Hallo,
wer von euch hat Erfahrungen mit Beantragung von Mutter-Kind-Kuren? Wie kann man den Antrag erfolgversprechend begründen?
Die Tochter (2) einer Bekannten ist pumperlgesund, sie selber bräuchte jedoch dringend mal eine Auszeit. Sie ist alleinerziehend und chronische Schmerzpatientin. Geht jedoch so gut wie nie zum Arzt, weil der ihr nach ihrer Meinung eh nicht mehr helfen kann und ihr außerdem die 10 Euro Praxisgebühr fehlen (Hartz IV).
Beim Müttergenesungswerk kann ihr den Antrag nicht mit ausfüllen, haben die dort gesagt, weil die mit ihrer Krankenkasse nicht zusammenarbeiten.
Hat jemand von euch eine gute Idee?
Danke
HariBoo
Hallo
ohne Arzt wird sie wohl kaum eine Mutter-Kind-Kur bewilligt kriegen.
Gibt es irgendein Netzwerk von Alleinerziehenden bei euch in der Stadt? Vielleicht eine VAMV-Gruppe? Die kennen in der Regel die Ärzte, die einem Kuren verschreiben. Das hängt ja vom Arzt ab, wie der das begründet. Manche Ärzte machen das, und manche machen das aus irgendwelchen Gründen lieber nicht.
Es reicht aber bei einem 2-jährigen Kind auf jeden Fall aus, wenn die Mutter krank ist. Sie muss das Kind nicht alleine zu Hause lassen oder irgendwo abgeben.
Allerdings muss das Kind auch noch irgendeinem Kinderarzt vorgestellt werden. Der schreibt dann, dass das Kind nicht ohne seelischen Schaden irgendwo anders untergebracht werden kann oder sowas. Oder vielleicht kriegt es auch irgendwelche angenehmen Anwendungen verschrieben, schadet ja nichts.
Helfen kann u. U. auch die Caritas, die haben auch Kurhäuser.
Viel Glück!
Thea
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Und bei Ablehnung Widerspruch…
da darf man nicht aufgeben.
Ansonsten stimm ich meiner Vorrednerin zu, auf zum Arzt nur über den gehts. Und noch ein Tip als Schmerzpatientin ist eine Kur durchaus angebracht.
Gruss Andrea
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hallo,
ich war in der selben situation. kind top gesund, ich (alleinerziehend) ziemlich fertig. habe die KK angerufen und habe mir den antrag zuschicken lassen. 2 tage später bin ich damit zum arzt (ohne ihn läuft nix). er hat ihn ausgefüllt (burn-out-syndrom) und gesagt: „wundern sie sich nicht, wenn er abgelehnt wird - das machen die immer! dann legen wir einspruch ein, ich schreibe noch ein ausführliches attest und das reichen sie dann ein.“ gesagt, getan. der antrag wurde vom med. dienst der KK abgelehnt, ein attest nachgereicht und innerhalb weniger tage war meine KUR endlich durch. das ganze dauerte ca. 3 wochen. die kur war bewilligt und ich suchte mir einen schönen kurort aus mit einer mutter-kind-einrichtung. alles hat super geklappt. die 3 wochen waren erholung pur. für mich und für meinen purzel. allerdings gebe ich zu bedenken, daß man selbst für jeden kurtag € 9,- oder € 10,- selbst bezahlen muß (den genauen wert weiß ich nicht mehr).
viel spaß beim kuren
elisa
Hallo!
Meine Cousine ist mit ihrem Sohn auch auf Kur gefahren, wegen starker nervlicher Belastung. Das Wichtigste ist ein guter Arzt, der sowas nicht einfach abtut, sondern sie ernst nimmt. Ich denke, die Chancen stehen ganz gut. Meine Freundin arbeitet als Kinderbetreuung in einem Mutter-Kind-Kurhaus. Da sind jede Menge gestresster Mütter OHNE zusätzlicher Schmerz- oder sonstiger Leiden. Gute Chancen hat man oft noch, wenn man vorher zur Krankenkasse geht und fragt, ob diese selbst eigene Einrichtungen betreibt. Wenn man sich eine dieser aussucht, bzw. bei der Kasse danach fragt, hat man manchmal bessere Chancen. Denn die Kassen wollen ihre Häuser auch voll bekommen, dass es sich lohnt.
LG, Iris