hallo,
ich brauche hilfe, das weiß ich mittlerweile, aber bin ich schon ein fall für den psychologen?
habe mittlerweile sowohl probleme mit mir selber gut klarzukommen, als auch mit anderen leuten.
ich merke, wie ich mich und beziehungen, die mir wichtig sind, langsam aber sicher zerstöre und weiß kaum, wie ich das ändern kann.
ich fange dann mal von vorne an.
ich bin 18, habe starke emotionale probleme und ein schwieriges umfeld.
eltern und geschwister sind allesamt sehr spezielle persönlichkeiten- ich auch.
wir kommen untereinander schlecht aus und leider merken alle anderen das kaum-
mich belastet nicht nur der umgang miteinander, sondern auch das denken darüber.
jeder meint vermeintlich im recht zu sein- auch ich habe oft dieses gefühl, versuche aber mittlerweile gegen solche empfindungen anzukämpfen und mein verhalten zu verändern.
ein kurzer überblick über die perönlichkeiten meiner familie:
vater: sehr gegensätzlich, weil einerseits cholerisch andererseits sehr ruhig–und das im sehr plötzlichen wechsel
außerdem:
- stur, willenstark, herrisch
- ignorant, religiös, werteverbunden
- kühl, abgebrüht, gefühlslod
- intolerant
mutter:
- religiös, ignorant
- tabuisierend
-sehr emotional- weint sehr schnell und leicht - überfordert, überarbeitet
- beschränkt auf wenige dinge: arbeit, die sie hasst;
probleme, die arbeit bei ihr hervorruft- familie, die ihr nicht entgegenkommt
Brüder:
nr1: - arrogant, herrisch, launisch aber auch kollegial und willensstark
nr2: nett, freundlich aber auch ängstlich, unselbstständig
das ist nur ein kurzer überblick, den ich meines erachtens geben muss, damit man meine lage einigermaßen versteht.
wenn ich mich selber beschreibe:
ich selber bin ein mensch, der viel zuwendung und pflege braucht.
ich denke viel nach, den ganzen tag über und verschwinde oft in tagträumen, weil mir die realität viele probleme bereitet.
auch ich bin oft launisch und unruhig- ich bekomme von dem vielen nachdenken und sorgen machen manchmal kaum die augen zu…
außerdem bin ich oft nicht in der lage mich und mein verhalten klar zu verstehen, denn in mancher situation trete ich oft sehr souverän und extrovertiert auf und in anderen bekomme ich lampenfieber und fürchterliche angstzustände- es geht um ganz alltägliche situationen,
wie z.B. gespräche mit fremden personen oder auch mal das sprechen mit den eltern meines freundes
(kenne ich schon seit über 5 jahren)
mal habe ich totale bewusstseinskrisen und zweifle alles an, dann bin ich wieder total selbstsicher und weiß, was ich will ?!
habe viel extreme probleme mit meinen eltern, wie schon bereits erwähnt, speziell geht es immer wieder um diese themen:
-
langjährige partnerschaft und diesbezügliche grenzen
(sex, übernachtung, gemeinsame zeit und urlaub) -
alltag und schule
-
verhalten und diesezügliche regeln
-
familienleben, generelle kommunikation
…
problemthema nr1 liegt mir sehr am herzen:
bin seit über 4 jahren in fester beziehung ohne große beziehungsprobleme, trennung etc…
kenne meinen freund auch noch etwas länger, genausolange tun dies meine eltern.
dennoch habe ich das gefühl, sie nehmen diese bindung nicht so ernst, wie ich es tue.
(d.h. nicht ich bin der festen überzeugung, es gäbe nur diese eine partnerschaft für mich und sie hält bis an mein lebensende, kinder kriegen etc…)
nein, ich möchte einfach, das meine eltern mir zugestehen, was meiner meinung nach mein recht ist.
-zeit verbringen mit meinen partner so lange ich will- auch unter der woche
-bei ihm übernachten, er auch bei mir und das in meinem bett !!!
-die pille erlauben zu nehmen und sex tolerieren, weil ich die gesetzliche und persönliche reife dafür besitze.
—dazu muss ich noch sagen, tue ich all dies schon, aber ohne es ihnen zu sagen.
mir geht es aber darum, dass ich keine lust habe, dass meine mutter hin und wieder zu mir kommt und mit mir spricht, wie mit einer 14jährigen: „Du weißt doch, Kind, was du nicht darfst, nicht?“-- SEX— dennoch traut sie es sich nie, dieses wort auszusprechen.
mein freund und ich haben schon drei mal versucht, mit beiden das übernachtungsthema anzusprechen.
aber wir rannten immer vor eine mauer, es kamen begründungen wie: " hebt euch das für später auf, sonst geht eure beziehung schon jetzt bald kaputt…
- ich betone, es geht bei dieser diskussion nur darum NEBENEINANDER in einem bett zu schlafen.
immer wieder verstricken sich meine eltern in widersprüche, sie können für mich nicht klar und rational begründen, warum sie manche dinge nicht erlauben und tabuisieren sehr viel.
-am ende eines verzweifelten gespräches weint meine mutter meist und mein vater ist wütend,
ich fühle mich mit sorgen und problemen zurückgestoßen und sehr verletzt… außerdem noch schuldig, weil ich ja solche diskussionen und deren folgen hervorrufe…
es ist ein totaler teufelskreis und ich weiß nicht, ob ich das alles mein leben lang so bewältigen kann.
ich höre oft,dass sich psychische probleme auf den körper negativ auswirken und ich habe tatsächlich oft schmerzen- ich versuche das immer wieder zu ignorieren, aber so kann das doch nicht weitergehen??
aufjedenfall fühle ich mich einfach machtlos gegen alles.
ich will wahrgenommen werden als persönlichkeit, nicht als besitz und haushaltsmöbelier.
wenn ich da bin werde ich nicht beachtet und wenn ich weg bin dann werde ich nur beschuldigt ich wäre nie zuhaus.
ich bin aber wegen meines alters angewiesen auf finanzielle mittel von ihnen, habe leider nur einen 400euro job neben der schule und davon kann ich mir kaum wohnung und essen leisten.
ich will aber auch nicht, dass das verhältnis komplett zerbricht, falls ich den schritt dennoch wage.
ich versuche offen mit ihnen über ängste und ähnliches zu reden, aber es klappt nie.
am ende bin ich einfach enttäuscht, dass meine eltern mich nicht kennen und das auch nicht wollen.
irgendwie soll ich einfach funktionieren,
aber ich kann das nicht mehr.
ich flüchte mich zu meinem freund oder woandershin, aber langsam kommen so viele sachen zusammen, dass ich nicht mehr zur ruhe kommen kann, ständig unter stress stehe und sich u.a. auch negativ auf freundschaften und partnerschaft auswirkt.
ich will raus aus diesen alten verhaltensmustern, ich möchte lernen mit diesen schwierigen leuten richtig zu kommunizieren, sodass die probleme endlich aufhören und mein stress sich vermindert.
was soll ich tun? so wie es jetzt ist geht es nicht weiter, oder ich muss abwarten bis ich nächstes jahr studieren gehe…ich hab einfach keine ahnung
- hat jemand tipps?
ist alles wirklich sehr kompliziert…
danke für jegliches interesse und kommentare…

