Oh, mich wundert es eigentlich, daß die katholische Kirche Mitarbeiter beschäftigt, die nicht mal an Gott glauben. Ich hatte in letzter Zeit viel darüber gelesen, dass es gerade diese Mitarbeiter überhaupt nicht leicht haben und mehr oder weniger ausgestossen werden.
Da ich auch nicht an Gott glaube, sondern vielmehr daran, dass die Menschen in der Vergangenheit ein Gottesbild brauchten um die vielen wundersamen Dinge dieser Welt zu erklären und um damit ihre Angst, die durch Nichtwissen entstanden ist, zu bekämpfen.
Ferner brauchen viele Menschen einen Trost für den Tod. Der Glaube an einem Leben nach dem Tod, tröstet viele Menschen auch bei den Verlust von liebgewonnen Menschen.
Alles was ich über „Gott“ und den Glauben gehört und gelesen habe, deutet darauf hin, dass der Glaube Mittel zum Selbstzweck ist.
Gesetz dem, es gibt keinen Gott, so haben es die Menschen eigentlich von selbst geschafft, bis heute zu „überleben“. Auch Nächstenliebe und Toleranz, alles was den Menschen „gut“ macht, hat der Mensch ganz von selbst hervorgebracht, wenn es nicht schon immer vorhanden war.
Nein, nein, der Mensch ist von sich aus in der Lage „gut“ zu sein. Es ist klar, warum die Kirchen argumentieren, dass man nur „gut“ sein kann, wenn man tief an Gott glaubt und dass man nur in den Himmel kommt, wenn man daran glaubt und man es nicht durch guten Lebenswandel ausgleichen könnte. Die Kirchen wollen halt keine Anhänger verlieren und uns glauben machen, dass es ohne Religion nicht geht. Menschen die nicht glauben, werden halt in die Hölle abgeschoben und ihnen wird Leid wiederfahren. Ich denke, viele glauben aus Angst an Gott.
Aber in Wirklichkeit ist es doch sowieso so, dass es ein Leben nach den Tod nicht geben kann, genauso wenig wie es Himmel und Hölle gibt, geschweige denn einen Gott.
Ich bin überzeugt, dass es einfach nichts gibt nach dem Tod! Wir sterben und danach kommt… nichts! Diese Vorstellung ist für viele Menschen überhaupt nicht tragbar, aber man kann lernen damit zu leben. Man kann vielleicht sogar besser damit leben, weil man weiß, dass man jetzt lebt und es kein zweites Leben geben wird. So wie unser Gehirn aufgebaut ist, wird es nach dem Tod einfach ausgeschaltet, genau so, wie man einen Computer ausschaltet.
Ich glaube nicht an Gott, behaupte aber, dass ich einen starken Gerechtigkeitssinn habe, sehr wohl zur Nächstenliebe fähig bin und ich mein Leben toll finde. Ohne „Gott“! Und wenn ich nach einem hoffentlich langen, erfüllten Leben sterbe, so habe ich alles ohne einem „Gott“ geschafft.
Ich finde es höchstens sehr beschämend, dass viele Menschen ständig im Gebet einem Gott für alles danken, was eigentlich die Menschheit hervorgebracht hat.
Nur wer an sich und den Rest der Menschheit glaubt, die Selbstverwirklichung durch uns selbst, der wird lernen andere Menschen wirklich zu respektieren und das anerkennen, was er hervorgebracht hat um sich selbst weiter zu entwickeln.
Daran halte ich guten Gewissens fest!
Hyron