Hallo Thea,
… - macht sie sich wohl darüber lustig,
dass ich nicht pünktlich komme. Wie, weiß ich nicht genau.
Hmm, dieses Beispiel jedenfalls zeigt das die Mutter wohl
Maßstäbe ansetzt, entsprechend ihrer eigenen Prinzipien.
Nein, das zeigt sie damit nicht, denn sie scheint ja extra bei
meiner Tochter nachzufragen, nur sich um nachher lächerlich
machen zu können. Wenn ihr die Pünktlichkeit wirklich wichtig
wäre, dann würde sie ja vielleicht selbst mit mir einen Termin
ausmachen. Meistens habe ich sie ja zuerst am Telefon. Früher
habe ich sie auch immer gefragt, wann ich meine Tochter
abholen soll, und da kam immer: Das ist mir egal, sie kann so
lange bleiben wie sie möchte.
Das kommt wohl auf den Standpunkt an, denk ich. Mir stellt sich da eher die Frage warum sie dies tut. Wenn sie den Abholtermin mit dir abspricht bevormundet sie ja deine Tochter und auch ihre eigene. Ergo lass ich das Kind den Termin absprechen, erwarte aber dann auch das er eingehalten wird (+/- 15 Min. *gg*).
Weißt du ob und in welchen Bereichen sie besonderen Wert auf
korrektes Verhalten legt?
Das ist mal so und mal so. Wenn ich mit ihr einen Termin habe,
kommt sie ja auch mehr oder weniger auf die Stunde genau, das
wird an die übrige Tagesplanung angepasst. Dann hatte sie mal
relativ plötzlich eine Phase, wo sie auf Pünktlichkeit auf die
Minute Wert legte.
Nun du machst mit ihr einen Termin ab und sie weiß das du auf die Pünktlichkeit keinen so hohen Wert legst, ergo kann sie sich ja verspäten es macht dir ja nichts aus. Ich nehme mal an das du ein Mensch bist der sehr flexibel mit seiner Zeit umgeht und nur dann einschränkungen tätigt wenn er definitiv weiß das etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen muss.
Persönlich habe ich dies auch über lange Jahre so gehandhabt und stets in dem Augenblick wo es gerade nötig war entschieden. Heute ist dies anders, meine Kinder sind größer und haben auch ihre eigenen Termine die ich jetzt immer mit Berücksichtigen muss. Sprich will ich irgendetwas machen muss ich mir immer überlegen ob es zeitlich zu der Terminplannung meiner Kinder passt.
Einzigst die Tatsache das sie ihren Unmut in Gegenwart deiner
Tochter äussert ist nicht korrekt.
Meine Tochter hatte nicht den Eindruck, dass es sie stört,
wenn ich da nicht pünktlich komme. Sie hatte eher den
Eindruck, dass es ihr Spaß macht, sich über mich lächerlich zu
machen.
Nun das ist eine Auffassungssache, immerhin musst du bedenken das deine Tochter nicht wie ein Erwachsener denkt und zunächst mal einem Erwachsenem keine negativen Beweggründe unterstellt. Und auch ist es Kindern schlecht möglich Ironie die meist aus Frustration und Ärger entsteht von einem belanglosen Spass zu unterscheiden.
Das sie sich dir anvertraut hat zeigt aber das sie schon erkannt hat das die Grundstimmung in diesen Situationen nicht stimmt. Sie erkennt bloß noch nicht die Motivation.
Oder glaubst du das sie ein aufgesetztes Lachen von einem herzlichen schon unterscheiden kann. Das fällt selbst manchem Erwachsenem noch recht schwer.
ich glaube sie traut sich nicht es dir direkt ins Gesicht zu
sagen und versucht es so über deine Tochter zu dir zu
transportieren.
Nein, das glaube ich eigentlich nicht.
Was immer dahintersteckt ich denke trotzdem sie versucht es über deine Tochter an dich herranzutragen. Es ist die feige Version einer Auseinandersetzung, so kann man ja immer behaupten man habe nicht angefangen:frowning:
Ich selbst habe auch schon mal öfters Termine mit ihr. Wie ich
oben schon geschrieben habe, sind diese Termine eine lange
Zeit sehr locker gehandhabt worden (ca. auf die Stunde genau).
Ziemlich unerwartet kam dann aber eine Phase, in der sie
plötzlich Wert auf äußerste Pünktlichkeit legte, wobei sie
jedoch eigentlich immer früher als verabredet kam, und sich
dann daran störte, wenn ich nicht auch früher kam, obwohl ich
schon vorher gesagt hatte, dass ich frühestens um …
da sein kann. „Frühestens um …“ heißt doch "nicht vor … "
und nicht „um …“.
Dazu fällt mir nur der Spruch meiner Großmutter ein: „5 Minuten vor der Zeit ist des Maurers Pünktlichkeit!“
Na ja, langer Rede kurzer Sinn: Damals hat sie es mir ja auch
direkt gesagt. Auf meine (nicht unfreundliche) Anfrage jedoch,
wie sie denn „frühestens“ versteht, hat sie die Diskussion
direkt abgebrochen.
Also akzeptiert sie eine Diskussion gar nicht als kommunikatives Mittel. Sie bevorzugt klare Ansagen. Das nächste mal kommentierst du es halt damit das du nur das „Akademische Virtel“ ausgenutzt hast und du ja eh gesagt hast das du früher nicht könntest.
Ich sage noch ein Beispiel, das neulich vorgekommen ist:
Vorige Woche kam sie eine halbe Stunde später als verabredet;
kein Problem. - Diese Woche kam sie dann eine halbe Stunde
früher als verabredet; da war ich noch nicht da, hat sich aber
wohl (nach Auskunft meiner Tochter) darüber aufgeregt. Als ich
dann nach einer Viertelstunde kam (also eine Viertelstunde
früher als verabredet), sagte sie direkt von sich aus (als ich
mich wunderte, dass sie schon da ist), sie sei ja früher
gekommen, ich wäre also nicht zu spät.
Was für ein Faux-Pax das du nicht anwesend bist wenn die gnädige Dame erscheint
*lol*
Wenn sie das nächste mal zu spät kommt mach doch mal folgendes, sag gleich das nur so und soviel Zeit hast da du ja damit gerechnet hast das sie schon um so und soviel kommt. Im Gegenzug fang an dich an abgemachte Zeiten zu halten und sage bitte nie wieder macht ja nichts. Diese Frau glaubt mit dir umspringen zu können wie sie will, zeige ihr die Grenzen auf und am besten machst du die Abholzeit für deine Tochter schon am Tag vorher aus. Ach ja und wenn du nicht genau sagen kannst wann du da sein kannst, dann gib eine Zeit an die mindestens eine halbe Stunde Karenz für dich beinhaltet.
Ich denke das wird auch etwas sein was deiner Tochter hilft, sie sieht nämlich das du aus dem unakzeptablen Verhalten dieser Frau deine Konsequenzen ziehst und auch durchsetzt.
Mein Gefühl sagt mir manchmal, dass sie aufgrund ihrer (in
einem anderen Beitrag von mir erwähnten) Hilfsaktionen oder
anderen Gründen meint, mir gegenüber eine überlegene Position
zu haben, und dass ich mich deshalb nach ihr richten müsse.
Das mir direkt zu sagen, traut sie sich
natürlich nicht. -
Die Familie hat auch schon mal meine Tochter mit in den Urlaub
genommen, wobei ich nur die Grund-Mehrkosten übernehmen
musste. Vielleicht meint sie auch deshalb, ich sei zur
Dankbarkeit verpflichtet. - Oder sie fühlt sich auch
zurückgewiesen, weil meine Tochter danach schon 2 Urlaube
ausgeschlagen hat, bei denen sie dort hätte mitfahren können.
Bei einem dieser Urlaube wurde von uns der Vorschlag gemacht,
dass die Freundin zur Abwechslung mal bei uns mitfahren
könnte, aber das wurde überhaupt nicht ernsthaft in Erwägung
gezogen. (vermuteter Grund: 1. die Familie soll im Urlaub
zusammen bleiben 2. bei uns deutlich weniger Komfort als bei
denen)
Also finaziell besser gestellt als du, aber neidisch darauf das du so ein gutes Verhältnis zu deiner Tochter hast und sie zu Ihrer nicht (Ist nur eine Mutmaßung).
Spricht wieder für mangelndes Selbstvertrauen, das ist es eigentlich nicht wert zu kommentieren. Solche Menschen muss man verbrauchen wie sie sind.
Zwar sagt deine Tochter nicht das du mit der Mutter sprichst,
aber ich glaube genau das Gegenteil ist der Fall. Warum hätte
sie dir es sonst erzählt?
Weil es ein Problem für sie ist, und mal darüber mit jemand
sprechen will.
Nun, ich glaube eher es ist die Spitze des Eisberges.
Natürlich würde sie es sich in Wirklichkeit wünschen, dass
sich dieses Problem ohne ihr Zutun löst, und sicher wäre es
der richtige Weg, wenn die Erwachsenen das unter sich
ausmachen. Ich fürchte jedoch, dass sie dann niemanden mehr
hat, dem sie sich anvertrauen könnte, weil sie sich dann nicht
mehr darauf verlassen kann, dass ich ihre mir anvertrauten
Geheimnisse für mich behalte.
Das kann ich verstehen, sicher ist das Vertrauensverhältnis wichtiger als diese Frau. Aber dann solltest du ihr zeigen das du dieses Problem ernst nimmst und dich nochmal mit ihr eingehender auseinandersetzen. Damit du weißt was sie eigentlich daran am meisten stört. Das Verhalten dieser Frau oder dein Verhalten?
Ich errinnere mich da an etwas ähnliches als ich so 13 war, ich hab es meiner Mutter erzählt damit sie ihr Verhalten einer bestimmten Person gegenüber ändert. Ich war super wütend darüber als sie mal wieder die Verständnisvolle mimte und sich überhaupt nicht positionierte.
Ich wollte keine angepasste Mutter sondern eine die auch mal anderen Grenzen setzt und nicht nur mir 
Ich glaube auch nicht unbedingt, dass es wirklich helfen
würde, denn dann käme wahrscheinlich etwas anderes. Wenn es
der Mutter wirklich nur um die Pünktlichkeit ginge, könnte sie
es mir sagen, das glaube ich schon. So schüchtern ist sie
nicht.
Nun ich glaube auch nicht das es nur um Pünktlichkeit geht, da gibt es noch vielmehr. Die Frage ist ob es deiner Tochter hilft mit der Situation umzugehen wenn du versuchtst dies zu klären.
Nordische Grüße
Andrea