Mutter der Freundin macht Mutter lächerlich

Liebe Jana,

du hast absolut recht.

Was meinst Du? Wäre das nicht vielleicht eine Möglichkeit?
Schließlich muss Deine Tochter auch lernen, mit unliebsamen
Zeitgenossen auszukommen auf eine Art, die erwachsener ist.

Das wäre natürlich das allerbeste, wenn sie sich das trauen würde!
Bei nächster Gelegenheit werde ich es ihr sagen, dass sie das mal sagen könnte!

Viele Grüße
Thea

Hui, hier ist was los… :smile:

Frag Deine Tochter, ob es ihr was ausmacht, wenn Du später als abgemacht kommst, um sie abzuholen.
Sicher wird sie die „überfällige“ Zeit gern mit ihrer Freundin verbringen. Aber gegenüber der anderen Mutter ist ihr das vielleicht peinlich?

Ungeachtet dessen denke ich, ist es egal, mit wem Du die Abholzeit ausmachst, sie sollte in etwa eingehalten werden - für die andere Mutter ist dieser Termin wichtig (möglicherweise wichtiger als für Deine Tochter), da sie den Rest des Tages planen muß.

Ich selbst bin immer froh, wenn der - natürlich gern gesehene - Besuch meines (4-jährigen) Sohnes wieder weg ist. Besuch, und mag er noch so angenehm sein, ist immer anstrengend. Wenn sich dann die Eltern um eine halbe oder gar ganze Stunde verspäten, werde ich schon mal unruhig…Am besten ist es, so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Heißt: versuch, so pünktlich wie möglich zu sein. Verleg den Abholtermin von vorn herein auf eine Zeit, die Du auf jeden Fall einhalten kannst.

Wenn sich das Lächerlichmachen auf die Pünktlichkeit beschränkt, sollte das Problem auf diese Weise leicht zu lösen sein.

Ansonsten kannst Du mit Deiner Tochter das Paroli bieten üben:
Ihr spielt einfach die Situation zu Hause nach. Deine Tochter ist die andere Mutter, Du bist Deine Tochter.
Deine Tochter sagt nun die Dinge, die die andere Mutter von sich gibt und Du erwiderst.
Bsp.:
Deine Tochter: „Na, deine Mutter hat es wohl nicht so mit der Zeit.“
Du: „Ja, aber in anderen Dingen ist sie dafür unschlagbar.“

usw.usf.
So hat meine Mutter uns immer gestärkt, bevor es in Bewerbungsgespräche o.ä. ging. Sie hat einfach einen möglichen Dialog mit uns durchgespielt.

Zu direkter Konfrontation mit der anderen Mutter würde ich Dir nicht raten. Das zerstört möglicherweise das gute Verhältnis Deiner Tochter zu ihrer Freundín, denn Schatten wirft sowas immer. Manche Dinge, vor allem Menschen, kann man eben nicht ändern.

ich hoffe, Dir geholfen zu haben (ist natürlich meine Sichtweise)
Claudia

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unsichtbar
ich nochmal

Einerseits findet es meine
Tochter in der letzten Zeit pausenlos peinlich, wenn ich mich
irgendwie so benehme, dass ich von anderen Leuten auch nur
bemerkt werden könnte. Andererseits kann ich es mir nicht
vorstellen, dass sie sich es wirklich so wünscht, dass ich
mich nur noch unsichtbar mache.

Doch, das wünscht sie, hehe. Und sie wird es sich in den nächsten Jahren (Pupertät) noch mehr wünschen. Ich hab es mir auch von meiner Mutter gewünscht, obwohl ich sie sehr gern hatte (und habe). Und sie hat das beste draus gemacht. Sie hat mir viel ermöglicht, mich unterstützt und ist/war gleichzeitig ein Mäuschen, wenn es um meine Welt ging. Dafür bin ich meiner Mutter sehr dankbar.

Als Kind ist man von den Großen abhängig. Schlimm genug. Natürlich erwartet man als Kind von den Eltern, dass sie einen unterstützen und eigentlich alles tun, was man will ohne aber sich zu sehr einzumischen. Schließlich baut man eine eigene (Um)Welt auf. Dummerweise geht das bis zu einem bestimmten Alter (leider) nicht ohne Eltern.

Nimm es also deiner Tochter nicht übel. :smile:

Claudia

P.s.: Vielleicht macht Dich die andere Mutter gar nicht lächerlich, bzw. ist ganz ohne bösen Willen? Vielleicht empfindet es Deine Tochter nur so? Ich bin mir mittlerweile recht sicher, Deine Tochter will, dass Du pünktlich bist…

Hallo Claudia:smile:

Frag Deine Tochter, ob es ihr was ausmacht, wenn Du später als
abgemacht kommst, um sie abzuholen.
Sicher wird sie die „überfällige“ Zeit gern mit ihrer Freundin
verbringen. Aber gegenüber der anderen Mutter ist ihr das
vielleicht peinlich?

So wird es normalerweise sein. Ich denke nicht, dass sie es sonst überhaupt merken würde, da sie meistens nicht auf die Uhr schaut. Aber ich frage sie noch mal.

Ungeachtet dessen denke ich, ist es egal, mit wem Du
die Abholzeit ausmachst, sie sollte in etwa eingehalten werden

  • für die andere Mutter ist dieser Termin wichtig
    (möglicherweise wichtiger als für Deine Tochter), da sie den
    Rest des Tages planen muß.

Nach meinem Kenntnisstand ist dies normalerweise nicht der Fall. Die Eltern haben eine Tagesplanung, die relativ unabhängig von den Kindern ist, falls diese nicht irgendwo abgeholt oder gebracht werden müssen. (die Großeltern wohnen direkt nebenan, mit Verbindungstür). Ich habe meistens den Eindruck, dass sie es einfacher finden, wenn meine Tochter da ist, da das Kind sich dann nicht langweilt, und weil meine Tochter ihr auch oft die Schularbeiten erklärt, die sie nicht verstanden hat.

Dieser Eindruck ist im Laufe von 2 Jahren entstanden, und die Unpünktlichkeit bei der Abholung hat sich wohl auch so eingeschlichen, weil ein pünktliches Abholen oft sehr unwillkommen erschien.

Ich selbst bin immer froh, wenn der - natürlich gern
gesehene - Besuch meines (4-jährigen) Sohnes wieder weg ist.

Aber die sind 12/13! Das ist ein Unterschied!

Am besten ist es, so wenig Angriffsfläche wie möglich zu
bieten. Heißt: versuch, so pünktlich wie möglich zu sein.

Jetzt wo ich weiß, dass meine Tochter damit Schwierigkeiten hat, werde ich es natürlich machen. -

Wenn sich das Lächerlichmachen auf die Pünktlichkeit
beschränkt, sollte das Problem auf diese Weise leicht zu lösen
sein.

Wollen wir hoffen!

Ansonsten kannst Du mit Deiner Tochter das Paroli bieten
üben:
Ihr spielt einfach die Situation zu Hause nach. Deine Tochter
ist die andere Mutter, Du bist Deine Tochter.
Deine Tochter sagt nun die Dinge, die die andere Mutter von
sich gibt und Du erwiderst.
Bsp.:
Deine Tochter: „Na, deine Mutter hat es wohl nicht so mit der
Zeit.“
Du: „Ja, aber in anderen Dingen ist sie dafür
unschlagbar.“

Na ja, sie reden dann ja nicht direkt mit meiner Tochter, sondern nur in ihrer Gegenwart. Mir fällt gerade ein, dass ich nicht weiß, mit wem die Mutter dann redet. Vielleicht mit ihrer eigenen Tochter? Mit ihrem Mann? Oder einfach so in den Raum hinein? Keine Ahnung.

ich hoffe, Dir geholfen zu haben (ist natürlich meine
Sichtweise)

Doch, vielen Dank!

Thea

Hallo

Und wenn deine Tochter nicht mehr in die Schule gehen will?
gehst du dann auch auf ihre Gefühle ein, oder setzt du dich
darüber hinweg, weil es für ihr späteres Leben einfach besser
so ist?

Aber die Tatsache, dass sie zur Schule gehen muss, ist doch kein persönliches Geheimnis, das sie mir unter 4 Augen anvertraut hat!

  1. sie denkt, dass die Mutter ja im Grunde Recht hat, und
    erzählt es dir nur, um dich damit zu pisaken (soll ja bei
    Pubertierenden schon mal vorgekommen sein)

oder
2. sie lügt.

Beides sicher nicht.

Beides keine schönen Vorstellungen… und beides kann man mit
einem Gespräch zu 4. (also Freundin mit Mutter, du und deine
Tochter) klären.

Glaube ich nicht. Ich denke, dass das einfach nur eine oberpeinliche Angelegenheit würde für die beiden Kinder. Das ist einfach eine Sache, die eigentlich nur die Erwachsenen angeht.

Viele Grüße
Thea

Hallo

ich glaube sie traut sich nicht es dir direkt ins Gesicht zu
sagen und versucht es so über deine Tochter zu dir zu
transportieren.

Nein, das glaube ich eigentlich nicht.

Was immer dahintersteckt ich denke trotzdem sie versucht es
über deine Tochter an dich herranzutragen. Es ist die feige
Version einer Auseinandersetzung, so kann man ja immer
behaupten man habe nicht angefangen:frowning:

Ich kann mir auch folgende Gründe denken:

Möglicherweise versucht sie auch unbewusst, einen Keil zwischen mir und meiner Tochter zu treiben. Man hat eine Zeit lang starke Tendenzen gemerkt, dass sie es nicht schlecht fände, wenn meine Tochter überhaupt dort einzieht. Allerdings habe ich das in letzter Zeit nicht mehr bemerkt. -

  • Ich weiß ja nicht, wann es angefangen hat. Ich muss mal darüber nachdenken, ob ich möglicherweise mal was Schlechtes über die Mutter gesagt habe. Hm.

So direkt sicher nicht, und sicher nicht in Gegenwart des anderen Kindes! -

Aber es gab tatsächlich mal einen Konflikt, als nämlich meine Tochter eine Woche bei denen zu Besuch gewesen war, und ein Bänderriss (Sturz vom Pferd) mit Hausmitteln behandelt worden ist (natürlich wussten sie nicht, dass es ein Bänderriss war, aber sie waren auch nicht beim Arzt). Ich hatte davon noch nicht einmal etwas erfahren, sondern erst beim Abholen, und da ist die Sache wohl auch ziemlich verharmlost worden. Da war ich später allerdings schon ziemlich sauer drüber.

Und einen Sonnenbrand hatte sie sich dort auch einmal geholt.

Es kann gut möglich sein, dass ein Teil meines Unmuts über diese beiden Sachen indirekt über meine Tochter, dann über ihre Freundin schließlich bei der Mutter gelandet sind, zumal meine Tochter selbst ja auch nicht gerade froh darüber war. - Ich hatte zwar beide Male auch die Mutter selbst darauf angesprochen, aber zum ersten sagte sie mir, sie habe das garnicht so richtig mitgekriegt, und zum zweiten sagte sie mir, die Kinder hätten sich aber eingekremt. -

Na ja, das Problem bei denen ist, dass es 4 erwachsene Personen dort gibt (2 Eltern, 2 Großeltern), die irgendwie alle zuständig sind. Es ist nicht ganz einfach, „den“ Ansprechpartner zu finden.

Aber es kann gut möglich sein, dass diese Sachen einen Einfluss haben. Richtig ist aber zweifellos, dass die Mutter wohl nicht so gut im Diskutieren ist, deshalb sehe ich wenig Hoffnung, dass ein nochmaliger Gesprächsversuch viel bringen könnte.

(Wegen dieser Vorkommnisse ist es jetzt so geregelt, dass meine Tochter jetzt das nächste Mal von selbst Bescheid sagt, wenn irgendwas ist, oder auch sich die Anwendungsanleitung von Sonnenschutzmitteln vorher durchliest. Ist mir auch sicherer.)

Viele Grüße
Thea

Hallo

Und wenn deine Tochter nicht mehr in die Schule gehen will?
gehst du dann auch auf ihre Gefühle ein, oder setzt du dich
darüber hinweg, weil es für ihr späteres Leben einfach besser
so ist?

Aber die Tatsache, dass sie zur Schule gehen muss, ist doch
kein persönliches Geheimnis, das sie mir unter 4 Augen
anvertraut hat!

Wenn dir das Beispiel nicht weiterhilft…
Was wäre, wenn sie dir unter 4 Augen anvertraut, dass ihre Freundin regelmäßig an Gruppensex-Orgien teilnimmt, und dabei auch Alkohol und Drogen konsumiert?

Es funktioniert einfach nicht, wenn man als Mutter unbedingt die „beste Freundin“ der Tochter sein will… Man muss auch mal Mutterwohl von Kindeswohl abtrennen, und Entscheidungen treffen, die schmerzhaft sein könnten.

du bist an dem Punkt, wo du der Frau sagen MUSST, dass sie damit aufhören soll.
Wenn du das nicht machst, lebst du deinem Kind vor, dass man seine Gefühle unterzuordnen hat, weil ja IRGENDWER sonst böse werden könnte, und man nicht mehr „jedermanns Liebling“ ist…

Cool… genau so eine Einstellung brauchen Pädophile und Mobber…

Denk einfach mal darüber nach!

Ich denke du tust deinem Kind einen größeren Gefallen, wenn du ihm erklärst, dass es gewisse Dinge im Leben gibt, die man eben nicht hinnehmen muss.

Der Schaden an der Kinderseele, der bei sowas entsteht ist nicht geringer, als der am Körper, wenn es verprügelt wird.
Ich hab mal irgendwo eine Studie aufgeschnappt, dass im Hirn dasselbe Zentrum aktiv wird, wenn man Gehetze ertragen muss, wie wenn man Schmerzen erleidet…

LG
Gerlinde

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Hallo Thea,

also ist das Verhältnis eh angespannt, so wie ich das sehe.

Bei den Vorkommnissen die du geschildert hast ist die Geschichte mit dem Bänderriß schon ein Hammer. Damit humpelt man nämlich nicht einfach so durch die Gegend und schon gar nicht Tagelang.
Scheint mir so als wenn deine Tochter in dieser Situation nicht als Memme dastehen wolte und deshalb auch nicht nach dir „gerufen“ hat. Gerade wenn noch eine Ältere Generation dabei ist passiert sowas leicht. Das heißt es leicht mal, ach was du bist doch nur hingefallen stell dich nicht so an.

Was die Sonnencreme anbetrifft, naja das passiert leicht mal. Wenn ich zB vergesse meinen ihre Sonnencreme mitzugeben und in dem dortigen Haushalt nur eine mit einem LSF größer 18 vorhanden ist, wissen die beiden sie haben verloren. Sie vertragen nämlich keine Sunblocker bzw keine Creme mit einem LSF größer 18, da gibt es dann unangenehmen Ausschlag. Aber so manches mal ist es denn trotzdem so das trotz cremen sie sich einen kleinen Sonnenbrand, oder auch größer beim baden obwohl wasserfest, einfangen.
Das kann passieren aber wenn möglich nicht zu oft.

Wenn ich das ganze jetzt mal Revue passieren lasse, denke ich das es tatsächlich so ist, wie hier auch schon geschrieben, deine Tochter möchte das du pünktlich bist und es ist ihr peinlich wenn du denn mal wieder Gesprächsthema bist.

Übrigens glaube ich das es Gespräche zwischen der Mutter und der Großmutter sind. (Man hat fast den Eindruck es ist die Schwiegermutter dieser Frau *gg*)

Naja, ich denke du hast hier schon ein paar gute Denkanstöße und Lösungsansätze bekommen. Ich wünsch euch entspanntes Gelingen und sende noch ein paar

Nordische Grüße
Andrea

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Hallo

vielen Danke für die vielen Beiträge. Sie haben mir sehr weitergeholfen!

Viele Grüße
Thea

Hallo Thea,
wenn deine Tochter nicht selbst auf diese Idee kommt, sich für deine Position einzusetzen, dann liegt ihr der Gedanke näher, daß es ihr passend erscheint sich über dich ironisch zu äußern, als es ihr notwendig erscheint, der Ironie Einhalt zu gebieten.
Wenn du jetzt also auf Blut-ist-dicker-als-Wasser machst, dann bietet das doch eher noch mehr Basis für Ironie, oder?
Ich hab ja nur einige Aussagen von dir hier gelesen, aber ehrlich gesagt, die geben für mich durchaus den Anlaß ironisch zu sein. Anders gesagt…heutzutage tragen die größten Spießer Gesundheitsschuhe und Batikgewänder und glauben von sich selbst unglaublich aufgeschlossen und verständnissvoll zu sein.
Könnte mir also gut vorstellen, daß deine Tochter einfach mal ein alternatives Lebensmodell studiert und für sich einordnet. Laß ihr einfach die Möglichkeit.

Gruß D.K.

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Hallo D.K.

Entschuldige, aber du hast das Problem nicht kapiert.

Ich denke, die Sache ist hier in diesem Forum abgeschlossen.

Viele Grüße
Thea