Muß ich wirklich ChristIn sein

Liste der Gebote?
Hallo,

es wird schon stimmen, was du sagst. Daran hatte ich nicht wirklich gedacht.

Aber sag doch bitte, kannst Du mir die traditionelle Numerierung der Gebote gerade mal schreiben, denn in der Bibel sind die, wenn ich mich nicht irre, etwas übergreifender Formuliert.
Und im Konfo-Unterricht habe ich folgende Reihenfolge gelernt:

  1. Ich bin der Herr dein Gott du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
  2. Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen./Du sollst dir kein Bild von Gott machen.
  3. Du sollst den Feiertag heiligen.
  4. Du sollst Mutter und Vater ehren.
  5. Du sollst nicht töten.
  6. Du sollst nicht ehebrechen.
  7. Du sollst nicht stehlen.
  8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden, wider deinem nächsten.
    9+10) Du sollst nicht begehren, was Deinem nächsten gehört.

In meinen Bibeln stehen die Gebote immer in der Version [1/2] drin und deshalb ist die Zuordnung da etwas schwierig.

Gruß,
Zwergenbrot

hallo!

also ich kenne das so, daß das eingangsstatement „ich bin…“ als erstes gezählt wird. der rest verschiebt sich dann eben dementsprechend.

ich bin…
dir seien keine anderen…
den namen nicht flasch aussprechen…
gedenke des sabbats…
ehre deinen vater und deine mutter…

morde nicht
brich nicht die ehe
stiehl nicht
zeuge nicht als lügenzeuge wider…
trage keine gelüste…

die ersten 5 betreffen die beziehung zu gott, die anderen die beziehungen zu anderen menschen. die eltern zählen zur kategorie gott wegen der erschaffung neuen lebens. (oder so… experten wissen da sicher mehr :smile:

hope this helps
lehitraot.

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Hallo Zwergenbrot,

die Kirche (besonders die katholische) hat sich da einiges zurechtgebogen.

Vergleiche doch einfach den Text mit 2.Mose 20.

Und im Konfo-Unterricht habe ich folgende Reihenfolge gelernt:

  1. Ich bin der Herr dein Gott du sollst keine anderen Götter
    neben mir haben.

OK

  1. Du sollst Dir kein Bildnis machen…
    Bete sie nicht an und diene ihnen nicht…
    (Das ist natürlich angesichts der Bilderschwemme in den Kirchen nicht günstig)
  1. Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen./Du
    sollst dir kein Bild von Gott machen.
  1. Du sollst den Feiertag heiligen.
  1. Du sollst den Sabbath (=Ruhetag) heiligen, denn Gott ruhte am 7.Tag.
  1. Du sollst Mutter und Vater ehren.
  1. Du sollst nicht töten.
  1. Du sollst nicht ehebrechen.
  1. Du sollst nicht stehlen.
  1. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden, wider deinem
    nächsten.

9+10) Du sollst nicht begehren, was Deinem nächsten gehört.

und dann ist die Zählung wieder im Lot.
Weil das Gebot des Nicht-begehren-sollen braucht ja nicht auf 9+10 verteilt werden.

Gruss Harald

Hallo Tessa,

du hast meiner Meinung nach völlig Recht.

Du mussst das mit den 10 Geboten aber im Zeitlichen Rahmen sehen. Gesetze wie heute gab’s da mals noch nicht und bis tief hinein ins Mittelalter gab es absolute Herrscher und keinerlei Recht. Da war es doch nur billig, wenigsten via Religon den Menschlichen Umgang untereinader zu regeln.

Heute wo es Menschenrechte, Rechtsstaat und Co. gibt, ist das unwichtig.

Gruß ivo

Du sollst Dich nicht erwischen lassen
Hallo fionny

Viel „menschlicher“ scheint bei dem Vergleich das Denken in
Oben und Unten zu sein und daß man mit denen da unten geradezu
Beliebiges anstellen darf.

???

Was ich meine ist Folgendes: In allen Kulturen haben sich beim menschlichem Zusammenleben Gruppen entwickelt, die herrschen, Macht ausüben, führen, ob das nun die Priesterschaft der Inkas, der römische Senat oder der chinesische Kaiser ist.

In allen Kulturen hat derjenige, der herrscht, nur wenig zu befürchten, wenn er einem anderen, der keinen Einfluß hat, bestiehlt, quält oder ermordet. Das typisch menschliche besteht also mehr in Sätzen wie „Du sollst Dich beim Morden nicht erwischen lassen“.

Es war aber das Christentum, das betonte „Was Du den geringsten dieser Brüder (oder Schwestern) tust, das hast Du mir getan“. Nicht daß alle Christen das immer so beherzigt haben, wie es notwendig gewesen wäre, aber der Gedanke war da und hat in der Neuzeit endlich grösseren Raum gefunden.

Viele Grüße
Thomas

Hallo Thomas,

In allen Kulturen hat derjenige, der herrscht, nur wenig zu
befürchten, wenn er einem anderen, der keinen Einfluß hat,
bestiehlt, quält oder ermordet. Das typisch menschliche
besteht also mehr in Sätzen wie „Du sollst Dich beim Morden
nicht erwischen lassen“.

Gut, daß eine zwischengeordnete Instanz existiert, die wir ‚Gewissen‘ nennen!
Da ich denke, daß jede Handlung unwiderruflich eine Konsequenz hat, wird sich ein heimlicher Mord, wie auch immer, selbst rächen!

Es war aber das Christentum, das betonte „Was Du den
geringsten dieser Brüder (oder Schwestern) tust, das hast Du
mir getan“. Nicht daß alle Christen das immer so beherzigt
haben, wie es notwendig gewesen wäre, aber der Gedanke war da
und hat in der Neuzeit endlich grösseren Raum gefunden.

Wenn Gott für Gewissen steht, dann ist es richtig!

Lieben Gruß,
Fionny

Hallo Harald,

Auch Situationsabhängig! *Du sollst nicht töten!* Im Krieg
aber doch?

solltest Dich eben besser an den Originaltext halten.
Es heisst: „Morde nicht!“

Somit kann man keinen Zusammenhang mit Krieg, Todesstrafe oder
gar Schlachtung von Tieren herstellen.

Das Motiv heiligt die Taten oder wie soll ich das verstehen?
Tot ist Tot! Töte ich, habe ich gemordet, jemanden des Lebens beraubt, also im engerem Sinne bestohlen.
Ich kann die Tat nicht verschönigen, indem ich mir ein *besseres* Motiv zurecht lege!

Lieben Gruß,
Fionny

Tot ist tot
Hallo fionny,

Das Motiv heiligt die Taten oder wie soll ich das verstehen?

nein, aber es kommt eben doch immer auf das Motiv an.

Tot ist Tot! Töte ich, habe ich gemordet, jemanden des Lebens
beraubt, also im engerem Sinne bestohlen.

Das ist völlig aus der Luft gegriffen.
Das sieht ja nicht einmal ein menschliches Gesetz bzw. Gericht so. Da gibt es noch Unterschiede zwischen Totschlag und fahrlässiger Tötung.

Ich kann die Tat nicht verschönigen, indem ich mir ein
*besseres* Motiv zurecht lege!

Du kannst Dir gar kein „besseres“ Motiv zurechtlegen, wenn Du vor Gottes Gerichtshof stehst :wink:

Gruss Harald

hallo.

ich bin atheist. ob es mal einen gott gab oder nicht, ist mir wurscht, ich bilde mir ein, es gab keinen.

allerdings gab es früher, als menschen in immer größeren fdamilien und später verbänden, dörfern… zusammenlebten , immer mehr das dringende bedürfnis, ein regelment zu schaffen. ist es denn nicht eigentlich das, was uns von den tieren unterscheidet? daß wir in der lage waren, uns zu zivilisieren?
die kommunikativen möglichkeiten waren damals, vor vielleicht 10-30 tausend jahren, noch sehr beschränkt. um seine macht durchsetzen, bedurfte es mehr als vieler muskeln. ich bin der meinung, daß sich auf dieser grundlage eine religion gebildet hat, um den geist der menschen einem gott zu unterwerfen. in unserer heutigen zeit ist es überlebt. ich bin auch der festen überzeugung, daß schon in wenigen jahrzehnten die kirchen kaum noch zulauf haben werden, zumindest in den hochentwickelten ländern.
unser gott heißt heute € und du siehst schon jetzt mehr leute in den banken als in den kirchen.

Was aber auf alle fälle bestehen bleibt, sind die grundlegenden gesetze, die z.b. in den zehn geboten anzutreffen sind. ein ähnliches regelment gibt es in allen kulturen und ich meine, daß dieser kern auch für die menschheit ewig sein wird.

Frank

Hallo Thomas,

Das Motiv heiligt die Taten oder wie soll ich das verstehen?

nein, aber es kommt eben doch immer auf das Motiv an.

Nein, es kommt darauf an, ob ich die Zerstörung, die ich damit herbeiführe, vor meinem Gewissen verantworten kann!

Tot ist Tot! Töte ich, habe ich gemordet, jemanden des Lebens
beraubt, also im engerem Sinne bestohlen.

Das ist völlig aus der Luft gegriffen.
Das sieht ja nicht einmal ein menschliches Gesetz bzw. Gericht
so. Da gibt es noch Unterschiede zwischen Totschlag und
fahrlässiger Tötung.

Fakt ist erstmal Fakt! Was mich zu der Tat getrieben hat, steht auf einem anderen Papier!

Ich kann die Tat nicht verschönigen, indem ich mir ein
*besseres* Motiv zurecht lege!

Du kannst Dir gar kein „besseres“ Motiv zurechtlegen, wenn Du
vor Gottes Gerichtshof stehst :wink:

Tja, das werde ich nicht! In meinem Glauben sind die Götter keine Richter und werden über mich kein Gericht halten! Mein Lebensspiegel ist mein Richter und glaube mir, der ist schonungslos! Kein Gott, kein Mensch könnte strenger über mich richten!

Lieben Gruß,
Fionny

Hallo Thomas,

sorry, Harald Du bist gemeint! Ich weiß gar nicht, wie ich auf Thomas komme! War keine Absicht!

Lieben Gruß,
Fionny

Herzlichen Dank für Euere Antworten! (owT)
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