Hallo, gyuri,
mir ist letztens aufgefallen, daß man zwar m u tig, aber
hoch-, über-, schwer- oder wankelm ü tig ist.
wenn ich so recht überlege, ist es bei bl u tig vs. kalt-
oder warmbl ü tig das gleiche phänomen.
wer hat eine erklärung parat?
Grimm, wie so oft 
Ein Auszug aus dem Artikel zu MUTIG (Hervorhebungen durch mich):
…neben diesem adj. gesteigerten begriffs erscheint aber auch nach der einfachen bedeutung seines subst. ein ahd. muotag, muotig in zusammensetzungen wie ebenmôtig… einmuotig, …, langmuotig, longanimis u. a. …, die bildungen mit -muoti (ebanmuoti, einmuoti u. a.) neben sich haben;
letztere in mhd. -müete, fortgesetzt und hier recht gewöhnlich … . das mit der ableitungssilbe ursprünglich -ag gebildete adjectiv entzog sich dem umlaut, wenn für sich stehend; in zusammensetzungen aber nahm es, veranlaszt durch die gleichbedeutenden bildungen mit mhd. -müete, denselben an und so zeigt sich ein diemüetec neben diemüete, demütig, einmüetec neben einmüete, …,
eine umlautsbildung, die dann gewöhnlich im nhd. fortdauert, wenn in den zusammensetzungen das adj. den einfachen sinn des subst. mut zeigt; während unumgelautetes mutig steht, wenn die zusammensetzungen auf dem grunde der gesteigerten bedeutung von mutig (unten 2, b) ruhen: daher grosz-, klein-, einmütig, helden-, hoch-, übermütig, aber todesmutig, schlachtenmutig, …
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu…
Siehe auch
BLÜTIG, ahd. pluotîc, mhd. blüetec, vom vorausgehenden blutig unterschieden wie mütig von mutig (ahd. muotac von muotîc) und ähnliche bildungen mehr, kommt aber nur in der zusammensetzung vor: vollblütig, der viel blut hat, kaltblütig,…
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Gruß
Kreszenz