Wirbel verschoben haben - tja, dank Krankengymnastik und einer Schiene beim Zahnarzt, was beides zusammen die Statik Körper Kiefer wieder ins Lot bringen soll, hab ich jetzt keine Zahnschmerzen mehr.

Hätte ich mich nicht selbst informiert, hätte ich entweder jetzt einen Zahn weniger oder 500 Euro weniger zwecks Krone. Die Schiene hat die Krankenkasse komplett bezahlt, die KG sowieso.

Will heißen, heutzutage muss man wohl als mündiger Patient für sich selbst sorgen.

Und kleiner Tip noch dazu: ich sage NIEMALS, wenn ich zu einem zweiten Arzt gehe, dass er quasi „2. Wahl“ ist und ich nur eine „2. Meinung“ will. Ist doch klar, dass keiner da seinem Kollegen ein reinwürgt und das Gegenteil behauptet.
Nein, ich gehe hin, wie wenn ich noch nie vorher woanders war und höre mir an, was er zu sagen hat - dann vergleiche ICH SELBST diese beiden gewonnenen Meinungen und - entweder recherchiere ich daraufhin weiter, wenn ich damit noch nicht glücklich bin, oder ich treffe meine Entscheidung.

Gruß,
Christina

Hinzu kommt,wenn die Ärzte wissen das es um eine 2.Meinung
geht bestätigen sie grundsätzlich alles was der „Vorgänger“
sagt und wenn sie es nicht wissen sagt jeder etwas anderes.
Ich fühl mich total verarscht und hilflos ausgeliefert:frowning:

Es ist wirklich zum kotzen!!!