Mutter des Freundes

Ich habe ein kleines Problem und weiß nicht, ob ich da vielleicht etwas überreagiere.
Ich bin jetzt seit 3 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammen. Vor ca 2 Jahren haben sich seine Eltern getrennt und er ist mit seiner Mutter (auch aus finanziellen Gründen) zusammen in eine Wohnung gezogen. In den letzten Jahren hat sich diese Mutter-Sohn Beziehung eher zu einer normalen Freundschaft entwickelt.
Nun bin ich so aufgewachsen, relativ schnell unabhängig (auch auf emotionaler Basis) von meinen Eltern zu werden. Ich mag meine Eltern sehr, nur fällt es mir schwer so eine innige Beziehung wie die, meines Freundes und seiner Mutter nachzuvollziehen.
Aus beruflichen Gründen führen mein Freund und ich momentan eine Fernbeziehung, wollen aber in einem halben Jahr zusammenziehen.

Nun stellt sich für mich die Frage, welche Konflikte dann auftreten werden, weil sie bisher noch nie alleine gelebt hat.

Außerdem verunsichern mich meine Gefühle ihr gegenüber ein bisschen. Ich mag sie sehr aber manchmal betrachte ich sie ungewollterweise als Störfaktor.
Ich möchte sie nicht als Konkurrenz ansehen. Aber vielleicht ist es wirklich ein „Tauziehen um den Mann im Haus“.

Kennt noch jemand diese Situation?

ungelegte eier
hallo white-rabbit,

du hast nicht geschrieben, ob du in die wohnung mit der mutter einziehen wirst oder ob ihr zu zweit eine eigene wohnung beziehen werdet. im ersteren fall kann ich verstehen, dass du dir gedanken machst, aber im letzteren fall gilt: mach dir mal keine gedanken über ungelegte eier! sondern mach dir erst dann gedanken, wenn es wirklich zu problemen führt. dann aber sofort mit deinem freund darüber sprechen und lösungen gemeinsam finden.

gruß
tobias

Hallo Häschen,

ich stimme Tobias zu. Ein bisschen deine Sorgen verkleinern könntest Du, wenn Du mit ihm schon mal die Sachen durchsprichst, d.h. welche Regeln gelten (Besuchsrhytmen,Sauberkeitsstandarts, Wohnungsstil etc.)

Tschuess Marco.

Mutter des Freundes2
Nein, um Gottes Willen, ich will nicht mit ihm und seiner Mutter in eine Wohnung ziehen. Ich wollte mit meinem Freund zusammenziehen. Ich frag mich halt nur, wie sie drauf reagiert, weil sie noch ie alleine gewohnt hat.
Vielleicht hab ich mich nicht klar genug ausgedrückt. Mein Problem ist nicht das Zusammenziehen mit meinem Freund oder wie oft sie uns dann besuchen wird. Meine Probleme liegen momentan daran, dass ich ich weiß, wie ich mit der Situation umgehen soll.
Die beiden führen keine normales Mutter-Sohn Verhältnis miteinander sondern sind eher Freund und Freundin (bzw Kumpels). Eigentlich ist es unsinnig deswegen eifersüchtig zu sein, aber ich hab manchmal das Gefühl, dass mein Freund eine Art Männerersatz für sie ist. Ich halte so ein Verhältnis für ein bisschen ungewöhnlich und das löst ein seltsames Gefühl in mir aus!
Ich möchte nicht, dass das zu einem Konkurrenzkampf ausartet.
Was kann ich tun?
Bin ich paranoid?

:smile:

Leidensgenossin
Lieben Gruß an meine Leidensgenossin Xenia

Hallo, also ich war selbst so eine Mutter und glaube, dass es nach außen besser aussieht als nach innen, denn auch eine Mutter hat das Bedürfnis, endlich einmal nicht mehr Mutter sein zu müssen, sondern die Erfahrung des Alleinlebens zu machen. Und es ist allemal anders mit einem Kind zusammen zuleben, als mit einem Partner, also von Ersatz keine Rede!!! Deshalb würde ich sagen, sprich mal mit der Mutter darüber, so richtig von Frau zu Frau und ehrlich.
Darüberhinaus solltest Du Dich aber auch noch fragen, weshalb Du diese Bedenken hast. Wie sieht es mit Deiner Erfahrung eines gemeinsamen Lebens aus? Schiebst Du da vielleicht Ängste in Richtung Mutter, die eigentlich die räumliche Zweierbeziehung betreffen? Denn damit „lädtst“ Du sie ja förmlich ein in Deine Beziehung, sodass sie dadurch zum komplizierten Dreiecjk werden könnte.
In Holland gibt es ein Sprichwort: „Liebe ist ein Fanclub mit nur zwei Mitgliedern“. Wenn dieser „Club“ intakt ist, kann er auch nach aussen positiv wirken! In diesem Sinne, Regine

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Hallo, also ich war selbst so eine Mutter und glaube, dass es
nach außen besser aussieht als nach innen, denn auch eine
Mutter hat das Bedürfnis, endlich einmal nicht mehr Mutter
sein zu müssen, sondern die Erfahrung des Alleinlebens zu
machen. Und es ist allemal anders mit einem Kind zusammen
zuleben, als mit einem Partner, also von Ersatz keine Rede!!!
Deshalb würde ich sagen, sprich mal mit der Mutter darüber, so
richtig von Frau zu Frau und ehrlich.
Darüberhinaus solltest Du Dich aber auch noch fragen, weshalb
Du diese Bedenken hast. Wie sieht es mit Deiner Erfahrung
eines gemeinsamen Lebens aus?

Wir haben vor unserer Distanzbeziehung schon einmal zusammengewohnt und da lief eigentlich alles glatt. Allerdings haben seine Eltern da auch noch zusammengelebt.
Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich seine erste Freundin bin.

Schiebst Du da vielleicht Ängste

in Richtung Mutter, die eigentlich die räumliche
Zweierbeziehung betreffen? Denn damit „lädtst“ Du sie ja
förmlich ein in Deine Beziehung, sodass sie dadurch zum
komplizierten Dreiecjk werden könnte.

Das glaube ich eigentlich weniger.
Ich denke schon, dass ich ein bisschen eifersüchtig bin, weil sie so viel mehr Zeit mit ihm verbringen kann als ich. Obwohl es eigentlich andersrum sein sollte, bzw ich es normal finde.

In Holland gibt es ein Sprichwort: „Liebe ist ein Fanclub mit
nur zwei Mitgliedern“. Wenn dieser „Club“ intakt ist, kann er
auch nach aussen positiv wirken!

Klar haben wir auch Krisen, aber ich denke schon, dass es bei uns ziemlich gut läuft, trotz oder vielleicht gerade wege der Fernbeziehung. Deswegen denke ich, dass es auch weniger daran liegt.

In diesem Sinne, Regine

Aber trotzdem vielen Dank, für den Rat :smile:

Hallo Häschen,

ich würde auch dahin tendieren, daß Du Dir über die Mutter keine Gedanken machen solltest. Daß sie Probleme haben wird ihren Sohn loszulassen ist völlig normal, aber damit setzt sie sich auseinander, seit ihr Sohn gezeugt wurde. Also wird sie es bewältigen können.

Andreas

Hallo Häschen,

Was kann ich tun?
Bin ich paranoid?

:smile:

Natürlich nicht, aber das Smiley hast Du ja schon selber gesetzt. Ich denke, wie gesagt, nicht, daß Du für die Mutter Deines Freundes verantwortlich bist. Wenn sie alleine lebt wird sie einen Weg finden, und wenn Dein Freund seiner Mama ein wenig Beistand leisten will, so schätze ich Dich so ein, daß Du das auch im gesunden Rahmen zuläßt. Insofern ist aus meiner Sicht alles in Ordnung und Du kannst den Umzug in Angriff nehmen. :smile:

Aber das ist natürlich nur meine, subjektive, Meinung.

Andy

Abschließend noch:
Wie ich dieser Antwort entnehme preist Du die Ferne und ersehnst mehr Nähe- wo ist Dein Platz? Ich hoffe Du findest ihn! Regine

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