Guten Tag,
wir haben uns vor kurzem ein Haus mit Garage gekauft. Nun
wollen wir Strom in die Garage legen, das wir selber machen
könnten.
Hallo, ich bitte euch, einen Elektriker zu befragen, der dann sagt, was ihr machen könnt (das werden dann die einfacheren, aber durchaus zeit- und kostenintensivsten Arbeiten sein) und was nicht.
Auf jeden Fall ist ein Augenmerk auf die geeigneten Leitungen, Betriebsmittel und Schutzmaßnahmen zu richten.
In der Erde verlegt man nur Erdkabel, im Freien geht vor Sonnenstrahlung geschützt auch „Feuchtraumleitung“ NYM, je nach Leitungslänge und beabsichtigter Leistung muss man die „Dicke“ der Adern berechnen. Wollt ihr mal Drehstrom in der Garage haben? Ist gar nicht so selten, dass da jemand eine kleine Miniwerkstatt einbaut und sich freuen würde, wenn er eine vielleicht mal irgendwo günstig erstandene Drehbank oder Bohrmaschine mit Drehstromanschluss betreiben kann.
Dann hätte man sicher auch lieber einen kleinen Sicherungskasten IN der Garage, damit man im Fehlerfall lokal die Sicherung wieder einschalten kann.
Je nach Aufgabe habe ich für Garagen ab 3x1,5mm² bis zu 5x10mm² schon verlegt. Letzteres war aber eine richtig große Garage mit zwei Stellplätzen, Montagegrube, Kompressor, Werkbank, Schweißgeräten,…
Um Drehstrom zu haben, benötigt man min. 5adrig.
Um eine Selektivität zu haben (im Kurzschlussfall löst die Sicherung in der Garage aus, nicht die im Haus) benötigt man für 16A lokal 25A im Haus. Dafür wäre dann ab 4mm² Querschnitt nötig. Bei langen Wegen muss man höher dimensionieren.
FI-Schutzschalter ist übrigens PFLICHT. Das sollte man nicht unbedingt an den 30mA im Haus hängen, dann ist alles Dunkel, wenn in der Garage was passiert.
Merkst Du was? Selbst so eine simple Aufgabe „Strom in die Garage“ erfordert ne Menge Überlegungen, Berechnungen und Wissen über Vorschriften. Zudem die Erfahrung, dass später oft mehr betrieben werden soll, als man vorher dachte. Deswegen möchte ich mit dem Satz schließen, mit dem ich eingeleitet habe:
Frage bitte einen Elektriker.