Muss man bei akuter Bronchitis Antbiotika nehmen?

Liebe Mitglieder,

ich habe Antibiotika bekommen, Tetra Gelomyrtol. Könnte ich nicht auch das normale Gelomyrtol nehmen? Ich möchte eigentlich kein Antibiotikum nehmen, wenn es auch ohne geht. Was muss man eigentlich beachten, damit die Bronchitis nicht chronisch nehmen? Ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es chronisch wird höher, wenn ich kein Antibiotikum nehme? Muss man unbedingt zumindest ein schleimlösendes Mittel nehmen, damit nichts chronisch wird oder kann man auch darauf verzichten? Ich kann zwar die Farbe des Auswurfs nicht direkt knotrollieren, weil immer nur ab und zu etwas kommt und im Rachen bleibt, so dass ich es runterschlucken muss. Ich bekomme es gar nicht so weit nach vorne, dass ich es rausspucken kann.

Würde mich freuen, wenn Ihr mir weiterhelfen könntet.

Liebe Grüße, Fleur

Hallo,

wenn die Bronchitis bakteriell bedingt ist, ist es sinnvoll, die mit einem Antibiotikum zu therapieren, welches du auch unbedingt regelmäßig einnehmen musst.
Auch das schleimlösende Mittel hat durchaus seine Berechtigung. Ob du es unbedingt nehmen musst, vermag ich aus der Ferne nicht zu sagen, auch die Art des Antibiotikums ist für Außenstehende schwer zu beurteilen.
Dein Arzt weiß vermutlich, was er da tut… ein wenig Vertrauen.

Grüße
Liete

Moin Fleur,

ob ein Antibiotikum sinnvoll bei deiner Bronchitis ist, kann hier niemand beurteilen. Von uns hier hat niemand in deinen Rachen geguckt, hat dich abgehorcht oder kennt deine Vorerkrankungen oder sonstigen Allgemeinzustand.
Nur wenn du Tetrag-Gelomyrtol einnimmst, dann halte dich an die Dosierungsempfehlung, meide Milchprodukte 2 Stunden vor und nach Einnahme der Kapsel und nimm sie auch komplett durch (nur so kannst du die Möglichkeit einer Resistenzbildung minimieren)! Oxytetracyclin ist übrigens ein sehr altes Antibiotikum, das nur noch selten eingesetzt wird, allein hierdurch ist die Resistenzbildung schon sehr unwahrscheinlich.

Gute Besserung,
finnie

GeloMyrtol ist nicht nur ein simpler Schleimlöser, sondern es hilft den Schleimhäuten sich nach der Entzündung zu regenerieren.

Moin, grundsätzlich ist es sicher schwer pauschal ja oder nein zu sagen. Wenn Du bei (abgesehen von der Bronchitis) guter Gesundheit und Verfassung bist kannst Du sicher versuchen ohne Antibiotikum zurecht zu kommen. Nur wenn die Beschwerden nach einigen Tagen nicht besser werden oder sich verschlimmern solltest Du doch welche nehmen. Besser wäre es gleich mit Doc zu sprechen wenn Du es ohne versuchen willst.
Super bei Bronchitis ist übrigends auch eine Mischung aus den Presssäften von Spitzwegerich, Thymian und Huflattich. Gibts alle im Reformhaus. Spitzwegerich hat nachgewiesene antibiotische Eigenschaften, kräftigt das Lungengewebe und ist Reizlindernd, Thymian ist desinfizierend und schleimlösend, antibakteriell und Huflattich auch keimhemmend und Reizlindernd. Wir (große Familie) haben die Presssäfte durch unseren Heilpraktiker kennengelernt und schwören seid Jahren darauf.
lg Dirk

Hallo,

Fühle dich bitte nicht direkt angegriffen, aber so direkt unterschreiben würde ich deine Aussagen diesmal nicht alle.

wenn die Bronchitis bakteriell bedingt ist, ist es sinnvoll,
die mit einem Antibiotikum zu therapieren,

Ob es wirklich sinnvoll ist, darüber kann man tagelang streiten. Es zeigt sich leider, dass Patienten, die regelmässig eine AB Therapie bei Bronchitiden haben, häufiger eine Bronchitis haben. Lassen wir mal dahingestellt, dass eine Fehleinnahme der AB zur Resistenz geführt haben könnte. Wenn körperlich (Vorerkrankungen… ) nichts anderes zuläßt, kann man eine Bronchitis primär auch ohne Antibiotikagabe anfangen zu behandeln. Natürlich sollte man bei Beschwerdeverschlechterung etc. es sich überlegen. Aber ich würde niemals nicht bei einer Bronchitis gleich eine AB einnehmen!

welches du auch unbedingt regelmäßig einnehmen musst.

Ja, wenn Einnehmen dann regelmäßig!

Auch das schleimlösende Mittel hat durchaus seine Berechtigung.

Es ist ja bekannt, dass als schleimlöser sehr gerne ACC gegeben wird. Ist es nicht komisch, dass ACC sehr selten in den Empfehlungen der evidence based medicine auftaucht?!
In vielen Fällen kann der Schleimlöser die Erkrankung leider verschlimmern.

Dann braucht man Antibiotika. Evtl. deshalb gibt es die Kombinationpräparate?!

Ok, ich geben zu, etwas sehr plakativ alles formuliert, aber ich wollte nur den Denkanstoß geben…

Liebe Grüsse

anja

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Hallo Anja,

… und ich stimme Ihnen in allem absolut zu!

Schönes WE

—Marc-EN—

Wieso wird dann das schleimlösende Mittel verschrieben, wenn es zur Verschlechterung führt? Das wissen die Ärzte doch bestimmt? Wieso verschreiben sie es dann?

Vielen Dank und liebe Grüße,

Fleur

Hallo Fleur,

… gute Frage… Leider beziehen einige Ärzte ihr Wissen auch durch die Pharmaindustrie. Sie baut ein nur bedingt wirksames Präparat dann zu einem MUSS in der Behandlung auf - und das wird dann unkritisch übernommen. So gelangen dann ungeeignete Wirkstoffe auf den Rezeptblock.

Manchmal führen auch fehlende Alternativen dazu, mit „irgendwas“ helfen zu wollen - wenn es dann schon nicht hilft, so schadet es wenigstens nicht.

So werden dann den Kassen Kosten aufgebürdet, die nicht erforderlich sind. Ursache: fachlich unsinnig - aber vielleicht menschlich…???

Gruß

—Marc-EN—