Muss man melden wenn nachträglich Strom in die Gar

Guten Tag,

wir haben uns vor kurzem ein Haus mit Garage gekauft. Nun wollen wir Strom in die Garage legen, das wir selber machen könnten. Muss man das irgendwo melden (evtl. Gemeinde od. EON)? Falls ja welche Kosten bzw. Gebühren können dann auf uns zukommen?

Vielen Dank für Euere Antworten.

Grüße
M.M.

Ich würde das Kabel ohne darüber nachzudenken in die Garage legen.
Die Zeit ist vorbei, glaube ich, in der der Stromlieferant nach der Anzahl der Steckdosen usw. die Grundgebühr errechnet hat.

Vielleicht sollte man das seiner Wohngebäudeversicherung mitteilen.

Vorher würde ich allerdings im Versicherungsvertrag nachlesen ob Strom in der Garage ausgeschlossen ist.
Ansonsten hat sich das wohl erledigt - eben wie alles andere auch.

Aber Vorsicht, ihr solltet in der Garage ex-geschützte Lampen und Schalter einbauen wegen möglichen Benzindämpfen. Das ist in privaten Garagen allerdings keine Vorschrift.
Ex(plosions)-geschützte Geräte erkennt man an einem Sechseck, in dem [Ex] steht.

Gruß Termid

Moin,

Nun
wollen wir Strom in die Garage legen,

vor Jahren habe ich meine gesamten Nebengebäude (Ställe, Scheune) elektrifiziert, die Hausratversicherung hatte nichts dagegen

das wir selber machen
könnten.

Weil ich es von einer Fachkraft habe machen lassen!
Strom und Laien ist immer riskant!

Vorarbeiten wie Kabel durch die Kanäle ziehen und die Kanäle befestigen sind unkritisch (habe ich auch gemacht), aber das Setzen der Dosen und das Anschließen an die Automaten darf nur ein Fachmensch machen.
So was wird Dir auch Dein Gebäudeversicherer sagen.

Gandalf

Man kann auch mit Kanonen auf Spatzen schießen!

Aber Vorsicht, ihr solltet in der Garage ex-geschützte
Lampen und Schalter einbauen wegen möglichen Benzindämpfen.
Das ist in privaten Garagen allerdings keine Vorschrift.

Das wäre extrem teuer, nirgends vorgeschrieben und sowas habe ich auch noch nirgendwo gesehen. Wäre in einer Garage eine explosionsfähige Atmosphäre möglich, dürfte man dort auch nur ex-geschützte Fahrzeuge abstellen. Die kenne ich allerdings nur aus dem Bergbau. Garagen haben schließlich eine Zwangsbelüftung - die muss natürlich frei sein.

EX-Schutz ist übertrieben!
Hallo!

Ich halte eine Ex-geschützte Installation in einer privaten Garage für übertrieben. Auch wenn uns zahlreiche Crash-Bum-Bang Fileme etwas anderes vorgaukeln, Benzindämpfe explodieren nicht so leicht. Ein Benzin-Luft-Gemisch ist nur in sehr engen Mischungsgrenzen zündfähig. Um so ein ein Gemisch in einer Garage hinzukriegen müsste schon literweise Sprit auslaufen. Und dann müsste noch die Bodentemperatur stimmen, damit auch genügend Benzin verdampft und die Lüftung dürfte nicht zu viel Frischluft rein und Benzindampf raus lassen.
Wenn man an die Anschaffung eines gasbetriebenen Autos denkt, dann ist der Ex-Schutz vielleicht sinnvoll, aber für eine normale Garage nicht.

Liebe Grüße,

Thomas.

Guten Tag,

wir haben uns vor kurzem ein Haus mit Garage gekauft. Nun
wollen wir Strom in die Garage legen, das wir selber machen
könnten.

Hallo, ich bitte euch, einen Elektriker zu befragen, der dann sagt, was ihr machen könnt (das werden dann die einfacheren, aber durchaus zeit- und kostenintensivsten Arbeiten sein) und was nicht.
Auf jeden Fall ist ein Augenmerk auf die geeigneten Leitungen, Betriebsmittel und Schutzmaßnahmen zu richten.

In der Erde verlegt man nur Erdkabel, im Freien geht vor Sonnenstrahlung geschützt auch „Feuchtraumleitung“ NYM, je nach Leitungslänge und beabsichtigter Leistung muss man die „Dicke“ der Adern berechnen. Wollt ihr mal Drehstrom in der Garage haben? Ist gar nicht so selten, dass da jemand eine kleine Miniwerkstatt einbaut und sich freuen würde, wenn er eine vielleicht mal irgendwo günstig erstandene Drehbank oder Bohrmaschine mit Drehstromanschluss betreiben kann.
Dann hätte man sicher auch lieber einen kleinen Sicherungskasten IN der Garage, damit man im Fehlerfall lokal die Sicherung wieder einschalten kann.
Je nach Aufgabe habe ich für Garagen ab 3x1,5mm² bis zu 5x10mm² schon verlegt. Letzteres war aber eine richtig große Garage mit zwei Stellplätzen, Montagegrube, Kompressor, Werkbank, Schweißgeräten,…

Um Drehstrom zu haben, benötigt man min. 5adrig.
Um eine Selektivität zu haben (im Kurzschlussfall löst die Sicherung in der Garage aus, nicht die im Haus) benötigt man für 16A lokal 25A im Haus. Dafür wäre dann ab 4mm² Querschnitt nötig. Bei langen Wegen muss man höher dimensionieren.

FI-Schutzschalter ist übrigens PFLICHT. Das sollte man nicht unbedingt an den 30mA im Haus hängen, dann ist alles Dunkel, wenn in der Garage was passiert.

Merkst Du was? Selbst so eine simple Aufgabe „Strom in die Garage“ erfordert ne Menge Überlegungen, Berechnungen und Wissen über Vorschriften. Zudem die Erfahrung, dass später oft mehr betrieben werden soll, als man vorher dachte. Deswegen möchte ich mit dem Satz schließen, mit dem ich eingeleitet habe:

Frage bitte einen Elektriker.

Wenn man aufmerksam liest merkt man auch, dass ich die Kanonen gar nicht aufgefahren habe.