Hallo,
zum Anfang muss ich erst einmal den Sachverhalt länger schildern.
Ich bekomme seit längerem Krankengymnastik als Dauerverordnung (alle 3 Monate 1 Rezept, 1x pro Jahr muss es genehmigt werden;40min Behandlung + 20 min Wärme; 3x pro Woche). Bis Anfang März war ich jahrelang bei der gleichen Praxis, dann habe ich gewechselt. Allerdings gab es die letzten 8 Monate vor meinem Wechsel einige Probleme. Zunächst wurde meine langjährige Therapeutin 2014 schwanger und im Dezember 2014 hab ich dann eine
neue Therapeutin bekommen. Außerdem hat im letzten Sommer eine Neue an der Anmeldung angefangen.
Erst war auch alles noch o.k., aber nach ein paar Monaten fing meine Therapeutin dann an (fast) immer 15 Minuten hinter ihrem Zeitplanund teilweise sogar eine halbe Stunde. Und die Therapie an sich wurde auch immer kürzer. Nachher nur noch 25 min.
Danach ging es los, dass sie regelmäßig krank war und frühestens 30 min. vorher bei mir auf der Arbeit angerufen wurde um abzusagen. Oft ist meine Kollegin auch noch schnell rausgerannt oder hat mir übers Handy Bescheid
gesagt. Teilweise bin ich auch in der Praxis angekommen und hab dann erst Bescheid gekriegt. Krankgemeldet hat sich meine Therapeutin aber immer schon morgens, oft für die ganze Woche oder auch für 2 Wochen. Abgesagt wurde dann aber immer nur der aktuelle Termin. Einen Ersatz gab es fast nie, auch wenn zumindestens der Praxis klar war, dass sie länger krank ist. Erfahren hab ich das mit der Krankmeldung jetzt im Nachhinein, da zwei Therapeutinnen von dort zu meiner neuen Praxis gewechselt sind, da sie in der alten zu wenig Stunden hatten und nur vormittags arbeiten sollten. In der neuen Praxis konnten sie die Stundenzahl erhöhen und sind jetzt auch einige Nachmittage da.
Zum Schluss war es sogar soweit, dass entweder die Neue von der Anmeldung oder meine Therapeutin meine Termine ohne Rücksprache verschoben haben und ich dadurch teilweise gar keine KG in der Woche hatte, da ich an den
anderen Terminen arbeitsbedingt einfach nicht konnte.
Eine Kollegin von mir ging auch jahrelang dort hin und ihrging es genauso. Wir haben auch mit anderen Dauerpatienten gesprochen, die wir im Freundes- und Bekanntenkreis haben bzw. während des Wartens in der Praxis
kennengelernt haben. Die haben die gleichen Erfahrungen gemacht. Wir alle haben un0s beim Chef beschwert, aber es wurde nur schlimmer statt besser.
Seit letztem Sommer habe ich auch schon versucht die Praxis zu wechseln, was sich aber auf Grund der Länge und Häufigkeit der Therapie, schwierig gestaltete. Mitte Februar hat dann eine neue Praxis gegenüber meiner
Arbeitsstelle aufgemacht, die mir Termine anbieten konnte.
Nachdem ich meiner Krankenkasse das Ganze geschildert hatte, hab ich die Erlaubnis bekommen das Rezept abzubrechen, um mit einem neuen Rezept von meinem Arzt bei der neuen Praxis anzufangen.
Der alten Praxis hab ich vor Zeugen Mitte Februar mittgeteilt, dass ich ab März nicht mehr komme.
Heute hab ich eine Rechnung bekommen für angeblich nicht eingehaltene bzw. nicht rechtzeitig abgesagte Termine vom letzten Oktober bis Ende Februar. Außerdem soll ich auch noch Ausfallkosten zahlen, weil meine
Dauertermine bis Mitte April nicht wieder vergeben konnten. Angebliche Rechtsgrundlagen §§ 612 + 615 BGB.
Ich hab mir die §§ durchgelesen und kann daraus keinen Zahlungsanspruch erkennen.
Selber habe ich in der Zeit nie Termine abgesagt, war zu jedem mit mir vereinbarten Termin da, auch in meinem Urlaub. Abgesagt wurde immer nur kurzfristig oder gar nicht von der Praxis. Und wenn Termine verschoben werden, ohne dass ich davon weiß, kann ich auch nicht kommen.
Angerufen hab ich in der Praxis schon mehrfach, aber es wurde immer aufgelegt, wenn ich mich gemeldet habe.
Daher meine Frage, muss ich unter diesen Umständen die KG-Rechnung ganz oder teilweise zahlen?